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«andwirthschaftliche Nachrichten.

(Nachdruck verboten.)

Don allgemeinem Interesse sind die Durchschnittszahlen der Blitzfckiläae nnn benen die verschiedenen Baumarten betroffen werden. An der Spitze fteßt bi? hpntfrfi*

mit 1928 jährlichen Blitzschlägen aus WMHecsar unddie/eringst- Ä».

Sula sei überhaupt keine Rede, bei der italienischen Besitzergreifung habe dort die egyptische Flagge geweht, Sula war also egyptisch und Abessynten hatte nicht den kleinsten Rechtstitel, um darüber zu verfügen. Es sei nicht recht erklärlich, weshalb derNord" so großen Nachdruck auf Punkte lege, die, falls sie überhaupt berücksichtigt würden, nur die Lösung der Frage erschweren könnten.

Gotha, 15. August. Die Kaiserin Friedrich, die gestern Nachmittag 3 Uhr hier eintraf, begab sich sofort nach Schloß Tenneberg bei Waltershaufen und kehrte von dort mit dem Herzog Ernst zurück. Im Herzoglichen Palais nahm sie das Diner ein.

Potsdam, 15. August. Die Kaiserin Friedrich ist Vormittags 9 Uhr von Gotha zurückgekehrt.

Kiel, 17. August. Der Prinz und die Prinzessin Heinrich empfingen heute Mittag eine zahlreiche von dem Landtagsmarschall Grafen v. Reventlow-Treetz geführte Deputation der schleswig-holsteinischen Ritterschaft, welche einen prachtvollen silbernen Tafelaufsatz als Hochzeitsgeschenk überreichte.

Kiel, 15. August. Ihre Königlichen Hoheiten der Prinz und die Prinzessin Heinrich empfingen heute auch den Ausschuß der schleswig-holstein'schen Provinzialstände, welcher als Hochzeitsgeschenk der Provinz sieben gemalte Glasfenster für das Kieler Schloß anmeldete. Die Mitglieder des ständischen Ausschusses wie diejenigen der ritterschaft- ltchen Deputation nahmen heute an dem Diner im Schlosse Theil.

Frankfurt a. M., 15. August. Der Prinz von Wales traf heute Nachmittag hier ein und begab sich sofort zu Wagen nach Homburg.

Wiesbaden, 15. August. Die Prinzessin von Wales nebst Töchtern Louise Victoria und Maud sind heute Abend 61/» Uhr hier eingetroffen. Dieselben wurden auf dem Bahnhofe von dem Könige und dem Prinzen Johann von Dänemark empfangen.

München, 15. August. Der deutsche Handwerkertag wurde heute nach An­nahme mehrerer Resolutionen betreffs Befähigungsnachweises, einer Bevorzugung der Handwerkerforderungen durch das neue bürgerliche Gesetzbuch :c., durch den Wnr- , sitzenden Billing mit Hochs auf Seine Majestät den Kaiser und den Prinz - Regenten geschlossen.

... Paris, 15. August. J Amiens gab die Ankunft Boulangers heute Anlaß zu verschiedenen tumultuarischen Kundgebungen, wobei Polizei und Gendarmerie etnfcbreüen mußten; mehrere Personen sollen verwundet sein.

Brüff.l. 15. August. Der Cardinal Lavlgerie hielt in der Brüsseler Kathedrale eine Rede, tu der er ein ergreifendes Gemälde der Schrecken des Sklavenhandels w g1'' r*r b-furw°r,c,e dl- Bildung einer ausschließlich aus Belgiern bestehenden Miliz welche am Tangayikasee sich t-stletzen solle, um den Sklavenhändlern den Wea zu versperren, und gedachte mit lebhafter Anerkennung der civilifatorischen Thätigkest des Königs der Belgier. Lavigerie wird ein Comitä bilden, welches Beitriits- «rklarungen und Beiträge enigegennimmt. Die Kosten werden auf ein- Million Kranes geschätzt. u

August. DieAgenda Stefan!" meldet: Nach einer Depesche des

Generals Baldissera kehrten von den 400 mit einem italienischen Hauptmanne ab­gegangenen Baschibozuks 221 zurück, von denen 57 verwundet waren und von den 300 Baschlbozuks, die mit Adamaza waren, 260, von denen 19 verwundet waren f 15. August. In einer Besprechung des Telegramms derAgencia

Stefani daß Rußland w e die anderen Mächte eine Erklärung über die Abschaffung ber Kapitulattonen in Maffauah gegeben habe, bemerkt basJournal de St.Peters- bourg , es scheine dies eine gewagte Behauptung zu sein. Das Journal" alaubt Mh,nOhrtaro^rfeftßCf0ei? ^^Abschaffung &Cr Kapitulationen von dem Moment, wo die- selben das Resultat einer Verständigung unter den Mächten wären, nichts einzuwenden Um, das Princip aber nach welchem die Abschaffung ipso facto daraus hervorgehe" bafe ein Land, wo Kapitulationen bestanden, von einer civilisirten Regierung besetzt worden 6 nC ^cuerun0# ein solches Princip sei weder erörtert noch angenommen

Literarische-.

