Lellage zu Ar. 130 bes „fließener Anzeiger".
Vermischtes.
Bingen, 4. Juni. Am 17. und 18. Juni feiert der Verband der Krieger- famerabfdbaft „Hassia" In Bingen fein 1. Verbandsfest, verbunden mit Delegirtentag Ausflug des Verbandes nach dem Nationaldenkmal und Rochusberg und sind hierzu Vorbereitungen in großartigem Umfange schon im Gange. Die Bürgerschaft, besonders die Kriegeroereine, stehen dem Feste sehr sympaihisch gegenüber, so daß die Festlichkeiten in glänzender Weise verlaufen dürften.
□ Fra nkf urt, 3. Juni. Heute war der dritte und letzte Tag des vom Verein zur Hebung der Pferdezucht veranstalteten Trab-, Jagd- und Hürdenrennens. Das Getter war außerordentlich schön und warm, der Besuch ein recht guter. Die Rennen nahmen folgenden Verlauf:
1. Wäldches-Rennen. Herrenfahren (zweispännig) im Buggy. Handicap. Ehrenpreise dem Ersten und Zweiten. Für Pferde im Besitz und Dienstgebrauch von Mitgliedern des Vereins und von solchen zu fahren. Distance 2000 Meter. Einsatz 30 X p. o. p. Drei Paar Pferde sind gemeldet, welche sich auch alle betheiligen. Es siegt W. Moessingers russische braune Stute „Mirza" in Verbindung mit der italienischen Schimmelstute „Tourca" desselben Besitzers. Zweites' Hch. Horftmann's russischen Schlmmelhengst „Liebling mit dessen russischen braunen Hengst Nabroschack.
2. Großer Frankfurter Preis (Stichrennen). Trabfahren im Sulky. Preis 2000 X, davon 1200 X dem Ersten, 500 X dem Zweiten, 300 X dem Dritten. Osten für alle Pferde, Gewicht des Fahrers 75 Ko. Distance 2000 Meter. Sieger wer 2 aus 3 Stichrennen gewinnt. Einsatz 160 X, Reugeld 100 Es sind 3 Pferde gemeldet, welche auch in Eoncurrenz treten. Die Traberkönigin „Blue Belle" (Besitzer: Gestüt Mariahall) siegt beim ersten und zweiten Stechen, so daß das dritte Stechen auch diesmal ausfällt. Zweites ist in beiden Rennen Mr. Donald's irische braune Stute „Polly", die am 27. Mai zweimal nacheinander siegte.
3. Abschieds-Handicap. Trabfohren im Sulky. Preis 900 davon 600 X dem Ersten, 200 X dem Zweiten, 100 dem Drillen. Osten für alle Pferde, welche Den Kilometer in öffentlichen Rennen nicht schneller als 1.38 gelaufen, in diesem Meeting gestartet sind und keinen ersten Preis gewonnen haben. Gewicht des Fahrers 75 Ko. Distance 3000 Meter. Nur 4 Pferde von 8 gemeldeten laufen. 1) Hch. Horst- mann's amerikanische braune Stute „Masonic girl", 2) Mr. Wade's englische braune Stute „Plinzeß Louise", 3) Ehr. Hauff's russ. br. Hengst „Wladimii".
4. Niederrad-Hürdenrennen. Preis 500 X Herrenreiten. Für Pferde aller Länder. Einsatz 20 X p. o. p. Gewicht 3jähr. 62 Ko., 4jähr. 72 Ko., 5jäbr. 75 Ko., altere Pferde 76 Ko., Stuten und Wallachen IV2 Ko. erlaubt. Pferde, welche ein Hindernißrennen im Werlhe von 500 X und darüber gewonnen, sind ausgeschlossen. Der Sieger vom Eröffnungs-Hürdenrennen am 27. Mat 2*/» Ko. extra. Distance ca. 2000 Dieter. Die Einsätze und Reugelder dem zweiten Pferde. Von 7 gemeldeten Pferden betheiligen sich nur 2, sodaß das Rennen ziemlich interesselos wird. Siegerin bleibt mit vielen Längen Freiherr v. Oppenbeim's schwarzbraune Stute „Eg^cie" über Freiherr M. v. Gienanth's schwarzbraunen Wallach „Waidmann".
