Ausgabe 
20.9.1888
 
Einzelbild herunterladen

10 Minuten lang angehalten hat, hört man mit weiterem Erhitzen auf und hebt die Maschtnentheile aus dem Wasser heraus, so daß sie durch ihre eigene Wärme das an­haftende Wasser verdunsten lassen, d. h. trocken werden. Man kann dann die etwa noch anhaftenden Schmutzthetle mit Leichtigkeit entfernen. Auf diese Weise werden kleine Maschinen mit sehr viel Einzelheiten in etwa einer Stunde gründlich gereinigt.

Literarisches.

Es ist für unsere Frauen eine schwierige Aufgabe, gegenüber den vielen Anpreisungen in Tagesblättern das wirklich Gute herauszufinden. Jede gebildete Frau wird die Wahrheit dieses Satzes bereits praktisch erfahren haben, vornehmlich in Bezug auf Journale. Jedes Journal behauptet dasbeste" zu sein indeß der Erfolg ent­scheidet. Zu den vom Erfolg gekrönten Damen- und Mode Journalen zählt in erster Linie der allbekannte, allbeliebte ,Bazar", dessen Abonnentenzahl laut notarieller Bestätigung vom 9. Juni d.J. über 102,000 betrug, wobei die nach Hunderttausenden zählenden Abonnenten der fremdsprachigen Ausgaben nicht eingerechnet sind. Einer der Hauptvorzüge dieses Blattes besteht neben der großen Fülle Modebtlder vom einfachsten bis zum elegantesten Genre in der großen Anzahl der Schnittmuster in natürlicher Größe (derBazar" bringt doppelt so viele Schntttmusterbogen als irgend ein anderes Modeblatt). Was nützen auch Moden - Abbildungen ohne Schnittmuster? Die als korrekt" bekannten Schnittmuster desBazar" ermöglichen selbst ungeübten Händen das Selbstanfertigen der Kleider, Paletots, Kinderanzüge u. s. w. Welche Ersparnis liegt darin? Nicht minder werthvoll sind die praktischen Handarbeitsoorlagen, die jede Nummer bringt und schließlich: wie reichhaltig sind die Unterhaltungs-Nummern aus- gestattet! Romane und Erzählungen, prächtige Illustrationen, Modenberichte, erprobte Rezepte für Haushalt und Küche. Der vierteljährliche Abonnementspreis von 2 JL 50 $ ist bei dem reichen Inhalt und der eleganten Ausstattung ein geringer.

denn ab Herde und Oefen wurden kalt und Stille herrschte in den Räumen, wo es sonst so' lustig prasselte und schmorte. Heute sind die feiernden Köche wohl zurück- ' kehrt, man wird ihnen, den Nährern des Sultans, doch einen Theil des rückständigen Lohnes gegeben haben. Inzwischen haben griechische und armenische Köche für den Tisch des Sultans gesorgt, Köche, welche alle Abend baar ausbezahlt wurden.

(Eine theure Ho chzettsfeier.) Amtlich wird bekannt gemacht, daß der junge Kaiser von China, welcher jetzt 18 Jahre alt ist, am 24. Tage des ersten Monats des Jahres 1889 eine Ehe etngehen wird. Zwei Millionen Taels (zehn Millionen Mark) sind von den öffentlichen Einkünften für die Hochzettsfeier bewilligt und die doppelte Summe ist durch freiwillige Beiträge aufgebracht worden, im Ganzen alio 30 Millionen Mark. Ob diese letzteren sreilich in der That so freiwillig gewesen -sind, mag dahinstehen, da Courtere in der letzten Zeit das weite Reich durchstreift und die Behörden auf die Nothwendigkeit aufmerksam gemacht haben, die nöthige Beisteuer bis zum Schluffe des Jahres zu leisten.

sAus dem amerikanischen Familienleben.) Zu welchem Aus­wuchs das Hasten und Jagen nach Erwerb und das dadurch bedingte ungemüthliche Familienleben in den Vereinigten Staaten führen kann, zeigt folgende von einem Geschäftsmanne eigens zu dem Zweck erfundene Schilderung seines Thuns und Treibens: Morgens begebe ich mich in's Geschäft, wenn meine Kinder noch schlafen, und wenn ich Abends heimkehre, sind sie bereits zur Ruhe gegangen. Ich sehe die Meinen somit während der ganzen Woche nicht und Sonntags ist der Verkehr mit ihnen auch ein beschränkter. Kein Wunder daher, daß wir unsere gegenseitige Bekanntschaft noch nicht gemacht haben. An einem Sonntag nahm ich Gelegenheit, meinem Jüngsten im Hofe hinter meiner Wohnung wegen einer Unart das Fell zu gerben, und laut heulend eilte er zur Mutter. Auf die Frage, wer ihm ein Leids zugefügt, entgegnete er schluchzend: Der Kerl, der sich immer Sonntags bei uns aufzuhalten pflegt."