, ~ Wie reich an schönem und bedeutungsvollem Inhalte ein eirniaes Monats-

fieft einer deutschen illuftrirten Zeitschrift ersten Ranges sein kann" davon liefert jungst erschienene erste Heft des 5. Jahrganges der Großoctav - Ausgabe von Utbee ÄOttb «Ad Meer'' (Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt) ein glänzendes Beismel Da begegnen wir zunächst drei werthvollen größeren novellistischen Schöpfungen von demw eine hier bereits abgeschlossen vorliegt. Es ist die ebenso Übermühigealstreffende zeitgemäße HumoreskeDie Astralbraut" von Carl Hecker. Daneben ist den bedeut­samsten Ereignissen der jüngsten Wochen die für das Deutsche Reich hur*ben Kaiser Friedrichs und den Regierungsantritt Kaiser Wilhelm's II. eine so inhaltschwere Signatur erhielten, in Wort und Bild erschöpfend Recknuna nph- m

lala t PaMrH»! d-r großartigen Ausstellung im Münchener Glas-

palast zahlreiche Proben vor Augen geführt und anderwärts aufgetauchte Gemälde von Meistern der Gegenwart in trefflichstem Holzschnitt wiedergegeben. Geistvolle Aufsätze Der Aberalau^Ä °^n Enstl Peschkau,Die Geschichte des Fracks" von I. v. golfe' m Metten^"^Da8^ä^?^! - E. v.Jagow,Plaudereien am Kamin" von 45. v- -wetten,Das Rathsel des Nordlichts" von W. Stoß. Aus dem Musikleben der Gegenwart von H. ^Ehrlich, und viele andere werthoolle Gaben, deren bloße Auf- B-U.lügen sich zu einem G-s-mmtb.ld erlesenster Art? Das. ^en alle vi r Wochen im^llei^n n' f6 C§ tene8roea8 -'ne Ausnahmestellung unter $rcife ertoelnmbm ü® m f unb Ju beTn 0lei*en erstaunlich billigen ctnnmmt sondern kh s. «°'°N'n°b'gen Ausgabe vonUcber Land und Meer" Kein Wunder dak h lX. o »tT«.unb Bedeutung derselben darstellt. oNe? (Snuen rhPimifA kpradbti0eSettfärift mehr unb mehr in ben deutschen Familien, aller Gauen heimisch und zum auserkorenen Liebling derselben wird.

m r ReichSbote, Kalender für Stadt und Land auf das Jabr irrq

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Lokales.

,-a- 14. August. Der Gabelsberger Stenographenverein

zu Gießen beging am 11. und 12. August die Feier seines 27 Stiftungsfestes Am 11. August fand in den oberen Lokalitäten der Restauration zumLöwen" ein Festcommers statt, zu welchem sich außer den Mitgliedern des Vereins eine so aroße Anzahl Gaste eingefunden hatte daß die Räumlichkeiten die Festtheilnehmer kaum auff nehmen konnten. Der erste Vorsitzende des Vereins, Herr Realgymnasiallehrer Albach, eröffnete den Commers mit einer Ansprache, an deren Schluß er ein Hoch auf den ^aif^rn\U^CrC^np"bc^crrn °usbringen ließ. Nachdem das LiedDeutschland" gesungen war, galt der Toast des zweiten Vorsitzenden, Herrn «tuet. Pfaff, der Kunst der Stenographie. Im Verlauf des Abends wechselten dann Gesänge, Reden und Musikvortrage in bunter Reihenfolge und erhielten die Fest­versammlung bis zur frühesten Morgenstunde in heiterer Stimmung. Von Nah und Fern waren dem Verein Glückwunschtelegramme zugegangen, welche alle bekundeten in roie hohem Ansehen der Gabelsberger Stenographen-Verein zu Gießen auch nach außen hin in der stenographischen Welt steht. Sogar King Bell aus Kamerun hatte es sich mcht nehmen lasten, einen poetischen Festgrutz zu senden, der von Herrn Pfaff vor- getragen von bester Wirkung auf die Lachmuskeln der Festtheilnehmer war. Wohl Keiner hat das schone Fest unbefriedigt verlassen, den Gästen namentlich gefiel es so gut, daß einige derselben erklärten, dem Verein als Mitglieder betreten in rnnnJ;

