befindet, ist endlich auch Boulanger auf der Bildfläche jenseits der Vogesen wieder ousgetaucht. Er hat seinen politischen Freunden in Parts einen kleinen Vortrag gehalten, woraus zu entnehmen ist, daß Boulanger dem Ministerium bis auf Weiteres keine Verlegenheiten bereiten und sich auch wieder am parlamentarischen Leben betheiligen will, da Boulanger von den ihm bet den verschiedenen Ersatzwahlen zugefallenen Deputtrtenmandaten wiederum dasjenige des Norddepartements annehmen wird. Inzwischen gtebt sich in den Pariser Negierungskreisen große Befriedigung über die sympathische Aufnahme kund, welche dem Präsidenten Carnot in Lyon, der zweitgrößten Stadt Frankreichs, bereitet worden ist; man hatte socialistische und wohl auch boulan- gistische Kundgebungen anläßlich des Präsidentenbesuches in Lyon, das ja voll rvon allerhand unruhigen Elementen steckt, befürchtet, aber es scheinen solche nicht statt- gesunden zu haben.
Deutschland.
Darmstadt, 9. October. Seine König!. Hoheit der Großherzog haben Aller- gnädtgst geruht:
Am 8. d. M. den Dtstrictselnnehmer der Districtseinnehmerei Höchst, Rendant Johannes Heyl in gleicher Dtensteigenschaft in die Districtseinnehmerei Bad Nauheim zu versetzen; den Districtsetnnevmer der Districtseinnehmerei Fürth Georg Schäfer zum Steuercontroleur, den Ministerialprotokollisten bet der Registratur des Ministeriums der Finanzen Ludwig Müller und den Hauptsteueramtsassistenten bet dem Hauptsteueramte Offenbach Philipp Jakob Göbel zu Dtstrtctseinnehmern der Dtstricts- etnnehmerei Höchst, bezw. Fürth, sowie die bei dem vereinsländischen Hauptzollamte zu Hamburg commissarisch verwendeten Hauptstcueramtsassistenten Friedrich Feick und Philipp Klein zu HauptstellerawtZassistenten bet dem Hauptsteueramte Offenbach, bezw. Worms zu ernennen, und den Calculator bei dem Katasteramte Ernst Schmidt aus sein Nacbtucben aus dem Staatsdienste zu entlassen.
Berlin, 8. October. Am 15. October findet der Anschluß Hamburgs und Bremens an den Zollverein statt. Damit ist, abgesehen von den Freihafengebieten, welche, was die Zahl der Konsumenten anlangt, nicht in Betracht kommen — selbst in Hamburg wohnen dort deren nur etwa 1000 und zwar größtenlheils Arbeiter — und in Wahrheit nicht anderes sind, als zollfreie Riede, lagen, das ganze Gebiet Deutschlands zollgeetntgt. Jene Bewegung, welche mit dem Zollanschlusse Hannovers 1851 einsetzte, in den Anschlüssen, Schleswig-Holsteins, Lübecks, Mecklenburgs in den Jahren 1867/68 ihren Fortgang nahm, hat damit ihren Abschluß erreicht. Dieser Abschluß ist freilich, wie so manche vorhergehenden Schritte auf dem Wege der Zolleinigung Deutsch- Lands, nicht ohne Mühe erreicht worden. Aber wenn das Zustandekommen des Zoll- onschlusses unserer beiden bedeutendsten Seeplätze als ein Triumph der Btsmarck'schen Poiilik über zahlreiche Hindernisse bezeichnet werden darf, so ist es auch ein Erfolg, welcher der größten Bemühungen lohnt, und zwar in doppelter Hinsicht. Einmal überwiegt die nationalwirthschaftliche Bedeutung des Anschlusses dieser beiden Plätze und ihrer Umgebung an das deutsche Zoll- und Wirlhschaftsgebiet diejenige des Anschlusses der früher erwähnten Theilc DeulschlandS weiiaus. Er ist eine höchst erfreuliche aber keine vorauszusehen, selbst nicht zu erhoffen gewesene Folge der Reichs- veifassung. Zugleich aber Hal der Zollanschluß den Anlaß und in Folge der Bethci- liqung des Reiches an den Kosten auch die Möglichkeit geboten, die Hafen- und Ver- kedrseinrichtungen dieser beiden Städte auf die Höhe zu bringen, deren sie bedürfen, damit dieselben ihre Aufgabe, die Ein- und vor Allem die Ausfuhr über See zu vermitteln, völlig lösen und den ausländischen Konkurrenten erfolgreich die Spitze bieten können.
