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die Departements behufs Darlegung der Poltttk des Cablnets absehen und die Inter­pellation der Kammer abwarten.

Ein anscheinend geistesgestörter Mensch schoß heute wiederholt aus einem Revolver nach dem Gitter des ElysSe. Er gab bet seiner Verhaftung an, er habe die Aufmerksamkeit Earnot's auf seine unglückliche Lage lenken wollen.

. "PariS, 12. April. Die Deputirten Laguerre, Vergotn, Susini, Laur, Leherisse und Michelin erließen ein Manifest an die Wähler des Departements du Nord worin sie gegen die Anwendung polizeilicher Mittel protesttren, welche die Regierung gebrauche, um Boulangers Wahl zu verhindern. Boulanger sei Republikaner; er werde in das Parlament eintreten, um sich zu dem Programme aufrichtiger demokratischer Reformen zu bekennen, er werde in Frankreich die Republik vertheidigen.

London, 12. April. Die Königin dürfte am 24. April in Eharlottenbura etntresien.

- , 12. April. Bei dem gestrigen Jahresessen des hiesigen deutschen

Hospitals therlte der Lordmayor de Keyser, welcher den Vorsitz führte, mit, daß er bereits 40,000 JL für die Ueberschwemmten nach Berlin gesandt habe; man dürfe hossen, der Hilfsfonds werde eine Höhe erreichen, welcher der britischen Nation würdig wäre und der in England allgemein empfundenen Thetlnahme entspreche.

London, 14. April. Die deutsche FreimaurerlogeDie Pilger" hielt heute Abend unter dem Vorsitze des Meisters vom Stuhl, Wagner, eine feierliche Trauerloge für Kaiser Wilhelm ab. Die Betheiligung an der erhebenden Feier war eine außer­ordentlich große.

Im Unterhause erklärte Stansfield bei der Debatte der zweiten Lesung der ote Localverwaltung, der Führer der Opposition werde die zweite Lesung beantragen^ abcr anWic$ der Spectaldebatte die Abänderung einzelner Details -Rom, 12. April. EinerStefani"-Meldung aus Massauah zufolge werden morgen die ersten Truppen zur Rückfahrt eingeschifft. General Baldissera verbleibt als Oberbefehlshaber der zurückbleibenden Truppen, sein Stabschef ist Major Piano.

sr Petersburg, 12. April. DasJournal de St. Petersbourg" bespricht die Auslassungen derCorrespondence de l'Est" über die Battenberg'sche Angelegenheit, in?"-xC mjLman ln Petersburg wisse, die Heirath des Prinzen würde die Moglrchkert emer Billigung der russischen Bestrebungen seitens Deutschland ausschlteßen. Das Journal sagt, es wisse nicht, woher es derCorrespondence" bekannt sei, was

Petersburg weiß; aber was gewiß sei, sei der Umstand, daß man aus der Geschichte nicht Thatsachen ausmerzen könne. Man kenne die Ursache, welche dem Battenberger das Vertrauen seines erhabenen Protectors entzogen. Man kenne ferner den schweren Tadel Kaiser Wilhelms bezüglich jener Vorgänge, die, abgesehen von dem Charakter der Undankbarkeit, auch den Frieden Europas gefährdeten. Wer könnte behaupten, daß eine neue hohe Stellung des Battenbergers nicht die Gedanken einer Restauration unter den Häuptern der bulgarischen Revolution wachriefe und trotz den aegenthetligen Behauptungen die Ruhe der Balkanländer und die friedlichen Beziehungen der Machte nicht wieder in Frage stellte? Wie ließen sich diese möglichen Folgen ver- etntgen mit dem Programme Bismarck's, mit den friedlichen Gesichtspunkten und den freundschaftlichen Versicherungen des Kaisers Friedrich? Wir sind sicher, daß die deutsche Politik wohl die Folgen abzuwägen wissen werde, daß sie verstehen werde, den z"°orzukommen, die für die guten Beziehungen beider Länder, für die Auf­rechterhaltung des Friedens möglicherweise sich ergeben könnten.

