ntn.iAft die Gemeindeverwaltung zu entscheiden hat, haben die Herren Oberlehrer mit hMpm eiaenartigen, die städtischen Behörden verletzenden Schrttl böses Blut hervor- nJufen und hierdurch dem Oberlehrerinstttut ein sicheres Begräbniß bereitet.
_ Nächster Tage wird sich in der hiesigen Garnison ein großer Wechsel in den Casernements vollziehen, bet welcher Gelegenheit der Bassenheimerhos von den Truppen aeräumt wird und das geräumige, von einem Mainzer Adelsgeschlecht errichtete Gebäude, aemäß einer Vereinbarung mir der hessischen Regierung, wieder in Besitz der Stadt bezw. an den Mainzer Universitätsfonos übergeht.
Berlin. Aus einer ihrer letzten Spazierfahrten besuchte die kaiserliche Familie auch tu Begleitung des griechischen Kronprinzen die hübsche Dorsktrche in Alt-Geltow, wo Kaiser Friedrich neun Tage vor seinem Tode weilte, um dem Orgelspiel seiner Tochter »u lauschen. Eine Gedenktafel verkündet für alle Zeiten den Besuch des todtkranken Herrschers. Der Kaiser hatte damals mit zitternder Hand seinen Namen „Friedrich I. R." tu die auf dem Altar liegende Bibel eingetragen. Nach dem Tode des Kaisers wünschte die Kaiserin Friedrich das Blatt zu sehen, die Bibel wurde tn's Schloß Friedrichs- kron gebracht, und Alle, die an jenem denkwürdigen Tage mit in der Kirche gewesen waren trugen nun nachträglich ihre Namen ein. Mit festen, energischen Zügen steht unter dem Namen des über alles geliebten Gatten „Viktoria", dann folgen die Namen der drei Prinzessinnen. Die Gemeinde von Alt-Geltow bewahrt diese Bibel wie ein kostbares Permächtniß des allzufrüh verblichenen Kaisers; von allen Seiten strömt die Bevölkerung herbei, um das denkwürdige Buch zu sehen und an der Stelle zu beten, wo Kaiser Friedrich zum letzten Male dem Orgelklange lauschen durfte.
= Frankfurt, 2. October. Der Wohlthätigkeitsbazar, von welchem ich ^khnen schrieb, ist heute Vormittag eröffnet worden. Das Arrangement ist vor- tresfllch, die Ausstellung in Gebrauchs- und anderen Artikeln reichhaltig. Heute wurde für den Anfang schon recht flott gekauft, namentlich sind die Herren sehr splendide Käufer, was freilich nicht Wunder nehmen kann, wenn man bedenkt, daß die hübschen Sachen von noch hübscheren Damenhändchen verkauft werden. Das Ergebniß der Veranstaltung wird hoffentlich ein recht erfreuliches sein. Bei einer früheren ähnlichen Veranstaltung im Saalbau wurde ein Ertrag von 30 000—40 000 X erzielt.
— Der diesjährige Herbstpferdemarkt hat, trotz des eingetretenen schlechten Wetters — es regnet förmlich Bindfaden — ein recht reges Geschäft auszuweisen. Während sonst die Nachfrage nach Luxuspferden nicht sonderlich stark zu sein pflegt, kann heuer der Bedarf an solchen nicht gedeckt werden, wenigstens soweit es sich um hochelegante Pferde handelt. Die Preise oariiren sehr. Das theuerste P erd koste e bis jetzt 4800 Frcs., das billigste 20 X In Arbeitspferden ist das Geschäft, wie
— Die Schwurgerichtssession des III. Quartals beginnt am 29. d. Mts. U. a. soll auch gegen den Postdefraudanten Haag aus Homburg v. d. H. verhandelt werden.
— Vor der hiesigen Strafkammer wird auch demnächst ein interessanter Prozeß verhandelt werden, nämlich jener gegen den des Diebstahls der Diamanten der Fürstin Gorisckakoff angeklagten Otto Rückert von Brühl. Auf den Ausgang, namentlich aber die Enthüllungen dieses Prozesses darf man gespannt sein.
□ Frankfurt, 2. October. Die Nationalliberalen und Conservatioen haben als Candidaten für die bevorstehende Landlagswahl die Herren Stadtrath Albert Metzler und Polizeipräsident a. D. v. Hergenhahn aufgestellt. Die Demokraten und Freisinnigen gehen diesmal zusammen. Beide Parteien hielten gestern Abend Versammlungen ab und ernannten die Herren Heinrich Flinsch und Stadtrath vr. Flesch einstimmig zu Candidaten.
