vativen Parteien, der nationalliberalen Partei und des Centrums auf der Grundlage eines Antrags ChamarS zu einem einheitlichen Vorschläge geeinigt. Danach soll die Materialsteuer 80 H, die Verbrauchsabgabe 12 JL und die Steuervergütuna 8.50 JL (für Rohzucker und Raffinade), 10.65 (für Kandis und Zucker in Broden) und 10 JL (für alle übrigen harten Zucker rc.) betragen.
Abg. o. Kardorff (Reichsp.) befürwortet den Antrag ChamarS, trotz mehrfacher Ausstellungen, die er an demselben zu machen hat. Gerade in heutiger ernster Zeit sei es hoch erfreulich, daß die großen staatserhaltenden Parteien in der wichtigen Reform der Zucker- und Branntweinsteuer zusammenstehen.
Staatssecretär Dr. Jacobi constatirt, daß es den verbündeten Regierungen zur Freude und Genugthuung gereiche, daß die Commission im Princip auf den Boden der Vorlage getreten sei, wenn auch über die maßgebenden Paragraphen 3 und 6 ein formeller Abschluß nicht erzielt worden. Der Antrag Chamar6 komme der Regierungsvorlage am nächsten, durch denselben werde die unsichere Materialsteuer verkürzt, die sichere Consumsteuer erhöht, ein Umstand, der seitens der verbündeten Regierungen sicher Würdigung finden werde. c
Abg. Schrader (frs.) beantragt, in § 3 die Materialsteuer und demgemäß auch die Bestimmungen über die Exporivergütung des 8 6 zu streichen, dafür aber die Consumsteuer auf 12 festzusetzen. Gerade in heutiger ernster Zeit sei es doch sehr bedenklich, ein Gesetz zu machen, dessen Tendenz sei, eine wohlfituirte Industrie auf Kosten der Steuerzahler zu begünstigen.
Abg. Graf Cha mar 6 (Centr.) befürwortet kurz seinen Antrag. Derselbe bilde einen Uebergang zur Fabrikatsteuer, die ja kommen werde, welche aber jetzt noch nicht durchführbar sein würde.
Abg. v. Bennigsen (natlib.): Gerade vom Standpunkte der Herren Schrader und Witte bilde die Regierungsvorlage und der Antrag Chamar6 einen großen Fortschritt. Das System der Exportprämien werde ja durch dieses Gesetz nicht neu eingeführt, dasselbe bestehe und werde durch dieses Gesetz zum ersten Male in erheblichem M.^ße eingeschränkt. Der Zuckerconsum sei gestiegen, aber bei Weitem nicht in dem Maße, wie die Zuckerpreise gesunken seien. Ohne die deutschen Rübenzucker würden wir die unsinnigsten Preise für Colonialzucker zahlen. Er bitte den Antrag ChamarS anzunehmen als den gelungenen Versuch einer Besserung gegenüber dem bisherigen Zustande.
Abg. Schrader (frs.): Jetzt sei die Gelegenheit zum Uebergange zur Fabrikatsteuer günstig; lasse man dieselbe vorübergehen, so werde man schließlich unter viel schwierigeren Verhältnissen den Uebergang bewerkstelligen müssen.
Abg. v. Rauchhaupt (cons.): Durch die Vorlage werde die Zuckerindustrie nicht begünstigt, sondern im Gegentheil belastet. Während sich die Börse als ganz unergiebig erwiesen habe, müsse auch hier wieder der Grundbesitz eintreten und immer neue Lasten auf sich nehmen.
Abg. Dr. Witte (frs.) beantragt Herabsetzung der Exportoergütungssätze.
Staatssecretär Dr. Jacobi und Abg. Duvigneau (natlib.) wenden sich gegen den Antrag Witte.
Die Anträge des Abg. Grafen ChamarS werden mit großer Majorität angenommen.
Der Rest des Gesetzes findet ohne weitere erhebliche Debatte nach den Vorschlägen der Commission mit einigen vom Abg. Spahn beantragten Modificationen Annahme.
