Ausgabe 
4.9.1888
 
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Beilage zu Jlr. 206 ÖesAchmer Anzeiger".

Große

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Tagen.

onYrthrc bai sich als unübertroffen u. zum täglichen Gebrauch statt V Oel ob. Pomade, das staatlich geprüften. begutachtet.

Tagen.

Tagen.

Die Reise um die Erde in

Loh eng rin. Große Preise.

Silvana. Große Preise.

Große Preise.

Freitag den 7. September: Außer Abonnement. Große Preise.

Samstag den 8. September:

Große Preise.

Donnerstag den 6. September geschlossen.

Freitag den 7. September: Neu einstudirt: Ein Lustspiel. Große Preise.

Samstag den 8. September: Ein Lustspiel. Große Preise.

Sonntag den 9. September: Neu einstudirt: Mutter und Sohn. (Bruno: Herr Meyer als Gast.) Große Preise.

Montag den 10. September: Fatinitza. Große Preise.

Vermischtes.

nn. Darmstadt, 1. September. Unser städtisches Electricitätswerk geht mit dem heutigen Tage seiner Vollendung entgegen und wird im Großherzogl. Hostheater, welches morgen eröffnet wird, die electrische Beleuchtung zum erstenmale in ihrer Gesammtanlage sunctioniren. Die Bethciligung der Geschäftsinhaber ist nicht den Er­wartungen entsprechend, welche man in den betreffenden Kreisen hegte, und dürste vielleicht daraus zurück,usuhren sein, daß die Anlagekosten sehr hohe sind. Außer dem Großh. Hof und der Hoshaltung Seiner Großh. Hoheit des Prinzen Alexander liegen bis jetzt 70 Anschlüsse vor. Außer einigen Restaurationen hat sich neuerdings auch das Osficiercasino und das Alicebad an der Anlage betheiligt. Eine am Donnerstag stattgehabte Probebeleuchtung eines größeren Restaurationslocals ist sehr zufriedenstellend verlaufen, während bei der Probebeleuchtung im Hoftheater bei offener Scene sich noch einige kleine Mißstände ergaben, welche jedoch aus die Gesammt-Anlage nicht von Ein­fluß sind.

Frankfurt a. M-, 1. September. Die in Aussicht genommene Anlage einer Fernsprechleitung zwischen Berlin und Frankfurt steht noch im weiten Felde. Von wohlunterrichteter Seite verlautet, daß mindestens nach ein Jahr vergehen dürste, ehe die Anlage fertig sein kannte.

= Frankfurt, 2. September. Die Kaiserin Friedrich traf gesten Vor­mittag mit Gefolge hier ein, frühstückte im Fürstenzimmcr des Hauptbahnhofs und fuhr sodann per Wagen nach Eronberg, um die Villa Reitz, deren Ankauf die hohe brau event. beabsichtigt, in Augenschein zu nehmen. Gestern Nachmittag traf die Kaiserin Friedrich in Homburg v. d. Höhe ein. Auch die Fürstin Bismarck war vorgestern in Frankfurt anwesend. Sie speiste Freitag mit ihrem Sohne Wilhelm im Hauptbahnhof. ,

Am 17. d. Mts. sollen die ersten Gebäulichkeiten der ehemaligen Westbahn-

Repertoir der vereinigten Stadttheater zu Frankfurt a. M.

Opernhaus.

Berlin, 29. August. Der Bauplatz des Reichstagsgebäudes wurde vor Kurzem vom Architectenverein besucht, der sich, nach einem Bericht in derD. Bauztg.", von dem überaus sorgfältigen technischen Vorgehen in der Bauausführung überzeugen konnte. Das in Ziegeln hergestellte Rohmauerwerk ist zumeist bereits bis zum Dache hin aus- gesührt, die Verkleidung mit mächtigen Quadern schreitet rüstig fort. Nur die unterste Plinlhe ist in Granit und zwar in bayrischem Granit gehalten. Auch oberhalb des markig vorspringenden Sockelabschlutzgesimses klettert die Sandsteinoerkleidung strecken­weise schon tüchtig aufwärts, einer der inneren Hofe aber ist nahezu vollständig fertig- gestellt. Tas Sandsteinmaierial ist ausschließlich aus deutschen Brüchen bezogen worden. Die zur Bekleidung der Wände und Decken der Vorhallen bestimmten Sorten stammen aus den Vogesen, aus Württemberg und von der Nahe. Aus dem bis jetzt Vollendeten läßt sich erkennen, zu welcher hohen Stufe der Leistungsfähigkeit das deutsche Steinmetz­gewerbe sich ausgeschwungen hat. Besondere Aufmerksamkeit verdient die Herstellung der Säulenhallen für die Prachthalle der Westfront aus 3,20 M. im Geviert großen und 1 M. dicken Blöcken. Durch äußere Tüchtigkeit der constructtven Durchbildung zeichnen sich auch die feuersicheren Decken aus.

sDas Praktische mit dem Traurigen verbunden.^ Ein Freund unseres Blattes überfchickt uns folgende Zeitungsannonce aus derMagdeburger Kreiszeitung" vom 21. März 1842:

Tod meines Sohnes, des Spiegelmachers.

