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tmb steuerfrei genieße, während der geringer Bemittelte den durch die Tranksteuer belasteten Wein im Wirthshaus trinken müsse, wird in der Petition durch die Einrede beaeanet daß der wirkliche geringe Mann heute nur Bier in den Wirthshäusern trinke, »er aber den Wein im Wirthshaus trinke, solchen auch zu Hause in seinem Keller Labe Ein Steuerzuschlag von 72 X für 12 Hectoliter, wie ihn die Regierungsvorlage werlanat würde thalsächlich die Preise der mittleren und kleinen Weine um diese Steuer drücken und damit den Weinbau des Landes schwer schädigen, indem gerade Liese Weine vorherrschend in Privatkreisen verbraucht würden. In dem benachbarten Weinreichcn Rheinbayern und Rheinpreußen bestehe eine solche Weinsteuer nicht und ses würden damit die hessischen Producenten hinter jenen der genannten Gebiete zurück- iüeben. Der Einwand, daß nicht der Producent, sondern der Eonsument die Steuer noblen müsse, treffe nicht zu, weil der Käufer in Berücksichtigung der Weinsteuer ein geringeres Angebot für den Wein macht, den er sich einlegen will.____________________

Giugesandt.

Gieße«, 24. Februar.

In der Stadtverordneten-Sitzung vom 10. d. Mts. wurde über das wichtige «Project einer Verbindungsstraße zwischen Kirchenplatz und Oswald's Garten verhandelt. Obgleich sowohl vom Bauausschuß wie von der ganzen Versammlung die dringende Nothwendigkeit und Nützlichkeit einer solchen Straße anerkannt wurde, erklärte sich Loch die Versammlung dagegen und zwar angeblich, weil die Ausführung des Projectes au viel Geld koste.

Die Einsender dieses nun erlauben sich dem zu entgegnen, daß einmal die Kosten Ümrchaus keine unverhältnißmäßig hohen sind, denn außer dem Kirchendiener Knoll'schen Haufe und einem Stück des Pfarrgartens würde kein Zoll Grundstück anzukaufen sein, mnd daß zweitens durch die Möglichkeit, die durch Erwerbung des Pfarrgartens gc- ffchaffenen Bauplätze an der Straße günstig zu verwerthen, die Kosten bis auf ein 'Minimum reducirt werden würden. Wie in der Sitzung erwähnt wurde, ist ja auch »bereits der Plan in's Auge gefaßt, hier einen Platz für das zu errichtende Diakonissen- Haus zu gewinnen. Wenn der Bauausschuß meint, daß sich der Kauf obengenannten

Hauses späterhinin Folge von Familienverhältnissen" vielleicht billiger machen ließe, so ist eine derartige unsichere Hoffnung doch gewiß kein Grund, ein allseitig als nützlich anerkanntes Project unter Umständen bis auf Jahrzehnte hinauszuschieben. Es ist kein Zweifel, daß durch das in Kürze seiner Bestimmung zu übergebende Schlachthaus der ohnehin so lebhafte Verkehr in der engen Wetzsteingasse noch bedeutend erhöht wird, und es ist vorouszusehen, daß sich die Unfälle, wie sie unter den vielen Schulkindern, welche diese Straße zu passiren haben, durch den regen Wagenverkehr in letzter Zeit verschiedentlich vorgekommen sind, häufiger wiederholen und wahrscheinlich nicht immer so gut ablaufen werden, wie dies bislang glücklicher Weise der Fall gewesen ist. Mehrere Bürger.

Handel und Berk ehr.

Limburg, 23. Februar. Rother Weizen, X 14.8b, weißer Weizen X 14.70, Korn X 10.35, Gerste X 8.45, Hafer X 5.9o, Kartoffeln ä 100 Pfund X 0.00, Erbsen h 100 Pfund X 00.00.

