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sWarnung vor der Auswanderung nach Englands Einen wiederholten Warnungsruf vor der Auswanderung nach England erläßt die in London bestehende Gesellschaft zur Unterstützung nothleidender Ausländer. Derselbe richtet sich in erster Linie an deutsche Auswanderungslustige und appeÜirt an alle geistlichen und weltlichen Autoritäten, ihren Untergebenen von der Reise nach England abzurathen, um dieselben vor sicherem Untergange zu bewahren. Arbeit zu erlangen, werde in England für Ausländer täglich schwieriger, thetls weil die allgemeine Geschäftskrisis dort intensiver herrscht als irgend wo anders, theils weil sich tn der Geschäftswelt fremdenfetndliche Tendenzen bemerkbar machen, welche viele Arbeitsquellen verstopfen, die sonst den Aus­ländern ihre Subsistenz ermöglichten. Viele Auswanderer würden durch Agenten, welche namentlich im deutschen Nordosten, in Schlesien. Posen, Westpreußen, ihr Un­wesen treiben und denen es nur um Einheimsung ihrer Procente zu thun ist, nach London verschleppt und dort hilflos auf's Straßenpflaster geworfen. Und wer seine Hoffnung auf Beihilfe aus der Kasse eines der zahlreichen Wohlthättgkeitsinstitute setze, sei erst recht betrogen. Denn diele, auch wenn speciell zur Unterstützung armer Aus­länder in's Leben gerufen, gäben tn der Regel nur an solche, die schon lange in Eng­land und nur in Folge unglücklichen Zufalls momentan arbeitslos sind, oder aber an Arbeitsinoalide in vorgerücktem Alter.Also, wer ohne sichere Anhaltspunkte, ohne sehr gediegene Kenntntsie zu haben und ohne der Landessprache mächtig zu sein, auf's Geradewohl nach England kommt, geht so fügen dieB. P. 9c." vorstehender Warnung hinzu fast ausnahmslos in sein Unglück. Daher wolle Jeder, den es angeht, die Warnungen beherzigen, welche von competenter Stelle gegen die Aus­wanderung nach England erlassen werden."

Gcdtff-uach richten.

Bremen, 17. Juli. sPer transatlantischen Telegraph.] Der Schnelldampstr Fulda, Capt. R. Ringt, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 7. Juli von Bremen und am 8. Juli von Southampton abgegangen war, ist heute 4 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.

Literarische-.

Auch das allbeliebte deutsche Familien Journal die ^Jllufirirte Welt* (Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt), widmet dem Tode des Volkslrebluigs Kaiser Friedrich einen bedeutenden Thetl des 25. Heftes, das uns jetzt vorliegt. Einige prächtige Bilder sind diesem Ereigniß gewidmet und tiefgefühlte Worte umrahmen diese Jlluurationeu. Ader nicht nur einen Widerhall der Trauer bietet dies Heft, wir finden auch wahrhaft reizende Bilder sonnigen Lebens darin. So das herrliche Strandbild, die dramatisch bewegte Wiedergabe einer Wildschweinjagd in Marokko, dann geschicht­liche Darstellungen aus dem Alterthum und unseren Tagen, wie die Vermählung des Prinzen Heinrich von Preußen und die Eröffnung der Weltausstellung in Barcelona vor dem kleinen König von Spanien. An gutem Text ist dies Heft überreich, der große historische RomanDie Ritter des deutschen Hauses" schreitet seinem Ende zu, ebenso entfaltet die große ErtminalnovelleDas Geheiinntß von Westernhagen" seine stärksten Spannreize. Eine originelle kleine Erzählung von Moriz Lilie:Die Königin von Tadmor", wird besonders die Leser des knappgesaßten Genres höchlich befriedigen und an kleinen Artikeln aus allen Gebieten des Lebens tritt uns wieder eine reiche und sorgfältige Auswahl entgegen. So darf benn anläßlich dieses Heftes wieder aus­gesprochen werden, daß die schön ausgestatteteJllustrirte Welt" von Anfang bis Schluß des Jahrgangs sich stets auf der gleichen Höhe hält und ein ganz brillantes unb gediegenes, echt deutsches Familienjournal ist.

