Ausgabe 
3.6.1888 Erstes Blatt
 
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Wärmegrade der Lahn und der Luft,

nach Reaumur gemessen zwischen TI und 12 Uhr.

/ui r. < Vuft 16. Wasser 15 Gt

Gießen, den 2. Juni 1888. ' .

______- __________ Rubsamen.

nommen sind W Eelbstmorboersuche, welche in der Noch, ,um Dienstag unter-

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Telegraphische Depeschen.

tSoltl6 teuer. Korrespondenz«Bureau.

Berlin, l. Juni. Der Kaiser übernahm das Protektorat über den ffiuftan- abolf:®erein und spricht in dem betreffenden Erlaß an den 6ultu8minifter aus daß et fletä der regen Thattgke.t des Vereins mit Interesse gefolgt fei. Wenn der Verein auch ferner wie Kaiser wünsche, seine Aufgabe darin erkenne, die Ausbreitung des ®runb beo Portes Gottes zu fördern und als einigendes Band, wie Friedrich Wilhelm IV es hoffend ausgesprochen, die verschiedenen Richtungen der b^V^l?an8eli9cn iu umschließen, so werde solchen Bestrebungen Gottes Segen nicht fehlen. Der Kaffer betrachtet die Theilnahme seiner Vorgänger in der Krone Preußens für den Verein als ein heiliges Vermächtniß. B 8 r K nc - Potsdam, I. Juni. Das Kaiserliche Paar, der Kronprinz und Gefolge trafen 5 Minuten vor 1 Uhr auf dem DampferAlexandra" an der Mattosenstation bei Glttnecke ein, wo fte von der Erbprinzefsin von Meiningen und den Prinzesstnnen- Töchtern empfangen wurden. Der Kaiser stieg die Treppe ohne Hilfe empor, begab sich von der Kaiserin begleitet, nach dem geschlossenen Wagen, fuhr durch das Raumer Thor durch die festlich geschmückte Straße nach Ftiedrichskron. Bei Sanssouei bildeten dte Schu en Spalier. Trotzdem der RegierungsdampferMarte" der Alerandra" vorausfuhr um die Wasserstraße freizuhatten, waren Hunderte von Ruder"und^ Segel- °u .dem Fluß Der Kaiser sah sehr wohl aus und grüßte dankend aus die enthusiastischen Kundgebungen. 1

. 1. Juni Die Fahrt hierher ist dem Kaiser sehr gut bekommen.

Er frühstückte mH vorzüglichem Appetit und schlief mehrere Stunden ohne Unter­brechung. Gegenwärtig befindet er sich im Park. y

Berlin, 1. Juni. DiePost" bespricht die gestrige Rede Goblet's und findet besten Ausdrucksweise seltsam, sowohl von dem Standpunkt der tatsächlichen als auck d-r internattonalen Rücksichten. Thatsache ist, daß der König Alfons am 29 August 1883 schwer beleidigt wurde, als er, von deutschen Manövern zurückkehrend, Paris besuchte Wenn sogar Monarchen beleidigt werden, um wie viel weniger glimpflich würde man k1 "E"Verbündeten Deutschlands verfahren. Abgesehen davon, daß viele

b/? toL9i«^a1,i,8e6[orl.8exln Tr°nkreich eine unglimpsliche Behandlung erfahren, werden "ol ni -b-Arbeiter fortwährend von der französischen Bevölkerung angegriffen, wie erst neulich in Biarseille. Auch von dem Standpunkt der internationalen Rücksicht trifft Tisza unabhängige Staatswesen hat das Recht, sich über bie inneren Zustänbe ftembet, fogar befreunbeterfloaten sreimüthig zu äußern, wenn es der Schutz der eigenen Angehörigen erfordert. Kainokv hat deut Botschafter Frankreichs in Wien ®ecrai§, gegenüber wohl nur fein lebhaftes Bedauern über die unnütze Erregung in' Frankreich geautzert und versichert, was Tisza bestätigte, baß Niemand in Oesterreich- Ungarn habe Frankreich beleidigen wollen. In Betreff der Aeußerung Goblet's, daß BKttiw """"w-- .**

