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Lokale-.
20. Die Straßenbeleuchtung betr.
21. Neubau von Kliniken.
e «AJ^nSK.17- ?^uuar. In Folge starken Treibeises ist die Schifffahrt aus eingestellt. Nur die Trajectboote zwischen hier und Kastel ^?Elten sich noch mühsam durch das Eis. Die noch hier befindlichen Schiffe her öakn ®efeUjd)aft ^ben heute Morgen Zuflucht in dem hiesigen Winter-
„3? militärischen Laboratorium hier hat Samstag in Folge Unachtsamkeit Ift SaS 'a e f ?ne Explonon staltgcfunden. Außer der Zertrümmerung einiger mit dem Sch?eckcn^dav°m ' Cntfianben- 3lrbeiter Unb Arbeiterinnen kamen Nttk-.H5^A- Kreisgesundheitsamt gelangten Mittheilung herrscht in
^lb°l (bei Friedberg) in bösartiger Weise der Typbus. lieber 100 Personen liegen ”b 5tolt<“|l”1 «""i.mch»,»,,»
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BHTT 71/r, zifirm X,4tt—1 ind — ein Mädchen nni T Töchterchen emes Stuttgarter Fabrikanten, fiel von dem Geländer
unb ln bicf£m zwei Stockwerke durch, um schließlich von einem ^"/sefangen zu werden. Das arme Mädchen starb an den Folgen der
der dem Fall crlrt^nen Verletzungen innerhalb weniger Stunden.
0”1 1?'. Januar. In Arenberg (unfern Eoblenz) wurden
bcr ®lpWcrlttä unter den Kindern die Schulen bis auf Weiteres
b b i tlt ei n wurde am Samstag Abend unter der Brücke ein inpn «- fnL ^starrt .aufgefunden. Em Fuhrmann von Niederberg lud den Soldat, ft^rrteurb n°bm mit in feine Behausung, wo der Erstarrte sich allmaug wieder erholte.
Pir, sn?^.r?r m c c'.,13-z^';nuf“r\ Gestern Abend geriethen die Bewohner eines Hauses, t U?b Iln ^^^ublnder, wie schon häufig in Streit, welcher so ausartete,
mASin^er^em<r?9}lpUEer ^uen tiefen Schnitt an der linken Seite des Halses berbrachle, woduich die Pulsader durchschnitten wurde und der Tod nach wenigen tnf0 ?e ^brblutung eintrat , Der Ermordete ist 40 Jahre alt, verheirathet s?nbA(.^nteltmcbrrcr!r ^Tnber- Der Mörder, ein roher und streitsüchtiger Mensch wurde eU C °m ^tfliehen gehindert und sitzt gegenwärtig hinter Schloß und
frrh n,f^raJDie Nachricht von einem schrecklichen Vorfall verbreitete } $ 1 ^a^zen Stadt. Der Metzgermeister Karl Götte
von hier hat den Handelsmann Philipp -Steinbach heute Nachmittag kurz vor 4 Ubr ™pfcr\?remCT @^ermlt etnem Genickfänger erstochen, angeblich im Falle derNoth- ^hr'da er von Steinbach angegriffen worden sein soll. Steinbach bat zwei Sticke in der rechten Backe und einen, anscheinend den tödtlichen Stich, im rechten Ohr. Er nadi r bie beiden schon seit längerer Zeit in Feindschaft
lebten, wird als sicher angegeben, genaues über den gestrigen schrecklichen Vorfall ist h^Tnhä?ein^ftbhanQi' rC1?C br4 n!rr [eÖr verschiedenartig erzählt. Uebrigens soll sich der ^hater selbst der Polizei gestellt haben. <1L % \
—,®.armcn* I4: b. M., wird geschrieben: Ein Zwischenfall, der leicht oerhangnigvoll hatte werden können, ereignete sich gestern in unserem Stadttheater. rsL s „Rrenzi" aufgeführt mit dem kgl. bayerischen Kamrner-
feK Herrn Heinrich Vogl tn der Titelrolle. Im zweiten Akt sucht bekanntlich Paolo Mui den Tribunen zu ermoroen. Auf die Warnung Adriano's erwidert Rienzi: furchte nichts! Em Panzerhemd deckt meine Brust." Leider war dies in Wirk- riicktp" nfiH^rCn nun Orsini den Mordstahl nach der Brust des Sängers
zuckte, glitt er auf dem Teppich aus, in Folge dessen beim Stoß die Dolchspitze circa Laen tl?CtCr § ^rust drang und ihn derart verwundete, daß das Blut
goldgestickte Gewand rothete. Im Zuschauerraum wurde von aufmerksamen Beobachtern sofort bemerkt, daß etwas vorgefallen sein mußte, denn Herr Vogl war QmKrf? ä aufgeregt, sang aber, ohne die Bühne zu verlassen, den Akt zu Ende Im wurde dem Sanger sofort ärztliche Hilfe zu Theil und ihm ein Verband r! Zollte sich nach Aussage des Arztes heraus, daß die Wunde, im oberen a beftige Blutung verursacht, aber nicht gefährlich
Geschehniß hatte sich rasch rundgesprochen und als Vogl nun stach längerer bZrAen ?Lerbe erichien, wurde er mit endlosem Applaus empfangen und durch kostbare Lorbcerkranze ausgezeichnet. Am Schluß des letzten Aktes, als der Sanger wieder in dem Eostume des zweiten erschien, verdeckte er die blutige Stelle desselben auf der Brust mit einem Taschentuch. Hoffentlich wird die Verwundung für den gefeierten Sanger weiter feine schlimmen Folgen haben. 0
Handel und Verkehr.
