Lokales.
Gießen, 31. März. sSttzung der Stadtverordneten vom 29. März.) Anwesend: Herr Bürgermeister Bramm, Herren Beigeordneten Keller und Gna uth, Seitens der Stadtverordneten die Herren Bai st, Georgi, Grüneberg, Dr. Gutfleisch, Hanstein, Hoch, Jughardt, Kauf, Petrt, Ad. Noll, Aug. Noll, Scheel, Schopbach, Simon, Vogt und Wallenfels.
Herr Bürgermeister Bramm eröffnet die Sitzung mit der Verlesung eines Schreibens des König!. Preußischen Gesandten in Darmstadt, in welchem derselbe Namens der von ihm vertretenen Regierung für die Beweise der Theilnahme und die patriotische Gesinnung dankt, die aus Anlaß des Heimganges Sr. Majestät des Kaisers Wilhelm und des Regierungsantrittes Sr. Majestät des Kaisers Friedrich aus allen Theilen Deutschlands, so auch aus hiesiger Stadt abgesandt wurden. Von dem besonderen Dankschreiben der Kaiserin-Wittwe gibt der Herr Vorsitzende ebenfalls Kennlniß. — Die Vacanzrechnung erledigter Lehrerstellen an den städtischen Schulen pro 1887/88 soll dem Herrn Stadtrechner übertragen werden. — Gegen die beabsichtigte Aufstellung eines Dampfkessels in dem Bahnhofe der Matn-Weser-Bahn hat die Versammlung, nachdem constatirt, daß Seitens der Anlieger Einspruch nicht erhoben worden, nichts einzuwenden. — Zu dem Gesuche des Herrn Gg. Kraft um Erlaubntß zum Wirthschaftsbetrieb in dem Hause des Herrn Metzgermetsters Harms in der Neustadt beschließt die Versammlung, gleich dem Poltzeiamt, die Bejahung der Be- dürfnißfrage. — Die Holzversteigerung vom 19. März wird genehmigt. — Die Leichenkasse-Gesellschaft ist um Aufbesserung der Friedhofswege eingekommen, da Fälle vorlägen, in welchen der Leichenwagen bei der anhaltenden nassen Witterung stecken geblieben sei. Seitens des Stadtbauamtes wird berichtet, daß trotzdem von der angestrebten Wegaufbesserung abzusehen sei, da die beregten Uebelstände sich nur in jetziger Jahreszeit zeigten, während in trockener Jahreszeit die Wege sich in gutem Zustande befänden. Es könnten ja, wie in vielen anderen Städten, die Särge von dem Friedhofsthore aus getragen werden. Die Versammlung ist mit diesem Vorschlag einverstanden. — Dem Gesuche der Jacob 9toll Wwe. wegen vorläufiger Belassung ihres Treibhauses auf dem Friedhöfe wird stattgegeben; das Treibhaus soll bis Ende Mai auf dem Friedhöfe belassen werden. — Die kurze Biegung der Straße an der Westanlage vor der Euler'schen Schneidemühle hat nach Angabe der Besitzer dieses Etablissements bei dem Transport von Langholz für den dortigen Verkehr Unannehmlichkeiten im Gefolge, weshalb dieselben um Geradlegung der Straße und käufliche Uebcrlast'ung des dadurch frei werdenden Geländes ersuchen. Die Versammlung beschließt Ausarbeitung des Planes für die Geradelegung des Schoorweges. — Die Trotlotrstrecke am Seltersweg zwischen Maigasse und Löwengasse soll hergestellt werden, sofern die Anlieger sich zu den entsprechenden Beitragsleistungen verstehen. — Bei der Versteigerung des Schlachthausdüngers hat sich gegen die erstmalige Versteigerung ein erhebliches Mindergebot für den Caldaunendung, ein unwesentliches dagegen beim Stallmist ergeben. Die Versammlung beschließt Genehmigung hinsichtlich des Stalldüngers, dagegen nochmalige Versteigerung des Caldaunendüngers und, falls kein annehmbares Gebot erreicht wird, Verwendung dieser Abfälle zur Düngung der städtischen Wiesen. — Dem Gesuche des Maurermeisters Balthasar Strauch um Erlaubniß zur Anlegung eines Eanals soll stattgegeben werden, wenn die Anlage nach Angabe d:s Stadtbauamtes erfolgt. — lieber die Erwerbung weiteren