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Dem Aufhöre» des HustenS muß vor Allem die Schleimlösung voran­gehen, ohne nachdrückliche Beseitigung des Auswurfs kann von wirklicher Heilung keine Rede sein. Zur Absonderung des Schleimes leisten nun, wie ärztlich bezeugt, die Sodener Mineral-Pastillen (erhältlich in allen Apotheken K 85 per Schachtel) die besten Dienste. Leipzig, den 29. December 1886. Sehr geehrter Herr! Ich kann Ihnen mittheilen, daß die Sodener Mineral-Pastillen ganz vorzüglichen Erfolg gehabt. Sofort haben sie außerordentlich günstig aus Expectoralion gewirkt, so daß der Husten, der allen angewandten sonstigen Mitteln trotzte, sich schnell zum Besseren gewendet hat und wie ganz verschwunden ist. Hochachtungsvoll gez. Dr. med. Obst. 6950

Gottesdienst der israelitischen ReligionsgeskUschssl.

Freitag Abend 4oe Uhr, Samstag Vormittag 880 Uhr, Samstag Nachm. 301 Uhr, Samstag Abend 4 Uhr.

Die Kerber'sche Univ.-Buchhandlung in «ietzen, Kirchenplatz, gibt ein wöchentliches Verzeichnitz sämmtlicher Erscheinungen der in- und ausländische,n Literatur aus, welches verehrl. Bücherfreunden gratis zur Verfügung steht. Ferner wird daselbst ein Lagerkatalog der gangbarsten Werke aus allen Wissen­schaften ebenfalls gratis mitgetheilt; bei der Abtheilung Rechtswisfenschaft sind die Ausgaben der Gesetze nach den Materien geordnet und die Commentare mit dabet angegeben. 6597

Gienen, 16. November. Ein Unbekannter, angeblich Pferdehändler aus Dresden, welcher um 5. d. Mts. in Muschenhetm bet Lich mittelst Erbrechens von Behältnissen ca 400 JL in Gold- und Silberstücken gestohlen hat, wird von hiesiger Staatsanwalt­schaft verfolgt. Der Thäter soll 30-40 Jahre alt, bartlos und von blasser Gesichts­farbe sein, auf der rechten Wange eine Schmarre oder Mal haben, dunkle Kleider, Kamisol. halbhohen Hut tragen und sächsischen Dialect sprechen.

Gietze«, 17. November. Heute Nacht sank das Thermometer auf 14 unter 0. Daß demzufolge die Thierwelt in Feld und Wald, namentlich die Vögel, sehr übel charan sind, bedarf keiner weiteren Erörterung. Namens der hungernden und ftieren- -en Geschöpfe ergeht an Alle die herzliche Bitte, derselben in den kalten Wintertagen ru gedenken und die Brodrefte rc. auf schneefreien Plätzchen für sie auszustreuen.

Es wird uns die Mittheilung, daß bei dem 50jährigen Jubiläum des Herrn Rechtsanwalts Justizrath Dr. Diery auch die hiesige Spar- und Leihkasse durch ihren Ausschuß, dessen Mitglied der Jubllar ist, gratuliren ließ. Eine Deputation, bestehend aus dem Präsidenten und dessen Stellvertteter, überbrachte die Glückwünsche.

Im benachbarten Orte Wißmar wurde am Montag der Launsbacher Polizei- dtener v. d. Sterren von einem vagirenden Schlossergesellen schwer verletzt. Der Polizeidiener hatte den Strolch nach der Wohnung des Vorstehers gebracht, um dort Protokoll zu machen. Im Augenblick, als der Beamte das vom Vorsteher verfaßte Protokoll unterschreiben sollte, stürzte sich der Vagabund mit gezücktem Messer auf denselben und brachte ihm 6 Stichwunden bei, 4 in den Rücken und 2 in die Brust. Die Wunden werden altz sehr gefährlich bezeichnet. Der Attentäter ist aus Stettin gebürtig.

Lollar, 15. November. Heute wurde hier ein Weltsprache- (Volapük) Verein bearündet, dem'sofort eine größere Anzahl Personen beitrat.