Auf der Tages-Ordnung steht ferner: Zweite Berathung der Novelle zum Jnnungsgesetz (Referent: Abg. Kurtz).
§ lOOf betrifft die Heranziehung von Nichtinnungsmitgliedern zu den Kosten der von den Innungen getroffenen Einrichtungen für Herbergswesen, Nachweis für Gesellenarbeit, gewerbliche und technische Ausbildung und Gewerbeschiedsgerichte.
Nach der Regierungsvorlage soll dieses Recht durch die höhere Verwaltungsbehörde den Innungen auf deren Antrag gewährt werden können.
Die Commission beantragt dagegen, daß dieses Recht einer Innung ohne Weiteres zustehen soll, wenn ihr mehr als die Hälfte der Arbeitgeber, welche ein in der Innung vertretenes Gewerbe selbstständig betreiben, beigetreten sind, vorausgesetzt, daß die unternommenen Einrichtungen dem öffentlichen Interesse entsprechen.
Bundescommissar Geh. Ober-Regierungs-Rath Lohmann spricht sich eingehend gegen die Commissionsfassung aus, die ein Mißtrauensvotum gegen die oberen Per- waltungsbehörden enthalte.
Abg. Duvigneau (natlib.) beantragt Wiederherstellung der Regierungsvorlage, sowie einen Zusatz, wonach die Beitragspfltcht für gewerbliche Schulen und Schiedsgerichte nicht etntreten soll, wenn in dem betr. Bezirke von Gcmeindewegen gewerbliche Schulen eingerichtet sind oder statutarische gewerbliche Schiedsgerichte bestehen. Durch Annahme der Regierungsvorlage werde ein großer Schritt zur Förderung der Innungen gethan, ohne daß ein unberechtigter Zwang geübt werde.
Abg. Ackermann (cons.) vertheioigt das von der Commission beantragte Majoritätsprincip. Soweit das öffentliche Interesse eine Ausnahme gebiete, werde dieselbe von der Commission concedirt.
Abg. v. Rheinbaben (Reichsp.) erklärt, daß seine Freunde nicht in der Lage seien, für die Commissionsbeschlüsse zu stimmen. Eine Sicherheit für die Güte der getroffenen Einrichtungen könne unmöglich aus dem Umstande entnommen werden, daß die Mehrheit der Handwerksmeister in der Innung vertreten sind.
Abg. Hitze (Centr.) spricht sich für die Commissionsbeschlüsse aus.
Abg. Dr. Baumbach (fr eis.) spricht sich gegen die Vorlage sowohl in der Fassung der Regierung als in der Der Commission aus, hofft aber, daß die Annahme immer größerer Beschränkungen schließlich die Ueberzeugung wachrufen werde, daß lediglich in der Gewerbefreiheit das Heil des Handwerkerstandes zu finden sei.
Bundescommissar Direktor im Reichsamt des Innern Bosse erklärt, daß die Commissionsanträge für die Regierung unannehmbar seien. Er gebe doch anheim, unter solchen Umständen die Commissionsanträge fallen zu lassen, denn es handle sich hier in der That um eine klaffende Lücke in unsrer Gewerbegesetzgebung.
Abg. v. Kleist-Retzow (cons.): Wenn man auf dem Wege der Innungs- Gesetzgebung etwas erreichen wolle, so müsse man Vertrauen in den Handwerkerstand setzen. Wenn man ihn selbstständig machen wolle, so müsse man ihm Selbstverwaltung geben.
Die Commissionsfassung wird abgelehnt, die der Regierungsvorlage angenommen. Der Antrag Duvigneau wird abgelehnt.
Im Uebrigen wird die Vorlage im Wesentlichen in der Fassung der Regierung angenommen.
Der von der Commission vorgeschlagene Gesetzentwurf, wonach den Innungen die Vorrechte des § 100 e (Lehrlingswesen betr.) zu Theil werden sollen, wenn mehr als die Hälfte der Handwerker, welche ein in der Innung vertretenes Gewerbe selbstständig betreiben, derselben angehören, wird mit 156 gegen 132 Stimmen angenommen.
