Um 4 Uhr erscheint Staatssekretär Bismarck zum
Vortrag.
Von Um
« k Kronprinzessin mit den Prinzessinnen Töchtern
^nd heute Abend 7 Uhr 15 Mm. nach Ems abgereist. Prinz Wilhelm und der Erbprinz von Meiningen gaben ihnen bis zum Bahnhof dar Geleite Die auf dem Bahnhof versammelte zahlreiche Menge begrüßte den Kronprinzen mit lebhaften Hochrufen.
- Der „Reichs-Slnz." veröffentlicht einen königl. Erlaß an den Arbeits- Minister, welcher bestimmt, daß an der Spitze der technischen Oberprüfungramtes em von, König ernannter Präsident stehe. Ministerialdirector Schneider ist zum Präudenten ernannt worden. 1
England.
K14, aP;!L 3m Unterhaus erklärte Smith, es werde nicht be-bsichligt, nach der zweiten Lesung der irischen Strafrechts-Novelle weitere nächste b® ^aU$et6 e ntrelen ?u Ia^en- Die Vorlegung des Budgets erfolge am
Amtschkand.
X Darmstadt, 14. April. Mit dem heutigen Tage nahm die II. Kammer der "Landstände ihre Verhandlungen wieder auf und trat nach Bekanntgabe einiger neuer Einläufe durch den Präsidenten Kugler in die Generaldebatte über das Feld- bereinigungs-Gesetz.
Hierzu nahm Abg. Weith das Wort und sprach sich in längerer Rede sehr sympathisch für dieses Gesetz aus, indem er betonte, daß durch dasselbe den landwirth- schaftlichen Verhältnissen ein großer Dienst geleistet werde. Wenn auch viele Gegner des Gesetzes vorhanden seien, so werde doch sehr bald sich der Landwirth von dem Nutzen desselben überzeugen. Er begrüßt den Gesetzes-Entwurf mit Freuden.
Abg. Metz-Darmstadt findet den Gesetzes-Entwurf im Allgemeinen für nützlich; aber er finde die Gesetzes-Bestimmungen für unannehmbar, da dieselben zu vergewaltigend in die Landwirthschafts-Verhältnisse Eingreifen und er werde gegen das Gesetz stimmen, so lange nicht die Fehler, welche in dem Gesetz von 1871 sich befinden, ausgcmerzt seien.
Abg. Hechler spricht sich im Allgemeinen für das Gesetz und dessen Nützlichkeit aus, findet es aber für unnöthig, so lange nicht Seitens der Landwirthe der Wunsch nach einem solchen Gesetz ausgesprochen worden sei. Er begrüßt im Allgemeinen die Einsetzung einer landwirthschaftlichen Centralbehörde, von welcher er sich große Vorteile erhofft und auch in der Vollzugscommission erblickt er einen großen Fortschritt. Die einzelnen Gesetzes-Bestimmungen findet er aber für zu scharf und tief eingreifend m die Eigenthumsrechte der Landwirthe und warnt davor, das Gesetz nach der jetzigen Fassung anzunehmen, da durch dasselbe der Klassenhatz noch mehr geschürt werde; wenn einzelne Bestimmungen des Gesetzes fallen würden, so werde er für das Gesetz stimmen.
Abg. Lautz wendet sich mit Entschiedenheit gegen den Gesetzes-Entwurf und Nndet denselben als einen unerhörten Eingriff in die Privat- und Eigenthumsrechte der Landwirthe. Namentlich Art. 3 findet er für unannehmbar und werde er gegen das Gesetz stimmen.
Die Abgg. Vogt-Butzbach und v. Rabenau sprechen sich entschieden für das Gesetz aus und finden es als eine Wohlthat für den Landwirth. Ebenso erklärt sich der Abg. Tecklenburg für die Vorlage.
Ministerialrat Jaup erklärt Namens Großh. Regierung, daß dieselbe nur durch die fortgesetzten Klagen der landwirthschaftlichen Bevölkerung veranlaßt worden sei, den vorliegenden Gesetzes-Entwurf auszuarbeiten und dem Hause zur Vorlage zu Dringen, nachdem man die Unvollkommenheit des Gesetzes von 1871 erkannt habe. Er könne Namens Großh. Regierung erklären, daß sich dieselbe der Tragweite des Gesetzes wohl bewußt sei und daß sie es als ein Unglück für die Landwirthschast ansehen wurde, wenn der Gesetzes-Entwurf nicht in der vorliegenden Form angenommen werden sollte. °
3 Als Berichterstatter führt der Abg. Haas in längerer Rede die Notwendigkeit eines solchen Gesetzes aus, theils um unsere vorwärts strebenden Landwirthe zu unter; putzen, tb^ls um unsere Landwirthschast vor dem Untergang zu retten. Er empfehle d'e gänzliche Annahme des Gesetzes zum Segen unserer Landwirtschaft.
w . T Herauf tritt das Haus in die Specialberathung der einzelnen Artikel und findet Art. I welcher von dem Zweck des Gesetzes handelt, einstimmige Annahme der Kammer. Art. ii lautet:
~ Gottesdienst in der Synagoge.