5 Schluß-Jagdrennen. Preis 700 X und Ehrenpreis dem siegenden Reiter hiervon 600 X dem Ersten und 100 X dem Zweiten. Herrenreiten sür4jahr. und ältere Pferde aller Länder. Einsatz 20 X p. o. p. Gewicht 4jähr. Ko., 5jähr. 75 Ko ältere Pferde 771/2 Ko., Maiden 2«/r Ko. erlaubt. Für jede 1887 und 1888 gewonnenen 1000 X 1 Ko. extra. Distance ca. 3500 Meter. Die Einsätze und Reugelder werden zwischen dem Zweiten und Drillen getheilt.
Von 8 gemeldeten Pferden laufen nur 3. Als Sieger mit mehreren Langen ging durch's Ziel Lt. Rolle's brauner Wallach „Landseer", geritten von Lt. Su-rmondt. Zweites Lt. Mummy'S bunfelbr. Stute „Kornblume", geritten von Lt. von Kaufmann. Herr H. Suermondt, welcher Herrn W. Kappes' br. Hengst „Royaleau" ritt, stürzte beim Nehmen des Walles. Anfangs blieb der Genannte regungslos liegen; als ihm Hilfe gebracht wurde, erholte er sich indeß und konnte alsbald wieder langsam geben. Dem Anscheine nach hat der kühne Reiter, der übrigens auch am Donnerstag das Unglück hatte, zu stürzen, keinen schweren Schaden genommen. t
Den Schluß bildete 6. das Trost-Handicap. Trabfahren im Sulky. Preis m 600 davon X 300 dem Ersten, X 150 dem Zweiten, X 100 dem Dritten, X 50 dem Vierten. Für alle Pferde, welche in diesem Meeting gestartet, aber fernen ersten Breis Ehrenpreise ausgenommen, gewonnen haben. Gewicht des Fahrers 75 Ko. Distance 2000 Meter. Einsatz X 20, p. o. p. Von 7 gemeldeten Pferden betbeiliaen sich 5. Hch. Horstmann's 5jähr. russ. brauner Hengst „Nabraschuck ^welcher allerdings 250 Meter Vorgabe hatte, siegle leicht über Gestüt Mariahall's alnenkanische Fuchsstute „Panburen girl", welches zweites Pferd war. Drittes Ehr. Hauff's russ. brauner Hengst „Wladimir" , ,
Am Totalisator war es heute recht lebendig. Es wurde vrel und hoch gewettet, indeß gab es keine solche Ueberraschungen wie am verflossenen Donnerstag.
— (Lösungsmittel für ©ifenroft] Sehr häufig ist es mit großen Umständen verbunden, mitunter sogar unmöglich, von Eisen den Rost durch Schleifen zu entfernen. Sehr bequem geschieht aber die Reinigung sehr stark von Rost angegriffener Gegenstände durch Einlauchen in eine ziemlich gesättigte Lösung von Zinnchlorid. Die Dauer der Einwirkung ist abhängig von der größeren ober geringeren Dicke der Rostschicht, in der Regel genügen 12—24 Stunden, wobei nur zu beachten ist, daß ein zu großer Ueberschutz an Säure im Bade verhindert wird, weil diese sonst das Eisen selbst angreift. Nachdem die Gegenstände aus dem Bade genommen sind, müssen sie zuerst mit Wasser und bann mit Ammoniak abgespült unb hierauf schnell abgetrocknet werben. Eine Einfettung mit Vaseline scheint zur Verhütung neuer Rostbilbung nützlich zu sein. Das Aussehen der auf diese Weise behandelten Gegenstände gleicht demjenigen von mallem Silber.
— (Holz für Papiers Die neueste Nummer der „Deutschen Papier-Zeitung" macht die Land- und Forstwirthe darauf aufmerksam, in welch erheblichem Umfange jetzt die Holzfaser zur Herstellung des Papiers Anwendung finden. Die zur Zeit in Deutschland bestehenden 60 Holzsaserfabriken verarbeiten täglich 3000 Raummeter Fichtenholz, und um diese Mengen zu gewinnen, sind täglich 25 bis 30 Morgen abzuholzen. Rechnet man habet nur einen 60jährigen Umtrieb, so beanspruchen die Papierfabriken eine 30 Quadratmeilen große Fläche Fichtenwaidungen. Bei neuen Pflanzungen möchte es sich empfehlen, die Fichte überall da etuzuführen, wo der Boden etwas besser ist, als die genügsame Föhre ihn verlangt.
