-werde. Mit Rücksicht hierauf hat die Bürgermeisterei die wegen der Erkrankung der Prinzessin Victoria einstweilen sistirten Arbeiten an dem zur Aufnahme der Groß- herzoglichen Familie bestimmten Pavillon in dem neuen Hafen unverzüglich fortsetzen Lassen, wie überhaupt alle Vorkehrungen zum würdigen Empfang des Landesfürsten wieder in erster Linie in Angriff genommen.
A Mainz, 27. Mai. Da nach neueren Dispositionen auf Wunsch des Kaisers hie Karserregatta am 26. Juni in Ems stattfindet, hat die hiesige Rudergesellschaft beschlossen, die Mainzer Regatta statt am 26. Juni erst am 10. Juli abzuhalten.
— sEtn Wort aus Kindermunds Man hat der kleinen Josephine verboten, bei Tische zu verlangen- Man vergaß, sie zu bedienen, sie bleibt, da sie ein gehorsames Kind ist, betrübt, jedoch ruhig sitzen. „Josephine", sagte plötzlich der Papa, „gib mir •einen Teller!" — „Willst Du meinen, Papa? Er ist noch ganz rein," versetzte die Kleine mit Geistesgegenwart.
- ^Begründete Ängste „Lieber Mann, ich habe eine solche Angst, wenn Du auf die Jago gehst." — Aber, mein süßes Kind, was soll denn mir geschehen? -- „Dir nichts, aber den armen Treibern."
Handel und Verkehr.
— Die König!. Eisenbahn-Direction Hannover hat nachstehende Warnung an sämmtlichen Stationen ihres Bezirkes anschlagen lassen:
Warnung für die Reisenden.
Ein mit Fahrpreisermäßigung ausgegedenes Rerour-, Rundreise-, Abonnements- vder Arbeiter-Wochenbillet, welches den Vermerk der Unübertragbarkeit auf eine andere Person enthält, ist nur für diejenige Person gültig, welche mit demselben die Reffe begonnen hat, beziehungsweise bei Abonnements- und Wochenbilletcn, auf deren Namen das Billet ausgestellt ist.
Zuwiderhandelnde werden nach den Bestimmungen des Betriebs-Reglements für die Eisenbahnen Deutschlands (§ 14) wie Reisende behandelt, welche ohne gültiges Fahrbillet betroffen werden und machen sich außerdem wegen Betrugs strafbar.
In letzterer Hinsicht hat das Reichsgericht in feinem Urthcil vom 7. Febr. 1887 bei Bestätigung des Urtheils der Vorinstanz, durch welches ein Reisender in Folge I unberechtigter Benutzung eines solchen Billets wegen Betruges mit 3 Monaten Gefängmß j bestraft worden war, in den Gründen ausgeführt:
„daß aus dem in einem Billet enthaltenen Vermerk der Nichtübertragbarkeit jeder Dritte den Ausschluß der Benutzung seinerseits entnehmen könne und müsse, daß bereits in dem Vorweiscn des Billets an den controlirenden Schaffner — ohne daß dabei ein Wort gesprochen werde — die zur Strafbarkeit wegen Betruges erforderliche Täuschungshandlung liege, endlich daß die Vermögensbeschädigung der Eisenbahn bereits durch die Benutzung des von dem Täuschenden nicht gelösten Billets herbeigeführt werde."
— Die Königliche Eisenbahn-Direction Hannover hat in diesem Jahre wieder i eine Nachweisung über diejenigen festen Rundreifebillets herausgegeben, welche auf Stationen des Bezirks dieser Direction aufliegen oder welche durch Retourbillets mit ? verlängerter Gültigkeitsdauer von den Hannooer'schen Stationen aus nutzbar gemacht werden können.
In derselben sind auch die Bestimmungen über die combinirbaren Rundreife- billets mit enthalten.
