Wenn die Welt Feste feiert und dabei noch so hoch bedeutsame, wie das liebe Weihnachtsfest, so ist wohl nichts natürlicher, als daß sich nach Empfang der Geschenke nach gehörigem Ausdruck der Freude über dieselben, nachdem Herz und Gemüth Auge und Ohr und Gefühl ihre Befriedigung erfahren, der Magen regt und auck berücksichtigt sein will — und das mit Recht. Diesem Umstande ist nun auch allenthalben Rechnung getragen, denn die Weinlager, die Deltcatessenhandlungen Feinbäckereien und Eonditoreten haben ihre Bestände vervollständigt und harren der Abnehmer. Eine gute Flasche Wein zu den Festtagen ist, wenn man sonst das Weih- nachtsfest als Mensch wie als Christ begangen, schließlich Jedem zu gönnen Der Wein erfreut deS Menschen Herz und wenn dieser Freudenspender sich hier und da zwischen all' die vielen Geschenke drängt, so wird wohl sein Genuß auch oft mit Wünschen auf das Wohlergehen der Mitmenschen erfolgen. Eine besondere Aufzählung unserer Weinhandlungcn oder eine besondere Empfehlung dieser oder jener Wein- firma müssen wir mit Rücksicht auf die große Zahl der den Wetnverkauf betreibenden Geschäftsleute unterlassen; es wird schließlich Jeder, der sich oder Andere mit edlem Rebenblut zu erfreuen gedenkt, wissen, wo er den Wein holt.
Der schönste Schmuck unserer Wohnungen während der Festtage ist unsireitta der Ehristbanm, einerlei ob er sich reich oder spärlich ausgeschmückt den Blicken der Familienmitglieder zeigt. So mannigfaltig nun der Schmuck des Christbaums ist so mannigfaltig präfuittren sich auch die Erker der Eonditoreten, Deltcatesfengeschäfte und sonstigen Geschäfte, die Alles, was an Süßigkeiten und Leckereien noch dem Cbrist- baum zur Zierde gereicht, enthalten. Kunstvoll hergestellte Zuckerwaaren, Thiergestalten wie Hasen, Hunde, Pferdchen, Fische, alle Arten Vögel, Puppen, Häuschen rc bilden neben den einfacheren und billigeren bunt bemalten Bäckereien, kleinen Lampions Glaskugeln, Sternen rc. für unsere Ktnderwelt und alle Ktnderfreunde eine Auaen- I weide, wie sie eben nur das Wethnachtsfest heroorzuzaubern vermag. Wenn aber nach dem Feste der Tannenbaum seine Nadeln fallen läßt und seine Lichter verlöscht sind die so sehr in die Herzen der Menschen hinetngeleuchtet haben, dann bleiben dm Kleinen I
immer noch die Süßigkeiten und Leckereim, die während der h,n bäum schmückten; möchten deshalb all- meinen neben t6ren unüerbotb"nm f1end^ damit keinerlei Nachwehcnb™Ä?ffleffibt" l6e.einatr8<? flfn- bi- °°n Kindermund geäußerten Wünsche die n°r den reich ausgestatteten L-chaufenstcrn von Ed. Lind am KirchenolßüÄ.,Sa nAT in der Schulstraß-, H-inrich Kinkel tu der MarkMraü- N M ,1" ’V b AWKWZ8M Ltndenplatz, B. Schomber am Walltbor Schreiner am
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Wer schließlich nach unseren reich ausg-st-tt-tm
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(Schluß folgt.)
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Gießen, den 3. December 1888.
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Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung.
Stäbteotbnun9 wird die nachstehende Bestimmung bezüglich der Stimmfäh,gkeit bei der Wahl der Stadtverordneten hiermit be- rannt gemacht- 7
Stimmfähig sind:
1) alle in der Gemeinde wohnenden Ortsbürger;
2j ®inm^!*er' welche,die deutsche Reichsangehörigkeit besitzen
l 3a^e,n 'hE-AErstützungrwohnsitz in der Gemeinde ',,,eh0^ Unte,r Voraussetzung, daß sie zur Zeit der Wahl die Äftnftfi „h ? T V ?pnL be6 dem Rechnungsjahre, in welchem steuerpflichtig^ sin^' üor^crfle^nben Wehres an in der Gemeinde communal- Die Stimmberechtigung jedes der unter 2 bezeichneten Stimmfäbiaen ist hpam0^Ah^n''9' bQrVer^6e ^"testens vor dem Schluß der Jahres, welches dem Jahre, m welchem die Wahl stattfindet, vorhergegangen ist, bei dem ^slsbrmeister, in dessen Amtrlokal die mündliche Erklärung abgegeben hat, daß ~Jern.e t i” ^dNlch nehme, wobei er auch gleichzeitig Jahr und & ®ebuttben Tag, seit welchem er in der Gemeinde wohnt und den —‘»"'•pW« ». -»>»-«-» --d ..f bezeichneten Art, welche die Abgabe dieser Er- bes^nhrp6« 1RM D°cember d. J. unterlassen, können bei einer im Laufe nht •1 ssd nothwendig werdenden Wahl zur Stadtverordneten-Versammlung
emer solchen Wahl, für welche Die Stimmberechtigung durch die
Anspruch nchmm^ Stadtverordnetenwahl bedingt ist, kein Stimmrecht in
Bekanntmachung.
Es wird hierdurch zur öffentlichen Kennt- niß gebracht, daß bei der Spar- und Leihkaffe Gießen in den Monaten December l. I. und Januar k. I. folgende Geschäftstage festgesetzt worden sind:
Die Beischreibung bezw. Empfangnahme der Zinsen von Capitaleinlagen pro 1888 kann an diesen Tagen erfolgen, zu welchem Zwecke die Schuldscheine vorzulegen sind.
Die Großh Bürgermeistereien des Sparkaffebezirks werden ersucht, vorstehende Bekanntmachung auf ortsübliche Weise zur Kenntniß der Ortseinwohner bringen zu lassen.
Gießen, den 26. November 1888.
Der Rechner der Spar- u. Leihkasse Gießen: Doering.
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2. Januar 1889,
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