„ 07=® nnnVl8’ 3,anuar' dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund ^-1.0^0.80 Hühnereier per St. 7-8 H, Enteneier St. 8—9 Käte vr. St. 5 -8 Kasematte 2—3 Erbsen pr- Liter 17 Linsen 28 Tauben per Paar 70 bis
90 Hübner per Stück 0.80—1.00, Hahnen pr. Stück «AL 0.70 1.20 flrntpn
per Stuck JL 1.40—2.00, Gänse per Pfund 50—65 Ochsenfleisch per Pfund 62 bis 66 i' Mhfipito wnboo 5@-5t6fÄ' 56-60 H, Hammelfleisch 50 bis
^1° 4.00-4.50, Milch per Liter
JC 17 70-18 00 rf7\,k7;r3i'^ 7W^nr71bes?reife-’ Weizen eff. hiesiger u. Wetteraue, fremder 17,50-20,75, Roggen eff. hies. JL 14,00-00.00, fremder
"J nn3nn5~nn n??' ®erfte effectiö hiesige und Wetterauer JL 15,00—18,00, fremde jL 00,00—00,00, Hafer eff hies. JL 12,50—13,00, fremder JL 00,00—00,00.
Frankfurt,17. Januar. Der heutige Viehmarkt war stark befahren. Ange- ca. 20 Bullen, ca. 422 Kühe und Rinder, ca. 320 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. OuaL AL 64—65, 2. OuaL AL 59—6’2 Kübe und ^l^er 1. Önal. 55—56, 2. Qual. AL 48—50 per 100 Pfund Schlachtgewicht
halber 1. Quar. 60—65 2. Qual. 48—50 per 1 Pfund Schlachtgewicht.
Ein Wort über den Magnetiseur.
Don einem Arzte wird uns nachstehende Zuschrift:
die "urde das hiesige schaulustige Publikum durch
die Vorftellungen der Magnetiseure Herrn Bollert und Herrn Krause in gerecktes ^^Diejenigen welche sich den Besuch an jenen AbendenLersagt haben, ^ei bemerkt, daß die Magnetiseure, nachdem sie sich durch mehrere vorbereitende ^rfuche von der Brauchbarkeit gewisser Personen überzeugt hatten, mit diesen sogen abenteuerlichsten Dinge anstellten; Herr Böllert ließ sie gegen ihren Willen schlafen, tanzen, auf Stühlen reiten, regalirte sie mit rohen Kartoffeln re.
