Ausgabe 
7.10.1888 Erstes Blatt
 
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Erstes Blatt.

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS.

Bureaur Schulstraße 7.

Betreffend: Den Schutz junger Obstbäume gegen Hasenfraß.

Unterrichtet

Erzeugt

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3.

2.

1.

Bei der Ge­burt war alt

Unge­fähres Vermögen der Eltern-

Umfang der

Taubheit

Namen der Eltern und ihre Be­schäftigung.

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Namen der Taub­stummen.

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Be­merkungen.

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Preis vierteljährlich 2 Marl 20 Pf. mit BringerloM

Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pst

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6.

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16.

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17.

tt * mit (Strofi ober Öitiftein ^wie^es^vie°lfach°übsich^ist" ist^nichtgenügend^da der Hafe^dieft beiden Schutz-

Hasensraß zu schützen. Das Umwickeln der Baume mN Sttoh oder G nste n, s^v Schutz gewährt vielmehr nur ein dichter Umbinden der

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M v Gagern._________________________________________

Wieviel Geschwister am Leben gestorben

Veranlassung der Taubheit

I taub o geworden

28S Erstes Blatt. Sonntag den 7. October 1888.

icßiiivt Anzeiger

------------------------------------- Gießen, am 4. October 1888.

Betreffend- Die Aufnahme der taubstummen Kinder in die Taubstummen-Anstalten des Landes.

Das Großherzogliche Kreisamt Gießen

an die Ortsfchnlvorstände des Kreises.

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ausführlich äußern und sich hierbei des nachfolgend abgedruckten Formulars, Hessen ^emzelne Rubriken sorgfältig aurzujullen s ,

Gefunden: 1 Paar Handschuhe, 1 einzelner Handschuh, 1 Pack Kinderzeug, 2 Handtücher, 1 Portemonnaie, 1 Messer, 1 Regenschirm, ^Gießen, am 6. October 1888. Großherzoglicher Polizeiamt Gießen.

Fr e s e n r u s. ___

Deutschland.

Darmstadt, 5. October. Wie hier bestimmt verlautet, ist als Nachfolger des Minifterialsecretärs tm Staatsministerium Legationsrath vr. Breidert, welcher be­kanntlich zum Kreisrath befördert werden soll, der zweite Amtmann am hichgen Kreis­amt vr. Frhr. v. Wedekind in Aussicht genommen. Letzterer wurde hier durch Amtmann Melior ersetzt werden und außerdem, da auch der erste Amtmann, Frhr. v. Grancy, als Rath zur Provinzialdirection Rheinhessen versetzt werden soll, ein Regterungsassess nCU ^S^ K^nigl! Hoh.^der^Großherzog weilen bekanntlich zur Zeit in derBuckowina, wohin der hohe Herr einer Einladung des Grafen zu Erbach-Erbach zu einem ^agd- ausflug Folge geleistet hat. Graf Erbach besitzt nämlich in der Nähe von Czernowitz ausgedehnte Jagdgründe. Ueber den Tag der Rückkehr Sr. Konigl. Hoheit ist bis letzt noch nichts Zuverlässiges bekannt geworden.

Kesternich.

Wien, 5. October. Hiesige Blätter berichten, daß der Kaiser den Prinzen Heinrich von Preußen zum Corvetten - Capitain der österreichischen Marine er­nannt hat. _

Telegraphische Depeschen.

Wslff'S telegr. Torrtfvonden, - Burean.

Berlin, 5. Oct. DieNordd. Allg. Ztg." erklärt die Behauptung eines Ber­liner Blattes, daß es des Eintretens des Reichskanzlers bedurft habe, um bet dem Kaiser die Einleitung des Strafverfahrens wegen der Tagebuchveröffentlichung durch­zusetzen, für eine dreiste lügnerische Erfindung, ebenso daß der Reichskanzler seinVer- bleiben tm Amte davon abhängig gemacht habe und ferner fei 8u bemerken, daß, ° lange Geffcken als Thäter noch nicht bekannt war, es sich also um Einlettung des Verfahrens aeaen die ^Rundschau" handelte, die Ermittelung den preußischen Behörden kbl-g^ Ers? durch das Vorgehen des Justizministers konnte festgestellt werden daß ein der Reichskompeten, unlertiegendes Verbrechen oorliegt. Nach d-r Str°fpro tz- ordnung haben übrigens, um einem Verzüge vorzubeugen, die Landesbehsrden eine reichsgerichtliche Untersuchung in ersten Angriff zu nehmen.