SÄTiÄ w", "n

k ?. Gietzen, 15. August. Der Gabelsberger Stenographen-Verein konnte neffpm Abend seinen «Sommercursus beendigen. SämmtlickeTbeilnpbmp,-mS w? ääSäs, ä

£ § ros- rÄS-ysX&

Gießen, 16. August. Heute Morgen 6 Uhr erfolate der 9lHamnrf* tu r Regiments m die Manöver. Das Regiment wurde mit zwei ertr^ünpn^A* ^cfl0cn stadt befördert, woselbst es auf ca. 14 Tage im Griesheimer PaaL na*? Darm-

sich -'"stimmig dvhm, daß di- Gesellschaft iwer vorzüglich^ Kräf/e"o^rsüvt^^ Äußern Beilall fand" 8 SPr°9ramm foro°bl wie mit "ihren L-iftung-h "allenchachen

V e r m i s ch t e s.

Hoheit d°-m G°r°bh°rzhg'uhd^^d °°r Sr. Königlichen angefunbigte elekttische Probebeleuchluna statt und ?st""die?pUie^Ol^^^ die bereits Trotzdem die Maschinen und Apparat" Aestern »um ^änzend verlaufen,

fand eine Störung der eleklrischen Ströme in keiner Weis, traten,

Trefflichkeit der Ausführung. Die Beleucktmm statt und zeigte von der

raum, weil die Bühnen- und Sofittenbeleuchtuna nirf n?!f?en Zuschauer-

war die Wirkung hauptsächlich bet der ^tbe"eud)tuna^^ppnbnh0^

Hoheit der Großherzog sprach bem ^rÄr ^t^r9 Auch Se Königliche

geleitet, seine volle Anerkenn7ng aus ^ "er gegenüber, welcher die Anlage H-rbstm-fs-^^-,äÜi°t.^' 2tU8Uft Mittag wurde in üblicher Weis- d.e 16 Kerzen Leuchtkraft an8cbra4tn ^lor^nm.O * 5Dlk^^I6c7nO Meif iJscnuhu11611?mPCn eon 'e hie elektrische Beleuchtung versagt. Gestern sand nun eine ^ohe mit bkfo ßimpm

i st-tt. di- l-br gut ausgefallen sein soll. Angeblich wären bi- genannten Lampen noch, besser als Gasbeleuchtung. - Gestern Abend sand auch di- polizeiliche Abnahme des neuen Bahnhofes statt.

~ Heute verstarb eine der bekanntesten unb angesehensten Persönlichkeiten unterer Stabt, Herr Johann Georg v. Hey der -St. Georges, im Alter von 76 Jahren.

Verblichene war Theilhaber ber großen Bankfirma Grunelius L Co., Vorsitzender des Aufsichtsraths der Darmstadter Bank und Bank für Süddeutschland, Vorsitzender beä Verwaltungsraths des Deutschen Phönix und Mitglied des Verwaltungsratbs vieler anderer Gesellschaften. ö ¥

4- Bockenheim, 15. August. Unser Schützenfest läßt sich fo aut an hnfr das ^omitö beschlossen hat, die Feier auch noch auf den morgigen Tag auszudehnem Morgen Nachmittag 6 Uhr wird das Schießen beendet unb die Preisvertbeiluna folaen' Den Absch.ug des Ganzen soll ein- bengalische Beleuchtung des^m^ bSbm8- geftern Abend fand das angesagte Sangerfeft statt. Die verbündeten Gesangvereine Bockenheims trugen mehrer^ Lieder vor, unter denenDas deutsche Lied" von Kalliwoda am meisten Beifall fand. Daneben gab noch jeder Gesangverein für sich mehrere Vor­trage zum besten. Trotz des etwas kühleren Wetters war der Besuch e n aani pnnrmpr man schätzt die Zahl der Festtheilnehmer am gestrigen Abend auf 910 000 m t>a& ^^c°mit4 f°U gestern über 10 000 vereinnahm" haben; namentlichlchosstn Aus­wärtige schützen. JÜuf der Tabelle hatte Herr Gustav Prescher bis aeftern hpn Epft,n Schutz mit 20 Treffern bei 20 Schutz und 26 Punkten gethan. Dies Resultat hat Herr Horn uberholtz hiiem er bei sonst gleichen Verhältnissen 27 Punkte erzielte Herr Klingler aus Sachsenhausen ist mit 38 Punkten auf der Festscheibe noch Bester Von folgenden Herren wurden silberne Medaillen im Stand errungen: Mtchel Beniamin t. Dreher, W. Großer, L. Großmann, A. Jung, P. Weigand, I. B Müller-Herfurtb' Hetnr. Hartmann Gustav Prescher, Georg Mühlig, Willi Schmidt I Santtier und Zeorg Schlesiky, sammttich aus Frankfurt a. M ; I. Demuth und^W Knöll aus Bockenheim, Heinrich Wolf, Georg Schmidt, Heinr. Schwaab und P Reuter aus tzUbuch und I. A. Nohascheck aus Mainz; Georg Löffler aus a* Zuckschwerdt und Gustav Strohecker aus Höchst a M