Belgien.
— In Brüssel ist endlich eine erste, in positivster Weise auftretende Nachricht über das Schicksal der Stanley-Expedition eingetroffen. Dieselbe stammt von Major H^dister, einem Beamten der Sanfort-Compagnie und gegenwärtig Letter der Station Bangala des Eongo-Staates, welcher in einem vom 8. Juli dattrten Schreiben berichtet, daß Slanley's Expedition vollständig zu Grunde ging und daß Stanley selber wahrscheinlich längst den Tod gefunden habe. Von wem Major Hodister diese seine Unglücksnachrichten besitzt, ist noch nicht bekannt, aber leider klingen sie nicht unwahrscheinlich, wenngleich von Afrikakennern die Meinung ausgesprochen worden ist, wenn Stanley wirklich todt wäre, würde dies im centralen Afrika langst bekannt sein. Aber Stanley ist mit seiner Expedition länger als ein Jahr völlig verfchollen und dies spricht kaum für die hoffnungsvolleren Auffassungen über das Schicksal des berühmten Afrikareisenden.
Telegraphische Aepeschen.
Wolsf'A telegr. Korrespondenz - Bureau.
Berlin, 9. October. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Ernennung d?s Grasen Puckier zum Hofmarschall mit dem Range des Viceoberhofchargen, sowie die PeUeihung des Schwarzen Adlerordens an Se. König!. Hoheit den Prinzen Waldemar von Dänemark und den schwedischen Staatsminister Baron Bildt und desselben Ordens in Brillanten an den russischen Minister des Aeußeren Herrn von Giers.
— In der Expedition der „Deutschen Rundschau" wurde gestern das Octobcr- heft der „Deutschen Rundschau" beschlagnahmt; dasselbe enthält bekanntlich die Auszüge aus dem Tagebuche des bochseltgen Kaisers Friedrich III.
Berlin, 9. October. Wie es heißt, begibt sich Graf Douglas für die Tage der Anwesenheit des Kaisers in Rom eben dorthin.
— Die „Polst. Rachr." melden, daß Legationsrath Ktderlen-Wächter, bisher in Konstantinopel, zum Wirklichen Legationsrath und Vortragenden Rath und der Wirkliche Leaattonsrath Raschdau zum Vortragenden Rath, beide in der politischen Abthetlung d.'s Auswärtigen Amtes, ernannt worden seien. An Stelle Raschdaus ist Consul Aich- lb.'rger (Galatz) in die handelspolitische Abthetlung getreten.
— Nachdem der Kaiser den Durchbruch der Zimmerstraße genehmigt, hat der Kriegsminister dem Magistrat die Bedingungen wegen Abtretung eines Gartentheiles des Krtegsministeriums behufs Verhandlungen zwischen beiden Behörden mitgetheilt.
München, 9. October. Auf die Mittheilung, Kaiser Wilhelm habe 1000 JC für hiesige würdige Arme gespendet, dankte der Magistrat durch Erhebung von den Sitzen.
München, 9. October. Se. König!. Hoheit der Prinz Heinrich von Preußen ist heute Vormittag halb 11 Uhr hier eingetroffen und nachdem er auf dem Bahnhofe das Frühstück eingenommen, alsbald mit dem nach dem Brenner gehenden Etlzuge roetterpereift. Prinz Heinrich wurde in dem kleinen Fürstensalon von den Prinzen Louis Ferdinand und Alfons von Bayern begrüßt, welche zur Verabschiedung von dem Herzoge und der Herzogin von Genua auf dem Bahnhose anwesend waren. Der Herzog und die Herzogin von Genua traten mit demselben Zuge, welchen Prinz Heinrich benutzte, die Rückreise nach Rom an.