Berlin, 5 October. Der Magistrat genehmigte heute die gestrigen Beschlüsse der Stadtverordneten, betreffend die Bewilligung von 500000 Mark zur Errichtung einer Kaiser-Friedrich-Stiftung, und betreffs der Sammlungen zu einem Denkmal für Kaiser ^^drtch. $ £cto&er ^er Amerikanisten - Kongreß erledigte in dn heutigen Schlußsitzung den Rest seiner Tagesordnung, worauf Professor Cora dem Ka ser Wil­helm, als dem Protektor des Kongresses, und dem anwesenden Kultusminister dm

Dank des Kongresses aussprach. Beim Abends folgenden Festessen im Kaiserhof präsidirte Virchow. Der berühmte Forscher brachte auch den ersten Toast auf Kaiser Wilhelm aus, welcher der Hohenzollerntradttion, die Wissenschaft zu schützen, treu ge­blieben, obgleich er ein leidenschaftlicher Soldat sei. Die Musik intontrte dasHeil Dir im Stegerkranz" und begeisterte Hochrufe ertönten. Kultusminister von Goßler toastete sodann auf das wettere Gedeihen des Kongresses.Wir schulden unseren Gästen" so sagte erDankbarkeit, und wir können zur Entschuldigung, daß wir ihnen nicht mehr Unterhaltung boten, nur anführen, daß wir ernste Arbeit gewohnt sind. Eden erst haben wir eine schwere Zett erlebt, aber Dank unserer Pflichttreue ist sie jetzt glücklich überstanden. Wir gewannen dabei die Ueberzeugung, daß ein Zusammen­stehen Schulter an Schulter über solche Perioden hinweghtlft. Die Wissenschaft kann nur durch persönliche Berührung gefördert werden; der Amerikanismus kann nur rm Lichte der Oeffentlichkeit gedeihen, nur wenn er von Person zu Person gefordert wird. Ich schließe in der Erwartung, daß die junge Wissenschaft des Amerikanismus eine feste Basis und eine erneute Berechtigung durch diesen Kongreß erhalten haben wird. Eine Reihe weiterer Toaste folgte. . 3 m v v « «

Berlin, 5. Octobcr. In der heutigen Sitzung des Vorstandes und Aus­schusses des Amerikanisten-Congresses wurde Paris zum Sitz der nächsten Versamm- lung «ew-chtt. 5 DdoBer, 3n ber Wählerversammlung zu Aschersleben gab Sraf Doualas Rechenschaft über die Thätigkeit des Abgeordnetenhauses und in derselben be- merkmswerthe Ausschlüsse über die Mllensrichtung Sr. Majestät des Kaisers Wilhelm. Allerhöchstderselbe kenne keine anderen Ziele, als die Große Deutschlands und Ue Wahrung des monarchischen Prinzips. Alle Versuche, Sr. Majestät eine persönliche Stellungnahme zu Gunsten einer Parteianschauung zuzuschreiben, beruht auf positiver Entstellung, so auch die, welche s. Z. Se. Königliche Hohelt den Prinzen Wilhelm mft bestimmten Parteibestrebungen hochkirchltcher Kreise, insbesondere mit dem Hofprediger Stocker idenÜfiMten. ^er hier geführte Sozialistenprozeß wegen Theilnahme

an einer geheimen Verbindung ging heute zu Ende. Bon den Angeklagten wurde Bapst zu dreimonatlichem, Würfel, Fricke, Rohde und Noack zu zweimonatlichem Ge- fängniß verurtheilt. Die übrigen sechs Angeklagten wurden kostenlos fretgesprochen. Sämmtliche Strafen sind übrigens als bereits verbüßt erachtet worden.

Wien, 5. October. DasFremdenblatt" schreibt anläßlich der beiden Kaiser- Toaste' Aus denselben trete die ganze, auf den innersten Empfindungen aufgebaute Festigkeit des Bundes hervor. Die Trtnkiprüche sind eine Kundgebung von über­wältigender Macht; sie beleuchten den Quaderbau, auf welchem der Friede der beiden Reiche und Europas ruht. Beide Monarchen erneuerten mündlich das vor 9 Jahren geschlossene Bündniß. Jedes einzelne Wort der Monarchen flößte der großen Schöpfung neue Kraft ein. DiePresse" sagt: In diesen Tischreden wurde die durch das hergebrachte Ceremoniell gegebene enge Form durchbrochen. Dieselben brldeten eine l vielsagende, hochbedeutsame polittsche Kundgebung, deren Sinn und Tragweite aller- I wärts verstanden und nach ihrem vollen Werthe gewürdigt wird. Die ,3(tuc