Ausgabe 
9.9.1888 Zweites Blatt
 
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Jkrfage zu Jtr. 211 ÖesAchmer Anzeiger

Allgemeiner Anzeige

enthält7 ^eptembcr* Das Großherzogl. Regierungsblatt (Beil. Nr. 25) Bekanntmachung Großh. Kreisamts Worms, die für das Recknunasiabr UmIa7e8betrcffen^rCttUn8 ^r.Communal-Bedürfnisse der Stadt Worms zu erhebenden . Eekauntmachung Großh. Kreisamts Groß-Gerau, die Erhebung einer Umlage in der israelitischen Religronsgemelnde rltauheim betreffend. ° 0

w n x 3*p Bekanntmachung Großh. Kreisamts Worms, die Umlage der israelitischen Religionsgemeinde zu Heppenheim a. d. Wiese für 1888-89 betreffend.

4. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Worms, die Umlage der israelitischen Religionsgemeinde zu Osthoten-Rhein-Dürkheim für 1888-89 betreffend *

5. Ordensverleihungen. "

Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Aüeranädiaff aerubt 91m sm8,ÄU hT °or ar Steueramtsrendanten Balthasar^ Schmidt zu

Bad Nauheim das Ritterkreuz 2. El affe, an demselben Tage dem Oberlehrer an der evangelischen Schule zu Groß - Zimmern Ehristoph Bierheller das silberne Kreuz am N-Augu.t Geh O^rbergrath Gustav Pf/nnmülle? die Kronez77Lkre^ 1. El., am 14. August dem Futzgensdarmen Wirth vom Großh. Gensdarmerie-CorpS das silberne Kreuz, am 17. August dem Gräflich Erbach^chönberg'schen Kammerrath Stein das Ritterkreuz 2. Claffe des Verdienstordens Philipps des Großmülhtgen, am 28. August dem Bürgermeister Philipp Schneider A J. zu Ginsheim das Allgemeine Ehrenzeichen mit der InschriftFür langjährige treue Dienste", am 30. August dem berittenen Wachtmeister Kaß vom Großh. Gensdarmerte-Eorps das silberne Krem des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen.

6. Namensveränderung.

7. Dienstnachrichten.

.. a ®ci"£ Königliche H°heil der Großherzog haben Allergnädigst geruht: ST i5. Juli dem Geh. Kirchenralh, Director Dr. Guftao Diegcl zu Friedberg die ct,t= ct>. Pf-rrstelle, dem Dekan und dritten Pfarrer Ludwig Meyer dafelbst die zweite cv. Pfarrstelle dem Proicssor und vierten Pfarrer Dr. Wilhelm Weiffenbach dafelbst die dritte eo. Ptarrstelle, dem Proseffor und fünften Pfarrer Dr. Köstlin dafelbst die vierte eo. Pfarrstelle und dem co.P,arrer Conrad Belle zu Melbach dte fünfte e°. Pfarrstelle zu Friedberg zu übertragen. "

o ?ma2n* dem Schulamtsaspiranten Carl Reuning aus Nidda

eine Lehrerstelle an der Gememdeschule zu Rüsselsheim übertragen; am 8. 2 wüst wurde dem Schulamtsasp-ranten Peter Eberle aus Wolsshcim eine L-Hrerstelle an ,D; Schule zu Alsheim übertragen; am 14. August wurde dem prov. Zeichenlehrer Daniel Reifing zu Mainz eine Zeichenlehrerstelle an der Volksschule zu Mainz, am 18. August wurde dem Schulamtsasptranten Friedrich Schellhaas aus Crumstadt eine Lehrerstelle an der Gemeindeschultz zu Nauheim, an demselben Tage wurde dem Schullehrer Johannes Eck zu Fürth und dem Schulamtsaspiranten Carl Joseph Albert aus Undenheim Lehrerstellen an der Gem^.ndeschule zu Lorsch, an demselben Tage wurde dem Schullehrer August Joachim Emmerich zu Rothenburg eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Eschollbrücken übertragen; am 30. August wurde dem Schul­lehrer Heinrich Lahr zu Asthetm eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wtes- Oppenheim übertragen.

Am 20. August wurde dem Pfarrverwalter Kohl zu Mosbach die kath. Pfarr­stelle zu Mosbach, an demselben Tage wurde dem Pfarrkurat Zimmermann zu Kletn-Hauien die kath. Pfarrstelle zu Klein-Hausen, - am 23. August wurde dem Plarrverwalter Ackermann zu Erbes-Büdesheim die kath. Pfarrstelle zu Erbes-Büdes- heim übertragen.

8. Concurrenzeröffnungen.

Erledigt sind: Die mit einem eoangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Dautenheim mit einem Gehalte von 900 JL. Mit der Stelle ist Organistendtenst verbunden. Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrer- stelle an der Gemeindeschule zu Münster mit einem Gehalle von 900 Jt. Mit der nun.!. Organistendienst verbunden. Eine mit einem eoang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Siefersheim mit einem Gehalte von 900 JL M" der Stelle ist Organistendtenst verbunden. Eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Frei Weinheim nut einem Gehalte oon 900 X Mit der Stelle ist Organlstendienst verbunden. Die Lehrerstelle an der katholischen Schule zu Köngernheim mit einem Gehalte von 900 JL Mit der Stelle ist Kirchendtenst verbunden. Eine mit einer kathol. Lehrerin zu besetzende Lehrerinnen­stelle an der Gemeindeschule zu Hetdesheim mit einem Gehalte von 900 JL An der Volksschule zu Offenbach acht Lehrerstellen, von denen fünf mit evangelischen und drei mit katholischen Lehrern zu besetzen sind, mit einem Anfangsgehalle von je 1200 jl Dem Herrn Fürsten zu Isenburg - Birftein steht das Präsentalionsrecht zu diesen Stellen zu. .