Nächste Sitzung heute Abend 8 Uhr. Gesetzentwürfe für Elsaß - Lothringen, Gesetzentwurf betr. die unter Ausschluß der Oeffentlichkeit stattfindenden Gerichtsverhandlungen.
Telegraphische Depeschen.
Wolff's telegr. Correspondenz - Bureau.
Berlin, 16. Juni. Der Kaiser speiste gestern außerhalb des Bettes und arbeitete bis gegen 9V4 Uhr. Er schlief mit Unterbrechungen gut. Die Schnupfen-Erscheinungen nahmen ab, sonst ist keine wesentliche Veränderung eingetreten.
— Prinz Wilhelm reiste Vormittags nach London ab.
— Der Reichskanzler ist Nachmittags vom Kaiser empfangen worden und sodann nach Friedrichsruhe abgereist.
— Der Bundesrath ertheilte in seiner heutigen Sitzung dem Anträge Sachsens wegen erneuter Anwendungen aus Grund des § 28 des Socialisten- gesetzes (Kleiner Belagerungszustand für die Stadt Leipzig) seine Zustimmung.
— Der „Reichs-Anz." veröffentlicht die Gesetze, betr. die Rechtsverhältnisse ver Beamten in den Schutzgebieten und betr. den Nachtrag zum Reichs- Haushalts-Etat.
Leipzig, 16. Juni. Hochverrathsproceß. Reichsanwalt Tessendors beantragte am Schluffe seines Plaidoyers gegen den Angeklagten Köchlin 2 Jahre Festungshaft, gegen Blech 3 Jahre, gegen Schiffmacher 2l/2 Jahre, gegen Trapp 2 Jahre, gegen Reybel 2 Jahre Zuchthaus, gegen Jordan 1 Vr Jahre Festung». haft, bezüglich Freund und Humbert die Freisprechung. Die Schlußvorträge wurden heute zu Ende geführt. Die Verteidiger beantragten in erster Linie Freisprechung, eventuell nur Festungshaft. Die Urtheilsverkündigung ist auf Samstag, den 18. Juni, Mittags 12 Uhr, festgesetzt.
Elberfeld, 16. Juni. Die hiesige Strafkammer hat den Pfarrer Thümmel und den Buchdruckereibesitzer Wiemann wegen Beleidigung der römi- schen Kirche und des rheinischen Richterstandes zu 9 resp. 2 Monaten Gesäng. niß und in die Kosten verurtheilt.
Wien, 16. Juni. Kronprinz Rudolf ist gestern zur Feier des Regierungs-Jubiläums der Königin Victoria nach London abgereist.
Brüssel, 16. Juni. Die Repräsentantenkammer genehmigte den von der Regierung geforderten Kredit für die große internationale in Brüssel im nächsten Jahre zu veranstaltende Ausstellung, nämlich 1.800,000 Frcs. für die definitive Errichtung von Baulichkeiten, sodann eine Million für die von der Gesellschaft herzustellenden Galerien. Ferner wurden alle von der Regierung für das Unternehmen verlangten Vergünstigungen genehmigt.
Darmstadt, 17. Juni. (Privatdepesche.) Die zweite Kammer nahm einstimmig das kirchenpolitische Gesetz nach der Regierungs-Vorlage an.
DerrrrLfÄtrtz.
