So geschah es und dle drei Herren brachten die regnerische Nacht auf der Streu zu.
Und das war nicht die einzige Nacht während des harten Krieges.
! * * *
Pflichttreue. Von der großen Pflichttreue und Willenskraft unseres Kaisers zeugt folgende Geschichte. Jin September 1882 bei der Herbstparade blieb das bekannte Kaiserwetter aus und der Regen floß stromweise vom Himmel herab, so daß die Zuschauer, die sich durch Mäntel und Schirme möglichst zu schützen suchten, die Hoffnung aufgaben, den Kaiser begrüßen zu dürfen. Doch plötzlich sah man seinen weißen Helmbusch wehen und unter lautem Hurrahrufen der Versammelten sprengte der 85jährige greise Kaiser vor wie ein Jüngling. Wie hätte er es vermocht, weichlich im Trocknen zu bleiben, wo seine Soldaten Wind und Wetter ertragen mußten! Zeuge dieses Vorganges war ein Russe, der bewundernd zu seinem deutschen Freunde sprach: „Jetzt staune ich nicht mehr, wenn jeder Deutsche seine Schuldigkeit lhut; solch ein Beispiel der Pflichttreue vor Augen muß jeden antretben, seine Pflicht zu erfüllen."
Literarische-.
Die »Gartenlaube* weiht ihre soeben erschienene Nummer voll und ganz dem Andenken des verewigten Kaisers. Sie hat dabet ihren Ruf als Weltblatt vollständig gewahrt, denn in keiner anderen illustrirten Zeitschrift findet sich eine solche Fülle actueller Bilder, welche die ergreifende Stimmung in Berlin am 8. und 9. März wiedergeben, wie in der uns vorliegenden Nr. 11 der „Gartenlaube". Zieht man die nach Hunderttausenden zählende Auflage der „Gartenlaube" noch besonders in Anbetracht, so mutz man die autzergewöhnliche Leistung ihrer Redaction, ihrer Zeichner und ihrer Druckerei voll und ganz anerkennen.
— Ein Gedenkblatt grotzen Stiles auf den Tod des Kaisers Wilhelm hat die Deutsche Verlags-Anstalt in Stuttgart herausgegeben. Es ist eine Leistung ersten Ranges, ebenso volksthümltch wie feierlich prächtig. In eleganter, des Moments würdiger Ausstattung bringt dies Erinnerungsblatt, welches ein Separniabdruck aus der berühmten Zeitschrift „lieber Land und Meer" ist — »Wilhelm L. Deutscher Äaifer und König von Preußen" ist sein Titel — eine meisterhafte, tiefempfundene Schilderung vom Leden des soeben dahingeschiedenen Kaisers, welche dies Heldenbild monumental und doch durch außerordentlich viele Einzelzüge, unser Herz tief ergreifend, uns vor Augen führt. Achtundzwanzig Illustrationen, die interessantesten Momente aus dem weltgeschichtlichen Wirken und dem anheimelnden Familienleben des Kaisers sind in den Text verwebt. Ein vortreffliches Großfolio-Porträt des Kaisers Wilhelm auf Kupferdruckpapier schmückt die erste Seite dieser prächtigen Schrift. Ein herrliches Gedicht von dem gefeierten Poeten Karl Gerok leitet die Lebensschilderung ein und eure ergreifende Kunstleistung des Malers Huthsteiner, ein lichtumstrahlter Genius am Sarkophage des Kaisers, die Krone hoch haltend, schließt dies Werk, das bei dem fast unglaublich billigen Preis von 50 Pfennig ein wirklich und wahrhaftes Volks- Famülenwerk edelsten Genres, gleich reich wie vortrefflich nach Inhalt wie Ausstattung , ttt — ein weihevolles Ermnerungsblatt, das wohl bald in feiner Familie, ob reich ober arm, fehlen wird.
All’«! • Fleisch-Extract
UvuIbmuI »vJUl kJ ist vom feinsten Geschmack und grösster Ausgiebigkeit. Das Beste ist stets das Billigste.
Landwirthschaftliche Nachrichten.
(Nachdruck verboten.)
