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Deutschland.
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Gesetz, die Landeskultur-Genossenschaft betreffend.
Kaiser machte heut- wegen bet ungünstigen Witterung keine Spazierfahrt und Lehrte nur den BMauer Nf mit einem Besuche seines Ateliers. Zum Diner war u. A. der General
Zum
Geburtstage des deutschen Kronprinzen 1887.
Unser Kronprinz ist genöthigt, sein Wiegenfest außerhalb der Lander zu miern denn zur Kräftigung seiner Halses ist ihm al» Reconvalesc-nten der Hmuß reiner Berglust und später di- azanretne Lust der Riviera von Dr. Mackenzie verordnet worden. Wenn ^an heute zurückoenkt an die Thell
de» deutschen Volkes in der Zeit, als selbst bedeutende Aerzle beglich Lei Leidens des Kronprinzen große Beforgniß hatten, so geschieht es mit Dank« »eiM der gütigen Vorsehung gegenüber, die den verehrten Kaisererben dem SiZ und dem deutschen Volke erhalten hat, und glücklicherweise kann man heute «Ln daß die Besorgnisse des Volkes nm dar Leben und die Gesundheit der Kronprinzen in der G.schichie lediglich alr sprechender Beweis dasür d enen wer- len welch' große und innige Liebe und Verehrung derselbe bei allen Zeüge- mffen genoß War doch selbst dar britische Volk ergriffen von Th-ilnahm- und Sympalbte sür den leidenden Prinzen und stolz daraus, daß die Heilung de« Letdmr in England geschah und die Leitung der Kur den Händen eine» briti- Men Arztes anvertraut worden war. Mit gleicher Herzlichkeit ist unser Kron, xrinz in den Tyroler Bergen empfangen worden und ebenso willkommen in ^^Nachdem das hohe Geburtstagskind, welches der Welt am Erinnerungs« Inne an die Schlacht von Leipzig geschenkt worden ist, seit vielen Jahren bei tefem Anlaß als Erb- des neuen Kaiserlhrons, den er fleißig^mit,imm-rvt ge- Holsen hat, alr sorglicher Familienvater, der nirgends glücklicher ist, als. m Schooße der ©einigen, als stegreicher Feldmatschall und trefflicher Kriegsheld, nl» väterlicher Freund der Soldaten und gemüthlich-witziger Kamerad, als Pro- Hector der Künste und Gewerbe, als Rector der Universität und Lehrer der «kademischen Jugend, der er patriotische» Maßhalten empfahl, kurzum, al» leuch- nender Vorbild in allen edlen und guten Bestrebungen in der Preffe gepriesen ■tjotben ist, ist gerade die Zett der Abwesenheit der Ktonprmzen geeignet, sich ■He Frage zu beantworten, woher er kommt, daß derselbe eben überall, wohin et kommt, sich die H-rz-n der Bevölkerung gewinnt. Dl- Antwort, tue Erklä tuna bet Thalsache hat einst ein großer Dichter, Emanuel Geibel, zum großen Th-il gegeben, indem er von Friedrich Wilhelm, dem Sohne des damaligen Prinzen von Preußen, schon 1850 rühmte, daß er verstehe „menschlich mit Menschen" zu verkehren, weil er eine einfache sittliche edle Natur, von klarem Geiste und voll eingeborener Achtung vor geistigen Dingen sei.