Feld errangen folgende Herren silberne Medaillen: I. H. Brey, C. Frank ^.uber, l-cwl Jager, Josef Egenolf, Gg. Klingler, Gg. Keim, Gg. Meisttr Heilirich 6.' Aug. Müller, W. Oppel, Gustav Prescher, Gg.' Quetsch Gg. Schenk, Jean Hax und Adolf Wild aus Frankfurt a. M., I. Demutb au^Hocfen- aus^MannS."" 6°mbur8 b 3°h- ®'b «« OffmbadTunbT Ä

14 August. Das hiesige Landgericht hat jetzt einmal einen jener Ersuchen, die Auflage ihrer Blätter höher anzugeben als sie c5a .»Otto Reinboth, der Verleger ber hier erscheinenden Allgemeinen

pr?Apin?UfCnnr11 o' auswärtigen Firmen gegenüber angegeben", sem Blatt emeine in einer Auflage von 19,000 bis 20,000 Exemplaren, was nicht annabemd d« ^.war. die Abonnentenzahl belief sich sogar nur auf etwa 1500 Kun ® ^Haaeböbe ^n^J?^0un®cn in ber DOn Reinboth angegebenen

Fkemplaren diesem Verleger als Sonderbellagen zu seiner und die Gebühren für die Verbreitung bezahlt. Zufällig aber kam und?^uftsreisende einer der also geschädigten Firmen in ein hiesiges Buttergeschäft uhl> fand da einen ganzen Stotz von Ankündigungen seiner Firma die als Makulatur vom V-rl-g-r verkauft worden waren, anstatt de?5^°ussraü-w -ieituna"^^beiae ^a, >u G-fängniß o-"utthcttt°^ fn 5°8e biffen ®C0en B-trugs in drei Fällen zu 2 Monaten o. ~ Sämmtliche Cfftciere, Unterofficiere und Mannschaften werden im nächste Feldzuge mit einem Verbandpäckchen ausgerüstet sein, welches zur selbstständigen An- legung eines ersten Nothoerbandes auf dem Schlachtfelde dienen soll Fn einer Um- Lng °°n wasserdichter O-ll-inwand befinden sich !.ne etwa 3 Meter lan^ Cambr": kleine antiseptisch hnpragnirte Cambric- ober Mullkompressen unb eine- Komvre» n" °^°'r°'°n°r Verwundung löst man die UnMuüng, le8t "e

uachbem die Wunde zuvor mit reinem Wasser, Wein oder Branntwein h^0Hpn?ir?meisI0t Horden ist, unter leichtem Druck auf die verletzte Stelle und breitet bie ^elleinroanb, mit ber inneren Seite nach innen, darüber. Dem (Kamen gibt man nah?r ku^p^b^hende Umwickelung mit ber Binde und Befestigung mit der Sicherheits- dmck hpn Ä^derlichen Halt. In dieser Weise wird die Wunde bis zur Behandluna fi> rasche? 5s°lgen flefa6 B-runr-inigung geschützt bleiben und die Heilung um

cYcZ7AflUnt.er ^^uiäsmern ist ein ganz unbändiger Stolz ausgebrochen. Eine der Ihrigen, eine Frau aus Schonberg in ber Schwalm, ist wie man der H $to < berichtet als Amme für den fünften Sohn des Kaisers Wi h lm angmommen wo^ und bereits nach Potsdam übergefiedelt. Daß in der kaiserliches^Famlltt au^Haus mona^Hrh?^' aucMct dieser Gelegenheit. Die Amme erhalt für ihre Dttnste «V0 was gegenüber den Ansprüchen, welche die Schwälmerinnen sonst au trbeben pflegen, als sehr mäßig bezeichnet werden muß. Uebrigens zeigt die getroffene SS E°rde°n Tft b S£i bie ^-b'ndung des H-ss°nl°nd-'s mt.'dem'nNchen nnn tein£c§ Denkmals für Kaiser Friedrich auf dem Schlachtfelde

c^pÄb lst letzt ein Aufruf erlassen worden. Die Idee, dem verewigten Kaiser an barf^l?eint Ah"^n* ^ ^en, wo er einen der glänzendsten Siege errungen hat,

Safr ^ne sehr glückliche bezeichnet weiden. Möchten zahlreiche deutsche Herzen in. dankbarer Verehrung die Ausführung dieses Gedankens recht bald möglich machen.