städtischen Geländes an den neuen Kasernen zur Herrichtung eines Militär turnplatzes liegt der Vertrag der Versammlung zur Genehmigung vor. Da indeß Seitens der Stadt darauf gesehen wird, daß die vordere Spalierwand des parallel zur Grünbergerstraße liegenden, für den Turnplatz bestimmten Terrains in gleicher Richtung mit den Vorgärten des unteren Theils der Grünbergerstraße kommen soll, so ist die Erwerbung eines längs der Staatsstraße laufenden fiscaltschen Geländestretfens geboten, auf welchen Umstand die Militärbehörde hingewiesen werden soll. — Laut Bericht des Stadtbauamts sind die Offerten für Uebernahme der Straßenretnigungsarbeiten etngelaufen; hiernach beträgt der tägliche Durchschnittslohn eines Straßenkehrers 2 Jt resp. 1.60, Vorarbeiter 20 H mehr, eines Fuhrmannes 6 Jü Für die erste Zeit sind 21 Straßenkehrer incl. Vorarbeiter vorgesehen, zu denen auch einige Stadtarme hinzugezogen worden. In dem Berichte wird ferner empfohlen, mit dem Kretsbauamt behufs Feststellung derjenigen Staatsstraßenstrecken in's Benehmen zu treten, welche auf städtische Kosten mit gereinigt werden sollen. Außerdem wäre noch die Beschaffung von Räumen zur Aufbewahrung der Kehrgeräthe in's Auge zu fassen, durch Räumung eines Spritzenhauses zu erreichen sei. Die Versammlung erklärt sich mit den Vorschlägen des Stadtbauamtes einverstanden. — Dem Gesuch der Bewohner der Mühlgasse um Vermehrung der Gaslaternen wird nicht stattgegeben, da nach der Anzahl der vorhandenen Laternen und der sonst dabei in Betracht kommenden Verhältnisse die Beleuchtung für hinreichend erachtet wird. Was die Verletzung von Personen durch die in gen. Gasse stehenden Wagen betreffe, so könne ja die Polizei
dafür sorgen, daß diese Wagen nicht mehr dort aufgestellt würden — w u einer früheren Versammlung sind von dem Stadtbauamte Offerten aur |tra9t eifernen Brücke über bie SBufect, in der Flucht der BlAchsttaße etnalsorbÄ - oerf^lebenen Werken eingelegten Forderungen ooriiren zwischen
und 17 100 Jt, je nach Ausstattung und Ausführung der Brücke Auf i*1
Baudeputat,an befchlrebi die Versammlung Eingehen auf die Offerte der BenM r^" Eisenwerke in Pforzheim, deren Bruckenproject als das geetgnetfte binfirbtri* L L*01 struction, Geländer u. s. w. betrachtet wird und die sich erh7e en
Preis von 10 200 JL herzustellen. ’ ’ t0,e,en' Clc -»rucke für den
Glotzen, 31. März. (Thierfchutzoerein Gießen ) Sibuna nm n Das Zustandekommen eines Vogelfchutzgesetzes für das deutswe 61
Thiersreunden (angft angeftrebt “ svL Freuden 'begrüßt des Ä auF ÄfM“ 5\lb°T ben ^rla6k-ehLeS ,0‘1?c1n- 3" der vorletzten Sitzung des Ausschuss z Besprechungen über die dem Reichstage zugegangene « Weit
Schutz der nützlichen Vögel, statt. Der sitz7nbe wurb?^beaus.7ag't “"K bc” Bedenken einem ihm befreundeten Reichstagsmitgliede mihutbeileii 8 em’? «unt*
ben Ausschuß des hiesigen Thierschutzvereins angenehm ü^erLcht^ zu erfahren die metften Paragraphen des Gesetzes nach seinen Wünschen ausgefallen N ' b“5
D-r Direktor des Erfurter Schlachthauses hat einen Apparat ,um Tobten b Schweme erfunden, welcher einen bedeutenden Fortschritt in feer Schik Xljtere in sich birgt. Die Anwendung desselben erzeugt einen schnellen «ck^n°^b ^ leien Tob unb entspricht sowohl den Ansorderungen der öuinamföt Geschäftsinteresse der Schlachter. Die Anschaffung eines Sn b™
hiesige Schlachthaus soll angestrebt werden. $ n Apparates für das
Hieran knüpfte sich eine längere Debatte über das Schlackten i <. -
Die seitherige Schlachtweife bietet den Vortheil, daß ein vollständig?
