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wonach die Pforte ernstliche Zugeständnisse zu Gunsten der Finanzen, der Admi­nistration und der Selbstständigkeit Kreta» bewilligte.

Das brastlianifche Kaiserpaar ist gestern Nacht hier eingetroffen.

In der heutigen Generalversammlung der Actionäre der Panama- Gesellschaft verlas Lessep» den Geschäftsbericht, der bezüglich der für 1889 in Aussicht genommenen Eröffnung des Kanals weniger zuversichtlich als die frühe­ren klingt, indeß die Hoffnung festhält, daß 1889 die Verbindung beider Meere hergestellt ist. Die erforderlichen Arbeiten zur Vollendung könnten dann wie beim Suezkanal fortgesetzt werden. Der Kaiser von Brasilien wohnte der Ver­sammlung bei.

Telegraphische Depeschen.

Wolff'S tellegr. Corresponderrz-Brrrearr*

Bad Gastein, 21. Juli. Der Kaiser nahm um 8 Uhr wieder ein Bad und machte um 10 Uhr eine Spazierfahrt. Gestern Nachmittag besuchte der Kaiser die Gräfin Lehndorff in der Solitude und unternahm gegen Abend, eine abermalige Spazier­fahrt in's Kötschachthal.

London, 21. Juli. Nach einer Meldung derDaily News" aus Petersburg ist dort gestern die afghanische Grcnzfrage befriedigend gelöst worden. Rußland em­pfängt das Gebiet zwischen den Flüssen Kuscht und Murghab, welches den Penschdeh- Turkmenen durch die jüngste Grenzabsteckung genommen wurde. Dagegen accepttrt Rußland die englische Grenzlinie am Oxus und verzichtet auf Distrikte, worauf es laut Abkommen von 1873 Anspruch hatte. Merutschak verbleibt mithin bei Afghanistan.

Dem Bureau Reuter wird aus St. Thomas vom 20. d. M. gemeldet, die dortige Telegraphenstation der westafrtkanischen Gesellschaft habe die Nachricht erhalten, daß Stanley in einem Kampfe mit Eingeborenen, welcher um Lebensmittel entbrannt fei, getödtet worden sei; die Nachricht komme von einem Missionar in Matadi, ein directer Bote der Stanley'schen Expedition hätte bis zum 6. ds. Mts. die Küste nicht erreicht.

London, 21. Juli. Das Oberhaus nahm in zweiter Lesung die Kunftbutter- bill an und behielt sich die Etnzelberathung, ob die Kunstbulter Margarine oder Butterine zu benennen sei, vor.

Im Unterhaus erklärt Fergusson, der Rest des diplomatischen Schriftwechsels über die egyptische Convention werde in nächster Woche vorgelegt. Bet der fortgesetzten Debatte über die von Smith beantragte Suspension Tanner's erklärte Tanner, Long's Anschuldigung gegen ihn sei ungenau. Er bedauere indeß die gebrauchten Ausdrücke und ziehe dieselben zurück. Smith hält die Erklärung Tanner's für ungenügend. Gladstone bekämpft, Harttngton unterstützt den Suspensionsantrag. Smith erklärt auf eine Anfrage, er halte Tanner's Entschuldigung für genügend. Der Antrag Smith's wird zurückgewiesen. Im Laufe der Debatte anläßlich des Antrags, zur Er­örterung der irischen Landbill überzugehen, verspricht Balfour, während der Parlaments­ferien eine Untersuchung der auf dem irischen Grundbesitze lastenden Hypotheken und Familienlasten anzuordnen.

Petersburg, 21. Juli. DieNowofty" melden ebenfalls, daß die afghanische Grenz-Commission ihre Arbeiten gestern beendet habe. Afghanistan erhalte Chodjah- saleh. Rußland erhalte das früher den Savyk - Turkmenen gehörige Gebiet bei Penschdeb.

t Livorno, 21 Juli. Der König ist hier eingetroffen und wurde enthusiastisch begrüßt. Er bestieg die königliche YachtSaooya" und ließ das Geschwader Revue passiren.

7; Dbr König landete nach der Revue des Geschwaders wieder und empfing den Bischof, die Behörden und ließ die Vereine der Stadt vorüberziehen. Abends 7 Uhr trat er die Rückreise an.^ Die Bevölkerung brachte dem König überall enthu­siastische Ovationen dar. Der König dankte dem Geschwader für die Leistungen bei dem heutigen Manöver.

. 21 Juli. Mehrere Zöglinge der Akademie, welche anläßlich des

französischen Nationalfestes unter Führung eines Lehrers der französischen Sprache dem französischen Gesandten gratulirten, wurden vom Schul - Commando dis- riplinarisch bestraft.

