Einzelbild herunterladen

von Baron v. Roberts, undPortepeefähnrich Schadius", von Detlev Freiherr v. Liliencron, allerhand interessante Artikel, die zum Theil auch der Aktualität Rechnung tragen, ferner bietet das Heft eine reichhaltige Spielecke, Für's Haus rc. Der Preis des Heftes beträgt 40 H.

Schiffs nachrichten.

Bremen, 18. October. sPer transatlantischen Telegraph, j Der Postdampfer Fulda, Capitän R. Ringt, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 8. October von Bremen und am 9. October von Southampton abgegangen war, ist gestern 12 Uhr Mttags wohlbehalten in Newyork angekommen.

Bremen, 16. October. sPer transatlantischen Telegraph, j Der Postdampfer Amerika, Capitän H. Heineke, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 5. October von Bremen abgegangen war, ist gestern 6 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Baltimore angekommen.

Notiz!

Man kann bei den sich massenhaft mehrenden zweifelhaften Mitteln gegen Haar- leiden nicht genug auf das bereits 19 Jahre sich bewährende, von Autoritäten empfohlene, sich durch Güte und Billigkeit auszeichnende

Haarwasser v. Netter, München aufmerksam machen, welches wirklich leistet, was es verspricht: Conservirung und Kräftigung der vorhandenen Haare, Reinigung von Schuppen, weich und glänzend machen der Haare nebst Festhalten des Scheitels. 1305

Zu haben um 40 Pfg. und Mk. 1.10 bei I. H. Fuhr, Sonnenstraße.

Das Vorkommen von Viehseuchen im Grohherzogthum Hessen

während des Monats September 1887.

Milzbrand wurde festgestellt in Mühlheim im Kreise Offenbach, und in Griedel im Kreise Friedberg am 2. September, ferner in Ostheini und Wölfersheim in demselben Kreise, am 14., bezw. 16., und in Eichelsachsen im Kreise Scholten am 12. September bei je einem krepirten Rinde.

Lungenseuche. In Dirlammen im Kreise Lauterbach stehen wegen Ver­dachts der Ansteckung 6 Rinder unter polizeilicher Beobachtung.

Der Bläschenausschlag des Rindviehs in Heblos im Kreise Lauterbach ist erloschen.

Die Seuche besteht fort in Hainstadt im Kreise Offenbach, in Stammheim im Kreise Friedberg, und in Frellaubersheim im Kreise Alzey.

Festgestellt wurde die Seuche in Schaafheim im Kreise Dieburg am 1., in Nieder-Klingen und Lengfeld in demselben Kreise am 9., bezw. 28 , in Groß-Gerau am 9., in Klein-Gumpen im Kreise Erbach am 19. und in Vockenrod im Kreise Als­feld am 30. September.

Die Räude gilt als vorhanden unter den Schafen in den Orten des Kreises Alsfeld: Altenburg, Ober-Breidenbach, Rülfenrod, Eudorf, Zell, Vockenrod, Reibertenrod, Elbenrod, Strebendorf, Romrov, Schwabenrod, Leusel, Renzendorf, Hopfgarten, Hergersdorf, Unter-Sorg, Ober-Sorg, Brauerschwend, Rainrod, Heidel­bach, Fischbach, Seibelsdorf, Eichen, Schwarz, Eulersdorf und Windhausen; in den Orten des Kreises Büdingen: Nidda, Wallernhausen, Fauerbach, Schwickarts­hausen, Lißberg, Eckartsborn, Altenstadt, Rodenbach, Blofeld, Rieder-Mockstadt, Ober-Mockstadt, Leidhecken, Ortenberg, Lindheim, Himbach, Marienborn, Bergheim, Wenings, Ronnenburger Hof, Lohrbach, Vonhausen und Aulendiebach; in dm Orten des Kreises Lauterbach: Rixfeld, Weid-Moos, Nösberts, Altenschlirf, Frisch- born, Herbstein, Freiensteinau, Rudlos und Hutzdors; in den Orten des Kreises Friedberg: Burg - Gräfenrode, Heldenbergen, Büdesheim und Ilbenstadt.

ii ii Ifl

i

r

2 t

S

E

*

l B

I

£

1 d.

-

V r v

- i.