Frankfurt a. M. Der Schützenfestzug am Sonntag den 3. Juli wird folgende Ordnung haben: 1. Gruppe: 6 Ordnungsreiter, Musik der Freiwilligen Feuerwehr, eine Abtheilung der Freiwilligen Feuerwehr, Turnvereine, Musikcorps (13. Hufaren- Regiment), Schützenreiter. (Ausstellung 9 Uhr am Affenthorplatz). 2. Gruppe: 12 Zeiger, Musikcorps (87. Infanterie-Regiment), ein Bannerträger zu Pferd, ausländische Schützenvereine, Verein Helvetia, Festwagen des Bicycle-Clubs (Schweizerplatz). 3. Gruppe: Musikcorps (Lyroler Capelle), ein Bannerträger zu Pferd, Oefter- reichischer Schützenbund, Festwagen der vereinigten Rudervereine (9 Uhr. Staedel'sches Institut). 4. Gruppe: Musikcorps (27. Artillerie-Regiment), ein Bannerträger zu Pferd, Jubiläums-Schützen (Schaumainquai). 5. Gruppe: Musikcorps (11. Pionier- Bataillon), ein Bannerträger zu Pferd, Badischer Landesschützenverein, Elsaß Lothringer Schützen, Pfälzer Schützenbund, Musikcorps (Bockenheimer Knabencapelle), Festmagen der vereinigten Innungen (Neue Mainzerstraße). 6. Gruppe: Musikcorps (107. Sächs. Leibgarde-Regiment), ein Bannerträger zu Pferd, Mitteldeutscher Schützenbund, Thür.- Hess. Bezirks-Schützenverein, Festwagen des Bienenzüchter-Vereins, Saxonia, Kurhessen- Verein (Untermain-Anlage). 7. Gruppe: Herren-Reiter, Musikcorps (81. Hess. Jnf.- Regiment), Bannerträger zu Pferd, Ehrengäste, Bundesvorstand, Städtische Behörden, Jubiläums-Festwagen mit der Bundesfahne und den Bundesfahnen des Allgemeinen deutschen Sängerbundes und der deutschen Turnerschast (Oppenheimerplatz). 8. Gruppe: Musikcorps (23. Dragoner-Regiment), ein Bannerträger zu Pferd, Norddeutscher Schützenbund, Nordwestdeutscher Bezirksverein des deutschen Schützenbundes, Mecklenb. Landesschützen-Verein, Musikcorps (88. Infanterie-Regiment), Festwagen der Metzger- Innung,.Plattdeutscher Club (Römerberg). 9. Gruppe: Musikcorps (2. Bayerisches Infanterie-Regiment), ein Bannerträger zu Pferd, Bayerischer Schützenbund, Verein Bavaria, Festwagen des Bauernvereins, Bäckerverein (Roßmarkt). 10. Gruppe: Herren-Reiter, Musikcorps (Hess. Füsilier-Regiment Nr. 80), ein Bannerträger zu Pferd, Schützenbund der Provinz Sachsen, Schützenbund der Provinz Brandenburg, Schützenbund der Provinz Pommern, Schützenbund der Provinz Schlesien, Musikcorps des Veteranencorps, Frankfurter Veteranencorps, Kriegerverein Bornheim, Velociped-Club (Theaterplatz). 11. Gruppe: Musikcorps (Großh. Hess. Leibgarde-Jnf.-Regiment Nr. 115), ein Bannerträger zu Pferd, Württembergischer Landesschützenverein, Verbündete Männergesangvereine (Börsenplatz). 12. Gruppe: Musikcorps (88. Hess. Jnf.- Regiment), ein Bannerträger zu Pferd, Mittelrheinischer Schützenbund, Rheinischer Schützenbund, Westfälischer Schützenbund, Verein Nassovia, Postzikel, Musikcorps der Kriegerkameradschaft, Kriegerkameradschaft, Festwagen des Küfervereins (Paulsplatz). 13. Gruppe: Musikcorps (24. Dragoner-Regiment), ein Bannerträger zu Pferd, Frankfurter L-chützenverein, Frankfurter Zitherquartett, Winkelmann'scher Männerchor, Veteranencorps Bornheim (Fahrthor). 14. Gruppe: Musikcorps (Frankfurter Musikverein), Allgemeiner Sängerbund, Käwwerngesellschaft, Bornheimer Gesangvereine, eine Abtheilung freiwillige Feuerwehr (Börneplatz).