Samstas Ab?nd ^Uhr."^' ®am§ta9 Morßen 830 Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr,
2)er ^ereinigungsbezirk soll in der Regel eine Gemarkung umfassen, doch kann derselbe auch aus verschiedenen Gemarkungen, bezw. aus Theilen solcher ^r-alnm^efe6t "erden, wenn dieselben eine wirtschaftlich zusammenhängende vlache bilden. Die Vereinigung kann auch auf Theile einer Gemarkung £'$™nft werden, wenn dieses von den Interessen der Landescultur geboten - Grundstücke emer angrenzenden Gemarkung können, insoweit dieses zur Herstellung zweckmäßiger Gemarkungsgrenzen nothwendig wird, im Laufe des Bereinigungsverfahrens zugezogen werden.
—.xx.- §lcrtrlu Jtc?cn Öz Hechler und Mathäi Abänderungsanträge,
welche ledoch nach erfolgter Abstimmung sammtlich abgelehnt wurden unter Annahme 1>es Artikels im Sinne der Regierungsvorlage.
Schluß 1 Uhr. Morgen 9 Uhr Sitzung. Fortsetzung der Verhandlungen.
Berlin, 14. April. Der Kaiser empfing Vormittags den Besuch des Kronprinzen, welcher sich vor seiner Abend« nach Ems erfolgenden Abreise ver. -abschtedete, nahm darauf einen Vortrag Albedyll's entgegen und machte Nach, mittags eine Ausfahrt. Um 4 Uhr erscheint Staatssekretär Bismarck ;um
«rschienenen Mittheil'ung betreffs §r Ab^n^des^rautvaares^^^Ä^ ^ll^r auswärts Hessen und des Prinzen Heinrich Irene uon
i.e Landgräfin Louise von Hessen - Darmstadt,'geb. Gräffs' ° L-iningen g-Änsam.
Telegraphische Depeschen.
Wolff'S telegr. Corresponderrz - Bureau.
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nebst FamUie passtrte ^heute früh^di^ (Station nPrä’ ^^.Ufutschen Reiches 5 Uhr 21 Min. mittelf» (Srtraußeä von Ä mÄ K°is-rl. Hoheit trafen ^bre Reite nach Ems fort. 8 "öerItn 6*et c,n »nd setzten 5 Uhr 30 Min.
Katholische Gemeinde.
ß n, m , Weißer Sonntag.
6 Uhr an Beichte.
’MO UBr • Austheilung der hl. Communion.
" Up |eftprTbifltbarUnter blc Erstcommunion der Kinder und
" ro3 U6r: fcÄbm^eUetUnB bcr rausg-lübd- Seitens der Kollekteur di"Anstalk,'7Li!!-AmE Ordinariate vorgeschriebene
sondern auch die Königin Friederike von Preußen, geb. Prinzessiw 6c™imame Ur-Urgroßmutter ist. — Königin Friednike und
Ktüer ‘ zwei Sohne: 1) König Friedrich Wilhelm III.,
Vater des Kaisers Wilhelm, dessen Enkel Prinz Heinrich ist, und 2) Prinz Wilhelm ^rmahtt mit der Prinzessin Marianne von Hessen-Homburg, dessen Tochter Elisabeth' ic Earl von Hessen und bei Rhein, die Mutter unseres Groß-
der Prinzessin Irene ist. Die Urgroßväter waren mithin
Bruder, folglich ist ihnen die Ur-Urgroßmutter gemeinsam
e», 13. April. Mit einem Mord und Selbstmord fand heute hier ein
K einen noch traurigeren Abschluß. Wegen eines mit in.
die Ehe gebrachten Kindes lebte der Schuhmacher Dech von hier schon von der ersten Stunde scmer Verheiratung an mit seiner Frau in Unfrieden, der häufig in gegen- a.p§aVctc* Nachdem von der Nachbarschaft in den letzten Tagen dte widerlichsten Familienscenen beobachtet worden waren und die Frau des Schuhmachers bis um Mitternacht vergeblich die Rückkehr ihres schon am frühen Morgen weggegangenen Mannes erwartet hatte, beseitigte heute Morgen kurz nach 3 Uhr die die unschuldige Ursache des ständigen Streites und Haders, ein DOk 6-Jahren, dadurch, daß sie dem armen Kind einen Strang Tbnt pHunb ? Cl.nen Fensterriegel aufhängte. Nach dieser grauenvollen That eiltt die Frau an den Rhem und suchte und sand in den Wellen ihren Tod. Einige Schritte oberhalb der neuen Brücke landete man bereits um 7 Uhr heute borgen die Leiche der Unglücklichen. In zurückgelassenen Briefen, worunter drei an ^richtet, verflossene Nacht geschrieben worden, gibt die Mordenn und Selbstmörderin als Motiv zu ihrer Handlungsweise an, daß sie ein ^ben wie das etther mit ihrem Manne geführte nicht mehr ertragen könne und sie darum zu dem Entschlüsse gekommen sei, sich und ihrem Kind das Leben zu nehmen. Eine kleine Baarlchaft von etwas über 100 JL, die die Frau zurückgelassen beftirmnte
Begrabniß zu verwenden. Der Mann der unglücklichen Frau und Mutter ist bis jetzt noch nicht nach seiner Wohnung zurückgekehrt.