t; ,n einer ber Magnetiseure vor Beginn der Vorstellung das Urtbeil nCt\ nOHtrU0'c welche die Vorgänge beim Magnetisiren als durchaus ^urlrche bezeichnet hatten, so konnte man doch im Publikum zahlreiche Aeußer.mgen baren,^welche diesen Wundern gegenüber großes Mißtrauen an den Tag legttn Verhalten fft * $ e 11106 200116 ÄU ^igen, wie unberechtigt dieses skeptische aI16 k Km Magnetiseuren ausgfführten Bewegungen, Blicke und fnÖ n^Cr 8nkl @ehn0en t)eä Experimentes nothig waren, können nur diese selbst sagen; ?° old aber fteht fest, daß feiner der vorgeführten Versuche für den Physiologen erklären" Unglaubliches hatte und alle lassen sich auf sehr natürliche Weise
J?IC Versuche, die der Magnetiseur mit seinen Medien anstellt, lassen eine grad- <reif6 ttnfevfcijeiöe1?. Bei der ersten Reihe von Experimenten sucht er die
P ffDfct-Un,S ^rer Herrschaft über dessen Körper zu beschränken; er 9JZeÄulm 2lugen unb dieses vermag sie nicht mehr zu öffnen, Magnetiseur seinen Einfluß auf den Körper des Mediums aufgibt- dies heißt einer^mett?n N^s^a^L Das „Jch" des Mediums functionirt unvollkommen. Bei Körve? dos X?ub\ bcr Magnetiseur der Seele jede Herrschaft über den
Joiper, das Medium stürzt zusammen und verfallt in einen Zustand, in dem iebe Aeußerung seiner Individualität unmöglich ist. D. h.: Das „Ich" des Mediums furlick pin fSrAitpit in oh m.v _ p • i , .f c ®C6jen beschleicht uns unwill- Lni ®l(?ucn', ^ei\n wir es nut anfehen, wie der Magnetiseur durch scheinbar nnSffanS^ -A1 ub unbedeutende Manipulationen im Moment ine Thätigkeit des Geistes
Lnh dr)eb^ Unb "Ur den regungslosen Körper und die vom Willen unabhängigen en blick tLhtCrhbenImUn0Crf ^bestehen laßt. Bei den Versuchen der dritten Gruppe
e A?bL P Magnetiseur den Körper des Mediums der Botmäßigkeit des zu- rfUnb bringt ihn unter seine eigene; das Medium will sieben bleiben, b??rq^HZaanrtl C4-r ^aß es gehe, und so geht es. Psychologisch: Das „Ich" sremdei? J^ch" a"us^iionirt unrichtig; es führt statt seinen eigenen den Willen eines . _ n 6in Wort über die Mittel, durch welche die Magnetiseure ihr Medium in IvItmi"?li?anb D6rt.e^ten' jer für ihre Versuche wünscheiiswerrl) war. Viele im Publikum 9WHa ^ren Semerfungen schließen konnte - faßten dieselben für Hokus-
Sen,^te bCrnerrte badn eta methodische Vorgehen aus streng
des Magnetiseurs geht darauf hinaus, bas Hirn der Versuchsperson ber ®IeIe ,?11^ . mögliche Weise in einen solchen Reizzusland zu ver
sauen mrF-f e“a"^mttn8Cr 6xft,8C- ®ici3 (wie ihn der Magnetiseur oft fäon durch zu niächen^ §iuu6en uermo0) genügt, um es ganz oder theilweise functionsunfähig n„r„„ ^uf 16 von 24 aus dem Gehirn entspringenden Nervenbahnen bedrängen von Mcke b!r MnünÄtt 9tc'ie b"n bur* ,bte Spannung und durch di- merkwürdigen ^,b'rs -Nagnetiseurc empfindlich gemachte Denkorgan. Die Stellung der Ilugen, das Bl-ndenhe hes oorgehaltcnen Gegenstandes, die Beugung des Nackens, das UebeJ SmiT1 tU?nb ber Fingerdruck, de» der Magnetiseur auf bestimmte
ausubt, das Klavierspiel, alles hat seine Bedeutung und der VMloge tveiß ganz genau, durch welchen Nervenaft im einen oder andern Falle dem Gehirn zugesetzt werden soll. Ist dieses dann endlich auf dem Zustande der höchsten Spannung angelangt,Ja beginnt erst die eigentliche Thätigkeit des Magnetiseurs
^X16 ?uf rne Spitze getriebene Empfindlichkeit, ja man kann sagen die Üeber- c£nUQnrbff macht diesen zu einem völlig willenlosen Werkzeuge seines Peinigers. Orn Zuruf von ihm genügt, die Seele zu lähmen; eine Vorspiegelung bringt sie auf Maanettseu^b^ ^rrweg; sie nimmt nickt wahr, was da ist, sondern blos den Magnetiseur, das was er ihr zeigt, das was er ihr sagt; weil der Magnetiseur es Kttid Tin^fnbr b2u jur Iraube, ein Taschentuch zu einem ertrinkenden
^tn c®tut?I SU einem Rennpferd. Die ungeheure Concentration von Energie in bält das unb 60uz besonders im Blick des Magnetiseurs
einLhiltf n ©e e-T 93an.Ile; , Das überreizte Gehirn hat seine Gewalt