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Wärmegrade der Lahn und der Luft,

nach Reaumur gemessen zwischen 11 und 12 Uhr.

Luft 14, Wasser 14 Gr.

Gießen, den 18. Juli 1888. Rübsamen.

Bekanntmachung.

Die Lieferung von 12 Rmtr. Buchen-Scheitholz beste Qualität und 240 Ctr. Nußkohlen I für das hiesige Amtsgericht und Haftlokal soll im Submissionswege vergeben werden.

Offerten sind bis zum 1. August l. I. dahier einzureichen.

Lich, 14. Juli 1888.

Die Gerichtsschreiberei Großherzoglichen Amtsgerichts Lich.

Will. 5841

Immobilien- Versteigerung. Samstag, den 21. L Mts., von Nachmittags 4 Uhr an, sollen aus dem Bureau des Großh. Ortsgerichts Merlau die zur Concursmaffe des Johannes Wöll gehörigen Im­mobilien, als:

1) Mühle (die Triebmühle),

2) ca. 12^2 Morgen Acker- und

31/2 Wiesenland

unter den bei der Versteigerung be­kannt gemacht werdenden Bedingungen nochmals versteigert werden.

Die Mühle, bestehend aus Mahl­mühle mit zwei Gängen und Oelmühle mit guter Wasserkraft, liegt bei dem Dorfe Merlau, V4 Stunde von der Bahnstation Mücke und befindet fich wie die übrigen Gebäude in gutem baulichen Zustande.

Das Gut liegt zum größten Thell um die Mühle.

Nähere Auskunft ertheilt der unter­zeichnete Maffeverwalter.

Grünberg, den 11. Juli 1888.

Der Masseverwalter: Karl,

5730 Sparkasserechner.

Freitag, den 20. Iuti,

Vormittags IOV2 Uhr, wird Westanlage 15:

altes Bauholz, Backsteine, eiserne Fabrikfenster, eiserne Träger und Säulen rc, versteigert.

In Auftrag:

5859] Hoffmann, Ortsgerichtsmann.

Konsum-Verein (E. G.)

Große«-Buseck.

Emballage -Versteigerung:

Freitag de« 20. Juli,

Mittags 1 Uhr, unter Mitgliedern. 5862

Der Vorstand.

Geschäftshäuser,

beste Lagen, zu verkaufen durch

5843] Joh. Fr. Schaaf, Neustadt 55.

Atkgemciner Anzeiger. Bekanntmachung.

Wegen Reinigung des Stadtbaches bleibt von morgen an dessen Wafferzufluß bis auf Weiteres abgesperrt.

Gießen, den 18. Juli 1888.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Keller, Beigeordneter. 5864

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zertrennt auf- oder umfärben. Bei seidenen und halbseidenen Kleidern empfiehlt es sich, dieselben nur in zertrenntem Zustandeä resort färben zu lassen. Durch die chem. Wäsche werden Kleider, wenn auch noch so reich besetzt, unzertrennt gereinigt; in gebotenen Fällen kommt die «affe Wäsche zur Anwendung.

werden bei der Färbung wie bei der vVT1!»11 *vReinigung unze-teennt behandelt; eventuell können, wenn solche stark verschossen, in ihrer ursprünglichen Farbe wieder aufgefrischt werden.

SVVlilwfftnfö* in Seide, Wolle rc., als Rips, Damast, v Satten, Plüsche rc lassen sich, ohne vom Polster zu nehmen, reinigen oder auch, wenn sehr stark verschossen, in ihrer ur­sprünglichen Farbe unter Garantie wieneu" auffärben. Ebenso können Polsterungen von Equipagen, Wagen rc., ohne daß ein Entfernen nöthig, gewaschen, eventuell aufgefärbt werden.

Plüsch- u. Sammet-Garderoben,

Regen, Druckstellen rc. gelitten, lassen sich unzertrennt wieder Her­stellen, nur wenn der Sammet stark verschossen, ist ein Ausfärben anzurathen, zu welchem Zwecke aber ein Zertrennen nothwendig wird. Um beschädigte Stellen der Oberfläche des Sammets zu decken, empfiehlt sich das Einpressen eines Musters in denselben.

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wie auch Imitationen, gewöhnliche Kante rc. _____werdenauf neu" gewaschen und genadelt.

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