^nat März muß eine Hauptsorge des Gärtners und Gartenbesitzers fein, auf seinen Mistbeeten, auf denen die zum Versetzen bestimmten Pflanzen nphSrt11 hCH,*n ^A/tge, sondern kräftige stämmige Pflanzen zu gewinnem Dazu gehört, daß durch em richtiges Feuchthalten der Erde den Pflanzen die Aufnahme der Nahrung erleichtert wird, deshalb ist, wenn nöthig, zu gietz7n, jedoch ollte es du?ckaus Ottern Wasser zu gießen, weil dadurch leicht die Pflanzen im Mt ver ck?aaenes°Es^h^"bt"^ Ließen sollte immer ein gewärmtes, mindestens benutzt werden. Sodann tragt zur Kräftigung der Pflanzen ^^^^^^beeten, wie mcht genug betont werden kann, sehr viel ein häufiges Lüften bei Man braucht dabei nicht gar so ängstlich zu sein, wenn das Wetter es nur Egermaßen zuläßt, soll gelüftet werden und an besonders schönen, sonnigen Tagen können dte Fenfler Mittags schon einige Stunden ganz abgenommen werden. Dafür ber^orfif11’?^ Ur C nC JecV gleichmäßige, warme Temperatur in den Beeten'während selbst am Ab Unb ^shalb sollte nie die Vorsicht außer Acht gelassen werden, S; r schöner warmer Tage die Fenster mit Matten zu belegen denn im
März sind plötzliche Temperalurwechsel sehr häufig. ü ' n
uns be^hP^^P^^^^obannisbeersträucher.j Der Johannisbeerstrauch, der bei ber%ie aeHnnP feflS IU.£nben l|t' ist ein anspruchsloser bescheidener Gefell, sM"he, die auf ihn verwandt zu werden pflegt, reichlich mit großer * lohnt. Jndeß kommt es vor, daß seine Beeren von Jahr zu Jahr kleiner will WnmpnHf*60 feine'®üngunfl und feine Lockerung des Bodens helfen
Ä Ä Ä XÄfi'S, ■.‘XS3 t?“e ,a“cr und klein. Es wa-° aber verkehrt! immer nur jung-Tr?ebe .und-Möglichst viel altes Holz wegzunehmcn, denn der Johannis >er- ftrauch psleür ferne fruchte auch an altem Holz und besonders an ffruchtsoieneu des “ *e“ orjübtinsen. Aber man darf das Holz ja nicht zu att werd n lassen
1°"2 bt< Qualität der Früchte. Sind im Ganen so schlecht tragende Zohannis: ^HchL/fen'LILn ™& ie8l6er 3ei‘ ""ch Ausschneiden des al,et?Holzes
T6§?^ial-Arztfür Geschlechts-u.Krane«-
ÄWU^LWch Kranfh., Urarrkfurta/M, Stiftftr.22 I.
Sprechst.tägl. v. 10—1 u. 3—5 Uhr. [17
Holzversteigerung.
Donnerstag, den 22. März d. I., von Vormittags 9 Uhr an, soll im Anneröder Gemeindewald, District Haarkops und Wolsskaut nach, verzeichnetes Holz versteigert werden, als:
Bauholz:
40 Eichen-Stämme bis 26 cm Durchmesser von 4 bis 9 Mtr. Länge mit 6,54 Festmtr.,
21 Nadel-Stämme bis 34 cm Durchmesser von 5 bis 14 Mtr. Länge, mit 5,63 Festmtr.,
25 Eichen-Derbstangen von 11 bis 14 cm Durchmesser und 6 Mtr. Länge mit 2,08 Festmtr.,
217 Nadel-Derbstangen von 8—14 cm Durchmesser bis 14 Mtr. Länge mit 15,85 Festmtr., 1251 Nadel - Reisstangen mit 23,86 Festmtr.
Brennholz:
5 rm Eichen-Scheitholz, 4 „ Nadel- „
18 „ Eichen-Knüppel, 72 „ Nadel- „
200 Wellen Eichen-Reisholz, 6850 „ Nadel- (Durchforstungs-
Wellen),
6 rm Eichen-Stöcke,
7 „ Nadel- „
Die Zusammenkunft ist auf der Grünbergerstraße am MüllernUg.
Annerod, am 16. März 1888. Großh. Bürgermeisterei Annerod.
Engelhardt. 2258
In Auftrag:
versteigere Donnerstag, den 22. d.M., Nachmittags von 2 Uhr an, im Bram tuschen Local, Neustadt 55:
1 fast neues Bett, 1 Bettstelle mit Sprungfeder- und Sthetl. Matratze, 1 Sudfellic (Schulbank), neues System, Gartcnmöbel, eine Saison gebraucht, Tifche, schöner Nähtisch, 1 Waschttch, 1 Nacht- tisch, 1 Sessel, 1 Wecker, 1 Sitzbad von Zink, 1 schön eingerichteter Kinderstuhl, 2Petroleumlampen, 1 Wanduhr, 2 kleine Bütten, 1 ttüchenschrank 2 eiserne Bettstellen re. re.
Rothenberger, 2205 Auktionator. •
Akkgemeiner Anzeiger.
