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Darmstadt, 11. Julr. (Privatdepesche.) Prinz Heinrich von Hessen, Kommandeur der Großherzoglich Hessischen Division, wurde aus sein Nachsuchen zur Disposition gestellt unter Verleihung des Ordens pour le mdrite.
Kur anwesenden Officiere und Mtlitärpersonen vorstellen. Am Diner bei dem Kaiser wird Prinz Nikolaus von Nassau theilnehmen. Die Abreise ist definitiv auf morgen Nachmittag 4 Uhr festgesetzt.
Paris, 10. Juli. Die Deputirtenkammer hat gestern den ersten Titel des Militärgesetzes mit 367 gegen 183 Stimmen angenommen. Bei der Berathung des Artikels, welcher eine Ausstellung desjenigen Verwaltungspersonals enthält, welches im Falle einer Mobilmachung unter die Befehle des Kriegsmintsters treten soll, beantragte der Ministerpräsident Rouvier, im Widerspruche mit der bezüglichen Vorlage der Commission, daß das Personal der Post- und Douanen-Lerwaltung nicht vollständig unter die Befehle des Kriegsministeriums gestellt werde. Es würde dies dem Kriegsminister nur einen lästigen Vortheil bringen und der Oberbefehlshaber für die nationale Ver- theidigung würde dadurch zu einer Art von Diktator werden, was doch weder die Kammer noch die Regierung wolle. Er halte es für ausreichend, die Beamten der Militär-Telegraphie und die Beamten für den Postdienst bet der Feldarmee, sowie das Corps der bewaffneten Douaniers unter die Befehle des Kriegsministers zu stellen. Von der Kammer wurde die von Rouvier oorgeschlagene Abänderung an- genommen.
Clermont-Ferrand, 10. Juli. General Boulanger empfing heute die Mitglieder des Municipalrathes und die Spitzen der Behörden. Der Maire hielt eine Ansprache an den General, in welcher er betonte, die Bevölkerung habe in ihm einen patriotischen General schätzen gelernt, der sich der Reorganisation der Armee gewidmet habe. Frankreich wünsche Frieden, aber damit dieser ein dauerhafter sei, müsse man eine starke, disciplinirte nationale Armee haben. General Boulanger erwiderte, er sei Franzose und Republikaner und eng mit den Interessen der Armee und der Größe seines Landes verbunden. Der Empfang, den ihm die Bevölkerung bereitet, beweise ihm, daß seine Gesinnungen wohl verstanden seien.
Lauterbach Büdingen Alsfeld Bensheim
Oppenheim Friedberg Worms Mainz
Erbach Offenbach Heppenheim Bingen
£££ Taah 2925 Gießen iß79
beschäftigte A-rzte wurden gezählt 14 ' ausschließlich für und In Anstalten
Wundärzte, welche fernerhin nicht mehr approbirt werden waren in, ra
ijum vorhanden 5, darunter 3 in der Stellung als KreiswundÄ ^roßhcrzog-
Petersburg, 10. Juli. Das „Journal de St. Petersbourg" erwähnt die erfolgte Wahl des Prinzen Ferdinand von Coburg zum Fürsten von Bulgarien und beschränkt sich für jetzt darauf, daran zu erinnern, daß die Legalität ' "
Sammlung, welche den Prinzen gewählt habe, von Rußland niemals worden sei.
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in
Konstantinopel, 10. Juli. Der diplomatische Agent Bulgariens, Dr. Vul- rovtch, überreichte dem Großoezir eine Note seiner Regierung, in welcher die Wahl des Prinzen Ferdinand von Coburg zum Fürsten von Bulgarien und die Annahme der Wahl durch den Prinzen notificirt und hierzu die Genehmigung der Pforte nachgesucht wird.
Literarische«.
nnrfl la schon mancherlei Mobczeitungen gibt, fo scheint doch immm
kreiie entln>4»7ige gefunden zu sein, die allen Anforderungen der verschiedenen Leset' ? ™ » Sehr nahe kommen unserer Meinung nach diesem Ideal die con Im8 9InffnmSnn^. rcbt0irtfn 'Neuesien Modeblätter" (Stuttgart, Deutsch- Verr Mrf/m <?n„rnn^ ^?cr ber“5wte Verlag sich entschlossen, auch Schnittmusterbogeii Hn» bnmirh, 6, liufugen-„ Es zeichnen diese Modcblätter sich besonders ans durch Beschreibungen zu der Fülle von Modevorlagen aus allen der häuslichen Arbeiten, wobei auch für die malenden Abom iU Malereien auf Holz, Sammet, Atlas ?c. geboten werdem kinDCrr fürr r?ic praktische Hausfrau vortreffliche Anleitung zur Selbst Toiletten wie aller Art Damen- und Kinderwäsche. Dm SLa,?,» die, ist auch ein geistvoller Unterhaltungstheil dem fein geleiteten Journa un® .c^n.c interessante und nützliche Correspondenz, ein Meinungsaustausai Erfüllen hiernach die „Neuesten Modeblätter" die oen chiedenarngsten Wunsche der Damenwelt, so zeichnen sie sich aber auch vor allen anderen -?ode-Zeitungen dadurch aus, daß sie allwöchentlich erscheinen, die Abom nennten jährlich also 52 Mode-Nummern erhalten. Bet dem überaus billigen Preißr von nur vM 1.25 vierteljährlich (für 13 Nummern in Großfolio), dem Retchthum bei
Lokale-.