Frankfurt, 23. Februar. Auf dem heutigen Markt kosten: Kartoffeln per Malter X 5.005.50, das Gescheid 69 Eier das Hundert X 5.0U8.50, das St- 78 H, Butter im Großen «X 80.008 300, im Detail das Pfund .X 1.00 bis 1.20, Weißkraut per Stück 1520 H, Rothkraut per Stück 2030 Kohlrabi per Stück 0000 H, Ochsenfleisch per Pfund 4570 H, Kuh- u. Rindfleisch 4560 X Kalbfleisch 4065 H, Schweinefleisch v575 Hammelfleisch 5070 X 1 Hahn X 0.80-1.80, 1 Huhn X 1.002.50, 1 Ente X 2.003.50, Gans Pfund 5010^, 1 Laube 4070 H, Welsche X 12.0000.00.

Schisf-nachrichten.

Bremen, 22. Februar. sPer transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampser Fulda, Capt. R. Ringk, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 12. Februar von Bremen und am 13. Februar von Southampton abgegangen war, I ist heute 5 Ubr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.

Allgemeiner Anzeiger.

Holz-Versteigerung

-im Gießener Stadtwalde.

Montag den 28. Februar 1887 von Vormittags 9 Uhr an, ffoll im Gießener Stadtwald in den Districten Ameisenkopf, Bannwald, 'Strangswiese und Unterwald nachver­zeichnetes Holz versteigert werden:

A. Bau-, Werk- und Nutzholz.

84 Eichenstämme mit 25,92 Festm. (von 1632 Ctm. Durchirr.),

2 Birkenstämme mit 0,53 Festm., 474 Fichtenstämme mit 163,38 Festm.

(von 1534 Ctm. Durchm), 500 Fichtenstangen mit 29,90 Festm-, 1 Eichenstange mit 0,11 Festm.

B. Brennholz.

Scheith. Knüppelh Stockh. Reish. Rmtr. Rmtr. Rmtr. Wellen.

Eichen 31,6 16,1 690

Nadel 65,7 250,2 2,2 4540

Die Zusammenkunft ist an der StrangSwiese.

Gießen, den 21. Februar 1887.

Großh. Bürgermeisterei Gießen.

A. Bramm. 1254

Holzversteigerung

in der

Königlichen Oberförsterei Krofdorf.

Freitag, 4. März, 9 Uhr, bei Wirth Kahlert zu Krofdorf; Schutzbezirk Krofdorf, Distr. Homberg 3 a. Nadel­holz : 343 Stämme mit 66,15 fm Inhalt, 430 Stangen LIII. El-, 8 rm Klafter- nutzholz, 5 rm Scheit, 11 rm Knüppel, 357 rm Reiser; Distr. Forst 2. Nadel­holz: 52 Stämme mit 7,57 fm Inhalt, 455 Stangen IIII. Cl-, 5 rm Scheit, 1 rm Knüppel, 20 rm Reiser; Distr. Küh- bett 21 b. Nadelholz: 150 Stangen I.UI. El.; daselbst Distr. 24 b. Nadelholz: 715 Stangen 1IV,. El. 1329

Krofdorf, den 22. Februar 1887. _____Müller, Königlicher Oberförster.

Holzversteigerung.

DienStag den 1. März l. I., von Vormittags 9 Uhr an, sollen in dem Reiskirchener Ge­meindewald, Distrikt Wilshäuserwald, nachverzeichnete Holzsortimente ver­steigert werden:

234 Nadel-Bauholzstämme, von 15 bis 33 Ctm. Durchmesser und 516 Meter Länge, 93,67 Festm. enthaltend,

70 Nadel - Derbholzstangen, 5,66 Festm. enthaltend,

I8V2 Rmtr. Nadel-Knüppel, 2630 Nadel-Reisig-Wellen,

34 Nadel-Stöcke.

Der Anfang ist am Wege nach Bersrod bei AbzählungS-Nr. 1.

