Neuere Nachrichten.
a» m *----iiiuumi Vit tun.
_nnn i ch^nittag bemerkte ich den mir befreundeten Arzt. .Herr Doctor" be- ! % n?d)?,U U?teTrAb“"0' ^er allerhöchste Befehl, welcher Ihnen Schweigtaufer'leat ! de^nnt. Obgleich auch ich darunter zu leiden Haden werde, billige ich denselben. Ich wünsche auch keine Informationen von Ihnen zu erhalten, ich komme nur thfimHdi!n Deutschland weitverbreitete augenscheinlich trr-
Nachrichten Aufklärung im Sinne meiner Auftraggeber zu erbitten " —
, ’• Montag dm 12. Mär,, Sorm.SV- Uhr: gegen Uhl, Wilh., von Ober-Echmitt-n weacn ÄÄiewIt“* DCttntt: **" S.°°ts°nw°lt Jockel. Ver.heid.ger:
Dienstag den IZ^März, Bonn. 8«/rUhr: gegen Zöckler, Joh. IV., von Köddingen wegen Merneid. Anklage: Staatsanwalt Seeger. Vertheidiger.- Rechlsanw. Dr. Gutflei?ch gj , J?"■ Mittwoch den 14. März, Vorm. 8Vz Uhr: gegen Döring, Conrad, von Maar wegen anroaÄfT6" ^lfakeit. Anklage: Ctaatsamvalt Seeger. Beleidiger: Rechts"
. _ Derli«, 11. März. (12.15 N.) „Das Armee-Verordnungsblatt" veröffentlicht
den Erlaß über die Ameetrauer welche sechs Wochen bauert. General von Albednll zeichnet auf allerhöchsten Befehl für die Richtigkeit der Ordre; der Kriegsminister macht dieselbe der Armee bekannt.
Briese au, San Nemo.
(Bon unserem Special - Eorresponbenten.) (Nachdruck verboten.)
statt, die Ausstellung daselbst von Morgen 1 bis 5 Uhr Nachmittags, ferner am Dienstag und den folgenden Tagen von 11 bis 5 Uhr. Ter Zutritt ist ohne Kckrten gestattet. Nach Zeitungsmeldungen begeben sich die Minister heule Nachmittag nach Leipzig zur Begrüßung des Kaisers. Dorthin geht auch der Obercermonienmeister Graf Eulenburg. Bei der gestrigen L-tchensectton sollen deutliche Spuren eines Steinleidens gefunden worden sein.
4. Donnerstag den 15. März, Vorm. 8'/, Uhr: qegen Jost Leinr non Dr^eT^'’"^ G-rich.s-Aff-ffor The/bäld^ V-rth-idig'-r- Rkchts°nw°lt
5 Freitag den 16. und Samstag den 17. März, je Vorm. 8'/, Uhr: gegen Schiff Meyer II. von Nidda, Simon, Leopold, von Bisses und Katz, Liebmann, von Hungen
Trauer anzulegen und die Musik nicht spielen zu lasten Ein Taaesb,s^s di- Ernennung des Kaisers Friedrich III. zum Ehef deS SterÄer ment9 unb M Mw'lU Regiment« LnnttaSÄÄ’h Zrauereanb einen Stefeolog auf den Kaiser Wilhelm, marin gelagl ^°d ba«“ Me?en des ehrwürdigen Monarchen, welcher einer Ker ü «neven
Frieden, mar, werde bie’ÄÄ»“ “Ä
Wilhelmknach'be.n Dom'statt°"b ““ “““W«»« b" »«blichen Ueberrefte Kaiser v:_ nfr^4rw^a^\12* ^^rz. Die zweite Kammer hat nach sehr erregten Debatten (S”mna,,um4 ,u ratmfk,bl ™Ä
DtaMfaS?! ’cuariaf’l 88^b“ ******* Schwurgericht- der Provinz
Vom 8 bt, einschließlich den 21. Aprll dieselbe Kl-idmtg mit weißem «opso»g und weißen Handschuhen.
Herren tragen: Die Uniform nach den in dem Reglement vom 14 Juni 1880 unter C. Absatz 2 enthaltenen Bestimmungen-
Darmstadt, den 10. März 1888.
Der GroßherzcgUche Oberst-Ceremonienmeister.
In Lertrerung:
o. Werner.
— Bus Allerhöchsten Befehl Sr. Königs. Hoheit de» Großherzogs werden die evangelischen Pfarrämter hiermit angewiesen, au» Anlaß bei Hetmaanas \ Er- Majestät be, Kaiser« Wilhelm von 1t b.« 12 Uhr täglich bi, iWm 16. März einschließlich Trauergeläule anzuordnen.