k ainz, 14. April. Der Polizei ist es gestern Abend bei einer Revision
bcr hiesigen Herbergen gelungen, den Mann der unglücklichen Frau aufzufinden die Ä™' Indern sie ihr Kind umgebracht, ihren Tod in den Wellen des Rheines gesucht und gesunden hat. Auf Grund der von der Frau in ihren hinterlassenen Papieren gemachten Angaben wurde der Mann einstweilen in Haft genommen.
der hiesigen Eisenbahnbrücke wurde heute Morgen die Leiche eines gut hv mnn 1" -M Alter von 30—40 Jahren geländet. Dem Anscheine nach
hat man cd mit einem Selbstmörder zu thun.
m , Der jüdische Vorbeter und Schächter Bermann hat sich heute Morgen in seiner Wohnung hier erhängt. Zwietracht mit seiner Frau soll das Motiv fein.8
auf dem ^^^nhessen, 13. April. In Nierstein suchte sich gestern Morgew Ä ^nger Wmgertsmann an dem Grabe seines Vaters zu erschießen.
Tie Kugel drang ihm in den Kops, doch konnte er sich noch zu einem Arzte fort- düeppen, der ihm alsbald einen Verband anlegte. Das Motiv zu der That des jungen Mavu-s d-r Ichw-rl-ch leben bleiben wird, ist in einer fixen Idee zn suchen, weiche den Unglücklichen schon feit Jahren peinigte. 1 ' eia)C
hnchtin if^?nä^;ber ^-stern erwähnten Brandstiftungen in Wörrstadt dringend ver- ift bnbin-AC!” erster Adam Gortz gestern emgezogen worden. Der Verhaftete bc,^nfn}' ba6 er JBertrauen§mann der Socialdemokraten im Bezirk
Wörrstadt war und als solcher häufig tn öffentlichen Versammlungen sprach.
ho» ? n0fn ’S gbssern Abend ein Metzgerbursche, der Vieh in einer Nähe über ben Rhem transportiren wollte, ertrunken. Durch die große Belastung sank die Räbe Dralls war, Thiere und Menschen, gerieten in's Wasser, aber nur der
Metzgerbursche konnte nicht gerettet werden. 11 ' nur oer
„"Siehst Du, mein Sohn, Du mußt Dir das Französischlernen den °ndern^ö?i7rn auch.» ^-°!ch- faßt man einfach Bout-ille, und so ist^s mit
Schiffs - Bewegung
der Post-Dampfschiffe der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft Rbaetia" "'24. März von New-York 5. April in Hamburg angekommen.
"^ammnnia"3' 1 ™ New-York, 5. April von Havre weiter.
i1 t Hamburg nach New-York. „Gothia", 6. April von Stettin nach New-York. „Teutonia", 2. April von Hamburg nach Mexico, 6. April 9in$m"DlC n’ei^eI* ,,Wieland", 7. April von New-York nach Hamburg. Francia" ^Arnalfi^ Tö" nS? ?cftinbie"' 8* April in St. Thomas angdommem
'^2?? ' 10k ?.on Hamburg nach 9tew-York. „Rhenania", 7. Avril von ^M^bsiindien, 10. April von Havre weiter. „Rugia", 30. März von Scew.York, 11. April tn Hamburg angekommen. „Lessing", 31. März von NermVork
1 April Dover passirt. „Suevia", 29. März von Hamburg, 0 Apr l N°Lk7ng-L°-n""' 28. März von 'sambürg, 11°' Aprtt'in
HsNdei und Berketzrl
f April. Der Aufsichtsrath der Mainzer Volksbank Bnt fn
luna^au^dpn^^ ^attgehabten Sitzung beschlossen, die diesjährige Generalversamm^ in Sortolafl 3U bring"n.emi ru m b‘£ d°rth°ilung einer Dividende von 5'/-°/. ,
Kiechlrche Anzeigen der Dtn-t GieGeM.
Evangelische Gemeinde.
Gottesdienst.
. Samstag den 16. April.
Nachmittags 2 Uhr: Beichte, Pfarrer Dr. Naumann.
Sonntag Quasimodogeniti, 17. Avril
a .. .. Vormittags 9% Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
Konfirmation der Gymnasiasten und Stadtschüler und heiliges av »a n m _ Abendmahl.
Konfirmanden bestimmt^"'^ Bom 3,Itar in Kirche au sind für Angehörige ber Nach beiden Gottesdiensten K^olle^"'für^die^Armen'der Gemeinde
fung d^e'^u^ron^'ir^mUenfePen’^6^17'^16v und Prü- '
Pfarre? 0r.^°um"ank. "° fa btr ”om 17‘ & 23. Aprtt besorgt