Bonn, 25. September. Der durch ihre unübertroffenen Kaffee-Speciali- täten in ganz Deutschland berühmten Firma A. Zuntz sei. Wwe. in Bonn, Berlin, Antwerpen, ist von Se. Maj. dem Deutschen Kaiser und König von Preußen, Wilhelm II. das Prädikat „Königlicher Hoflieferant" verliehen worden.
Laudwirthschaftliche Nachrichten.
(Nachdruck verboten.)
— Um Hunde vor der Staupe zu bewahren, wird vielfach ein ganz verkehrtes Mittel dagegen angewandt, indem dem jungen Hunde, einem geborenen Fleischthtere, seine natürliche Kost, das Fletsch, entzogen wird und er dafür mit der dem Hunde unzuträglichen Pflanze, der Kartoffel, großgezogen werden soll. Meist wird der Hund bet dieser kraftlosen und schädlichen Kost schwach, elend und krank und kreptrt dann, weil er fast gar kein Fleisch bekommen hat. Wer seinen jungen Hund ohne Staupe groß bekommen will, der gebe ihm wenig Kartoffeln, aber recht viel rohes Fleisch, die Krankheit wird dann an dem Hunde fast spurlos oorübergehen und nur hin und wieder seine warme Nase eine Indisposition verrathen, ohne jedoch seiner Munterkeit viel Abbruch zu thun.
In de/letzten Tagen ist das Wetter mit einem Schlage ein völlig herbstliches aeworden. Die Temperatur beträgt Morgens früh nur noch 4- 4° R. und ^reicht auch tagsüber nicht mehr als höchstens.8 bis 9°. Durch den eingetretenen Regen ist es zwar etwas wärmer geworden, tndeß ist ohne Feuer nicht mehr auszukommen. Das Laub fällt schnell und in unseren bis dahin so belebten Anlagen wird es täglich winterlicher und menschenleerer.
Hande» und Verkehr.
Frankfurt, 1. October. (Viehmarkt). Angetrieben waren 379 Ochsen, 32 Bullen. 465 Kühe, Stiere und Rinder, 256 Kälber, 407 Hammel, 284 Schweine. Die Preise stellten sich pro 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. X 64—66, 2. Qual. X 56—59, Bullen 1. Qual. X 42—44, 2. Qual X 38—40, Kühe, Stiere und Rinder 1 Qual. X 54—56, 2. Qual. X 46—49, Kälber 1. Qual, pro Pfund 1 Schlachtgewicht 60—65 H, 2. Qual. 52—58 H, Hämmel 1. Qual. 60—62 -H, । 2. Qual. 40—46 H.
Bekanntmachung. \
Nach Abhaltung des heutigen Schluß- ! termins wird das Konkursverfahren ' über das Vermögen des Philipp Römer V. von Wieseck aufgehoben.
Gießen, den 1- October 1888.
Großherzogliches Amtsgericht.
Langsdorff. 7896
Bekanntmachung.
Anmeldungen zum Bezüge von Deck- reifem aus dem Gießener Stadtwald für den nächsten Winter haben, wenn sie Berücksichtigung finden sollen, innerhalb 14 Tagen bei der unterzeichneten Stelle zu geschehen
Gießen, den 3. October 1888.
Großh. Bürgermeisterei Gießen.
A- Bramm. 7915
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Mr tzchasbesitzer.
Seit 1. Oktober curr. fängt die Export-Hammel-Schlächterei für Frankreich in Bischofsheim b. Mainz wieder an zu schlachten und ist dadurch jedem Schafbesitzer die beste Gelegenheit zum Verkauf aller Sorten gut gefleischter Schafe geboten, hauptsächlich auch räudeoerdächtiger, die mit polizeilicher Ge- nehmigung und unter Aussicht transportirt und bei Ankunst in Bischofsheim sofort mr Abschlachtung kommen.
Bezüglich des Verkaufes wolle man sich an den Handelsmann
Daniel Heitmann tn Gelnhausen wenden, der von jetzt ab jedes Quantum gut gefleischter Schafs ankauft. [7910
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Nächsten SamStag den 6. October, Abends 8 Uhr, findet
Generalversammlung
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im Locale des Wirths Heinrich V-lkmann I. daselbst statt. Tagesordnung: Veränderung de« Zinsfußes.
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