Dem lieben Gott hat es gefallen, meinen Sohn Jakob durch einen Gußspiegel von 6 F. 8 Z. Höhe und 4 F. und 4 Z. Breite sterben zu lassen. Er wollte den Spiegel im Kaufmann Schonemann'schen Hause an der Wand befestigen. Der obere Nagel stockte schon in der Mauer, der Spiegel hung bereits, da wurde bewußter Nagel plötzlich los, er roß sich aus der Wand und ftor zte, und mit ihm der Spiegel auf meinen Sohn, dem sogleich die Besinnung schwund; die Verletzung, die er erlittete, war schauderhaft, heute gab er seinen Gast uf. Ich zeige dieses an und bitte doppelte Beileidsbezeigungen. Erstens wegen meinem Jakob, und hernachher wegen dem Spiegel, indem warum? Er will ihn noch dazu bezahlt haben! Schönemann behauptet näm­lich, ich müßte den Spiegel tragen, da mein Sohn doch durch seinen schlechten Nagel an dem Storz des Spiegels mit seinem Tode schuldig gewesen sei. Ich trage ihn daher nicht, sondern das kann Schonemann. Er liegt in Scherben. Mein Sohn Jakob war 27 Jahre alt. Magdeburg, am 19. März 1842. Susanne Fädecke, Spiegel- und Glas-Luster-Fabrikantin."

FleischPcpton, unentbehrliches Nährmittel für Magenkranke, Schwache u.Geneucnde.Vnn Aerztt-n verordnet.

Sonntag den 9 September. -------

Montag den 10. eeptember: Die Reise um die Erde in Große Preise. Außer Abonnement.

p Schauspielhaus.

Dienstag den 4. September: Die Karlsschüler. Große Preise.

Mittwoch den 5. September: Tilli. (Tilli: Fräulein Minow als Antrittsrolle.)

Preise.

Donnerstag den 6. September: Die Reise um die Erde in

Dienstag den 4. September: Rigoletto. Hierauf: Ballet. Große Preise..

Mittwoch den 5. September: Tannhäuser. Außer Abonnement. Große

Hose versteigert werden.

A Frankfurt, 2. September. Das heutige Herbst-Velociped-Rennen Frankfurter Bicycle-Clubs war vom Wetter außerordentlich begünstigt. Dem­entsprechend war auch der Besuch. Alle Plätze waren dichtbesetzt und eine vieltausend­köpfige Menge umstand die Fahrbahn. Unter den verschiedenen Rennen verdient das Record-Fahren besondere Erwähnung. August Lehr vom hiesigen Bicycle-Elub, welcher kurz nach einander die Meisterschaftstitel von Baden, Hannover Preußen, DeiUschland und Europa errang, hatte für das Hauptrennen (25 Runden = 10000 Meter) feinen Gegner gesunden. Der bestehende Record für die genannte Strecke betrug 18 Minuten 47*/s Sek., in welcher Zeit Louis Haage am 12. September 1886 zu Erfurt die 10 000 Meter zurücklegte. Lehr versuchte nun heute diesen Record zu verbessern und der Versuch gelang ihm in glänzendster Weise, denn er brauchte 534/s ^^""den weniger als Haage, durchmaß also in 17 Min. 55a/s Sek. 25mal die Bahn. Es ist das eine großartige Leistung. Lehr wurde auf den Schultern -um Startplatz getragen. Er errang mit diesem sportlichen Erfolg eine goldene Rernontoir-Uhr und eine goldene Record-Medaille im Werthe von 100 Jt Bet den späteren Rennen concurrirte Lehr noch zweimal und auch hier blieb er jedesmal Sieger. Lehr, der noch nicht 18 Jahre räblt besitzt eine ganz erstaunliche Ausdauer und Muskelkraft. Im Dreirad- Hauptfahren (4000 Meter = IO Runden) wurde Louis Stein vom hiesigen R-El Erster. Der Preis bestand in einer silbernen Jardimdce und einem silber­vergoldeten Ehrenzeichen. Bemerkenswerth ist ferner das Auftreten eines kleinen, kaum dem Kindesalter entwachsenen Mädchens Namens Caroline Weidenheimer aus Aglasterhausen als Kunstiahrerin auf dem Zweirad. Die^KMne löstet allerdings Ueberraschendes, namentlich wenn man ihre Jugend und ihr Geschlecht berücksichtigt. Mit der größten Sicherheit und Gewandtheit schwingt sie sich aut ihr Zweirad und springt im vollen Laufe ab. Auch stellt sie sich auf's Bicycle und fabrt munter weiter. Der Meisterfahrer von Deutschland im Kunstfahren, Herr Richard Schulz vom Hamburger B.-Cl. hals auch das diesjährige Herbst-Rennen verschönern. Er producirte sich auf dem Zwei- und Einrad und ries durch seine förmlich verblüffenden Kunststucke auf dem Stahlrad überall Bewunderung hervor. Rückwärts auf dem Zweirad sitzend, bie Hände in der Tasche, durchfährt Herr Schulz die ganze Bahn; aber damit nicht aenug, er fahrt sogar auf dem Einrad rückwärts und was das heißen will, werden die Radfahrer wohl am besten beurtheilen können. So schon Herrn Schulz Productionen