Reiskirchen, am 24. Februar 1887. Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen.

Jünger. 1335

Holzversteigerung

in der sürstl. Dbersörsterei Lich.

In den DistrictenLangeberg, Mühlwäldchen, Häuserberg, Schieß« acker und Wehrholz" soll nachverzeich­netes Holz versteigert werden:

Montag den 28 Februar

72 Nm. Buchen-, Eichen- u. Kiesern- Prügelholz,

50 Rm. Buchen-, Eichen- u. Nadel- Stockholz,

5600 Wellen Buchen-, Eichen- und Kiefern-Neisholz.

Dienstag den 1. März

418 Fichtenstämme von 1528 Ctm.

Durchm. u. 1022 Mtr. Länge mit 196 Festm.,

60 Kiefern- u. Lärchenstämme mit 23 Festm. und

800 Fichtenstangen von 614 Ctm. Durchm. u. 618 Mtr. Länge mit 70 Festm. Inhalt.

Die Versteigerung beginnt jedesmal Dormittags 10 Udr bei Mühl­sachsen und wird zwischen 12 und 1 Uhr imHäuserberg" am Nonnen- röther Wege fortgesetzt- 1263

Lich, 21. Februar 1887.

Wimmenauer, Forstrath.

Holzversteigerung. Montag d. 28. Februar d. I. soll in dem Gräflich Solms-Laubach- schen Revier Arnsburg Distr. Hain, nachverzeichnetes Holz versteigert wer­den:

255 Rm. Buchcn-Scheitholz, 18$ u. Eichen-Prügelholz

131 Stockholz,

585 Reiserholz.

Die Versteigerung beginnt präcis 9V2 Uhr.

Arnsburg, den 24. Februar 1887. 1334 Henckel.

Die Planirung eines Grund» stückS, der Neustädter Schäferei ge­hörig, cci. 5000 Meter, soll in öffentlicher Versteigerung

DienStag den 1. März,

Nachmittags 3 Uhr, an Ort und Stelle vergeben werden.

Zusammenkunft an der Gail'schen Wollenspinnerei.

Nähere Auskunft ertheilt auch vor­her Herr Ch r. Haubach. 1345

Freilsg den 25. d. Mts,

Nachmittags 2 Uhr,

werden in der F lettischen Hofraithe dahler verschiedene Mobiliar-Gegenstände, als: Tische, Stühle, Uhren, Bilder, Schränke rc. versteigert.

Gießen, den 24. Februar 1887.

I. V.: Seipel, 1348 Gerichtsvollz.-ASpirant.

Bekanntmachung.

Brenn hotz- verftergerung im Licher Grmeindewrrld.

Donnerstag den 3. März

I. I. werden im District Großhäuser­berg versteigert:

96 Rmtr. Buchen-Knüppel,

16 Eichen- ,

5530 Buchen-Durchforstungswellen,

500 Eichen-

40 Rmtr. Buchen-Stöcke.

Die Zusammenkunft ist am Nonnen- röderweg. Der Anfang ist im Wurzel­schlag an der Streitecks-Schneise.

Freitag bm 4. März l. I, werden im District Plattenwald und Kronau versteigert:

175 Rmtr. Buchen-Scheitholz,

51,5 -Knüppel,

45 Eichen- ,

80 , Nadel>

18 Weichholz-

4438 Eichen-Wellen,

1100 Nadel-

750 Weichholz-Wellen,

93,5 Rmtr. Buchen-Stöcke,

114 Eichen-

122,5 Kiefern- und Fichten-

Stöcke,

14 Weichholz-Stöcke,

fowie 1172 Fichten - Reisstangen für Gartenpfähle und Bohnenstangen ge­eignet.

Die Zusammenkunft und Anfang ist am Hattenröder Vicinalweg am Wald-Eingang Vormittags 9 Uhr.

Lich, den 23. Februar 1887. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich.

Walz. 1336

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