Darmstobt, den 10. Mär, 1888.
Großherwgliche» Ober-Consistorium.
Dr. .Gold mann.
’-BcuÄÄ Ä ®«'*dW«7,u denen a'iVieZr .naXr' ÄÄÄ mit mÄ Ä IÄ^Ä“.Ä«btaSS‘ f“Ut8C6ab,tn Un'-rr-dung am Schlüsse s,QIk?CmÜ& ?c?-cn cl^ Prinzessinnen-Töchter, tiesschwarz gekleidet hfl trnf0hr,r^>b e verlassen, um einen Spaziergarig in die Stadt zu machen —' der Kronprinz in dem bekannten dunklen Havelock^Mantel gekleidet einen Äf.rro/^Cn ?trohhut aus dem Kopf, hinter dm Palmen hervor dtcht an di^ Sa m ' Um nr^U(frir Aufschrei der Freude ging es durch die Menge 5e,^c Allch nach der Villa wallfahrtet — ich finde leinen bezeichnenderen treffenden unaussprechlich freundliche Blick wie ehedem, das Gesicht gebräunt die Wangen leicht gerothet, nicht eingefallen, der Bart melirt, nicht weiß die Laltuna stramm - s° schritt er an uns vorüber, ein Bild des rotebrr m,n6a
ni^t des Todes. Als der Kronprinz unter der Menge ein paar Bekannte erblickle' mprVpn U Dralls und unterhielt sich mit ihnen. Sie können sich Denken'
stoa?n"in"Äp lichen Eindruck diese Scene auf die Umstehenden machte, die Hüte flogen in die Hohe und brausende Hurrahrufe erfüllten die Lust. V
Petersburg, 11. März. D-r Regierungsboie" veröffentlicht bie Ansa-te einer »ierwochentltchen Hoftrauer wegen Ableben- des Kaisers Wilhelm — ffi„ r
Tagesbefehl im Militärressart orbnet an: Zum Anb-nk-n an den p-rsi°rben,n Saifer behalt das 5. Kaluga sche Jnsanierie - Regiment sür irnm^ du. Pam'n Wilhelm I. Die gejammte russische Armee hat um den verstorbenen Kaiser Bier SRnrfim Trauer,etchen am linken Aennel zu tragen. Das Kaluga' »e Reaiment ,.nd Ä? Kriegsorden-Dragoner-Regiment, deren Cbes der Verewigte war sollen die 37i
fünf Wochen anlegen und zwar'während der ersten drri Ta,?völle Trau r ?es77allÄ beim Salut,ren die Musik nicht spielen, die Trommel nicht gerührt und b e(Ä nicht Malm werden. Am Tage der Beisetzung hat die gelammte russische A m« oolll
bereit als wir Aerzte gestern belchlosten hoben', " rine gemnn ame ^r ä unär8an 9b?e Auslandes zu erlaffen.- - „Dieselbe wohl, die bereits an der Thur des Vlce-Eonsulats angeschlagen ist" (und die wohl durch den offiziellen Tcle- Anmerk b^Corr°^e!el'be"'" weßhalb ich darüber hinw!ggeten kann', rikcrL o- ^orr- ). — „Dieselbe. — „Aber außerdem wurden Sie mick ner
2? uPcr Folgendes Ausschluß geben wollten: In einigen Blättern m,rh, $ b-r 9 ad,n*‘.- dem Kronprinzen hätten sämmtliche Vorderzähne auSgezogen werden muffen, um einen be seren Einblick in den Kehlkops zu erhalten?" - ” «ein Ä T Das Körpergewicht des Lnprinzen le^auf
m * SS 120 Mund zuruckgegangen — „Ebenso unwahr." — Ferner- J aÄ“?!, Clne? dänischen Blattes, der Kronprinz habe letzte Woche sein Testament beim Äbt6*"' 'b^Ä^dr-grainm für feinen Sohn, den Prinzen Wil- u* letztere Nachricht in den Zeitungen, in manchen, nament-
Maemeflen ‘aritimm^s288‘V,o\unb if,r Ansang leinen («tauben KÄn’rtia8eFH,nnjtcS fonn ich Ihnen darüber nicht mittheilen, doch wird Der Acht est ?,h ÄÄ ^auf§°ater 4on lange sein Testament gemacht haben, ich meine, Nicht erst seit Beainn feiner iehtfl,n Krankheit". - „Und darf ich von Ihren i ^“rsmnf^r ^tI9?lUn0Cn entsprechenden Gebrauch machend" - ^Gewiß!"^- i Hl^aus empfahl ich E. ______________ Adolf Semanky
Privatdepefchen.