Ibr einziges Glück. Da besann sie sich, daß sie früher ganz gut gesungen habe und «or etwa einem Jahre trat sie in einem der Leipziger Eoncenlokale atS Sängerin aus. Wohl wankten ihr die Kniee, als sie da zum ersten Male vor dem fast ausschließlich «us Männern bestehenden Publikum stand, wohl preßte es ihr Herz zusammen, als sie tzte Blicke ihrer Hörer auf sich gerichtet sah, aber der Gedanke an ihr Kind ließ sie illes vergessen, und, sie hatte es ihren Genossinnen gut abgeguckt, ihr gewinnendes Lächeln versprach den Männern da unten ach so viel, und diese johlten und riefen ein Aber das andere Mal:Bravo! Bravo!" Und so ist es geblieben seit jenem ersten «uftrittsabend; dieschone Wanda" hat ihr Stammpublikum, und dahin, wo sie mgagirt ist, folgt es ihr nach; sie ist deßhalb eine von den Wirthen vielbegehrte Per- iiönlichkeit. Eines Tages in der verflossenen Woche saß in dem kleinen, aber sauberen Stübchen einer Miethskaserne an einem Bettchen ein schönes, aber bleiches Weib; sie horcht auf Den Athen: des kranken Knaben. Der Arzt hatte ihr gesagt, daß er aus- ytjteidmde Pflege haben müsse, wenn erdurchkommen" solle. Heute ging es aber ^sonders schlecht mit ihm und mit wenig Hoffnung hatte sie der Arzt soeben ver- Iiissen. Dem Arzt war ein anderer Mann gefolgt; es war derDirector", dem das junge Weib hatte sagen lassen, daß sie heute Abend ganz unmöglich singen könne. Nun oar er gekommen, um sie um alles in der Welt zu beschwören, doch nur ja zu kommen, werde seine Frau zur Pflege des kranken Kindes senden, und sie sei ihm doch Dank huldig, denn sie solle nicht vergessen, daß er es war, der ihr das erste Engagement, bm ersten Lebensunterhalt in verzweifelter Lage geboten. FräuleinWanda", wie ße mit ihremKünstlernamen" heißt, ging und sang; aber mit welchem Gefühl sang Ke heute, da ihr Liebstes auf der Welt zu Hause schwer krank darniederlag; aber wer Wußte das von den Vielen da unten im Publikum? Niemand . . . Heute Abend War das Lokal besonders voll; es herrschte die beste Stimmung. Der Elavierspieler

«erkundete mit heiserer Stimme:Auftreten des Fräulein Wanda: Der Hahn und Kie Henne in Kamerun!" Fräulein Wanda sang und wenn der nach einer prikelnden Melodie zu singende Schlußresrain kam, so sang das ganze Publikum mit:Na, was Käst Du Denn, verrücktes Huhn, in Ki Ka Kamerun, in Kamerun zu thun!" Der Jubel hatte seinen Höhepunkt erreicht; da entstand in der Nähe des Einganges eine tärmenöe Scene. Ein Unbekannter von vagabondenhaftem Aussehen war gewaltsam üi den Saal gedrungen und versuchte, sich den Weg zum Podium zu bahnen.Sie H hier ich muß sie sehen" hörte man ihn rufen; zehn und zwanzig Hände griffen nach dem Eindringling, um ihn zurückzuhalten, man schrie durcheinander, man ichob und stieß, der Menschenknäuel kam in's Wanken da, ein abgerissener Auf­schrei der Fremde war mit Dem Kopfe gegen eine Tischkante geschleudert worden und sank zusammen. Man tief nach einem Arzte, es meldete sich ein solcher, man brachte den Verunglückten noch einige Schritte nach vorn in die Nähe des Podiums umd legte ihn auf einen Tisch nieder. Der Arzt war bald zur Stelle, zuckte indessen mach einigen Augenblicken die Achseln der Fremde war eben tobt. Die Musik hatte zu spielen aufgehört, die Sängerin stand rathlos auf der Bühne. Da löste sich die Gruppe von Menschen um den Tobten ein Blick der Sängerin aus bas bleiche Antlitz ein jäher Ausschrei unb sie fällt ohnmächtig neben ber Eoulisse nieder. Die Unselige hatte in dem Todten ihren Gatten erkannt.

Als Schutzmittel gegen die Diphtheritis empfiehlt Dr. Oskar Johannsen, ;Dfaaram Stadthospital zu Liebau, dafür zu sorgen, daß die Kinder jeden Abend, Ueoor sie schlafen gehen, den Mund mit einer destnsicirenden Flüssigkeit reinigen. e>inb i n Laufe des Tages die betreffenden Bakterien, welche die Krankheitserreger der Diph- kteritis sind, in die Mundhöhle gelangt, so haften sie noch nicht fest und werden leicht ibgespült. Läßt man sie jedoch Die ganze Nacht hindurch sich ruhigeingrasen", so ist nn Morgen die Krankheit da. Bei der weit verbreitern Sitte, den Mund stall am Abend erst am Morgen zu spülen, gehen die Speisereste, die regelmäßig im Munde mrücfbleiben, im Laufe der Nacht in Fäulniß über und begünstigen damit wesentlich Me Entwickelung der Bakterien. Während des Tages, wo fortwährend Schluck- Vcwegungen gemacht werden, sind die Bedingungen für das Anwachsen der Parasiten überhaupt nicht günstig, wohl aber während ber Rächt, wo ber Stoffwechsel auf einen geringen Grad beschränkt ist, weßhalb man auch die Krankheit meist am Morgen ent­wickelt vor findet. Als bestes Spülwasser eignet sich übermangansaures Kali, weil man bei diesem den Zeitpunkt ersehen kann, wann die Desinfection beendet ist wenn naatfid) die hellrothe Wasserlösung desselben völlig roth die Mundhöhle wieder verläßt, wr. Johannsen glaubt auf Grund langjähriger Erfahrungen in seiner Hausarztpraxis Has neue Verfahren als durchaus wirksam auf das Angelegentlichste empfehlen ;zu müssen. _______________________

Literarisches.