Wi?nCbereinen ®Xur 3°»teS«" Haarwaffl- i Münch«, b-st-ns bewert. Z.'h! um 40Hmü> 1.40.

üche P»the"ung !°nd erst nach 9 Uhr' im^Z°°l°gttchen Garten durch unfern bei I. H. «°nnenstra«e._________________________________346________

Stadtcommandanten, Se. Excellenz Herrn General-Lieutenant v. Dincklage, statt, der I ein großer Freund allen Sports ist und auch heute Nachmittag säst bis zum Schlüsse j S

auf der Rennbahn anwesend war. ........

Stelleirsuchende jeden Be­rufs placirt schnell Reuter -Bureau

Model- und Waaren- Dcrsteigerung.

Montag, den 3., und

Dienstag, den 4. September, von vrachmittags 2 Uhr an, werden die Möbel und Maaren der Retter'schen Erben, Seltersweg 1, meist­bietend versteigert, besonders kommen zum Ausgebot:

mehrere complele Betten, dabei 1 Bett mit Sprungfeder- und Roßhaarmatratze, fchöne Polirte Kommoden, WafÄconsol, Wasch- tische, SophaS und ovale Tische, große und kleine Spiegel, Ithür. und 2thür. Schränke, Stehpult mit Briefreal, Schreibtisch, eleg. Hängelampen mit Zug, zwei Ladenspiegel, 2 Ladenstühle, sechs Ladenrouleaux, 3 GaSlhraS, Gardinen mit Rouleaux und Gallerieu, 1 nnßb. Nähtisch, Weißzeug, Frauenkzeider rc. rc., ferner an Maaren: ca. 10 Mtr. schwerer

Seidesammt. wollene Kleider­stoffe, Ballstoffe, schwarze S a m m t e, Spitzen, Stickereien u. s w.

Im Auftrag: Louis Rothenberger, 6934 Gerichtstaxator.

NB. Der Eingang zur Versteigerung nur vom SelterSweg auS.

Allgemeiner Anzeiger.

Ausverkauf. |

Wegen Umzug in das von mir gekaufte I. C. Retter'sche i Haus am Kreuz verkaufe, um zu raumen, sammMche Waaren zu bedeutend herabgesetzten Preisen.

6569] Julius Schulze.

NB. Mein Haus, Sonnenftraße 20, beabsichtige zu verlausen.

Lacke. Farben end

L /) /*) / 4- * 0 Materi&lwaaren

YX ö » tu allen Zwecken in

/ besten Qualitäten Mrt d/..»Ott. Sckaaf,

Mein Ausverkauf

i kauert fort bis zum 15. September in meinen bisherigen MaqazinSräumen kleine Waageugaffe, namentlich tn vnl-n- waaren, Steinkohlen und Naubeimer Salz und labe tch

? ru qef. Zuspruch höflichst ein.

! __./ «. /,. Bnpst.

i rfllftöoöenimllrilf) * Grummetgras Stephansmark, I Cjuguuuumiipuwj Heegftrauch und Erdenkaut zu verkaufen

1 aller Art empfiehlt 6584 bei H. Busch Erben, Loberstraßc 5.

Montag, den 17. September,

Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Johann Schnnk in Gießen ge­hörigen Immobilien:

Flur 34 Nr. 598?/to 179 Meter Hof- raithe zwischen dem Wäldchen und dem Schießhaus,

Flur 34 Nr. 5813</100 363 Meter Grab- garten daselbst

öffentlich meistbietend versteigert werden- Gießen, den 6- August 1888.

Großh. Ortsgericht Gießen.

I- A-:

6329 Bogt, Ortsgerichtsmann.

Jeirgeöotmes.

Bonner Portland-Cement, frische Sendung, soeben eingetroffen ber 6973 A. Kröll.

Wagen.

Ein neues elegantes Break, sechssitzig, ein- und zweispännig, sowie mehrere sog. Lauterbacher Wägelchen billigst bei

Wagenschmied Hartmann, 6912 Grünberg lOberh.)

Pferdefett

ist wieder vorrälhig.

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