Holzversteigerung, i Donnerstag, den 22 März s l. I., von Vormittags 9 Uhr an, sollen im Großen-Busecker Gemeindewald, District Buchberg, versteigert werden:
30 Stück Eichenstämme m. 4,45Festm.
68 „ Nadelstämme m. 21,12 „ 170 „ Eichenstangen m. 9,84 „
402 „ Nadelderbstangen mit 34,59
Festm.,
213 Stück Nadelreisstangen mit 3,60 Festm.,
20 Rm. Buchen-Scheitholz, 212 „ „ Stamm-Knüppel,
24 „ Eichen-
10 „ Nadel-
76 Hundert Buchen-Reiser-Wellen, 18Vr „ Nadel-
54 Rm. Buchen-Stöcke,
22 „ Eichen- und Nadel-Stöcke.
Die Zusammenkunft ist im District selbst, und liegt dieser an der sog. Rabenauer-Straße.
Großen-Buseck, 16. März 1888. i Gr. Bürgermeisterei Großen-Buseck. _________Stephan.______2259 Holz-Versteigerung. Montag den 19. und Diens
tag den 20. März d. I.,
von Vormittags 9V2 Uhr ab, kommen im Ruttershäuser Gemeindewald, Distrikt Wehrholz und Mausberg zur Versteigerung:
173,9 Rm. Buchen-Scheit u. Knüppel, 52 „ Eichen- „ „
13 „ Nadel-Knüppel,
4170 Wellen Buchen-Reiser,
3480 „ Eichen- und Nadelreiser, 67 Rm. Buchen- und Eichen-Stock, 38 Eichen-Stämme = 24,95 Fstm., 50 Nadel-Stämme = 15,56 Fstm.,
3 Nadel-Derbstangen.
Die Eichen- und Nadelstämme lagern sämmtlich im Distrikt Wehrholz.
Am erften Tag kommt sämmtliches Holz im Distrikt Wehrholz zur Versteigerung und wird mit dem Stammholz der Ansang gemacht.
Ruttershausen, den 10. März 1888. Großh. Bürgermeisterei Ruttershausen. 2143 Klinkel.
Holzversteigerung.
Es werden versteigert: 1. Mittwoch 21. März aus den Abthei- lungen Brauhof 2b und 3a, Hasenkops 5 und 6: Buchen: 64 rm Scheiter 34 rm Knüppel, 5110 Wellen, 87,3 rm Stöcke; Eichen: 59,5 rm Scheite/ 48,5 rm Knüppel, 3100 Wellen, 77,4 rm Stöcke; Nadelbolz: 16 rm Knüvvel' Ö80 Wellen, 11,4 rm Stöcke; Weichholz: 3880 Wellen. Das Holz irr Brauhof 2d und 3a wird nicht vorgezeigt, dasselbe kommt gegen 11 Uhr im Hasenkopf zum Ausgebot. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr im Hasenkopf am Forstgarten.
, 2. Freitag 23 März aus den Abtheilungen Zellenrod 8, Schiffen-
£2' Sommerberg 35a, Häuserseite 38, Fichtenbaum 40 und Buchenbera A^"chtn. 2 rm Scheiter, 2,6 rm Knüppel, 2000 Wellen, 12 rm Stöcke; Aschen: 2 rm Scheiter, 21 rm Knüppel, 390 Wellen; Eichen: 38 8 rm Scheiter, 37,3 rm Knüppel, 2930 Wellen, 52 rm Stöcke; Nadelholz: 53,7 rm Knüppel, 1450 Wellen, 13,8 rm Stöcke; Weichholz: 2270 Wellen. Das Holz in Sommerberg, Häuserseite, Fichtenbaum und Buchenberg wird nicht vorgezeigt, dasselbe kommt göaen 11 Uhr in Schiffenberg 32 zum Aus- gebot. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr auf der Kreisstraße Gießen-Hausen an der Sackschneise. Nähere Auskunft ertheilt Gr. Forstwart Schlag ru Baumgarten. 2119
Gießen, den 12. März 1888.
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. , Siehe das Buch: ,,Die Chromwasserbehandlung der Syphilis. Eine neue Methode von l)r. tiüntz, in Dresden.“ II. Auflage. Arnoldische Buchhandlung, Leipzig
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Huste-Nichl
Bezogen hat von uns: in Giessen:
4J Ferd. Drehet.
Dankschreiben. Seit vier Jahren litt ich an sehr starkem Husten mit furchtbarem Auswurf, wogegen ich jetzt Ihr Malz-Extract mit Schutzmarke „Huste-Nlcht“ gebrauche und schon nach der ersten Flasche finde ich mich bedeutend wohler und habe auch besseren Appetit.
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Frankfurterftratze 6.