8. Sterbefälle.

Gestorben sind: Am 3. Februar derForstwart i.P. Förster Ernst Steinbrenner zu Birkenau, am 9. Mai der Brückenwärter Georg Dörner zu Oppenheimer Fahrt.

Vermischte-.

7. September. Unser. Silberdieb Bergmann oder Carl Untersn^^ bs irekanntttch letzt heißen will, wird immer vielgestaltiger. Durch dte Ucbunl « rnun ^on ermittelt, daß er vor seiner Kölner Zuchthausstrafe Carl Schwarz und Gustav Birr geheißen hat. Es ist heute bereits als erwiesen anzufehen " gerbst 1882 zu Trier einen Einbruchsdiebstahl verübt hat,da- 2tprhnfbf mrt ? "'urde, aber aus dem Gesängniß entkommen ist. Bet seiner h«Äte0 nxkZr ?r£ nann?c cr sich Kellner Carl Schwarz aus Bromberg, beim Ver- z?ib^rry cr diese Angabe und gab vor, ein Bäcker Gustav Birr aus B.Äntt lcin Diese Thatsachen wären von keinem besonderen

Beramann Untersuchung nicht inzwischen festgestellt worden wäre, daß

Bergmann sich bet seiner Verhaftung in Bonn ebenfalls zuerst Carl Schwarz genannt Wkrnk? "derraschendes Zusammentreffen. Carl Schwarz, Gustav Birr, Carl scheinen sonach ein und dieselbe Person zu sein und für diese u ^^olizer noch mehrere Anhaltspuukte besitzen. Dte Anschauung, daß ffergmann Werner e n alter Verbrecher ist, gewinnt also von Tag zu Tag an ! Unterlagen. Die Untersuchung ist, wie ich, im Gegensatz zu vorgestern heute rnerhpT^Vrmnn h "/»cht abgeschlossen und wird auch nicht eher abgeschlossen

werden, bis man den richtigen Namen des Einbrechers kennt. Unsere Polizei ist sebr ruhrtg und unermüdlich thätig, in die Vergangenheit des Bergmann volle Klarheit zu bringen, und das wird ihr auch, mögen auch noch zwei Monate darüber vergeben ae- '?re(.n^äö^r0?lai?^ 00 ^tzt sehr kleinlaut sein, was sich begreifen läßt, wenn man die SpHnaa mUm. Men ihn vorliegenden Beweismatertals betrachtet. Es wird Aperste Strafe über ihn verhängt werden. Seine Bewachung ist nne PnSnnLl h a t 0^ bs wird ihm schwerlich gelingen, auf demselben Wege wieCollege £Qcnfll?ßr bic 6o^ste Freiheit wieder zu gewinnen. Frau Bergmann, welche felbst- cedend auch noch hinter Schloß und Riegel sitzt, soll von Freisprechung träumen- sie scheint nicht dara^r zu denken, daß der Hehler wie der Stehler behandelt und ihr ohne h^prifdipl Kewers geliefert werden wird, daß sie ihres vorgeblichen Mannes ver- brechensches Treiben genau gekannt hat. Daß sie bet den Einbruchs-Diebstählen thätiaen Antyeil genommen habe, hat die Untersuchung bisher nicht ergeben. Auf den Prozeß Bergmann darf man nut Recht gespannt fein, es wird ein Monstre-Prozeß werden anfcU billig nur wenige gesehen hat. Bergmann's Habseligkeiten sind gestern auf Anfordern fernes Hauswirths und eines Gläubigers, eines Weinhändlers nSlm0Crt warben. Von dem Verkauf des Papaget's ist man im letzten Moment zurück- gekommen, weil man glaubt, der Vogel würde vielleicht insofern als Zeuge gegen den Verbrecher zu verwerthen fein, als er die Namen solcher Personen, die häufig mit B verkehrten, rufe. Es ist in den Jahrbüchern der Justiz gar nichts Seltenes, daß Thine tCr 206 Jc 5eU0nJ^ abgelegt haben; ob aber Bergmann's Papagei die Zahl dieser ^alle vermehren wrrd, muß die Zukunft lehren. * 016

. Der 17. Deutsche Protestantentag findet zu Bremen Mittwoch den 10 un? Donnerstag den 11. October statt. Am 10. ist Sitzung des ständigen Ausschusses d ie^ H a up^v ns^mmlun ^ber -3 w eigv er ein e und Festgottesdienst im Dom. Am 11. Octooer einem Friedhöfe in Paris findet sich folgende Grabschrift: Hier Ä ? b tugendhafte Karolme, Gattin des Schlossermeisters Gob^re; das Gitter des ihres'Mannes^^ bCt bC^cn bcr grauen errichtet worden, stammt aus der Werkstatt

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Wiederholte Beschwerd, welche in den letzten Tagen uns kund wurden, veranlassen unsbte gechrtc. Abonnenten unseres Blattes zu bitten, jede UnregelmäHigkeit der Austräger uns mit kurzer Notiz gefL bittet ru meWen. Nur dadurch fir > wir in Stand gesetzt, Abhllfe zu schaffen. Die Austräger sind angewiesen, n Anzeiger in die Wohnung der Abonnenten zu bringen und nicht, w vielfach zu geschehen scheint, auf Treppen und Fluren abzulegen.

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