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Die Zahl der daselbst im Betriebe befindlichen Telephonanschlüsse beträgt jetzt ca. 7400, welche durchschnittlich etwas mehr als 16mal täglich in Anspruch genommen werden. In New-Nork dagegen, welches den Fernsprechverkehr zuerst practisch ein­geführt hatte, werden die dort installtrten ca. 6900 Apparate nur 12mal täglich benutzt. Die Schmierigkeiten, welche sich in dem Telephonnetz größerer Städte durch die gleichzeitige Anwendung von oberirdischen Drahtleitungen und Erdkabeln einer deutlichen Verständigung entgegenstellten, ergaben alsbald das Bedürfnis, die Telephone als Geber durch ein gutes Mikrophon zu ersetzen. Die auf dem Gebiete des Telephonwesens bekannte Fabrik Mix und Genest in Berlin hat in diesem Jahre ein Mikrophon construirt, welches diese Schwierigkeiten hebt und durch dessen Anwendung die sonst so häufigen Klagen über schlechte Verständigung verstummt sind. Die bisher verwendeten Mikrrphonsysteme sind durch die neue Erfindung fast vollständig verdrängt worden, so daß jetzt Deutschland auch in dieser Beziehung vollständig unabhängig vom Aus­lande ist.

Landwirthschaftliche Nachrichten.

' (Nachdruck verboten.)

sBehandlung welker Blumen.) Ein altes, aber wenig bekanntes Mittel, um welk gewordene Blumen wieder aufzufrischen, gleichsam wieder aufleben zu lassen, ist das nachfolgende. Man beschneide die Stiele welker Blumen soweit, als sie getrocknet find, und stecke den frisch beschnittenen Stiel dann in heißes Wasser und zwar so, daß die Halste des Stieles im Wasser steht. Allmälig werden sich die Blumen nun wieder erholen und meist sind sie nach dem Erkalten des Wassers wieder frisch. Schneidet man nun den Stenzel noch ein klein wenig ab, so können die Blumen wieder in kaltes Wasser gestellt werden, in dem sie sich noch eine ganze Zeit lang frisch erhalten. Auf alle Blumen ist das Verfahren natürlich nicht von gleichem Einfluß, etwas belebt werden sie aber alle auf diese Weise.

Handel xnW Verkehr

Gießen, 10. Januar. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund JX 0.750.85, Hühnereier pr. St. 78 Gänseeter St. 1214 H, Käse vr. St. 47 H, KLsematte 30 Erbsen pr. Liter 18 H, Linsen 29 H, Tauben per Paar 60 bis 90 Hühner per Stück X 0.901.00, Hahnen pr. Stück X 0.801.30, Enten per Stück X 1.301.70, Gänse per Pfund 4056 Ochsenfleisch per Pfund 58 bis «0 H, Kuh- und Rindfleisch 4550 Schweinefleisch 5460 H, Hammelfleisch 40 bis 60 H, Kalbfleisch 4048 X Kartoffeln per 100 Kilo X 4 005.00, Milch per Liter 1218 Ä, Weißkraut Stück 510 H, Zwiebeln per Centner X 8.0010.00.

Frankfurt, 9. Januar Der heutige Viehmarkt war ziemlich befahren. Ange-- trieben waren 374 Ochsen, ca. 16 Bullen, ca. 501 Kühe und Rinder, ca. 295 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 5860, 2. Qual. X 5254, Kühe und Rinder 1. Qual. «X 5052, 2. Qual, X 4246 per 100 Pfund Schlachtgewicht, Kälber 1. Qual. 5054 2. Qual. 4448 H per 1 Pfund Schlachtgewicht.

Frankfurt, 9. Januar. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger u. Wetterauer ** 17,5018,50, fremder X 17,7520,25, Roggen eff. hief. X 14,0014,50, fremder «X 00,00,00,00 Gerste effectiv hiesige und Wetterauer X 15,0016,50, fremde ^00,0000,00, Hafer eff. dies. JL 14,0014,50, fremder M. 00,0000,00.

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Wöchmtliche Aeberficht der Todesfälle in der Stadt Gießen.

1. Woche. Vom 1. Januar bis 7. Januar 1887.

Einwohnerzahl: 19 001 (incl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 32,84°/«.