!-M-NMKSW sah gut aus Die Mnim h,m »aic r <1 ' Jn und Untformmantel,
i Berlin, 10. März. Heute Nachmittag ist die Vereidigung der Truppen erfolgt Tie Leiche des Kaisers Wilhelm wird Dienstag i» Dom ausgestellt. Prof, o Bergmann ist von San Remo hier eingetroffen. Tas Staaismtnistertum^wtrd dem Kaiser I Friedrich auf dessen Befehl morgen bis an die Landesgrenze bei Bitterfeld entgegen fahren. Bei der Ankunft in Eharlottenburg morgen Abend wird kein Empfang statt- finden. Unter den Fürstlichkeiten, die den Beifeyungsfeierltchkeiten beiwohnen werden werden der Prinz von Wales, Kronprinz Rudolf von Oesterreich, Großfürst Wladimir' Großfürst Michael, wahrscheinlich auch Der Großfürst Thronfolger, ferner der König' von Belgien, der Graf von Flandern und dessen Sohn genannt.
Berlin, 11. März (6.50 N.) Kaiser Wilhelm hat angeordnet, daß er im grauen Militärmantel und mit der Feldmütze, seldmäßig ausgerüstet, bestattet wird und daß von allen Ordm und Ehrenzeichen, die er besitzt, nur die folgenden ihm angelegt werden sollen: Eisernes Kreuz 2. Klasse, russisches Georgenkreuz, KriegSmedaille von 1814 Kriegmedaille von 1864, KriegSmedaille von 1866, KriegSmedaille von 1870/71, Hohen' zollernmedallle von 1849, russische Medaille, badische Medaille; außerdem ist den Anordnungen des Kaisers gemäß ein neuer Stern des schwarzen Adlerordens angefertigt worden welcher ebenfalls die Brust des entschlummerten Herrschers im Sarge schmücken wird' Die Einsargung des Kaisers dürfte heute Abend in der neunten Stunde in Gegenwart der hier anwesenden Mstglieder des königlichen Hauses erfolgen. Gegen Mitternacht vielleicht auch erst in späterer Stunde, wird von sämmtlichen Beamten des kaiserlichen 1 Lelbdlenstes Der Sarg mit der sterblichen Hülle bis zur Rampe des königlichen PalaiS - getragen, wo ihn Mannschaften dec (darbetegimenter in Empfang nehmen und nach ! dem Dome überführen.
Der Sectionsbefund ergab, daß Kaiser Wilhelm in Folge eines großen mit ' zahlreichen spitzen Kanten versehenen Blasenstemcs verstorben ist; bie häufigen blutigen ' Entleerungen und die schließlichen häufigen Ohnmachlsansälle vor dem Tode, welche ' auf eine ^schwere Verletzung der Blase und damit verbundene große Schmerzen schließen lassen, hängen damit zusammen. Die übrigen Organe waren vollkommen gesund. > ... ...Berlin, 11- März. 410.45 33.) Die Kaiserin Augusta empfing gestern Nachmittag ! i <>3/< Uhr den Reichskanzler, der vorher noch eine Zeit lang bei der Leiche des Kaisers - Wilbelm verweilte. Zwischen 4 und 5 Uhr war der Reichskanzler bet dem Kronprinzen ! im königlichen Schlosse Prinz Heinrich unb die Erbprtnzesfin von Meiningen sind ' gestern Abend 9 Uhr hier eingetroffen und begaben sich sofort ins kaiserliche Palais ’ 1
Berlin, 11. Marz. Fürst Bismarck hat sich mit den Mitgliedern des Staats- mmistenumS und den anderen hohen Staatsbeamten, welche bestimmt sind dem Kaiser entgegenzufahren, heute Nachmittag 2 Uhr 45 Minuten vom Anhalter Bahnhof nach Lewria begeben. Der Extrazug, den die Herrschaften benutzten, bestand aus einem Gepäckwagen einem sogenannten Revisionswagen, den Salonwagen Nr. 21, 22 und 20, dem Salonwagen einer fremden Bahnverwaltung und dem Wagen Nr. 1520, welcher den Beschluß bildete Der weslliche Perron war für das Publikum abgesperrt. Inspektor Weniger empfing hier in voller Gala mit dem Zweispitz die Herrschaften. Fürst Bismarck, der um V.3 Ubr fein Palais m gefäli „enem Coupä verlassen hatte, blieb bis zur Anhalter Straße nahezu un- ^kannt. Vor dem Bahnhof hatten sich inzwischen jedoch zahlreiche Menschen angesammelt ] bie den Kanzler durch Hutschwenken begrüßten. Nachdem bei Kanzler mit dem Grafen I Stolberg den Perron betreten hatte, schritt er sofort auf den Wagen Nr. 22 zu und nahm ini mittleren Salon zwischen den beiden Fenstern Platz. Er stand bald darauf wieder auf schritt einige Mal un Salon auf und nieder, vertauschte alsdann den Helm mit der weißen Kürassiermütze und setzte sich endlich wieder nieder, um in einer Zeitung zu lesen Als das Zeichen zur Absahrt gegeben mürbe, stand der Kanzler auf und grüßte bie au dem Mittel- perron angesammelte'Menge durch Abnehmm der Mütze.
