Ausgabe 
20.1.1887 Zweites Blatt
 
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Zmchslagswahl!

Ohne zwingenden Grund ist die Deutsche Volksvertretung aufgelöst worden. Mit den unabhängigen Parteien welche die Forderungen der Regierung bezüglich der Heerespräsenzstärke bis auf den letzten Mann und den letzten Pfennig auf drei XL bewilligten, weiwr aber ohne Verletzung der Interessen ihrer Wähler nicht nachgeben konnten, wollte die Regierung nicht mehr arbeiten Sie will eine Volksvertretung die allen ihren Wünschen unbedingt sich fügt. Die Deutsche freisinnige Partei ist der Regierung entgegengekommen soweit ihre Gruildsätze es zuließen - nur eines kleinen Schrittes Seitens der Regierung hätte es bedurft um den Conflict zu vermeiden. Daß man dem Willen der Volksvertretung, in drei Jahren sie wieder prüfen zu lassen ob die Nation die schweren auf ihr ruhenden Lasten in ihrem vollen U.nfange weiter tragen soll, nicht' gerecht wurde, daß man behage auf dem taÄS1 Xs TqX ^?ung der Heerespräsenzstärke gerade auf 7 Jahre, daß man nicht einmal abwartete, welches Votum der Reichstag m der 3. Lesung endgültig abgeben werde - dies Alles zeigt, daß man den Conflict haben wollte um jeden Preis' Nicht wegen der drei oder der sieben Jahre! Nein, weil der letzte Reichstag gegen die Monopol- und Steuerpläne der Regierung und ihrer «chleppträger mit Erfolg Front gemacht weil er üw tut« ,»4.^ *

"uT' vt b,r kt's°-^-.ung ä*

insbesondere längere Legislatur- und Budgetpertoden einzuführen. / . ®

. ®"l|ler! ®inc R-ich«-«smchrh-It, mit »i, Regierung ft- erstrebt, würde dem D-Ntl<b-N Vd»- scktwere ^uk-bring-.. «n »cchwnund Kr-Ih-U-n! In der «ir«hich»fts> >md Fi»»»zp°litik würde weiter sortMchMenTrdm auf dem der d- -dent-t: Schonung der Woftlftab-ud-u, Belastung der R-rm-r-n! Ist d°ch d-, de» b« h "t" c,mcI R-ich--i»I»mmc»st-»-r, des Ansgleichm, der Laste» des Reiche» »»d des Arme» bezweckt'

auf den heftigen Widerstaiid der Konservativen und Nationalliberalen gestoßen' ' '

hi>a mWähler, es sind Tage ernster Entscheidung für Alle gekommen, die ein Herz haben für die Wohlfahrt drs Volkes, ein Herz für die freiheitliche Entwicklung unseres geliebten Vaterlandes!

, Ter unterzeichnete Verein hat in seiner heutigen Generalversammlung seine volle Uebereinstimmuna mit der Art imh sm»«, ickundet tote die freisinnige Fraction des Reichstags die Forderungen der Regierung geprüft und wie sie abqestimmt ßat Es ent

uns---- iuu-rs.-u Uebcrj-uguug d-r d-,u,-ud- Wunsch, das uuse- Wah kte» u wie s-üb«

durch «hu« fr- ftnu g-u Manu v-rw-t-n sei, »ich, wi- biq-r d»-ch -m-» i» blind-- Srg,6»g d°» «am d" R-ch"n»° b* ""b Th°di. als Vertreter de- »ah,kreist- bi- z h^-»XÄS

m®ir bi- Mittag -im- K°»did-,-n ,,d Uber di. Wahlagitatid» mi, alle» d-r ft-isi»»ia.» Sache «.

halbem :Zwng?/b:rl,Z, $Cr,",C a"9*ri3en 9 und «a»d zu berailst» mch3 stchtek des-

Sonntag den 23. lfd. Monats, Wachmiltags $3 Mr, im Stein scheu Saale zu Gießen stattfindenden Besprechung sich einzufinden.

Gietzen, den 17. Januar 1887.

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