Die Teilnahme des ganzen Volkes an der Erkrankung de« Kronprinzen «ar so A-, weil in ihr'ein gut' Stück Dankbarkeit steckte> fjdM et für das Volk und gegen die Selben desselben schon gethan. Wenn in^Berlin von „Kronprinzens" die Rede ist, dann weiß em Jeder oes Lt-ben und Galen zu erzählen, was diese hohe Familie schon gethan. Die Fürsorge des Kronprinzen für die Invaliden begann schon 1864 nach Gän schen Kriege,
als die großen Feldzüge noch nicht geschehen waren; er rief für die armen Invaliden und die Hinterbliebenen der Opfer einen wohlthätig-nVereininLLeben Nach dem Kriege von 1866 gründete der Kronprinz die Victoria-Nations Jnvaliden-Stistung und 1870 war e» sofort die Idee des Kronprinzen, ein noch größeres Hilirinstilui zu begründen; kurz nach der Schlacht von Sedan erschien 8? Ansrkf du?ch welche?die „Jnvaliben-Stistung für Deutschland« entstand. Diese edle Tbättakeit aalt wohl als der herrlichste Beweis sür die vortrefflichen menschenfreundlichen Gesinnungen unsers zukünftigen Kaisers. Bei allen diesen Thaten für die Leidenden stand ihm feine hohe ^"'ahlin, die Kronprinzesstn Victoria, so treu zur Seile, wie vor Kurzem in den Tagen seiner Krankheit und jetzt' in der Zeit seiner Reconvalescenz; ist sie doch als Gattin und Mutter längst ebenso ein leuchtendes Vorbild, wie als Freundin der Armen und Be-
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möge e« {hm Gottei Segen und d-ff-n bestes Geschenk, di- dauernd- Gesundheit, bringen;LikLe d^gLige Fimmel zugleich
indem er uns unser Kronprinzenpaar in Gesundheit und Rüstigkeit noch> lange, lang- Jahre erhielte, damit e» ihm zu seiner und unserer Freude vergönnt se , M Wohle der geliebten Vaterlandes zu wirke« und somit. Glück, H und S-g-n unserem Kronprinzen jetzt und immerdar.
v. ß06, Commandeur der 8. Armee-CorpS, geladen. Vormittags nahm Se. Majestät die laufenden Vorträge entgegen. ,
Berlin. 16. October. Wie die „Voss. Ztg." erfährt, wird Seme Majestät der Kaiser am 20. October, Nachmittags, aus Baden-Baden abfahren, Abends in Gießen den Thee und das Abendeffen, Morgens am 21. October in Drewitz den Kaffee einnehmen und Vormittags 8 Uhr auf dem Potsdamer Bahnhofe in Berlin eintreffen. Nach seiner Rückkehr gedenkt der Kaiser bereits am 24. October einer Einladung des Oberst - Kammerer» Grafen Otto zu Stolberg - Wernigerode zu entsprechen und sich zur Thell- nähme an einer größeren Jagd von hier am Nachmittag des 24. October nach Wernigerode zu begebens Am 25. October nimmt der Kaiser dann an den gräflichen Jagden Theil und kehrt nach bereit Beendigung am Abend desselben Tages wieder nach Berlin zurück. Nachdem der Kaiser aus Baden- Baden zurückgekehrt sein wird, nimmt derselbe seine Winterresidenz wieder tnt königlichen Palais zu Berlin.
Aachen. 14. October. Die englisch- Post ist ausg-bli-b-n, weil der Zug au« Ost-nd- verspätet eingetroffen ist.
Dänemark.
Kopenhagen, 15. Octob-r. Die Abreise bet russischen Kaiserfamili- dürste wegen Erkrankung einiger Kinber um einen Monat verschoben werden. Die russischen Schiff- fahren am Sonntag oder Montag nach Rußland zurück
Frankreich. ‘
Pari», 15. Octob-r. Grövy trifft hier heute Abend wieder ein. In dem heute Vormittag stattgehabten Ministerrath lheilte Ferron mit . er werte nächsten Donnerstag dem obersten Kriegsrath drei neue Gesetzentwürfe vorlegen, ersten« betreffend die Otganisirung von Specialtruppen, nämlich Gebirgs-Jnfan. lerie und Gebirgs-Artillerie; zweitens fallen die Arttllerietruppen durch Bildung zweier neuer gemischter Regimenter sür den Dienst in Algier und Tunis vermehrt werden, und drittens sollen Eisenbahn-Sapeurs gebildet werden.