Mannheim, 9. October. In Gegenwart der Staats- und städtischen Behörden Wmde heute morgen das neue Local der Börse dem öffentlichen Verkehr feterlichst übergeben.
Hamburg, 9. October. Den „Hrmb. Nachrichten" und dem „Correspondent" zulolge beaumaale Geffcken seinen Anwalt Wolffson, gegen die Entmündigung energischen Einspruch zu erheben
Straßburg i. E., 9. October. Die Neuwahlen der 24 Abgeordneten zum LandesauSfchusfe, welche die Städte Straßburg, Mülhausen, Metz und Colmar, sowie die 20 Landkreise vertreten, sind auf den 6. November festgesetzt.
Wien, 9. October. Der Staatsminister Graf Herbert Bismarck, welcher aus Pest hierher zurückgekehrt ist, fuhr heute bei dem päpstlichen Nuntius Galimberti und bet den übrigen Bot- und Gesandtschaften, sowie bet den österreichischen Ministern vor und gab Abschiedskarten ab. Heute Abend findet zu Ehren des Grafen Bismarck eilt Diner bei dem deutschen Botschafter Prinzen Neuß statt; nach demselben tritt Graf Bismarck alsbald die Reise nach Mürzzuschlag an.
Mürzsteg, 9. October. Ihre Majestäten der Kaiser Wilhelm und der Kaiser Iran- Josef begaben sich trotz des fortdauernden Regenwetters heute Morgen um 8 Uhr
Lokales.
Gießen, 9. Oct ober. Die Entscheidung über die Wahl eines Bauplatzes für nn neues Knabcnlchulhaus scheint demnächst bevorzustehen, indem Seitens der städtischen L au-Deputatlon beute bei strömendem Regen ein weiter in Frage gekommener Platz nämlich bei Heß Ide Garten hinter der Bahnhofstraße — beaugenscheinigt wurde. ,,, ,. Bietzen, 10. October. Als versöhnender Schluß des diesjährigen so überausschlecht verlaufenen Sommers brachte der September noch eine Reihe von wunderbar schonen Tagen, die den Menschen des Wetters Unbill, die während eines großen Theils- der Sommermonate herrschte, vergessen ließen. Das baldige Ende der schönen Jahreszeit ebnend, benutzten denn auch Viele das angenehme Wetter zu Ausflügen, um noch einmal des scheidenden Sommers Herrlichkeit in vollen Zügen zu genießen. Die Per- gnügungsorte in der Umgebung der Stadt erfreuten sich in letzterer Zeit einer recht leoyasien Frequenz und allabendlich konnte man Schaaren heimkearender Spaziergänger ^Ul?en:Aarnb’lra$en wahrnehmen. — Nun ist mit einem Male der Herbst gekommen, nicht mit klaren, sonnigen Tagen, sondern mit Regen und rauben Stürmen hielt er seinen Einzug; grau und trübe schaut der Himmel herab auf das allmälig sich voll- ziehende Hmsterben in der Natur. Der Blätterschmuck der Bäume färbt sich rotb und gelb, der Wind wirbelt das welke Laub umher und unaufhörlich strömt der Regen. Tie noch vor Kurzem so belebten Anlagen sind still und verlassen und bieten ein Bild Der £rnuer dar; das abendliche Promeniren hat ob der kühlen Temperatur für das -Publikum keine Anziehungskraft mehr, denn wen nicht die Nothwendmkeit zum AuS- gehen zwingt, der bleibt am häuslichen Herde, dessen Traulichkeit gerade zu dieser Seit einen eigenen Retz für den Menschen hat. °
“ f?{L9lrb^tern , an<_ ber "euen Wieseckbrücke in der Bleichstraße sind jetzt »orgefdritten, daß in den ersten Tagen die Eisentheile zur Verwendung kommen
nach Kaltenbach, wohin die übrige hohe Jagdgesellschaft schon vom frühen Morgen an ausgebrochen war. Um 3 Uhr Nachmittags findet der Schluß der Jagd und um 7 Ubr yoftafel statt. In Mürzzuschlag werden bereits umfangreiche Vorbereitungen für den Empfang der kaiserlichen Majestäten getroffen, namentlich wird der Bahnhof reich geschmückt. “
Mürzst-g, 9 October Da das Wetter sich aufgebellt hat, findet morgen eine ®em§jagb im Curlsgraben bei Krampen oder an den Zwirdelwanden bet Altenberg r.,daer folgt die Rückkehr beider Kaiser und der sürstlichen Jagdgäsie nach der ^^enbahn:Station Kapellen, woselbst ein Exirazug dieselben erwartet. Die Abfahrt von Mürzzuschlag findet um 1 Uhr statt. J
Annecy, 9. October. Carnot empfing in der Präfektur den Präsidenten des Generalraths, welcher die Mitglieder des Raths vorstellte und in einer Ansprache ver- nd)erte, bu saooyische Bevölkerung sei ber Republik treu ergeben und werde jeden verbrecherischen und sinnlosen Versuch gegen die Republik energisch zurückweisen.
