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Landwirthschaftliche Nachrichte«.
(Nachdruck verboten.)
— (Zum Pflanzen der Bäume und Sträuchers In keiner Jahreszeit wird in Feld und Garten so viel gesündigt und so viel Schaden angertchtet als im Herbst. So mancher schöne junge Baum, der neu gepflanzt und umgepflanzl wird, muß die Fehler seines Besitzers mit seinem Untergange oder doch mit längerem Siechlhum bezahlen. Die Fehler, die wir in erster Linie im Auge haben, beziehen sich auf das Beschneiden der Wurzeln. Ein jeder Gärtner und jeder GartenUebhaber weiß zwar, daß bei Bäumen und Sträuchern, die man verpflanzen will, die Wurzeln zu beschneiden sind, warum, das wissen die wenigsten. So wird dann flott darauf los geschnitten, so nach Gutdünken. Das Beschneiden der Wurzln ist aber sehr wichtig. Durch das Herausnehmen der Bäume oder Sträucher werden die meisten der feinen Saugwurzeln, die die eigentlichen Ernährer sind, vernichtet oder beschädigt. Es muß also für einen baldigen Ersatz gesorgt werden. Erfahrungsmäßig wachsen nun aus den Schnittstellen diese Saugwurzeln am schnellsten hervor. Also recht viel schneiden, denkt da vielleicht mancher, aber er ist damit auf dem Holzwege. Es soll nicht blos eine genügende Anzahl von Saugwurzeln vorhanden sein, sondern sie sollen auch Nahrung finden. Dazu gehbrt, daß sie sich nicht gegenseitig hindern und verfilzen. Es muß jede genügend Raum haben, dies ist beim Beschneiden der Wurzeln zu beachten.
— Die Wasserschossen der Obstbäume, das heißt diejenigen Triebe, die sich an alten Aesten entwickeln, werden von vielen Gärtnern als durchaus schädlich angesehen und demnach vernichtet. Diese Ansicht ist aber nicht so berechtigt, wie sie scheinen könnte, unter Umständen können sogar die Wasserschossen sehr nützlich sein. Zuerst sei bemerkt, daß die Wasserschossen ebenso wie die anderen Aeste überall da entfernt werden sollen, wo sie zu dicht stehen, und dann, wo sie sich etwa kreuzen oder gar reiben. Sonst indeß sind die Wasserschossen zu schonen, denn sie sind mit Vortheil zur Aus- füllung der Kronen zu verwenden, wenn sie einen Stand haben, der sie zur Ausfüllung der Lücke geeignet erscheinen läßt. Denn diese Wasserschossen sind durchaus nicht unfruchtbar, sondern sie tragen oft schon im dritten Jahre Früchte. Hin und wieder benutzen die Gärtner die Wasserschossen sogar zur Bildung einer neuen Krone, indem sie sämmtltche Aeste bis auf geeignete Wasserschossen zurückschneiden. Das wird namentlich angewendet, wenn ein Obstbaum im Zuge ist, sich durch übergroße Fruchtbarkeit zu erschöpfen. Wenn man die Wasserschossen zur Ausfüllung der Lücken benutzen will, werden sie wie die Seitenzweige junger Stämme behandelt. Nicht zu verwechseln mit den Wasserschossen, die nur an den Zweigen entstehen, sind die Wurzelausläufer
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und die Schößlinge des Stammes unterhalb der Kronen, diese finh „ sofort nach ihrem Erscheinen glatt abzuschneiden. nö tmmcr schädlich Uij
eitcratifcb,
- Soeben ist der 77. Jahrgang von LeSke'S
Kalender erschienen. Seit den 77 Jahren seines Bestehens
Notizen blätter für alle Tage des Jahres, 1 Kalender der' i 1 ÄaUnöer ujj Jnteressen-Rechnung von 3 bis 6pEt., Umrechnungstabellen nnn VtQ^a.bu*. ’t Währungen in die jetzige Deutsche Reichswährung, viele wichtige unMm*ftTfdnebeiTC3 im Geschäftsleben wohl zu verwendende Notizen, 1 Post: Unh ßUhn?" in*crefiair.t Telegramme, 1 ausführlicher Verloosungs-Kalender, sowie oft verm-fÄ^ ??^f Notizen in Betreff unseres Großherzogthums Hessen und schlteklieb i -?tistisj^ Genealogie der Regenten und aller hohen fürstlichen Häuser und in™? »^Ehrlich, sauber und solid gebunden — zu dem Preis von 1.25 w mprl °r .Es dies - Büchlein in Taschen-Format durch jede Buch- und Papierhandlung - Endlich Verleger — E. W. Leske in Darmstadt, Promenade-Stratze n? ?on dm beziehen ist. 9fr- 5 -
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Die ermäßigten Frachtsätze sind bei den genannten Stationen zu erfahren-
Gießen, den 27. October 1887.
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