Lintigart, 1. Juni. Wie derSiaalsanzeiger für Württemberg" meldet, hat die gestern von den Leibärzten des Königs, Liebermeister und Fetzer, ausgeführte Unter Buchung ergeben, daß die schwere akute Erkrankung von dem letzten Winter her erfreu- lid) geheilt und keine krankhaften Rückstände für die Athmungsorgane hinterlassen habe' Dle jahrelang bestehenden Veränderungen der Lungen haben durch die letzte Krankheit keine Verschlimmerung erfahren, ebenso find dte zur Erscheinung gekommenen Störunaen il? der Aktion des .Herzens gewichen, so daß der Zustand des Herzens befriedigend ist obgleich die seit Jahren innerhalb des Gefäßsystems bestehenden Veränderungen nicht verschwunden find. Da das Nervensystem immer noch angegriffen ist, ist e/deßhalb sernhätt ber $on 0 ^td? "Och Schonung auferlegt und von allen Anstrengungen

i i hl V $unt Sie britlc internationale Kunstausstellung wurde heute

U^r durch den Prmzregenten im Beisein sämmtllcher Prinzen und Prinzessinnen 9 der ^chargen, Staatsminstter, des Diplomatencorps, der Generalität der Spitzen ^Cf^t3t' ^Ehärden, Mitglieder der Kunstakademie, Universität tecf)=

mschen Hochschule zahlreicher Künstler und Ehrengäste m feierlichster Weise eröffnet/ Der Ausstellungs-Präsident Eugen Stieler begrüßte den Regenten in einer Huldiaunasansprache worauf der Regent die Ausstellung für eröffnet erklärte, sodann Cercle abhielt und schließ- Uch mit dem gestimmten Hof unter Führung des Präsidenten und der Comitomitglieder den Rundgang vornahm. Die Ausstellung, fast in allen Theilen fertig, gewährt ein überraschend prächtiges Bild. In- und Ausland sind stark vertreten. $

Hamburg, 1-Juni. Der Afrtkaretsende Lieutenant Tappenbeck ist letzte Nackt auf einem Wormann'schen Dampfer aus Kamerun hier eingetroffen 6 0)1

r., L Ium Die Ansprache des Papstes im heutigen Konsistorium wendet der Strafgesetzbuch, hauptsächlich gegen die Artikel betreffs

der Mißbräuche seitens des Klerus, welche er einen neuerlichen Angriff auf die »Frei- hei der Krrche und ein unerlaubtes, antireligiöses, sowie wegen ihres Geistes ihrer ^ ^7^?brd"mmungswurdiges Werk nennt. Der Papst beklagt lebhaft diesen An- xikl auf die Kirche und unterzieht die hauptsächlichsten Artikel des Strafgesetzbuchs oom wissenschaftlichen und religiösen Standpunkt aus. Wie es ?er grOn 6n4Qn 6c§ am Sonntag stattfindenden Nationalfestes für Kunh» ^cJ0c^cn gewähren und denjenigen Offizieren, die sich in Afrika

besonders hervorgethan haben, Auszeichnungen verleihen. '

Juui. In der heutigen Sitzung des Senats erwiderte Minifip," ??^ua^On ^Otella, daß das Budget nicht die erforderlichen Mittel tur dte officielle Betherltgung Spaniens an der Pariser Ausstellung gewähre dte Re- grerung werde aber dte Prtoatbethetligung thunltchst begünstigen 9 9 '

»ergmaÄÄ ,um^Ehrenmttglie^^° ^'"rgifche Gesellschaft wählte Professor x *ot6bem'2- Juni. (SPriDatbepetoe.) Der Kaiser hatte eine gute Nacht, fühlt ^doch infolge der gestrigen Reise etwas ermüdet. Das Allgemeinbefinden ist gut.

UniverfitätS-Ghronik.

Vermischte-.