Bei einem hier sich aufhaltendm Herzegowiner wurde eine Proklomation zum Aufstande in Bosnien gefunden. Der Herzegowiner wird ausgewiesen.

Sofia, 21. Juli. Die Mitglieder der Regentschaft treffen hier morgen ein.

Lokaler.

, ®*c6en' 22. Juli. Sicherem Vernehmen nach wurde in der gestrigen Sitzung

der Stadtoerordneten-Versammlung eine mit dem 1. October d. I. beginnende allge­meine Ermäßigung der Gaspreise des städtischen Gaswerkes beschlossen

Die einzelnen Preise sollen wie folgt herabgesetzt werden:

Gas für private Beleuchtung von 25 H auf 22 pro Cubikmeter. Gasverbrauch der Bahn (ca. 70,000 Cubikmeter pro Jahr) von 20 H auf

desgl. der Universitätsanstalten (ca. 40.000 Cbm.) von 22,5 H auf 21 H Gas sur Motoren und technische Zwecke von 20 H auf 16 H.

Vermischtes

11IM J5nr0Jen oßiLbcn' 20; 3uli. Bei der gestern vorgenommenen Urwählerwahl ®urbe" 6/wahlt: Herr Gg. Menges, Landwirth und Herr

Leun^j/eine Stimme gelten Herr R. Gutermuth und Herr Bürgermeister K f 2i* $uli Als intellectueller Urheber der Vorkommnisse, welche die

Casernendurchsuchungen veranlaßt haben, ist, wie mir von unterrichteter Seite mit- getheilt wird, ein Soldat zu betrachten, der von Beruf Kellner ist und in dieser seiner Eigenschaft längere Zeit in Paris und auch vorübergehend bei dem französischen Militär war. In seine Helmath Elsaß zurückgekehrt, wurde er zum deutschen Militär- dienst h^ansezogen, wovon^er sich durch Krankheitssimulation zweimal zu befreien Seit einem halben Jahr ist der Betreffende nun wieder eingezogen und ist es dieselbe Persönlichkeit, an welche in das Lazareth der Brief ankam, aber in andere Hande geneth und zum Verrather wurde.

. .. n «e gestern stattgehabten Wahlmännerwahlen zum Landtag liegen bis

^tzt aus Rheinh^sen nur zwei definitive Resultate vor und zwar aus dem Landkreise welchem die Centrumswahlmänner (Abgeordneter N. Rack6) mit großer Maiorttat aus der Urne heroorgingen, und aus dem Wahlkreise Niederolm der fast

^Ä'ÄSsÄSi&s:

6w,Ui laßt, welche Partei oder Person als gewählt zu betrachten ist Fraglich

« *en* bekannten Ziffern einzelner Ortschaften,ob der 7.S

WW Wahlbezirk seinen seitherigen Vertreter, Beigeordneter Dr. Geier von hier

wieder in die Kammer entsenden wird. Nierstein gibt hier den Anslchloo «nhiS

Mer ausschließlich politische Gegner des C-ntrumsmtlglieds Dr. Getcr^äus der Wahl

urne hervor. D e Bethe.ligung war im Allgemeinen eine äußerst geringe und haben in einzelnen Ortschaften mch lOpCt von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht

. ,j^lanffur ' """iausschuß des 9. deutschen Bundesschießens hat einen Ueberschuß von ca. 120000 zu verzeichnen. Die Einnahme n»

belaufen sich aus 240 000 M. Ucber den Konsum auf dem Festplatzc während ^des Schützenfestes lassen wir einige Zahlen folgen, welche ein annäherndes Bild von hem immensen Umsatz während der Tage de-- Schützenfestes geben b7r Restaurationen verkaufte in der Festwoche 11 750 Schinkenbrödchen 5733 ° ScküKen wurste", 23 014 Portionen Fleischwaaren iM Der Wirth der OberbanerUcken Gebirgsschenke lieferte an den Centralausschuß die Summe von 31 182 28^ als Abgabe vom Consum des Bieres des Bürgerlichen Bräuhauses in München ab Außerdem betrug der Hausverbrauch für die Bediensteten re. nicht weniger als W Hecto-

lrter. Der Besitzer eines Caroussels vereinnahmte in wenigen Ta-en ,-,6 An den Bankers nahmen im Ganzen etwa 20 000 Menschen Theil6er 2800 M

Aus dem Rheingau, 21. Juli. Die TranK-nbln^- m

ganzen Gau beendigt und beginnen die Träubchen sich berells^recht^ krä'kn'"^ wickeln. Begünstigt durch das beste Wetter haben die Weinstöckefefir <lut n?rÄ-Vu ent:' bcr H°uwurm sein gefährliches Treiben nicht lange vollbrinaen