Wir wollen nicht verfehlen, hiermit im Interesse des reisenden Theiles unserer Leser auf diese in Form eines Büchelchens herausgegebene Nachweisung besonders aufmerksam zu machen und zu bemerken, daß diese Nachweisung bei den Billet:Expeditionen des Directionsbezirks Hannover zu dem mäßigen Preise von 20 Pfg. käuflich ist.
Bei dieser Gelegenheit wollen wir noch darauf Hinweisen, daß Bestellungen auf combmirte Rundreifebillets an die Billet-Expedition der Abgangsstation, in Hannover drrect an dre Ausgabestelle derselben, Raschplatz 4, zu richten find. Etwaige dieserhalb an die Konlglrche Eisenbahn-Direction, die Königlichen Eifenbahn-BetriebsrAemter oder an andere Dienststellen gerichtete Bestellungen müssen von diesen an dle Ausgabestelle abgegeben werden, wodurch selbstverständlich eine Verzögerung eintritt, die unter Um,landen das rechtzeitige Eintreffen der Billets Bei der Ahnahmest-lle oei- hmdern kann. j
Prüfung der Lichtstärke des Leuchtgase».
Mat: 18,5 Kerzen.
___ jBu chner.
Auszug aus deu Standesamtsregistern des Standesamts Gießen
(Nachdruck nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet.)
Nuftzedolr.
™ 2L Otto Karl Eduard Großmann, praktischer Arzt zu Renchen mis
S“» w’1 OaJU ®rnft Kratz von Nt-L°r-Ohm7n, Kutscher basier" m
Wnna Maria Kratz von Nreder-Ohrnen, wohnhaft dahier. 27. Johann Georg Frink Bierbrauer dahier, mit Katharine Rinn von Heuchelheim.
, O1 «hefchltetzunge«.
gn.rr s 1 2u Franz Martin Karl Schmidt, Metzger von hier, mit Elise Friederik«.
licrr- 2L 6arl Fredrich Roth von Oelsnitz i. V., Kaufmann Mter, mit Anna Elise Helene Emilie Herbert von hier. 21. Earl Johann Geora Jakobiire No ^dahier.' £ml,S0cdd,tsföreiber 3U Eschwcge, mit Sorhie Caroline Henriette
r Geborene.
~ , E: 14. Dem Fabrikanten Georg Heinrich Schirmer II. eine Tochter. 15 Dem TnAtePrUnie7ne|mer Ein Sohn. 17. Dem Kaufmann Louis Frech eine
^^ter. 17. Dem Taglohner Ludwig Mandler eine Tochter, Luise. 17. Dem Tapener Tn+.f^r$10 v!^or^rt^- 18' Dem Drechsler Heinrich Lang eine
Anna Adolfine. 19. Dem Maurermeister Louis Keller eine Tochter, Paula fiuife.. 21. Dem Haupifteueramts Assistenten Ludwig Melchior ein Sohn, Jakob Car! Ludwig. 23. Dem Metzgermeister Ludwig Peter Sack eine Tochter. 26. Dem Sergeanten Friedrich Hermann Frauenhain eine Tochter, Emilie Margarethe
, GesZordene.
™ Mohr, 61 Jahre alt, Wittwe von Landmann Jacob
Kolschhamsen. 23. Katharine Heller, geb. Klug, 43 Jahre alt, Ehefrau uon ?eöer Ä 24' Johann Georg Daubertshäuser, 35 Jahre
9 Daberg 2d Marie Bock, 1 Jahr alt, Tochter von Drechsler
27 ^lCr’ p. Richter, 35 Jahre alt, Schuhmacher dahicr.
Wißne! dahler^"^ 42 Mre alt' S^frau von Taglöhner Balthaser
Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde.
Getraute.
Karl Friedrich Roth, Kaufmann und Anna Elise Helene Emi,i> Herbert, Tochter des Kaufmanns Peter Herbert zu Gießen.