. DasJournal" dementirt die Nachricht desDiritto" von einem Ab­

kommen zwischen Rußland und dem Vatikan.

r, Konstantinopel, 12. April. Der Sultan empfing gestern Herrn v. Radowitz, Der Empfang gab dem Sultan Anlaß, seinem freundschaftlichen Gefühle für den deutschen Kaiser einen so eminenten Ausdruck zu verleihen, daß man in diplomatischen Kreisen dies besonders bemerkte. Dem Ausdrucke der freundschaftlichen Gefühle Seitens des Sultans entsprachen vollständig die glanz­vollen (Zeremonien, unter welchen der Empfang stattfand.

Berlin, 13. April. sPrivatdepesche.j DerNordd. Allgem. Ztg." zufolge ist bei dem Kaiser in Folge eingetretener Verengung des Athmungswegs ein Wechsel der Canüle nothwendig geworden. Eine neue Canüle wurde gestern durch Professor v. Bergmann eingelegt. Das Allgemeinbefinden des Kaisers ist dadurch nicht afficirt, doch verblieb der Kaiser während des Restes des Tages im Bett.

Lokale-.

z. Zum Besten der Wasserbeschädigten beabsichtigen

die 6 hiesigen Mannergesangvereine ein großes Concert zu veranstalten, in welchem mehrere Gesammtchöre, sowie Einzeloorträge der bethetligten Gesangvereine zum Vortrag kommen sollen. Als Tag der Aufführung ist, der nöthigen Vorbereitungen halber, Sonntag vor Pfingsten in Aussicht genommen.

verwischtes.

£ . Grabetin- 10 April. Gestern ereignete sich hier ein schauderhafter Unglücks- fall, dem ein Menschenleben zum Opfer fiel. Das Pferd des hiesigen Landwirths Kißinger wurde auf dem Felde scheu und ging durch. Ein des Wegs daher kommender Bursche Namens Johannes Krauter wollte das Pferd aufhalten, allein das wüthende Thier sprang über ihn, er fiel in die Egge und ein Zinken der letzteren drang ihm in das Herz- außerdem erhielt er auch noch sonstige schwere Verletzungen, deren jede einzelne todtlrch gewesen wäre. Der Unglückliche, welcher 26 Jahre alt ist, war sofort eine Leiche.

Mainz, 12. April. Vor der Strafkammer des hiesigen Landgerichts wurde heute der Bräutigam einer Jndustrielehrerin, ein Kunstfeuerwerker aus Kalbe zu 1 Jahr und 8 Monaten Gefängniß verurtheUt, weil er sich in unerlaubter Weise Zärt­lichkeiten mit den Zöglingen seiner Braut erlaubt hatte.

Die Firma Bachstein in Berlin, die bekanntlich im Verein mit der Darm- stadter Bank fast alle neue Secundarbahnen in Hessen gebaut hat, hat sich bereit er­klärt, auch die für hier projectirte Waldbahn auszuführen. Die Firma will sich nicht nur auf die Walddistrtcte beschranken, sondern will, wo thunltch, auch alle Vororte von Mainz mit letzterem mit Nebenbahnen verbinden.

A -Öi aiNi, 12. Avril. Nachdem gestern Abend und während der Nacht leises Schneegestöber mit heftigem Regen abwechselte, fällt heute gegen Mittag in der ganzen Mgen Gegend Schnee in großen Flocken und glaubte man sich wieder inmitten des dicksten Winters zurückversetzt Der Taunus und alle umliegenden Hohen zeigten heute Morgen eine Schneedecke wie im Winter. B v

r - Kommenden Winter wird das Mainzer Theater voraussichtlich elcctrisch be­leuchtet werden. Nachdem aus eure Anfrage der Bürgermeisterei oei den Theuern, welche bereits electrisch beleuchtet werden, einstimmig befürwortende Gutachten einge­laufen sind, hat sich unsere städtische Theaterdeputation im Prinzip für dieses Beleuch- tungssystcm ausgesprochen und ist nunmehr die Baudeputation mit der Ausarbeitung der Pläne und Voranschläge beschäftigt. 0