^FrankfurterVersicherungs-Gesellschaft gegen Wasserleitungs-Schäden, Frankfurt a. M.) Nach einer uns vorliegenden Zusammenstellung hat die Gesellschaft im ersten Semester des laufenden Jahres für Versicherungen neu geschlossen resp. prolongirt 104 851 Mark Prämien abz. Storni vereinnahmt gegen 50 598 Mark im gleichen Abschnitt des Vorjahres, anderseits 62123 Mark für Schäden bezahlt bezw. reservirt gegen vorjährige 25 470 Mark. Der Dersicherungsbestand war am 30. Juni 288.77 Millionen Mark.

^Reinigung von Ma schinentheilen.) Um schnell und gut größere Mengen nicht zu großer Maschinentheile von Schmutz und Oel zu reinigen, verfährt man am besten so, daß man in einem hölzernen, besser aber eisernen Gefäß von ent­sprechender Größe die Maschtnentheile einlegt und so viel Wasser zugtbt, daß sie davon bedeckt werden. Alsdann wird gute Soda, noch besser kaustische Soda, d. h. alkalisches Natron, und zwar soviel zugegeben, daß das Wasser dadurch alkalisch wird. Die Menge des Zusatzes hängt von der Menge des Oels an den betreffenden Theilen ab, denn der Zweck des Natronzusatzes ist nur der, die Oeltheile in eine leicht lösliche Seife überzuführen, da sich bekanntlich Natron mit Oel und ölhaltigen Stoffen zu Seife verbindet. Zu dieser Verbindung ist aber Siedetemperatur des Wassers erforderlich und man muß daher dafür sorgen, daß das Wasser in's Kochen gebracht werden kann. Wie dies am besten zu bewirken ist, wird von den Umständen abhängen. Entweder bringt man unmittelbar unter dem eisernen Gefäß Feuer an oder leitet den Dampf birect in's Wasser oder erhitzt es durch eine Dampfschlange. Wenn das Kochen etwa Mi-U iw in iramnn~"irtn T-'nrrr»

Handel nnv Verkehr«

sPostverkehr mit dem Deutschen Schutzgebiet der Marschall- Inseln.) Das Deutsche Schutzgebiet der Marichall-Jnseln, woselbst in Jaluit, dem Sitz des kaiserlichen Commtssars, eine kaiserliche Poftagentur für den Austausch von gewöhnlichen und eingeschriebenen Driefsendungen aller Art eingerichtet wird, tritt vom 1. October ab dem Weltpostverkebr bei. Für Sendungen aus Deutschland nach dem Schutzgebiet beträgt das Porto: für Briefe 20 H für je 15 Gr., für Postkarten 10 H, für Drucksachen, Waarenproben und Geschäftspapiere 5 $ für je 50 Gr., mindestens jedoch für Waarenproben 10 H und für Geschäftspaptere 20 zu diesen Sätzen tritt u. A. die Einschreibgebühr von 20 Die Postagentur in Jaluit wird für den Aus­tausch der Sendungen mittels der sich bietenden Segelschiffs - Gelegenheiten mit den Postanstalten in San Francisco, Hanolulu, Sydney und Auckland in Verbindung treten. Auf den nach den Marschall-Inseln gerichteten Sendungen haben die Absender durch einen entsprechenden Vermerk selbst zu bestimmen, mit welcher dieser Verbindungen die Beförderung erfolgen soll.

Fleisch-Extract. Pepton u. Bouillon

sind in kurz. Zeit bereits mit 16 Ehrendiplomen 5?

u. goldenen Medaillen ausgezeichnet worden. io

Kemmerich

AerheMt Eisenbahnen. |

Der Nachtrag I zum Lokaltarif für die , Beförderung von Leichen, Fahrzeugen und r lebenden Thieren, welcher mit dem Tage l der Betriebseröffnung der Nebenbahn ! StockheimGedern in Kraft tritt, ist aus- I gegeben worden. i

Nähere Auskunft über dessen Inhalt | ertheilen die Güterexpeditionen.

Gießen, den 16. September 1888.

7490_________Großherzogliche Direction- ,

Mstversteigerung. |

Montag den 24t. September,

Vormittags von 8 Uhr an, soll das Alten-Busecker Gemeindeobst, bestehend in Aepfeln, Birnen, Zwetschen und Nüssen, an Ort und Stelle ver­steigert werden.

Der Anfang ist am Auweg.