fmbet unb infolge dessen bas Fleisch länger bei Fäulmß widersteh8 andern Heils fr?*t= auch mckt geleugnet werden, daß es immerhin als eine Quälerei ßpfrnffif?ni1 mutz, wenn einem Thier, während es seine volle Besinnung hat der e^eit
wiro und man es langsam hinsterben läßt. Alle Neuerungen
m der Schlachtwelse des Rindviehes nachweisen, werden mitSntereffeyS?1 X7ÄÄ Ochste Aus schuß,itzung:ÄLg^'L^
»-»mischte«.
bente ÄmStagb« VnÄUÄ‘
Regts. Nr. 25 sein junges Leben verloren Derselb? wa? in dkr S“uti/' Mäftigt, Pserde nach der Fütterung zur Tränke zu führen. E n P er5 rtß sich »vl um es wieder emzufangen sprang er hinter demselben her. Das Pferd ckln-l,^ aus unb traf den jungen Mann mit beiden Füßen so unglücklich auf der Brust er nach wenigen Minuten einen Geist ausgab. Man kann sich b,n s. n-u 1
Ä; Ä“"" ®* «■"
Wimpfen: Neckar langsam steigend; Maxau: Rhein noch steiaenfe " irnnJia“ ’ drohenderen Wassersgefahr haben die Gr. Kreisäm?er Ä legenen Bürgermeistereien angewiesen, die gesetzlichen Be timmüugen überlas Damm
™™gUert £££* baS £ebcn 6cnommtn ^en, weil ihm der Urlaub für die Fellttaze
A Wie wir vernehmen, hat Theaterdtrektor Vrevmaier
gegen eine Anzahl Blatter, welche die Nachricht verbreitet haben, das Maimer Stadt- theater stehe vor einem Krach, Klage erhoben. ainjer
München, 17. März. Am Salvatorkeller kam es gestern Abend wieder in erner 0r°Beren Schlager ei. Da zur Bewältigung derselben auch die von de^PoliÄ direction abgesandte Gensdarmerieverstäikung und eine von der Zuchthauswache gerufen-' mehrOpoltzellich^Wllständig Eingestellt. S-loatorbieres aus dem Zache'rlkeller ist nul
Allgemeiner Anzeiger.
Flaschenbier, e
Hiermit empfehle ich einem geehrten Publikum
per Flasche
Prima hellfarbiges Exportbier 23 Pfg.
Prima dunkelfarbiges Exportbier 25 „
Prima hellfarbiges Lagerbier 18 „
aus brr Ärtien-Brauerei Gießen.
Gütigen Bestellungen, sehe ich gerne entgegen und liefere bei Abnahme von mehreren Flaschen frei in's Haus.
Daniel Heil,
2370 _____Lindenplatz 3.
Der weitere Berkans meiner noch vor- räthigen Waaren geschieht im 1. Stock.
Eingang durch den Laden.
F. Helberg,
|Kirchcnvlatz 8.
2469] Schülerinnen, welche feie hies. Lehr- u- Aliceschule besuchen wollen, finden gute Pension in einer kleiner Familie.
Wo? sagt die Exped. d. Bl.
V Penshninre 1 finden gute Pension zu mäßigem Preise. ? /Tt linf R R ah kta v cn< i
Den Empfang der
Neuheiten
i« Biixkins uod Palelol,stoffen
in schöner Auswalal ^eigt hiermit an
Julius lilipsteiii.
Lindenplatz und Ecke der Wallthorstraße.
Anfertigung von Herren- und Knabenanzügen
unter Garantie für gutes Passen «
Das billigste unb zugleich intereffanteste Blatt Deutschlands ist di-
„Thier-Börse",
nur 50 Pfg. das ganze Vierteljahr,
L-e1 iiÄ0 Pfg. Dafür erhält jeder Abonnent: jede Woche und bis dreimal reden Monat eine Beilage »Naturalien-
jedes Vierteljahr eine spannende Erzählung.
$oftäm?e? seiner nächstgelegenen Poftanftalt. Alle
Oesterreich-Ungarn und der Schweiz nehmen jeder-
Jrtrn 11m™ fr na(VCI? L April abonnirt, muß der Post 10 Pfg.
eytra zahlen für Nachlieferung der bereits erschienenen Nummern-
Börse"' aüC^ SÖ? L^en die weiteste Verbreitung in der „Thier-
ca* .^'000 Exemplaren in ganz Deutschland gelesen wird.
c3e-Je /oiiet mu 20 Pfg. Annoncen sendet man entweder direct an die ®len grö6£ren SEen^^ ° ' ®”tin ®' ober au<t> an bie Annoncenbureaux in