8 ( Vermißt.) 500 JL Belohnung setzt die Großh. Staatsanwaltschaft zu

Mannheim auf die Ermittelung des feit dem 16. October d. I., Abends VzW Uhr vermißten Privatmannes Maier Würzburger von Rohrbach, zuletzt wohnhaft iu Mann­heim Der Vermißte ist 67 Jahre alt, mittelgroß, hat eine starke Glatze und einen Vollbart mit ausrasirtem Kinn, faltenreiches Gesicht, 2 steife, gekrümmte F nger, trug einen dunkelgrünen Uebcrzieher und dunkelbraunen Sackanzug, braunen F lzhut, eine goldene Uhr mit Medaillon, sowie drei Ringe und war mit ziemlich vielem Geld versehen. November. Seit heute Morgen ist man damit beschäftigt,

unterhalb der neuen Straßenbrücke hier das Prosil des Rheinbettes aufzunehmen. Qroerf dieser Arbeit, die im Auftrage unserer städtischen Verwaltung ausgefuhrt wird, ttt durch die Untersuchung festzustellen, daß die Versandungen, welche sich unaufhörlich vor dem neuen Hafen hier bilden und zu deren Beseitigung die Stadt fortgesetzt enorme Mittel für Baggerungen aufwenden mutz, ihren Anlatz in der durch die Rhcincorrection aeaebenen Strömung des Flusfes haben. Auf Grund der Resultate dieser Unter­suchung wird die städtische Verwaltung die geeigneten Schritte thun, damit die Koste» dieser ständig nothwendigen Baggerungen aus Staatsmitteln getragen werden.

a Mainz, 16. November. Aus ganz Rheinhessen laufen Meldungen über den außergewöhnlich heftigen Frost der verflosfenen Nacht ein. In dem Eantonsort Worstadt will man 11 Grad unter Null beobachtet haben. Hier -elgte das Thermometer im dreien gegen 4 Uhr Morgens 9 Grad, während des Tages 3 bis 4 Grad unter Null.

Wie dasM. I." mtttheilt, hat die Beförderung von Auswanderern auf sogenannte Freibillets einzelnen Krcisverwaltungsbehörden Veranlassung au , einer besonderen Verfügung an die Bürgermeistereien gegeben. In neuerer Zett reisen nämlich zahlreiche Auswanderer mit Freibillets, welche denselben von Amerika von Verwandten zuaesandt werden. Die Beförderung dieser Personen geschieht gewöhnlich durch Agenten^ ohne daß letztere den Bestimmungen der Verordnung vom 21. Januar 18v1enrsprechen. Da die Agenten die Beförderung von Auswanderern überhaupt nur nach Maßgabe dieser Verordnung übernehmen dürfen, werden die Ortsvorsteher beauftragt, den Agenten unter Androhung der Concessionsentziehung zu bedeuten, genau dre Be­stimmungen der Verordnung vom 21. Januar 1851 einzuhalten.

Bei der von den Herren Bennecke, Hecker u. Co. bet Staßfurt ob gehaltenen Treibjagd wurden 1821 Hasen erlegt. Generalpostmerfter v. Stephan und Mmister Bötticher nahmen an der Jagd Thcil.

Die zum Besten der Erbauung eines Lutherbrunnens in Nordhausen veranstalteten Luther-Festspicle haben eine Einnahme von 12,000 JL erzielt, wovon etwa 7000 JL Unkvüen abgehen. . f m .

sOb's wohl fleht?] Die russische Regierung braucht Geld, viel Geld, und die Berliner und sogar die Pariser Börse will nichts herausrücken, nicht einmal.mm» die höchsten Zinsen. Da hat man bei Bobodonoszew, dem Obersten der Geistlichkeit, vertraulich angefragt, ob nicht die reichen Klöster und Kirchen einen Theil ihres Ueber- flusies mobil macken und dem Staate vorschtetzen wollen? Er machte em so saures Gesicht, als ob man ihm in den Augapfel gegriffen hätte, und meinte dann, überlegen W°flC ^Stuttgart, 16. November, 8 Uhr 15 Min. Abends. Die große städtische Hopfenhalle steht in Flammen. Der Mittelbau ist soeben eingesturzt. Die darin befindlichen Hopfenoorräthe, sowie das gesammte Mrßbudenmatertal sind zerstört Die Feuerwehr arbeitet angestrengt, um die umliegenden Gebäude, wie die Turnhalle rc., zu schützen. Ein weiteres Telegramm besagt: Die Hopfcnhalle ist ß.anzlich zerstört und bereits ein rauchender Trümmerhaufen. Es war dies in diesiger Stadt das größte Feuer seit Jahren. Entdeckt wurde das Feuer, das rapid um sich griff, um s//7 Uhr. Die Gefahr für die Nebengebäude ist befeitigt. Die Ursache des Brandes noch unbekannt, der Schaden sehr bedeutend. ,ri . (v; 2 )

** Die Direction des Norddeutschen Lloyd in Bremen ist immer bestrebt, den weitgehendsten Anforderungen des reisenden Publikums zu genügen, sticht nur bezüglich der Schnelligkeit der Dampfer leistet diese Schifffahrtsgesellschaft zur Zeit bad beste aller bisher bestehenden Linien, auch sind die Dampfer mit allen erdenklichen Bequem­lichkeiten ausgestattet, um dem reisenden Publikum dm Aufenthalt auf See so angeneh« wie nur möglich zu machen. Aber auch im Entgegenkommen ist die Gesellschaft immer bestrebt, Alles aufzubicten, den Weltverkehr zu fördern, dies beweist wieder eine neuere Verfügung des Lloyd, welche denjenigen Personen, welche die nächstjährige Weltaus­stellung in Melbourne als Aussteller beschicken, eine Vergünstigung von 20pCt. für die Reise nach Melbourne gewährt. Es kann dieses Entgegenkommen der Gesellschaft von den Interessenten gewiß nur mit Freuden begrüßt werden.

