Ausgabe 
7.10.1888 Zweites Blatt
 
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Jfcifage zu Ar. 236 desAchmer Anzeiger".

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c GchanspielhauS.

Dienstag den 9. October: Ein Erfolg. Große Preise.

afiratmc.od,1nbc?c10- Dctobet: Frauenemanctpalton. Hieraus: Ein Lust- 1 p t e 1. Große Preise.

Donnerstag den 11. October: Abonnements-Vorstellung für einen ausgefallenen Freitag. Nathan der Weise. Große Preise. uu^quuciim

Freitag den 12. October: Die Journalisten. Große Preise.

, Samstag den 13. October: Zum ersten Male: Cornelius Voß. Lustspiel in 4 Akten von Franz von Schönthan. Große Preise.

m t Sonntag den 14. October: Zum ersten Male wiederholt: Cornelius Voß.

Große Preise. 0

Montag den 15. October: Iphigenie auf TaurtS. Große Preise.

Donnerstag den 11. October: Robert der Teufel. Große Preise.

Freitag den 12. October: Zum 25. Male: Die Reife um die Erde in Tagen. Außer Abonnement. Große Preise.

Samstag den 13. October: Martha. Große Preise.

Sonntag den 14. October: Othello. Große Preise.

Montag den 15 October: Die Reise um die Erde in 80 Tagen. Außer Abonnement. Große Preise. u

Ä e,in serenes Ding; noch weit seltener aber ist ein vorurtheilsfrei urthetlt, zumal wenn es wnM Ä nh?r bnM m 1 Jeul Kriegsjahre 1870 in Verbindung stehen. Gleich­en nnm 1 /Ä 8?b ll e<nen fold^ raren Franzosen, wenigstens wird Erwähnung gethan; derselbe diente während der IBe; 1? ben Befehlen Bazatnes und starb vor ein hinterlassenen Tagebuch theilt der Gewährsmann m1?rLn aud) beute noch interessante Daten mit.

und die Charaktereigenschaften des Marschalls 5L S I eltrr bin ebenso strenges wie abfälliges Urtheil, spottet aerüber Manie seiner Landsleute, Bazaine mit aller Gewalt zum Verräther zu Swh* h? s?"^schbm Mulch? immer wiederkehrende Behauptung, daß die französischen Truppen numerisch weitaus überlegen gewesen Sitf' hi! afn bim>5a0ebl!m ?Ulbcri einfach für unwahr. Bei Beginn der Belagerung SmSHH hfp hUm vereinigten französischen Corps beinahe 200 000 Mann §HfprhinnaC mm? ^gulären Armee, trefflich bewaffnet und ausgerüstet.

hpsaÄn"hh. Artillerie der französischen überlegen gewesen, dafür aber

eine dem deutschen Zündnadelgewehr in jeder Hinsicht durchaus überlegene Handfeuerwaffe, wahrend die Deutschen an Truppenzahl viel schwächer und Das und Belagerungsstrapazen hart mitgenommen waren.

2?,a? "^^^,^^erhältnttz glich sich erst gegen Ende der Belagerung einigermaßen hlL^6 r?r- }fer bcr Ansicht, daß. wenn seine Landsleute in Meß gut ?p?n mf.rh? 0 discrpltmrt gewesen wären, eine Million Soldaten nicht zu viel gewesen lrprh^hp«c,i2lm C nen Durchbruch zu hindern, da das Belagerungscorps den Aus- brechenden mmer nur einen Theil seiner Kräfte entgegenwerfen konnte. Er berechnet " ^?^-.?erfügbar gewesene deutsche Truppenzahl auf höchstens da en es mit der dreifachen Feindeszahl zu thun bekommen, welche sich obendrein noch auf eine der stärksten Festungen der Welt stützen konnte. bemerft:66^ seinerzeitigen Stand der beiderseitigen Wehrkraft wird Folgendes w pt bfr Mehrzahl der Franzosm herrscht die irrige Meinung vor, daß bei "nnf nhprC^^t ChC5 ^Eschen Frankreich und Deutschland alle Siegeswahr- fi^eiR7nrni*?UFriMahSC4!e der ersteren liege. Sie behaupten und das mit Recht, daß k5s)^? uich^ kriegsbereit gewesen seien. Aber waren denn die Deutschen so sehr viel h!« nn* e8kein geeinigtes Deutschland, denn bet Ausbruch

kein unbedingter Verlaß auf all die Kleinstaaten, welche 1866 $!? mpift!»6fhL.Zubern roar die Bewaffnung, Ausrüstung und Ausbildung i kleinen deutschen Truppencontingente damals noch recht mangelhaft. Sehr ?lt bcm altmodischen Vorderlader bewaffnet (? D. Red!). Gewiß wird Niemand, der bte neuen französischen Manöver beachtet hat, leugnen, daß gmj-nAm7ß7g^bliL Crii£ n,orbcn finb- 3,ber sind bte D°u.sch°n^ blefer , ,-Zum Schluß: Der Krieg von 1870 wurde Deutschland von Frankreich unter dem lächerlichsten und nichtigsten, jemals ausgeheckten Vorwande aufgezwungen. Die Franzosen sind von den Deutschen in ehrlichem Kampfe überwunden und so bart es y,c ru Horen ankommen mag, sie sollten ihr Loos wie Männer tragen. Die Schuld Ihrer Niederlagen fallt der ganzen Nation zur Last und es ist ein im höchsten Grade mrwürdiges und unmännliches Schauspiel, wenn eine große Nation die Bürde ihrer eigenen Thorbeit und Verderbniß auf die Schultern einiger unglücklichen Individuen, wie Trochu, Bazaine rc. abzuwalzen sich bemüht. Vom französischen Standpunkte aus K i ^1^, wenn man möglichst wenig über den deutsch-französischen

Vermischtes.