Alten-Buseck, am 18. Septbr. 1888. Großh. Bürgermeisterei Alten-Buseck. __Krämer.______7485 Das Grummetgras von den der Neustädter Schä­ferei gehörigen Wiesen soll Donnerstag den 20. Septbr., Nachmittags 3 Uhr, ver­steigert werden. Zusammen- kunft am Schlachthaus. 7482 Montag den 24. September, von Nachmittags 2 Uhr an, werden wegzugshalber in der Wohnung der Frau Darlington, Ludwigstr. 5, 2. Stock:

zwei Tifche, ein Bett, Küchen- schrank, ein Schrank, zehn Stühle, ein Nühtischchen, Küchen- und Hausgeräthe, ein Petroleum- herdchen und zwei Koffer re.

meistbietend versteigert.

7481) Im Auftrag:

Louis Rothenberger, Auctionator.

Ieikgeöotenes.

7475 Eine kräftige rehgelbe Hühner- Hündin, l3/< Jahre alt, ferm, hasenrein, sehr gut. Appel sowie ein junger Hühner- tzund, deutsche Race, preiswürdtg zu verkaufen bei

Förster Hoffmann in Wetzlar.

Habe noch einige junge JgfiF doxer abzugeben. [7486

Keßler, Neuenweg 33. j

Allgemeiner Anzeiger. fiAnimthhrdn heute frischer Waggon ein- WßDaBlllUrall getroffen, hochfeiner Stoff. 7492 Restaurant zur Stadt München.

Flasche retour M. I.

6869

20 Ltr. incl. Flasche M. 5 Flasche retour M. 1.50.

15 Ltr. incl. Flasche M. 4 Flasche retour M. 1.30.

Alle Postanstalten und Buchhandlungen nehmen jederzeit Abonnements an. Abonnementspreis vierteljährlich 2Vz Mark (in Oesterreich-Ungarn nach Cours)

Probe - Nummern versendet auf Wunsch die Administration desBazar", Berlin SW., unentgeltlich

Die reichhaltigste und erste Modenzeitung ist Der Bazar.

Tonangebend für Mode und nützlich für Handarbeit. DerBazar" bietet zur Selbstanfertigung der Garderobe doppelt so viele Schnittmusterbogen als irgend ein Modenblatt Der Bazar erscheint in reichster Ausstattung und bringt

Mode, Handarbeiten, Colorirte Modenkupfer, Schnittmuster zur Selbstansertigung der Garderobe. Romane und Novellen. Prachtvolle Illustrationen.

Inserate aller Art

finden die denkbar weiteste und billigste Verbreitung durch dasDeutsche Fa­milienblatt", das von 130 deutschen Zeitungen als Beilage gebracht wird- Alles Nähere durch 6915

Julius Weinbargs Verlag,

Berlin NW., Thurmstraße 8.

I NeunProcentVerzinsung

I erhalten Privateapitalisten bei völliger Sicherheit. Gefl. Adressen | unter 8 118 zu senden an

I Bogdan & Co., Berlin C., 5851 Spandauerstr. 58.

Jeden Tag Zufuhren r m Ä' frifche Zische |U bei C. G. Kleinlienn.

_________Tägl. ächte Franks. Würstel. 7496

Falzziegel, K7S,-- S. Katzenstein, 6900_____________Holzhandlung.________

Neue Linsen | lgutkochend) b. Robert Stuhl, Neustadt23 7459] Gebrochene Aepfel Grafensteiner per ©immer 2a. Mesten zu 3 im Bottischen Haus, Seltersweg 81. Schlachtete heute ein 5 Jahr altes fettes Pferd, 1400 Pfund schwer. [7487

Keßler, Pferdemetzger.

Aepfel

kaust Emil Schwall.

7183______imFrankfurter Hof".

7437 Ein Mädchen zu zwei Leuten nach Darmstadt, ein Mädchen zu einem größeren Kinde und Mädchen für Küche und Haus finden Stellung. Näheres durch das Ver- mieth-Bureau von Frau Hüttenberger, bei Bäcker Germann, Kreuz.

Hundert Mark wöchent­lichen Nebenverdienst

kann sich Jedermann verschaffen.

Gefl. Adressen unter M. I2hu senden an

Bogdan & Co., Berlin C.,

5850 Spandauerstr. 58.

Obstkeltern

habe ich einige zur Benutzung aufgestellt.

7184 Emil Schmält,

imFrankfurter Hof".

1076

I Ankauf alter Büchern. Bilderwerke. Angebote ganzer Bibliotheken, sowie einzelner Bücher erbittet die

J. Rickersche Buchhandlung

Giessen.

7455 Einen Knecht zu Pferden sucht Ph. Schwan L, Neustadt 43.