„nh r^arL Johann Georg Spamer, Hilfsgerichtsschreiber in Eschweae
H-wrM° Noll ^ur@k6e®enr Ct ‘ 3flfobine 92otI' Tochter des oerstorbenen Gensdmm Ktic t. Mai. Peter Karl Martin Lindenstruth, Wagner und Luise Wilhelmine ^ Gießen ^elhofer, Tochter des verstorbenen Fuhrmanns Ludwig Klingelhöjer , F^nz Martin Karl Schmidt, Metzger und Elise Friederike Wilhelmine ^chmrdt, Tochter des verstorbenen Schuhmachers Friedrich Schmidt zu Gießen.
geboren^enL' $aufmann Karl Schüler ein Sohn, Wilhelm August,
den 23^März^' 5)6111 Johannes Seth eine Tochter, Elisabeth Luise, geboren $cnfeo?cnm ^ine uneheliche Tochter, Elisabeth, geboren den 2. Mai.
Den 24. Mai. Em unehelicher Sohn, Wilhelm Adolph, geboren den 16. April.
Beerviate.
starb i>™ 1921wat Df" 2'6eobor Baschs, Professor, Reallehrer i. P., alt 69 Jahre,
Zur gest. BeachtAng
mir Wagen wegen Auskunsts-rchMuKg über Inserate rc. »tmon »'jr
hv rr-eiin denselben eine Freimarke für die Rückantwort imgdegt
f deren Offerten emzuEeo sind, ist di?
' I Auskuntt^ertherlungen befugt. Ostertenbrirse sind — soweit feine kfthnwrtT 22221? ,tm'r Abmachunacir cretr^ev wurden — in her ^rnebiHnn a -
28. Mai. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund j Hühnereier per St. 4—5 Enteneier St. 5—0 Käie vr. St. 4-8 gafematte 3-0 Erbsen pr. Liter 18 H, Linsen 25 Tauben per Paar 50 bis 80 Z. Hühner per Stück 1.40—1.60, Hahnen pr. Stück X 1.50-1.80, Enten pe/ Stück 12°™2-G0,,®änfe per Pfund 00-00 H, Ochsenfleisch per Pfund 62 bis no X’ 5£~o6r^' Schweinefleisch 54—60^, Hammelfleisch 50 bis i
62 H, Kalbfleisch 40—46 Kartoffeln per 100 Kilo JL 4.00—5.o0, Milch per Liter ‘ 12—18 H, Zwiebeln per Centner JL 6.00—8.00, Kirschen per Pfund 60 H. ?
Allgemeiner Anzeiger.
J. Happel, neufldbt 49.
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mit dem Heutigen eröffnet ist, und ist dieselbe in allen Theilen auf's Beste und Bequemste eingerichtet, die Liste zum Einzeichnen liegt in der Anstalt offen und bitte das verehrte Publikum um freundliches Wohlwollen. Achtungsvoll
4158 ___ Georg Franz.
Hi'shmHnii i'h, Kreiling]
„Zum Gambrinus“.
• .”ere[)rL Publikum erlaube mir die Eröffnung meiner Garten^
? wtrtoscyajr am heutiqen Tage ergebens! anzuzeigen.
ex cc ®urc^ (Sct)Quun9 einer geräumigen und lustigen Halle, sowie durch Anschaffung neuer und bequemer Gartenmöbeln habe ich mich bemüht, meinen Garten zu einem angenehmen Aufenthaltsorte zu machen.
„ dei dieser Gelegenheit mache ich auf mein vorzügliches, am hiesigen Platze größtes «rchestrion wiederholt aufme-ksam, dessen wohlklingende und abwechselungsrerche Musik auch im Garten gehört wird und gerade in dieser mäßigen Entfernung zur besten Geltung kommt.
Hochachtungsvoll
4161 Ph. Kreiling, ?. Gambrinus.
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13153 J. Haan jun., Kreu^platz 10.