Aussichten auf einen quantitativ guten Herbst recht schöne sind. 9Cn' '° daß bin Aus der Provinz Starkenburg, 21. Juli. Dieser Tia- v, erfreuliche Nachricht durch die Blätter, daß in der Gemarkung Groß UmstÄt r l Reblaus gezeigt habe. Eine von dem rheinhessischen ReblauscommiM bbl abgeordneten Mollmger vorgenommene Besichtigung der verdächtigen Rebfföck^ . ' ergeben, daß man es nicht mit der Reblaus zu thun, sondern daß bie Stocke in Folge großer Trockenheit abgestorben sind. B * * * c öctreffenben

®on der Mainspitze, 21. Juli. Die beiden Kostheimer Lebrerm schweb en gestern in großer Gefahr. Dieselben fuhren in einem Waam n.l 2"!® und als das Fuhrwerk an den Bahnübergang kam, scheute das Pferd vor etn»^ü motwe und stürzte in großen Sätzen feldetnwärts. Nur durch das tato, ipring-n einiger beherzter Männer konnte das Pferd gehemmt werden De, wurde von dem Bock geschleudert, während die beiden Damen sich mit $obeLMlc Innern des Wagens sestklammerten und mit dem Schrecken davonkamen Der erhielt eimge leichte Contusionen. xut^r

- Durch eine Carambolage mit einem Floß kam heute Morgen an ber Mündung em kleiner Schraubendampfer in das Sinken. Es gelang das an das Ufer zu steuern, wo es nun wieder flott gemacht wird. B not

In Bischofsheim wurde gestern Abend ein Bahnarbeiter von einer Qn,Ä motwe zu Boden geschleudert und ihm ein Fuß abgequetscht. tocc=

s p Rheinhessen, 21. Juli. In Nierstein hat sich am Montag die

be$ » $ verstorbenen Geometers Reinmann, die sich in sehr guten ö ?

Verhältnissen befand, tn einem Moment der Geistesstörung ertränkt. wogens-

I^^rborn, 19. Juli. fErschossen.j Ein bedauerlicher Unglückssall' der b uhendes Menschenleben kostete trug sich am Samstag auf dem Scheibens2 h i ^er garnisonirenden 13. Westfalischen Infanterie-Regiments zu. Der Gefteite Kumm aus Gutersberg (Anhalt) wurde beim Zeigen der Schüsse am Scheibenstand vo7^ Kugel getroffen die seinen Tod sofort herbeiführte. Ob der Todte das Unglück L Unvorsichtigkeit selbst verschuldet, oder ob ein Verschulden eines der Schützen norliNt wird die Unterludjung ergeben. eftl-

Zürich, 21. Juli. Die sechs vermißten Touristen wurden südlich am ^U6 w Jungfraugipfels tobt aufgefunden. (»V or>

~.§urkl2?arJlun0 Steinbruchbesitzer, Steinhauer und Kaufleute mit

Zetheilt, daß diese Woche die Strafkammer des Landgerichts Landau (Pfalü 23 nnn ben genannten Personen auf Grunb des Gesetzes vom 9. Juni 1884, betreffend h

7 "nd gemeingefährlichen Gebrauch von Sprengstoffen, zu der nach biefem allerdings geringsten, jedoch immerhin hohen Strafe von je 3 Monaten GesänambM den Kosten verurtheilte Der Kaufmann hatte Dynamit an die Mitbeklagten vtS welchen >L>pr engst off diese bei Ausübung ihres Gewerbes anwandten. $)ie 93erurtbeiltni senden Behörde nicht die gesetzlich vorgeschriebene Anzeige gemch die bezüglichen Register geführt. Sie entschuldigten sich mit Unkenntniß bA ^E.fehes, was übrigens nicht Wunder nehmen kann, da selbst ein dortiger Landbüraer- metfter, in dessen Verwaltungsbezirk ein Steinbruch liegt, erklärte, keine Kenntniß m dem Gesetze zu haben.

~ 3U §0pEtel der französischen Flegeleien wird aus Leipzig geschfiebev Der Sohn emes hiesigen Wundarztes R. hielt sich seit einiger Zeit in Brüssel auf, nm berfelbe in einem der besseren Hotels logirte und an ber Table d'hote theilnahm. Nch vorausgegangenern leichten Geplänkel ging man am vierten Tage zur Attake vor. Ewige Herren, die ihre französische Nationalität ostentativ zur Schau trugen, sprachen hiVnTm t ! Rsher im Hotel ganzanständig" zugegangen sei, daß

i r ^kr Ankunft desmaudit prussien anders geworden wäre und wollten nicht begreifen, wie derselbe die Unverfrorenheit haben könne, sich mit an den Tisch in fetjen. Herr R. verbat sich diese Unverschämtheit auf das Energischste und that, mit lebet anftanbtge Mensch gehandelt haben würde, das heißt, er wollte als her Ver­nünftigere seiner Wege gehen und sich in einem anderen Hotel einlogiren. Kaum