Kinder

An m. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Es starben an: Zusammen:

Erwachsene:

im

1. Lebensjahr:

vom

2.-15. Jahr:

Lungenentzündung

2 m

2 (1)

Lungenschwindsucht

2 (1)

1 (1)

1

Tuberkulose des Gehirns

1 (1)

1 (1)

_

Organischer Herzkrankheit

1

1

Altersschwäche

1

1

Krämpfen

1

1

Angeborenem Bildungsfehler

1

1

Diphtherie Miliartuberkulose

1 (1) 1

1 (1) 1

Gehirnentzündung

1

1

Summa:

12

6

2

4

Vergebung von Bauarbeiten.

Die nachstehenden, zum Roh­bau eine- neuen Sch>ulhaufeS itt WeiterShain erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege schriftlicher Submission vergeben werden und zwar:

veranschlagt zu Erd- und Maurerarbeiten

(ohne Material)

1807,60 JL

Steinhauerarbeiten

844,45

Zimmerarbeiten

1177,37 ,

Dachdeckerarbetten

451,90 ,

Spenglerarbeiten

164,73

Schlosserarbeiten

85,99

Weißbinderarbeiten

76,73

Eisenlieferung 556,29 ,

Lieferung v. blauem Kalk 306,

weißem 230, w

Kostenvoranschläge, Pläne und Bedin­gungen sind auf Großh. Bürgermeisterei WeiterShain einzusehen, wohin auch die Offerten, verschloffen und mit ent­sprechender Aufschrift versehen, bis Längstens

Montag, den 16. d. M., Vormittag- 11 Uhr,

einzureichen sind.

Weitere Auskunft erthellen die Bezirksbauauffeher Maringer in 'Grünberg und Senßselder in Gießen.

Gießen, am 5. Januar 1888.

Der Kreisingenieur:

247 Gnauth.

Mittwoch, den 11. d Mts.,

Nachmittags 2 Uhr,

in der früher Bram m'schen Hofraithe dahier sollen gegen Baarzahlung öffentlich Versteigert werden:

IHandwäaelchen, 1 Hobelbank, 1 Ge­weht, 1 Näbmaichine, 1 Divan, 2 Sopha's, 2 Kleiderschrävke, 2 Eom- möden, 2 Koffer, 1 Mikroscop u.A.m. Die Versteigerung findet voraussichtlich theitweise bestimmt statt.

Gießen, den 9. Januar 1888.

Q,, Engel,

315 Gr. Gerichtsvollzieher.

297

Geißler,

Gerichtsvollzieher.

Mittwochs. 11. Ianusr1888,

Nachmittags 2 Ühr

Versteigere ich in meiner Amtsstube gegen Daarzahlung:

Sopha^s, Kommoden, Schränke, 1 Re­gulator, 1 Taschenuhr, 1 Pianino, 1 Nähmaschine, 2 Pferde, 2 Kühe u. a. m.

Allgemeiner Anzeiger.

Pfennig-Sparkasse.

Die Einleger werden aufgefordert, Samstag, den 14. Januar I. I., die Sparkassenscheine zum Zwecke der Einlage der Pfennigjpargelder in die Sparkasse dahier an die Pfennigsparkasse'Erheber abzugeben.

Gießen, 9. Januar 1888.

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Bekanntmachung und Warnung!!

Ich ersuche hiermit Alle, welche nicht mehr in Geschäftsverbindung mit mir stehen, dringend um alsbaldige Rückgabe aller leeren Bier­flaschen, die noch von mir in ihrem Besitze sind.

Gleichzeitig bemerke ich, daß meine sämmtlichen Bierflaschen meinen Namen tragen und von mir ebensowenig verkauft werden, als irgend ein Betrag dafür zu hinterlegen ist. Die Flaschen find und bleiben mein Eigenthum. r8or Ankauf solcher Flaschen wird gewannt. 131

EL Schmall, zum Hessischen Hof.

Für die Gemeinden a) Hochelheim sind 96, b) Hörnsheim 140 cbm Kalk-Kleinschlag zur Unterhaltung ihrer Wege resp. Ortüstraßen bis spätestens den IS. September d I. zu beschaffen. Forderungen sind schriftlich bis 20. d. M. hier abzugeben, wo auch die Bedingungen zu ersehen sind.

Großrechtenbach, 9. Januar 1888. 324 Das Bürgermeister-Amt.

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