IHonv October. Nach den bis jetzt vorliegenden Bestimmungen werden zum ^mpsange Sr. Majestät des Kaisers Wilhelm am Bahnbofe anwesend sein: ber Ministerprasibent Crispt, ber Kommandant ber Armee, der Präfect und der Ober- ^r Stadt. Unmittelbar nach Ankunft im Quirinal wird Se. Majestät die MirsisEr, die Präsidenten der Kammern, sowie die höchsten Würdenträg.r empfangen. rSr,r., Petersburg, 9. October. Das „Journal de St. Petersbourg" bemerkt an- der Kommentare einiger Blätter über den Besuch des Kaisers Wilhelm in und Rom und der damit in Verbindung gebrachten Unterstellungen betreffs der bulgarischen Frage: Nach den Steuerungen der osficiellen Organe sei es gestattet, s°siberbej Äaifer« ben Bmecf habe, die guten Beziehungen zu den Hosen unb die frieblichen Absichten ber neuen Regierung zu conftatiren. Dem- ju olge könne von Verhandlungen über specielle Fragen keine Rede fein. In Peterhos habe der Kaiser Wilhelm sicherlich die Ueberzeugung von den friedlichen Absichten Ruß- lailbs gewonnen. Zweifelsohne werde er es sich haben angelegen sein lassen, davon auch den Wiener Hos zu überzeugen unb werde das wohl auch In Rom tbun.
tuurbc ba$ abcr nicht geschehen auf Grund irgend welcher Art von Ver- psUchtungen.
Athen, 9. October. Die Königin wird am 17. October zurückerwartet. — Die Kammer tit aus den 25. October einberufen. - Die Festlichkeiten anläßlich des Regierungsjubilaums beginnen am 31. October.
Gießen, 10 October. Der Schühenverein Gießen hielt gestern Abend die erste Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 1888-89 im Cas6 Gühlholtz unter recht reger Theilnahme ab. Aus dem Geschäfts- und Kassenbericht ist nur Günstiges ZU entnehmen Das Inventar mit Baarvermöaen beträgt circa 7000 Jt (ber Bau- fonbd ilt hierin nicht einbegriffen). In ben Vorstand wurden gewählt: Carl Brück I. ^Lutzenmeister, W. Friedel, 2. Schützenmeister; Carl Wiegand, 1. Vlatz- meister, Aug. Voigt, 2. Platzmeister; Fritz Helm, 1. Schriftführer, W Kurz 2. e»riftfü6nr; Corl D-muth, R-chn-r; Adolph Wohl und J äusoU - Die Feier des 10 Slistungsicstes soll mit Nücksicdt auf die demnächst'stattfindendo Weihe des Pereinsbauscs in einfacher Weife unter den Bereinsangchörigen abaetialten werden Um den geselligen Verkehr unter Mitgliedern auch während des Winters ,u unterhalten sollen an jedem Mittwoch Abend Vcreinsabende. auberdem soll tm Januar 1889 ein Winterfest abgehalten werden.