eiugebußt die Seele, deren Kraft vernichtet ift, sieht in dem Auge des Magnetiseurs
•?nUsüaJlbs a0^?.6^6le, dem gegenüber fic kaum einen Versuch wagt, zu wiherstehen. Zaudert das Medium, sträubt es sich einen Augenblick, so fühlt es, wie ÄTm ina U0c !euie§ Gebieters auf ihm ruht, unb es sieht ihm ins Auge; es muß ihm ins Auge sehen, muß sehen, wie alle die Energie in den Blicken, in den un7?s"gib?'s-’inen^Witzstand A Magnetiseurs nach ihm, dem Energielosen, zielt, .< ^ein r?lluLbcr' ^^/Magnetiseur, nachdem er das Medium aus seinen Fesseln und nach Athem nngend, sich den Schweiß von der Stirne wischt. fh?nh m Anstrengung, den Körper zu überwinden, aber weit mehr, den Wider- hiXa bf nh@h nn^ aud) nW rum Ackguetlseur, sondern
dieses sind bevorzugte Individuen, ^welche eben ihre Energie — die sie natürlich auch im entsprechenden Maße befitzen müssen — in außergewöhnlicher Weise zu concentriren !^b ^E.rum Ausdruck zu bringen vermögen. In Indien ist das Kunststück leichter r.6 lnalayischen Weiber sind oft so vorzügliche Medien, daß energisches Anrufen genügt' 236 ^E-Obbbn die jugendlichen Individuen, beiondeis im Alttr oen 17 bis 21 Jahren, wo die Nervensphare auch anderweitigen Störungen ausgesetzt ist, ein gutes Maiers. Hystenfche und sornnambulistische Personen verfallen zuweilen
©PPnofe; inbeffen sind die zum Medium disponirenden Ilmstande sehr complicirt und großtentheils wenig durchsichtig.
Jicb r00iel behaupten, daß eine Unterhaltung, wie sie uns die xCn P V V-^nb " s e verschafft, beim aufmerksamen Zuschauer einen tiefen hinterlaßt und viel Stoff zum Nachdenken gibt; auch wird der denkende Beobachter nicht Gefahr laufen, die auf erwiesene Eigenschaften des menschlichen zu''^verrüed)\ldne0riln^tei1 ®^pcrlmente bes Magnetiseurs mit dem Humbug der Spiritisten
22. Unterhaltung der städtischen Wiesen.
23. Die Parcellenvermessung betr.
24 einen? ^6^^°^^6esellschaft um Abttetung von Gelände zu
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®Ufielt, 18. Januar. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzuna nm Donnerstag den 20. Januar 1887, Nachmittags 4 Uhr. kneten Sitzung am 9 $MTn^tUn& Clner Haltestelle der Main-Weser-Bahn am Rodberg.
2. Stellung der Rechnung vom Jahre 1885/86. 0
3. Prüfung der Rechnung der Armenkasse vom Jahre 1885/86.
i?*? ^n0 ber ^c$5rUnß ^er Plockischen Stiftung vom Jahre 1885/86
ß’ Armenpraxis an das akademische Hospital.
6‘ Schankwirthfihaft^ Schrep nm Eonccssionirung zum Betrieb einer
Desgleichen d^es Wirths und Spccereihändlers Karl Krombach. ec6Imbf6aufe5. ‘ 4£r'3nnUn6 Um fäufI1*e Uebcrlassung des städtischen Expropriationsverfahren gegen Lederhändler Friedrich rtöller
Erbauung emes neuen Stadtmädchenschulgebäudes
Die Vacanzrechnung für das laufende Schuljahr. Prüfung des Gases durch einen Techniker.
Prüfung der Zeichnungen für Grabdenkmäler.
Ankauf des v. Gehren'sckcn Hauses.
Verwerthung von Bauplätzen in dir Bahnhofstraße.
Gesuch des Architecten I. Stein um Trottoirpflasterung
Gesuch des Dtreetors Georg Heß wegen Wasserabführung.
Ausbau der Ludwigsstraße.
Die Quellwasserleitung.
Wöchentliche Uebersicht der Todesfälle in der Stadt Gieren.
2. Woche. Vom 9. Januar bis 15. Januar 1887 Einwohnerzahl: 19 001 (inel. 1600 Mann Militär). Sterblichkeilsziffer: 27,3
Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im ^"^oom
Lungenschwindsucht Krebs
2
2 (2)
2
2 (2)
1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr:
Knochenfraß
1 (1)
1 (1)
Lungenblutschlag
1
1
Altersschwäche
1
1
Entzündung der Bronchien
1
1
Bauchfellentzündung
1
1
Zufällig überfahren von der
Eisenbahn
1
1
— _
Summa:
10
10
i
fn 2" Ammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle
in der betreffenden Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Vergleichen Sie Widlfeldt's Magenbehagen mit den berühmtesten ausländischen Liqueuren m kauten Sie dann, was Ihnen am Besten mundet und bekommt. Nieder!, u. v. vrntti Ftslyvach. 327