.Mainz, 15. Juni. „Militärfromm" bezeichnete ein hiesiger Burger, wie vor einiger Zeit mitgetheilt, sein Dienstmädchen beim Weggang im Dienstbuch. Das Mädchen strengte Klage an, die indeß durch einen Vergleich endete. Der Zeugniß- aussteller muß ein anderes Zeugniß ausstellen, da dos Mädchen nur mit seinem Bruder, der Soldat ist, verkehrte, und die Kosten tragen, die, da das Mädchen in Folge des ominösen Wortes keine Stelle erhalten konnte, incl. der Gerichtskosten ca. 300 vM betragen. Ein theueres Zeugniß!
— Zum Nutzen der Hausfrauen ertheilen die „N. H. V." folgende auf Erfahrung gestützte Rathschläge. Zum Ersten: Um Eßwaaren und Getränke im Sommer recht frisch zu erhalten, thut man wohl, die betreffende Flasche, resp. das betreffende Gesäß in dem Keller in frisches Wasser zu stellen, worin Salz aufgelöst ist. — Zum Zweiten: Man folge getrost den Spuren unserer japanischen Mitbrüder, deren praktische Sitte es ist, ihr Fleisch dadurch im Sommer frisch zu erhalten, daß sie es in eine Porzellan-Terrine thun und sehr heißes Wasser darauf gießen, so daß es vollkommen bedeckt davon ist, dann schütten sie Oel auf das Wasser. Aus diese Weise wird die Luft vollkommen abgehalten und das Fleich bleibt gut, wobei eine besondere Rolle just das heiße Wasser zu spielen hat, indem das Gerinnen des Eiweiß auf der Oberfläche des Fleisches zur Conservirung mitwirkt. — Zum Dritten: Die Butter! Das ist auch im Sommer so ein Gegenstand der Sorge für ein hausfrauliches Ge- müth, der manchen Seufzer kostet. Da kam nun in England ein praktisch erfinderischer Kopf auf ein praktisch-einfaches Auskunftsmittel, um sowohl frischer Butter als gesalzener den üblen Geruch und Geschmack zu benehmen, durch den Zusatz von' ein wenig kohlensaurem Natron (Soda). Die betreffende Vorschrift räth, 2Ve Drachmen kohlensaures Natron auf 3 Pfund Butter und verordnet ferner, daß man bei der frischen Butter diesen Soda-Zusatz erst erfolgen lasse, nachdem alle Milch aus derselben ausgewaschen sei. Der üble Geruch wird nämlich durch eine Säure hervorgerufen, und wenn diese mit einem Alkali neutralisirt worden ist, verschwindet zugleich der unangenehme Geschmack. (Die Ursache der Säure kann Beschaffenheit der Kuh, des Futters, der Milchkammer-Geräthe, die häufig nicht vollkommen sauber sind, oft auch das zu lange Aufbewahren des Rahmes vor dem Buttern sein). Dieselben günstigen Resultate liefert die Anwendung von Soda bei Kuchenfetten', wie Speck, Bratenfett u. s. w.
— (Ein solider Schädel.j In einem benachbarten Dorfe — so erzählt das „Hofer Tageblatt" — war ein Bauer mit dem Kopfe in einen gußeisernen Topf gekrochen, um denselben von innen „auszuschlecken". Er hatte seinen Kopf glücklich, wenn auch mit einiger Anstrengung, durch die Oeffnung des „Hafens" hineingezwängt; als er aber den Rücktritt antreten wollte, brachte er den Kopf trotz aller Kraftanweudung nicht mehr heraus. Als er vergebens sich abgemüht hatte, den eisernen Küchenhelm vom Kopfe zu bringen, schrie et endlich um Hilfe. Da mußte denn der Bauer seinen I eisenumwölbten Schädel auf einen Stein legen und ein guter Nachbar schlug mit einem Eisenschlegel den Topf entzwei. Der Schädel blieb ganz. Glücklich über seine Rettung, aber halb betäubt vom Schlage, sagte der Bauer: „Donner und Teufel, hot dös aber an Dünnerer gethan."
— (Mißglückte Kur.j Aus Sulzbach wird dem „Nürnb. Anz." geschrieben!: Und wenn die Zeitungen gegen Dummheit und Aberglauben täglich mit Eugelszungen predigen würden, die Dummen und Abergläubigen werden nicht alle. In einem.