, s **blrr, 11. März Der „Köln. Ztg." wird aus Petersburg gemeldet: Zar Alerander wird persönlich dem Letchenbegängniß des Kaisers beiwohnen '
J^er A am Pegel heute stündlich etwa 10 Eentimeter gestiegen, die 9tebcnflusse bringen viel Wasser. 1 <
r., ^>ie Mannetheile und die Besatzungen der im Jnlande befind- I
Kriegsschiffe wurden heute vereidigt. Die Schiffe „Hansa", „Bayern" unb „Blücher" ! gaben den Trmiersalut, ;e 66 einzelne Schüsse in kurzen Jntervalen von 9 bis 12 Uhr m "ll^Märi für Se. Majestät den Kaiser Friedrich gegeben.^ '
Dresden, 11. Marz. Nach einem Armeebefehl König Albert's wird das 2 öyrt-.
1 n',König von Preußen, diese Bezeichnung allzeilig
beibehalten, auch nebst den außerhalb Sachsens garnisonirenden Truppentheilen und sämmtlichen m Preumn commandirten Offizieren die Trauer nach den für die preußficke ' Armee getroffenen Bestimmungen anlegen. Die Dauer der Trauer für Die -
Armee uberbauvl betragt vier Wochen, die Hoftrauer sechs Wochen. ■ “v;;—- — vuu^utu ,u,u« mnge
Peler-Hurg, 11. Marz. Auf Befehl des Kaisers legt die russische Armee auf ? ^ginn seiner jetzigen ftrai
vier Wochen Trauer an. 0 " w 2irmcc au' ( bankenswerthen Mittheilungen entsprechenben
Petersburg, 1L März. Das „Journal be St. Petersbourg" sagt- In den ****"" " "
Telegrammen zwischen ean Remo und Petersburg wurde bas beiberfei in, .-c». m : trauen auf die Fortdauer der ttaditionellen Freundschaft beider Länder unb bklkbe- 1 volle Zuneigung beider Familien ausgesprochen. Das Journal finfft sid !
d-s Dahing-lchi-dmen werd- bauemb über ben bribcn Dynastien und Reichen |chrn?bcn I
«ÄÄ >i“„Ä sii
gegen Die Rachllust malerisch um bie schultern aefcklaaen ainn,n nnr k»r a>*n “
ft! ÄSWSSÄ S!"X"Ä beroeint . .... Doch hinweg mit ben trüben Gedanken! Nachdem id) beute den m D<?öcr ?.u?l6rdt im Garten lustwandeln gesehen, fällt es mir schwer ytimn «uci.u auyt cingeirouen uno oegaven stch lotort ins kaiserliche Palais, i jUDen, ve Tage die es herrlichen Mannes seien gezählt, treibt mir die Scham- ete gingen ins Sterbezimmer, wo die kaiserliche Leiche bereits in die Uniform des ! frevelhafte Gewissenlosigkeit gewisser unlauterer Bench-
ersten Garderegiments gekleidet aus dem Bette liegt. Später verweilten beide bei Der ! « ln nicht scheuten, von einem Verfall der Köiperkräfte detz Kronprin?en
Groß Herzogin von Baden, wo auch der Großherzog von Weimar anwesmd war. Heute ■ bic Auflösung jeben Tag zu erwarten stehe. Richt laut genug oermaa
findet wieder em Trauergottesdienst statt, woran jedoch mehr Personen wie gestern erheben, um davor zu warnen, baß bas deutsche Volk, Daß bic
tbe nehmen. Die Ueberfuhrung der hohen Leiche nach bem Dom findet diese Nacht deutsche Presse solchem Gerede weiter Glauben beimesse. Um diesem - ich wiederho e
statt, bie Ausstellung bafelbft von Onrnen i Ma R Hhr — ___ es — gewissenlosen Treiben einia,r ... i. i.