, t.-nx, mm Reservefonds und zwei Drittel des Kapitalwerthes der

b-anfprucht werden, wenn bis »um Eint tN^d ^nst tritt eine Kürzung

TuchsaM'I in As»- fldegt. Die angrenzenden Gebäude »urdcn gerettet. In d "S> u w <» «-,-»»-> ->» <

6rbfto§ n)abr9tnommen. flEfirigtn Verhöre vor dem Untersuchungsrichter

blieb Ml^bei seiner Behauptung, daß die sragltchen Briese im Jahre 1884. s^rteben

Sb der Sachverständige erklärt-, sie

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Dtrector Crrwalho gibt während des Verhörs eine lange Auseinander fftzung. Er habe »» nach den p° i,°iltch-n Vorschriit-n gerichtet, di- Polizei Hube betohten, den eis-rn-n Vorhang herab,ulaß-n aber der Befehl sei nicht gehört w°rden Die F-uer«°hrleu- erklären, daß sie, durch die Rauchmasseu blind geworden, dasNothige nicht hatten ver­richten könnm. @en£takonfu( in P,sth^ 6err Belle, ist zum G-n-ralconsul in Frank- 11111 ° Lon»-«716. November. Nach einer bei Lloyds -ingeg°ng-n-n D-p-sche ist der englische Dampier.Wahyeung" auf dem Kantonflusse verbrannt. Man vesurchtet, daß 400 ^Kaag, 1? Novembers Die Convention betreffs des Handels und Austmrsches starker geist^er Getränke an Fischer in der Nordsee, ist heute von Deutschland, England Fr-nkr-tch, Dänemark, Belgien und der Niederlande unter,e.chnet worden e ß DerGaulots" ist wegen seines Artikels, überschriebenVive le roy- in

Der oberste Eisenbahnrath b-Ichastig.e sich h-ut- mit der Frage der Gctreidctarife im Verkehr mit den Östseehäfen und der westlichen Landesgrcnze. Di- Vertreter der Bahn beantragten die Wt-d-rh-rst-llung des im aedachten Verkehr bis zum 1. Mär, 1887 in Kraft gewesenen höheren G-Ir-td-tari s 6 Belgrad, 16. November. Ministerpräsident Ristic beriet sur morgen sammtltch- tn Belgrad weilenden Kron, und Volksvertreler zur Besprechung von Angelegenheiten der L-kuptschtna. Der .Globe" will wissen, die Regterung bätte für

die Eventualilät weiterer im W-st-nd- stattfindender Unruhen die «eretdtgung von 20,000 Special-Constablern beschlossen. Eine amtliche Bestätigung der Nachricht liegt bis jetzt nicht Dor.; ,

Uui-ersttätö - Ghrouik.

Der außerordentliche Professor Dr. Guido Richard Wagener in Marburg ist mit dem Charakter als Geheimer Medicinalrath beliehen und zum ordentlichen Honorarprofessor in der medicinischen Fakultät der dortigen Universität ernanntjporben.(~trfl^urg fommt Kunde, daß Professor Kußmaul, der Leiter der medicinifchen Klinik der Universität, am Ende dieses Halbjahres seine akademische Lehrthätiflkeit aufgeben werde. Zu feinem Nachfolger ist Professor Naunyn in Königsberg ausersehem .

Allgemeiner Anzeiger.

Agenten ersten Ranges,

welche mit besseren Restaurants und Cafö'S in Verbindung stehen, zur Ein­führung eines patentirten

epodtemacÄcittiet» Artikel» non größter und leichtester VerbreitungSsLhigkeit an allen Plätzen gesucht. Off- sub W 5766 an ». Moste, SölN. 8586

Burgerclub.

Die auf den 23. d. M. angesetzte Theater-Unterhaltung wird verschoben, weil Herr Rudolph erst später hier eintrifft.

Dagegen findet am 4. December in Gemeinschaft mit dem

Verein Sängerkranz eine Unterhaltung mit Tanz in Stein's Garten statt. 8805

Näheres darüber später. Der Vorstand.

Restauration zum Gambrinus.

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