4 erreicht, als er eine ganze Ladung von Weinflasche in datz Gemck geschleudert erhielt, natürlich von den Herren Franzosen, die sich in genügend "/oermacht suhlten, um ein derartiges Heldenstückchen ausführen zu tonnen. Entrüstet machte Herr R. dem Wirth des Hotels von dem Vorfälle Mittheilung und verlangte die Herausgabe seiner Koffer. Anstatt dies zu thun, zog der Wirth ein

erstauntes Gesicht und entgegnete in verwundertem Tone:Aber Sie werden doch wegen so einer Bagatelle kein Aufhebens machen, so etwas kommt bei uns öfters vor.

zu den Klosterwaldungen bei Haina gehörigen

97nrJ$ .^selbst Rothwild feit langen Jahren nicht aufgetreten war, ist ein ber schwerer Vierzehnender am Anfänge dieses Monats erlegt worden.

Der WaldeSrecke war ^ Geleite eines kleinen Trupp Wildes aus dem Waldeck'scheii ubergelreten und lief diesfeits der Grenze einem Löhlbacher Forstschutzbeamten in der. Weg, der ihn mit sicherem Schüsse zur Strecke brachte.

1Äo7 für Deutschland zu Gotha.j Stand: Anfang s

1887. Versichert waren 69020 Personen mit 519 200 000 JL Neu beantragt wurdet il1 ^rsicherungen über 3 243 200 «X und zum Abschluß gelangtet 7QßrVnnCILUS>r f* 2 * * *J13 400rD" Zahl der angemeldeten Sterbefälle betrui m -^Dersicherungsfumme. Im Ganzen wurden feit Beginn diese Zahnes 2448 Versicherungen über 18 248 800 JL Summe beantragt und 2129 neu abgeschlossen. Sterbefälle wurden in dem gleiche

^t ^984 300 Versicherungssumme angemeldet. Die seitdem Bestehen der Anstalt ausgezahlten Versicherungssummen beziffern sich aus zusamm« ca. 179 940 000 JL Der Bankfonds beträgt jetzt ca. 138 600 000 JL Die Ueberschuli ""^"""erkurzt an die Versicherten als Dividende zurückgewährt. I diesem Jahre wird nach dem alten System eine Dividende von 43pEt. der Jahre; Hnhpfni1 k;e!5 nkUen "^Eschten" System eine Prämiendividende von 33 pE nphrrf^^^^De?r^C-n^CrÖOcn vertheilt. In Procent der Jahrespränue au;

Nnt^b?erechnet sich im laufenden Jahre nach dem letzteren System die Gesamt- älttstm^schvn auf° 125" Ct" b-°-d-nd-nb-rcchttgtm Versicherungen auf 34pCl., für i>'

UniverfitätS- Chronik.

r>.^>7^dri>-atdocent-n in der medicinischen Facultät zu Bonn Dr. Rump rootbai U 8 f b iU außerordentlichen Professoren in derselben Facultät ernantn In a.iT.n lun! außerordentlichen Professor in der philosophischen F°c"l« hns6 *4n* h,br m Andrea- aus Frankfurt a. M wird künftig b-s°i>d-^

1Iat0 oste DertietEii, für welches eine sehr bedeutende Sammluu« -« @rxibeU ^'Dagegen verliert die Universität mit dem nächsten

firf, in m1 den Assistenten am botanischen Institute, Dr. N°

®'Irj6urg 5abHttiren will, und den außerordentlichen Probilil ordentlicher Professor und Director der medtcuüschen«»".

^UelÄr '[*' V" dort einen anderen Heidelberger, Prof. Weil, nehmen mußte und sich alspraktüch..

nrtrf. m^d^ssor Dr Lujo Brentano in Straßbur g hat einen ehrenvollen R c i Nachfolger von Lorenz v. Stein; wie verlautet, sollBrenta-^ g ne gt sein, den verlockenden Ruf abzulehnen und in Straßburg zu bleiben.

n r r p"7in7 ^d)C Seitung" erfährt von maßgebender Stelle, daß die lltuoerM ^ b A?Urm Göttinger Jubiläum nicht erhalten hat, eine offictete Betheiligung daher nicht stattfinden wird.

, ,, "ofsicieller Frühschoppen" mehr.l Die Kiel Kta " schreibt: Der Reebl^

ft* ram 141 ds. die Vertreter ber'farbentragenben NeiblndungL

ff2/ C ??[cIrbcn Mit, es sei eine Verfügung vom Minister emgetroffe. nac^ roe ^er ^or^n ^as Abhalten von officiellen Frühschoppen untersagt fei.