- Die Differenzen zwischen Meister und Gesellen des Maurerhandwerkes sind noch Nicht ausgeglichen und dauert der Strike noch fort. Die Kasse der Sinkenden ist derart gut bestellt, daß ein verheirateter Gehülfe JL 2.50 und ein unverheiratheter J4 1.50 Unterstützung pro Tag erhält. Die zu Gunsten der Unterstützunaskasse vorae- nommene Hauscollecte ist polizeilich verboten worden. Von den aus den umliegenden Orten stammenden Gesellen haben viele in ihrer Heimath durch Feldarbeit Beschäf­tigung gefunden. 1

Aus Rheinhessen, 12. April. Ein ungenannter Wohlthäter bat der katholischen Gemeinde in Weisenau 1847>4 für ein neues Geläute tn der dortiaen Pfarrkirche geschenkt. 0

Bamberg, 9. April. Das Urthetl der Disciplinarkammer gegen Oberamts­richter Selling von Ltchtenfels (Bemogeln im Kartenspiel) lautet, zufolge F K " auf Suspension für sechs Monate und 600 JL Geldstrafe. (Vom Gerichte war S.bekanntlick fretgesprochen worden.)

- _ !'I"?kfurt, N- April. Gestern Abend hielt im kleinen Saale des ber österreichische Afrikareisende Dr Emil Holubporeimml^ rc* b er?rtUm clncn Bortrag über seine letzte Reise in das Innere des frhmnr^'

Der Vortragende, eine interessante stattliche Erscheinung ist wobl^Ä? Oesterreicher, der den schwarzen Erdtheil als Forscher betreten bat Dr fini iB ?C ?abr-e ^dtgesagt und wenn sich auch diese Nachricht glückltcherwelle b ?n,^ deinen gestrigen Schilderungen deutlich hervor daü

himSn ffin0 n ?ltUrd) Un6cn' er unter den Speeren der tückischen Maickul?? tumben gefallen, nicht ganz unbegründet war. Wohl ein Dutzend Mal bat der und eme Mtge Gattin, die ihm auf seinen Reisen 0etreuiid)unbmit bLı ift Ausdauer gefolgt.ist, in der größten Todesgefahr geschlvebt und

, ^Mbr Unerschrockenheit in Verbindung mit der Wirkung der Scku?

ift Dr^^nruh^fAifh b*?6 F tatsächlich ein Opfer feines Wissensdranges geworden ehteiF4iHfihrL? lebhaften Warben und fließender Rede die Erlebnisse seiner letzten 41/zjahrigen Reise und veranschaulichte den Zuhörern reckt lebhaft mit un°ndlich°n Mühftligk-it-n und Gefahren -ine solch-Arschungsr-if- v«knü°s7Ä Frücht" ftinerlllrb^mtt^n^r ,tLu1?1 ci,ne Vorstellung zu machen vermögem D?e ftchkftt Dorfüfi? 6r ^tDr' " ci,ncr «"b-n Ausstellung zu Wien der Oeffem- ^fuhren. Er hat große Sammlungen von Vögeln, Früchten, Pflanzen?r mit in die Heimath gebracht, welche er alle später den Museen zuweisen wirb* 23°rtra0 roar hochinteressant und außerordentlich belebt durch die ungeuvungene friscke Vortragsweise des Redners, dem man sofort anrnerken Äe,3XS

n^udapest, 7. April. In Mohacs wollten gestern früh zahlreiche Personen tue sich auf einer Ueberfahrplätte befanden, auf welcher auch mehrere bespannte Woaen TOüXÄ.TT- ^°"°u übersetzen. Das Fahrzeug würde Itzftch an L"

Muble geschleudert und ging in Trümmer. Menschen und Thiere stürzten in das Net wurden""' if "°§ nid)t °b u7d xie^ie^Perlonm

Landwirthfchaftliche Nachrichten.

(Nachdruck verboten.)