Vermischtes.
. , Q BeUuhausen bei Marburg, 4. October. Seit Sonntag den 30. v. M. wird unser Mitbürger Hch. Kapp vermißt. Derselbe begab sich an genanntem Taae na* einer Mühle bei Aiten-Buseck zu Besuch. Sein- V-?wand?en von da liehen ihn Abend« durch einen Knecht nach Hause fahren. Derselbe brachte ihn auf einem Wagen durch Alten-Buseck. Oberhalb des Ortes, auf dem Wege nach Daubringen, stieg er bem, Bemerken, eS friere ihn, er wolle nach Hause gehen, vom Wagen ab. Der Knecht fuhr nach der Mühle zurück. Da Knapp bis jetzt noch nicht zu Hause eingetroffen ist, wird allgemein vermuthet, daß demselben entweder unterwegs ein Leid zugestoben ober baß er verunglückt sei. Seine Angehörigen und Verwandte boten nun Diele ßeute auf und ließen den Hangelstein, welchen er passirt haben soll, ebenso den Lumdafluh durchsuchen jedoch ohne Erfolg. Die Grohh. Gendarmerie zu Gi-Hen, von dem Falle benachrichtigt, soll nun seine Spur aufgenommen und verfolgt haben. Derselbe befinde sich gesund und wobl zu Hause. 9tach einer weiteren Mtltheiluna wollte er (in Folge zerrütteter Vermögensverhältnisse) nach Amerika auswandekn, kehrte aber von Cassel aus wieder tn seine Heimath zurück.
hna Autirh? W einigen Tagen cursirte in der Stadt
das Gerücht, die „Offenbacher Zeitung", das hiesige Amtsblatt, sei durch Kauf in den Besitz eines FranksurterS ubergegangen, indeß wußte Niemand etwas Zuverlässiges. Nunmehr ist• bte Situation geklärt, Fama bat Recht behalten. Das seit 114 Jahren oEAnhe Geschäft hat ein. Herr v. Witzleben in Frankfurt um den Preis von 250000 JL -- eine ziemlich hohe Summe — gekauft. Bekanntlich starb der seitherige "SÄÄLMtL ^hil. Werner, am 17. December v. I., seine Schwiegermutter, w^che Geschaftstheilhaberin war, ist ihm kürzlich im Tode nachgefolgt, so daß das ganze Geschäft auf die beiden noch verhältnißmäßig jungen Söhne überging. Was letztere zu bem Berkauf veranlaßt, entzieht sich der Ocffentlichkeit, man munfeli freilich, Familienverhaltnisse hätten den Anlaß geboten und bas muß wohl auch der Fall sein, ba sich sonst nicht erklären läßt, warum die Söhne ein so gutes altes Geschäft auö der Hand gaben.
. ... S-lig-nstodt, 5. October. (Vatermord). DI- ..Off. Z." b-rt-bt-l: ..Um a heule Nachmittag erschoß der ungefähr 40 Jahre alte Sohn des hiesige» Bürgei s
und früheren Fuhrmannes Michael Joseph Burkard seinen ergrauten Vater im Hausflur nach vorausgegangenem Wortwechsel mittelst mehrerer Nevolverschüsse. Die zur Hilfeleistung herbeiellende Schwester erhielt einen ungefährlichen Streifschuß oberhalb Sl? Auges. Der Mörder sott von zeitweisen. Wahnsinn befallen sein und verübte bie blutige That augenscheinlich in einem solchen Zustande. Der hiesigen Polizei ^tne Habhaftwerdung nur mit größter Mühe gelungen. Die Gendarmen Kunst und Doll, welche alsbald an den Ort der That eilten, wurden an der Verhaftung dadurch gehindert, daß der Wahnsinnige dem Kunst tn die Lippe und Döll in den Hals 'Hoß. Darnach fluchtete der Attentäter auf das Dach des Hauses, woselbst er eben


