Ausgabe 
19.8.1888 Zweites Blatt
 
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Der Hyperbel-Roggen ergab daher an Körnern die höchste Ernte und dürfte nächstens mnter den verschiedenen Getreidesorten eine ebenso wichtige Rolle spielen, wie ehemals

XnÄer Auggen. Die landwtrthschaftliche Versuchsstation in Sezemitz (Böhmen) ließ sich 20 Kg. dieser neuen Roggen-Varietät aus Dänemark kommen und baute dieselbe auf einer Fläche von 18 Ar im mittleren Boden mittelst der patenttrten Melichar'schen Reihensaemaschine an, der Roggen bestockte sich stark, entwickelte sich während der Vegetationsperiode prachtvoll und überragte zu Ende Juni die in Böhmen aebräuch- »$lnÄ00C£forten Lunl °olle 25 Ctm. Der Ertrag hat alle Erwartungen übertroffen

I^drusch ergab der Hyperbel-Roggen 530 Kg. große und schwere Körner und 1120 Kg. Stroh, einen Ertrag, an den selbst die ergiebigsten in Böhmen üblichen Roggensorten kaum zur Hälfte heranreichen. Um diese neue Varietät auch minder bemittelten Lllndwtrthen zugänglich zu machen, entschloß sich die landwtrthschaftliche X n @eiemtö 5 Ks. dieser Roggensorte um 2V* X zum Anbauversuch

k « - ^"^irschen einzumachend Da es jetzt an der Zeit ist, an das Einmachen der Sauerkirschen zu gehen, o glauben wir allen Hausfrauen einen Dienst zu erweisen wenn wir ihnen einige gute practtsch erprobte Verfahren dazu mitthei en Gu?e Sauerkirschen werden vorsichtig ausgekernt, auf ein Kilo derselben ein halbes Kilo Kucker in ^"^r Obertaffe gelautert, zu dünnem Syrup eingekocht und gut aba schämnt Man legt die Kirschen nach und nach in den Syrup, kocht sie darin weich n Zub mit dem Schaumlöffel heraus und thut sie in eine Terrine flC

fmün -sauberes Leinwandläppchen und kocht sie so langhin dem L-a,te, bls dieser genügend drck rst. Dann nimmt man sie hei aus, gießt den beiken Säst über.die Kirschen, schwenkt sie einige Male damit um, thut sie in die Gläser und <

Verdingung.

Die Abfuhr der Latrinen- und Müllgrubenstoffe der hiesigen Garnisonanstalten vom 1. October ab auf ein, event. auch mehrere Jahre, wird am

Freitag, den 24. August, Vormittag- 10 Uhr, im Bureau der unterzeichneten Ver­waltung, woselbst auch die Bedingungen ausliegen, öffentlich verdungen. [6563

Gießen, den 14. August 1888. Großherzogliche Garnisonverwaltung.

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