— Wllson erklärt formell den heutigen vom „Jntransigeant veröffentlichten Bries eines gewissen Joubert für unrichtig, worin behauptet wird, Joubert habe einen an Wilson zahlbaren Check von 10,000 Frcs. unterzeichnet, um eine neue Ordensauszeichnung zu erhalten. Wilson fügt hinzu, er kenne weder Joubert, noch den angeblichen Check, sucht die Hilfe der Gerichte nach, um den Urheber der falschen Angabe zur Verantwortung zu ziehen.
Clermont-Ferrand, 15 '.October. General Boulanger hat gestern Abend die Über ihn verhängte Arreststrase angetreten.
England.
London , 15. October. Aus Dem Trafalgar - Square fand heute eine Ver- fnmniluna von 1000 Personen 'statt, wobei zwei schwarze Fahnen entfaltet wurden. Ln Redner empfahl, zur nächsten Versammlung mit Stöcken zu erscheinen, um der ryi .1 qmihprftnnh entaeaenxuteben. Hieraus zog die Menge, von starker Polizeimacht gefolgt, durch die City nach Stepney Green, wo sie sich in Folge eingetretenen Regens und von Polizeimatzregeln zerstreute.
Amerika.
Newyorr, 15. October. Nach einer Depesche^aus Charlestown brach FE im fotntertbeil des Dampfers „Bothal" aus, wahrend derselbe eine Ladung Baum- melle für Bremen einnahm; 2800 Ballen, welche bereits anJBorb waren, find behusS Löschuna des Feuers im Hinterschiff überschwemmt. Der Schaden ist unbekannt.
Newport, 15. October. Präsident Cleveland ist mit seiner Gemahlin heute in Memphis eingetroffen. Als der Präsident gestern Arkansas durchreiste, nahm der sichrer der Locomotive, welche dem Zuge des Präsidenten vorausfuhr, r^hr, daß ein Tbeil des Holzwerkes von der Größe von 10 Quadratfuß, welches die Schienen stutzte, in Flammen stand. Das Feuer wurde bald gelöscht. Die später vorgenommene ^nier- uchung deutet auf eine absichtliche Brandstiftung, da man gefunden hat, dag das Holzwerk an verschiedenen Stellen zu brennen angefangen hat. ___________
Telegraphische Depeschen.
Wolff'S telegr. Korrespondenz-Bnrea«.
iß Drfnbet Se Kgl. H. Prinz Heinrich von Preußen ist, von dem 6o®?eSapitan °. S-ck-ndorff begkltet , heute Nachmittag zum Besuch- kr°npr'nzttch°n Eltern nach Reichstags - Abg-vrbn-t-, Prinz
Edmund WwM legte h-m- im Benediktinerklaster Beuron bet Sigmaringen
16. October. Die engliiche Post von gestern ftüh ist auSgeblieben,
—.pir fiAä (Schtft in Ostende wegen Unwetters nicht herangekommen. ,
Kopenhagen, 16. October. Ritzau's telegraphisches Bureau verbreitet folgende Mittbeilung: Wie verlautet, ist eS nicht unwahrscheinlich, daß der Kaiser von Rutz- iand in acht bis vierzehn Tagen über Warnemund- abreist und dem Kaiser Wilhelm -inen ^uch, M H. P^nz Wilhelm ist heute von der Station
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nach dem gegenwärtigen Stande der Untersuchung OrdenSha^ M der Armee und kein Beamter der^CentralMililar-Verwaltung °m ^llstävdlg
Caffarcl und Andlau. Die Prüfung der beschlagnahmten Papiere n i beenbi0*»ti6, 16. October. Frau Ratazzi hat gesternste°Jolbert'nicht suchungSrtchter, in Gegenwart Wilson S vernommen , erkla ^, d^^^^ MIsonS, gekannt habe und niemals in Angers gewe en frt b maitfl Michclin-Assatr- Marttneau, hab- sie gekannt, aber feit feiner Verurthetlung 'n 'M
2^2 Dienstag 18. October 1887.
Siebener Anzeiger
Amts- und Anzeigeblaü für dm Kreis Gießen.