Das zweite Heft der neuen illustrirten ZeitschriftAur guten Stunde" (Berlin, Deutsches Verlagshaus, Emil Dominik) ist soeben ermnenen.

Auch hier fesselt eine vortrefflich ausgeführte Aquarell Kunstbeilage das Auge des Lesers.

Das Bild stellt eine Sommerlandschaft vor, eine getreue Nachbildung eines Gemäldes des bekannten Landschafters Julius Wrntscher. Die von dem neuen Blatte in dieser Hinsicht gebotenen Leistungen beweisen, daß die deutsche Aquarell-Technik jetzt auf derselben Höhe steht wie die vielgepriesene englische und französische.

Die werteren Kunstbeilagen des Heftes sind:Neugierige", von Ludwig Passini, ein höchst interessantes oenetiantsches Genregemälde,Gute Freundschaft", von Paul Höcker, undDas Vogelnest", von Fr. Heyscr, zwei reizende Kinderbilder, fernerUn­schuld unb Liebe, von W. Bader, undZwei Großväter", von John R. Rcid.

Der reichhaltige Text bringt außer den Fortsetzungen aus Heft 1 vonDoris Sengeberg", von Paul Heyse,Der Bergrath", von Sophie Junghaus,Aus Mitleid",

Wöchentliche Nederflcht der Todesfälle in der Stadt Meßen 41. Woche, Vom 9. October bis 15. October 1887.

Einwohnerzahl: 19 001 (incl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 8,2 %q.

Kinder

Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Es starben an:

Gehirnschlagfluß Lungenschwindsucht Entzündung der Bronchien

Zusammen:

1

1 (I)

1

Erwachsene:

1 1(1)

im

1. Lebensjahr:

1

vom

2.-15. Jahr:

Summa: 3

2

1

weiche am Tage ber Aufgabe erscheinen sollen, lbitten wir bis längstens Vormittags 10Ub* 5^3? v i v an uns gelangen zu laffen. Im Interesse der

rechtzeitigen Fertigstellung unseres Blattes sind wir zu dieser wiederholten Bekanntgabe genöthigt.

Die Expedition desGießener Anzeigers".

Allgemeiner Anzeiger.

Bekanntmachung.

Aus der Stiftung des Friedrich Bücking sind für das Jahr 1887 an zehn bedürftige und würdige Bewohner Gießens, Familienhäupter oder, einzeln stehende Personen, Unterstützungen von je 100 «A zu vergeben. Be­werbungen haben bis zum 15. November 1887 bei der unterzeichneten Behörde zu geschehen.

Gießen, am 18. October 1887.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

A. Bramm. 7862

ScBSne Mussiciit.

Die Uebernahme der Wirthschaft zur Schönen Aussicht zeige ich hiermit ergebenst an und empfehle ein

vorchgliches Glas Gießener Actim-Bier, sowie kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit.

Die Abhaltung von Familienfesten kann jeder Zeit übernommen werden.

Hochachtungsvoll

J» JPo Soryea*.

.* Ein gut beleuchteter, leicht gangbarer Weg von der Actien- :

Hauerei aus ist hergestellt. __

7863] Pferdeknecht aesucht. I 7841 Eine Frau empf. sich im Kochen, !

Licherstraße 5. I Nähen und Flicken. Näh. Lindengasse 1.

Zu Damenkleidergarnituren empfehle besondere Neuheiten in Pelusch, Moire, Sammt u. »faconseS, sowie verschiedenes in Seidenstoffen etc.

in großer Auswahl und zu billigen Preisen. 6866

, Fangmann, Kirchenpsgtz.

Giessen ynd Umgebung,

neueste photographische Aufnahmen,

von Sophua Williams Berlin, Cabinet 75 Visites 35

n Panoramen, Stereoscop en etc.

Elegante Albums mit 12 Visites-Ansichten . . . 3 JL

»12 Cabinet- , ... 5 <A

zu beziehen durch jede Buch- und Papierhandlung, empfiehlt 5972

H» Kühu, Papier- & Kunsthandlung.

Pelzwaaren

werden nach neuester Mode umgearbeitet

Reparaturen, sowie alle in's Kürschner- fach einschlagenden Arbeiten werden gut und billig ausgeführt bei 7089

2l. Schultheis junior,

Kürschnermeister, «Leltersweg 21.

7794 Ein alter R-gulir-Mllofen mit Chamotten-Ausmauerung und Kachel zu kaufen gesucht. .

Näheres Ludwigsstraße^^ ~7840 Wer seine Nähmaschine gut repartrt haben will, der wende sich an die mechanische Werkstätte von

Wilhelm Graf, Schloßgasse 17.