Literarische-,
— Von Goldschmidt'- Kursbuch (Verlag von Albert Goldschmidt in Berlin) ist mit dem Inkrafttreten des Sommer-Fahrplanes der Eisenbahnen wieder pünktlich die neue Ausgabe für Juni-October erschienen. Bei der allgemeinen Verbreitung dieses bereits seit 21 Jahren erscheinenden, nach officiellen Quellen bearbeiteten Fahrplanbuches verdient die in demselben durchgeführte piaktifche und übersichtliche Zusammenstellung der Fahrpläne und Anschlüsse besonders hervorgehoben zu werden, welche auch dem Ungeübtesten das Ausfinden der gewünschten Reisewege und Reiseziele mit Leichtigkeit und in kürzester Frist ermöglicht. Ein weiterer Vorzug von Gold- schmidt's Kursbuch besteht darin, daß man die Reiserouten nicht bald von oben nach unten, bald von unten nach oben in dem Buche zu suchen hat, sondern daß auch für die Rückreise ebenso rote für die Hinreise von jeder Linie em besonderer Fahrplan angegeben ist. Ferner enthält Goldschmidt's Kursbuch außer den neuesten Eisenbahn- Fahrplänen und wichtigsten Postkursen eine Ueberstcht der zur Ausgabe gelangenden Retour-, Abonnements-, Saison- und Rundreise-Ballets, einen Nachweis dcr Reiseoerbindungen nach den wichtigsten Badeorten und eine große Reisekarte. Goldschmidt's Kursbuch bietet somit nicht allein den besten Ersatz für die zahlreichen kleinen Taschcn- Fahrpläne einzelner Bezirke, sondern es verdient auch vor allen größeren Kursbüchern, die durch ihre Unförmlichkett auf der Reise oft recht unbequem werden, den Vorzug durch sein kleines, handliches Format und seinen oerhältnißmäßig sehr geringen Preis (1 X), so daß es für die Reise wie zum Eomptoir-Gebrauch gern empfohlen wird.
In demselben Verlage erschien zugleich „Go Idsch m idi's Fahrplanbuch", enthaltend die wichtigsten Eisenbahnfahrpläne, mit einer Uebersichtskarte. Preis 50 Es kann dies Fahrplanbuch bet seinem Umfange und Preise wohl mit Recht das billigste Kursbuch in Deutschland genannt werden und wird dasselbe sich für kleinere Reisen auf den Haupt-Eisenbahnlinien als ganz besonders praktisch bewähren.
Landwirthschaftliche Nachrichten.
(Nachdruck verboten.)
— (Fernhaltung von Nacktschnecken und Engerlingen von den (SrbbeerbeetenJ Wir erinnern unsere Leser daran, daß sie den Erdbeerbeeten eine recht sorgfältige Behandlung angedeihen lassen. Das Behacken und insbesondere das Jäten muß mehrmals wiederholt und auch eine mehrmalige Düngung mtttelst Mistjauche, verdünnt mit der gleichen Menge Wasser, oorgenommen werden. Diese Düngung geschieht am besten früh Morgens und zwar in der Art, daß man mit dem Rohre der Gießkanne den Wurzelstock jeder Pflanze tüchtig begießt. Dadurch vergrößern und vermehren sich bte Früchte und erhalten wir doppelte Einten. Sämmtliche, zahlreich sich bildende Ausläufer der Erdbeerpflanzen werden, nachdem sich bereits Früchte gebildet, entfernt; Dieftlben geben uns, auf ein Beet piquirt, gute kräftige Pflanzen zu Ncuanlagen. Um die so lästigen Angr.ffe der Nacktschnecken aus die Früchte zu verhmdern, bestreut man das Beet mit Lohe und Pferdehäcksel, wodurch die schweren Früchte bei Regen zugleich rein von Erdc bleiben. Als Mittel gegen die die Erdbeerpflanzungen schädigenden Engerlinge kann man Salctt zwischen den Erdbeereihen anpflanzen, an welchen sich die I Engerlinge zuerst machen. Das Welkwerden des Salates zeigt die Anwesenheit dieser I Schädlinge an, die nun durch Ausziehen desselben leicht vertilgt werden können.