Wit be§ Einkriechens von Regenwürmern in Blumentöpfe s

hPainn b7 der man Topfpflanzen wieder in das Land zu vnletz n

Se nnn1 r"»' @°Z0e @ärtner9 und Blumenfreundes, wie er fein"

den lässigsten Gasten, den Regenwürmern schützt, die, wenn sie einmal über- Hihrpn t£nbt ^inbn Tisch machen und den Untergang der Pflanzen herbei-

"hren- Ein sehr gutes und sicheres Mittel ist nun, die Töpfe auf eine feste Scklackm «rU Je^cn nnd so das Einkriechen in die Abzugslöcher zu verhindern und eben in durch Auflegen von Schlacken- und Holzkohlenstückchen auf die Erde des Topfe m obne' haübUh,rrb brm Resenwurm das Änkriechen von oben unmöglich geviachi .m Mindesten geschadet wird. Gibt es erst Rußblätter s° würmezh bUl* äufIeßen au* »utc Dienste gegen die Einwanderung des Regen-

. 7t. ILiebig's Schlachtereien in Frap-Bentos.f In derHandels,eituna" von Montevideo vom 17 Januar lesen wir: Am 10. d.M. sind in be? Siebiß^ ^ract Go hi? hiXageschlachtet. Es ist dieses unseres Wissens die größte Anzahl, ©tabHfiement an e in em Tage geschlachtet hat. Der Werth dieser Anzahl lc>000 Dollars. Wenn man in Rechnung zieht, daß man in lenem Etablissement den ganzen Sommer über Tag für Tag tn gleicher Weise und hifHhft t n Schlachtungen fortfährt, begreift man, welche enormen (Kapitalien hfm umgesetzt werden und welche Vortheile die Compagnie dem Lande und speciell dem Departement Rro Negro bringt. Ueberdies dürfte man aus Vorstehendem ersehen hier bQf billiger als in Hamburg ist, indem obige Anzahl Vieh

hier vielleicht den vierfachen Werth reprafentiren würde. (Hamb. Fremdenbl.)

KwchUche Attzeigeu der Stadt Gietze«.

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst.

Sonntag Misericordias Domini, 15. April- m , ... 3 Vormittags 9«/r Uhr: Pfarrer Schlosser. Nachmittags 2 Uhr: Borstellung und Prüfung der zu confirmirenden Realgymnasiasten e.. , und Realschüler, Pfarrer Dr. Naumann.

Kinderkirche, Vormittags ll Uhr, Pfarrer Schlosser.

2 den 16. April, Abends 8 Uhr Bibelstunde in der Kleinkinderschule,

Dr.^Zaumann.3nC§' ^abnun0 3um sandel in Wahrheit und Liebe. Pfarrer

Am Sonntag Jubilate, den 22. April, Confirmation ber Real- Pi^n^Vh^s11 "h^^balschüler, in Verbindung mit derselben Feier des hei­ligen Abendmahls. Die Beichte am Samstag zuvor, Nachmittags 2 Uhr Am Confirmasionstage wird eine Kirchen-Kollekte für die Armen der Gemeinde erhobem m i k ^^ollekten gingen ein: am Sonntag Palmarum für arme hessische Gemeinden 28 JL 7 am Ostersonntag für die Armen 32 Jt. 71 am Cftermontaa jur Vermehrung des Kapitalvermögens ber Gemeinde 17 98 am S

Quasimodogenisi für die Armen 18 JL 10 öonnia0

@ , Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 15. bis 21. April besorgt Pfarrer ... . Anrn. Arn nächstfolgenden Sonntag, den 22. April, Abends 8 Uhr, wirb der blinde Organist Bartels aus Dortmund ein Orgelconcert in der Kirche geben Programme sind an der Krrchthüre i. 20 H zu lösen; sonst ist der Eintritt frei am Schluß wird an den Thüren eine freiwillige Kollekte erhoben. 1

Katholische Gemeinde.

2. Sonntag nach Ostern.

Von 6 Uhr an Beichte.

: ffrührn-sse und Austheilung der h. Cvmmunion.

Um VglO Uhr: Hochamt und Predigt.

2 Uhr: Andacht.

Mit diesem Sonntag schließt die österliche Zeit.

Gottesdienst in der Lynagsge.

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des allgem. Wissens

MEYERS

HANDLEXIKON