G r o ß h e r z o g t h u m Hessen, 7. October. Bei der vorigjährigen lebl 7S?nin^m mitnh b^ hessischen Anwältekammer brachte Rechtsanwalt Woffs- fterinm nnru'rr^ bem ?^'"chen an den Vorstand, um Abänderung bei dem Mini- mSlrT ?ö werden, zur Sprache, daß sich bei einzelnen hessischen Gerichten

PrU? hbr Sirafprozeßordnung die Praxis eingebürgert habe daß Staats- n!Vhn!hf D°r b4Cr ^bNherdigung nominirte Entlastungszeugen vor Beginn der v>aupt= anwa tsllm!? üb!^h^ofp^zesses durch Criminalbeauue ober durch Beamte der Staats- D^rnebn^n b c?' ??? Zeugen eventuell in dem betreffenden Prozesse aussagen, Vorgehen erblickte erwähnter Anwalt, der verschiedene MednfeüS nn hVr'm"^ nträd,ti,,ul,fl be§ Sln0eflanten, indem die Zeugen durch hnnb rnT,.;. b? Dcrtheidigung nicht controlirle Vernehmung für bte Haupwcr- ?n6t h^h,6r'äf^rma^n "fe1t"enaäelt" würden. Dr. Wolsskehl wurde bamalSZ fcambe Mn ^udaUspunkte zufammenzustellen, tn Folge deffen dle Ange-

über tA^rn^n,' AC.C'0?e^. 2B?,|ter?ib bcr verflossenen Nacht und heute den Tag nreter mnt °^"e«en, fett gestern zusammen etwa 25 Centi-

n.r « ^"chrtch/en von dein Oberrbetn lauten sämmttich noch auf

langsam steigend An den niedrigsten Stellen find die liier schon überflutet und

LTm/'f*' b ' /kvomrt liegenden Lagerhallen und Gütermagazine zu räumen ^n dem Main wurden heute Morgen die Nadelwehren niedergelegt.

c T l!nfleaitet Klagen über schlechte Zeiten wurden gestern vor dem hiesiaen Standesamte nicht weniger rote 23 Eheschließungen vollzogen.

Nepertoir der vereiingten Stadttheater zu Fraiikiurt a. M. Operrrhaus.

Dienstag den 9. October: Othello. Große Preise.

greife min,od) bcn 10' Cctobcr: Der Hofnarr. Außer Abonnement. Klein-

Bekanntmachung.

Für das akademische Hospital soll pro 1888/89 die Lieferung von ca. 500 Centnern Kartoffeln, 10 Kornstroh

auf dem Wege der Submission ver­geben werden.

Die Bedingungen können auf dem Verwaltungsbureau an den Wochen­tagen Nachmittags von 35 Uhr eingefehen werden.

Offerten sind versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum 13. d. M. auf dem erwähnten Bureau abzugeben.

Gießen, den 4. October 1888. Großh. Direction des akademischen ______________Hospitals.________7947

Bekanntmachung.

Drei leihfällige Keller in dem Schul­hause an der Schillerstraße sollen Donnerstag den 11. d. M., Vormittags 11 Uhr, auf dem Bürger­meisterei-Bureau verliehen werden.

Gießen, den 5. October 1888.

Großh. Bürgermeisterei Gießen.

A. Bramm. 7995

Dienstag den 9. d. M., versteigere öffentlich gegen Baarzahlung: a) Mittags 12'/r Uhr in dem Hause

Ntegelpfad 12 dahier:

1 ^^derschrank, ISopha, I Commode,

1 Wagen,

b) Nachm. 2 Uhr in der Bramm'schen

. , , Hokeaithe allda:

1 Hobelbank, 1 Secretär, verschiedene Kleider- und Küchenschränke, zwei Sopha's und Sessel und andere Mobilien.

Die Versteigerung findet theilweise be­stimmt statt.

Gießen, den 6. October 1888.

Engel, 8047 Gr. Gerichtsvollzieher. *

Allgemeiner Anzeiger.

Bekanntmachung.

Der Plan über die von der Stadtoerordneten-Versammlung festgestellte Baufluchtlinie für den Theil der Neustadt von der Sandgasse bis zum Thor liegt 14 Tage auf dem Bureau des Stadtbaumeisters zur Einsicht offen, während welcher Zeit Einwendungen bei Vemreidung des Ausschlusses bei der unterzeichneten Behörde vorzubringen sind.

Gießen, den 5. October 1888.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

_____________________ A. Bramm. 7996

Bekanntmachung.

Unter Bezugnahme auf § 10 der Bedingungen für den Bezug von E»affer au« der städtischen Wasserleitung werden hiermit die betreffenden Hausbesitzer dringend ersucht, dafür Sorge tragen zu wollen, daß die Wafferweffer für unsere mit deren Untersuchung und Ausnahme betrauten Beamten jederzeit leicht und ohne Zeitverlust zugänglich sind. Unsere Leute sind nicht verpflichtet, sich den Zutritt erst durch Wegschaffung von Köhlen, Holz u. bergt, möglich zu machen. ö a

Gießen, am 6. October 1888.

Städtischer Gas- und Wasserwerk Gießen.

______________________Otto Bergen. 8026

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