Ieikgeöotenes.
4668] Kartoffeln zu verkaufen bci| Gcvr, Rosenbaum, Westanlage 36.
Veilchen - Seif e Rosen-Seife
13
18
10
dunkles
Lagerbier,
Bier in jeder Quantität im Aast für Private wird jederzeit ebenfalls zrr demselben Preise wie von der Brauerei geliefert unb bin ich in der Lage, jeden Auftrag fofort
in vorzügl. Qualität empf. ä Packet (drei Stück) 40 H Georg Petri Wwe. (3968
Empseble ein t C 1? Äctien« ausgezeichnetes
brauerei Gießen rn ganzen und halben
Flaschen, in jedem Quantum,
Helles Erportbier, die Vi Flasche Z3
„ 72 » "
Carl Kieler 2585 Kaffee-Lager Plenen, Kreuaplatz 6.
auszuführen.
«£>. Werner, Bismarckstraße 6—8. ~4f>78 Wegzugshalber ist ein gut erhaltenes Lipp'sches Tafetclavier preiswerth zu verkaufen. Nah. m der Exped. d. Bl.
Allgemeiner Anzeiger.
Tapeten.
Für die diesjährige Saison ist mein Lager mit den neuesten Dtustern aufs reichhaltigste affortirt und empfehle solche zu den billigsten Preisen.
Eine Parthie Reste und vorjährige Muster werden zu halben Preisen abgegeben. . .. e 3194
Ernst BlocLner,
1
@<fe dcr Plockstraß- und SelterSweg.
| Für kleine Füsse I hohe und niedere Absätze, I Für schmale Füsse |
spitze, halbspitze
Für breite Füsse |
OGOGOGVOOOGO GIGOGOGOGOOGOO
8 Grösstes Schuh-Lager Giessens. •
E E£T Solideste Fussbekleidung.
5 Bequemes Tragen, elegante Faeon, dauerhafte Arbeit.
Zu«-. Knopl- und Seliniirstiefel, m ® Halbschuiw, SchafteMstiefel. Arbeiterschuhe. | S Garantie für jedes Paar. | s
W Reparaturen und Maasarbeit billigst. 1368 a
® Alleinverkauf der Schuhwaaren von O. Herz & Cie.
äl für Giessen und Umgegend billigst bei W
g Marktstrasse 9 Zj. SÜBS, auch Eingang Wettergasse. G MMMMGGGGOOOOIOWOGOOOOGGGOG 4670 Alle Sorten Gemüsepflanzen j 3269] Schönes ^^^plocal abzugeben
verkauft Karl Gutbuv, Neustadt 10. » Sonnenstraße 1 ■
Für grosse Füsse und breite Formen.
1
Apfelwein
in bekannter Güte empfiehlt 3676
Etnii Fischbach.
_L Träger, Eisenbahnsebieuen, Gußeiserne Säulen, Cement und sonstige Bauartikel stets oorrathig bet 403^
V HrölL
Für Hausfrauen! g Zur WäseBse:® Creme.Ltärke, Cremefarbe, H ReiS-Kaiserstärke, Glauzstürke, M Stärkeglan; LvasÄblau, Borax, ■ Bleichwaffer, Gallseife, Mecken« M waffer, Chlorkalk, Waschholz, feinste Kernseife, KrauseMinz«» waffer, Salmiakgeist, Terpen-^ tinöl, Soda, Wallrath, Stearin, ■ Wafferglab, Stearinsäure, Po- ö tasche, Scisenstein, Seifenpulver ■ Schmiers ife, Paraffin, Wasch«» crhftall, venetianer Seifer ■
Benzin re. re. 4507 ■
Clieiuische Tinte
zum Zeichnen von Weißzeug. ■ Otto Schaaf, Seltersweg 39.1