, ^uinz, T. Juni. Das für Mainz wie einen großen Theil von Rbeinbefi^n ^n^rflkhun^nm ?r°KCA,be.r., "euen Straßenbahnen in und nach Mainz ist stiner Verwirklichung um einen Schritt naher gerückt Wie das M sr " nÄniii* i . bat bag Grotzh. Ministerium ,u «abt nunm4 bi^laubnÄ ^r bme' oon SorarbetUn für biefe Straßenbahnen bem Confortium der Bank für Handel und «.iiÄÄJÄÄffi » M-ÄÄÄWSÄSä! dahier stattfinden werde. Dieselbe war ursprünglich für den An J

^Utaeru^^aanufDebie8OTiltte*3uCni.in®iee2^uV?ea^n^g ^mnirTqroUnnuntnebrUE?e'ftft%Y^a£n ^geKLVL ft d'° ^usstellüngs-

Zeit haben) ist auf Donnerstag den 14. Juni festgesetzt worden Dt- '«niSÄ in der Landwirthschaftlichen Halle, Ostendstraße, Hierselbst statt Mit

t Ingreß beä Sßereinä beutftber fRofenfreunbe Derbunben. 0®ie I renpr i e bab n bie Zahl 20 schon langst überstiegen. Gestiftet wurden solche von I Mai der Kaiserin Augusta eine prachtvolle Seores-Vase), von Sr. K Hob dem ®rDfcbmnn °nnn a « m °-m H-r,°g von Nassau, ber Großherzogin von Baben, ferner von Damen Franttutts' Burgern unserer Stabt, zahlreichen Vereinen unb Gesellschaften -e Die Ausstelluno ner(pri4t nacp SlUem, roa8 man hört eine sehr gelungene ju werben. 9

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« bem Lanbwehrcanal gezogen." Außerbem verzeichnete betfelbe Bericht nicht

«audwirthfchaftlichr Nachrichten.

(Nachdruck verboten.) bäumerai%"un^en®lbielHdnen Mrnm^ Usi7Lb L ÄunbT ganze Ernte eines Baumes vernichtet ist Die (Shünhp ffir hna c c

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"ft ffÄÄÄS,;S

^Usjug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Gießen, von Laibach 3°' 6ommerr°tnÄm, Schneider dahier, mit Marie Pfeiffer tSaSgSS Seinri* Karl. 31. Dem (Senbarm "iÄ^ä^Cia'4"®°^'

dahier.^25. Karl^Wllhelm^Wag°ne^^8 Jahre°?tt^ Sckne^°b"g7 H-'nrich Karpf

28. Karoline Seipp, Qtb.53^alt hnhLr °^/ochtn dahier. Wirth Georg Seipp. 9 29. Anna Feilina 4^ oiabr^ai^' ÜOn ^erSmann und

CifSn ' W M°g°sinarbe.ter von Moorlautern, Bezirksami

Handel und Verkehr.

Au^bem h°utt«-n Markt kostete: Butter per Pfund

bis 140, Hahnen per Sttick^ 170-2^

Bwiebeln pe7 GentnerTm 9 00-14 00 Milch' De? fiüer l2

00-00 Kirschen per Pfund M. 0,78-OM U-18 Weißkraut Stück

An unsere geehrten Abonnenten^

Beschwerden, welche in den letzten Tagen uns kund wurden b» geehrten Abonnenten unseres Blattes zu bitten jede ""^-lmap.gk.it der Austräger uns mit kurzer Notiz aesl dir« in r3?1 babur<^ ftnb wir in Stand gesetzt, Abhilfe ru schaffen Die Austräger sind angewiesen, den Anzeiger in Die SSoC«« ber atX ** - SVS5

®ie @£Pft>itwn beiGießener Anj.iger".

Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen Evangelische Gemeinde. °

23. SlpHLn 27'Qt ®Cm Kastwirth^o^öhr eine Tochter, Lina, geboren den 5. anai®en,dbCn- $Cm Za9lB6ner 2°k°b Jakobi eine Tochter, Lina, geboren den 8eboren®bent29n-3lprilCm W-ich-nsteller Karl Freitag eine Tochter, Elisabeth Margarethe, Ais- Ä^^lM^a^ab^^»6Äe^-t9a ^»ter, geboren benn 23.n'2lprüem ödul,m,det Bickel eine Tochter, Luise Karoline, 24. Febmar!^"' SteinlauEr «--"rich Lerch ein Sohn, August, geboren den den 253Wl7'aL SarI Wilhelm^ne^Schneiber, alt 68 Jahre alt, gestorben «anbÄ

Oeorg ©eipp in^trflayn153We.Äen bmW° ^.'»storbenen Oeeonomen 30. mal L 3Un 3°6annc9 Bruck, Fuhrmann, alt 42 Jahre, gestorben den