Gietzen, 11. Juli. Von den in der diesmaligen Schwurgerichts-Session ab- geurtheiiten Personen standen unter der Anklage des Todtschlags 1, des Sittlichkeits- Verbrechens 1, des Verbrechens im Amte 1, der Brandstiftung 1 und des Meineides nicht weniger als 8. In einem Falle wurde auf Zuchthausstrafe, in 5 Fällen auf Gefangnißstrafe erkannt und in 6 Fällen erfolgte Freisprechung.
10« 3uli. sWaldfe ft.) Der in der gestrigen Nacht niedergegangene wohlthatrge Regen hatte beinahe die Abhaltung der für heute projectirten Waldfeste in Frage gestellt, wenn nicht glücklicherweise die lechzende Erde den Regen aufgesogen hätte, ohne Spuren zuruckzulassen. Während andere Vereine ihre Festlichkeiten absagten, zog der hiesige Veteranenoeretn mit klingendem Spiel nach dem Festplatze, welcher sich diesmal an der ersten Schneise rechts der Licher Chaussee befand und jedenfalls dem 5^ Hirtenbrunnen vorzuziehen ist, woselbst gegen 4 Uhr die hübsch arrangirten Kinderspiele eröffnet wurden. Nach einem Umzug der Kinder, paarweise Männlein und Werblem, wurde sofort eine Stärkung zu den bevorstehenden Strapazen verabreicht, die aus Würstchen und Wecken bestand und nach deren Vertilgung ging es zu den verschiedenen Spielen, schaukeln, Springen, Hahnenschlag, Dickmilchessen, Sackhüpfen waren die Belustigungen, für welche der Verein gesorgt hatte und es fehlte bei diesen an drolligen Scenen n cht. Während die Jugend sich mit den Spielen beschäftigte, vergnügen sich dre Aelteren mit einem Tänzchen unter den grünen Bäumen. Ein kurzer Regen beeinträchtigte die gute Stimmung nicht im Geringsten; dieselbe blieb bis zum Schlüsse der Festlichkeit und alle Theilnehmer kehrten bei einbrechender Dunkelheit unter Sang und Klang mit dem Bewußtsein nach Hause zurück, einige schone Stunden verlebt zu haben. 3 0
77 Das Waldfest des Zithervereins Alpenröschen am Samstag Abend war zahlreich besucht und verlief vorzüglich. Das nach 10 Uhr auftretende Gewitter vermochte die Festesfreude nicht zu stören, dieselbe dauerte bis nach Mitternacht.
Gietzen, 11. Juli. Am 3. d. Mts. Abends gegen 10 Uhr wurde ein Mädchen von Gleiberg auf dem Wege dorthin in der Nähe des Chr. Haubach'schen Kalkofens "verfallen und demselben Gewalt anzuthun versucht. Laute Hilferufe der Ueberfallenen veranlaßten einen benachbarten Bewohner barfuß nach dem ^Ca^nrUMh,fro^er d" Hilferufe erschallten. Der Mann sah einen Kerl in ein nahes Kornfeld springen und dortselbst verschwinden. Der Verdacht lenkte sich auf einen der Kutscher des Fuhrwerkbesitzers Herrn Huhn jun. Der Kutscher wurde am ^A^A^inA^^ hot derselbe am Samstag seine That vor dem Unte^uchungsrichter
Laugnen eingestanden. Hoffentlich wird derselbe seiner Schandthat bestraft, damit der gute Ruf, den unsere Stadt bisher in dieser Beziehung genoß, nicht durch derartige Subjekte geschädigt wird. s Y 8
r < r. ~7 -®jnc Rauferei verbunden mit Diebstahl und Körperverletzung in der Wirtb- W te? ,inerh,^r.mama(:f rotId,e *ür di- Betheiligten noch von üblen Nachwehen Eden batfte' mu6te am Samstag Abend durch polizeiliche Hülfe geschlichtet
VFftAr ^if^Ä
Bevölkerung, die meisten Aerzte Antheils der
sämmtlich in dm g/ößeren^Siädten. ^S^aatltch^^gmrüste ^?t^ bm Mief M °us igi t6S‘iB 224' bODOn ta St°r-°nburg 1%, iV
Der berufsmäßigen Krankenpflege widmeten fi* t.
Krankenpflege ausübenden Heilgehülfen, im Großh^roatbum^Ät)Dno1bcn rugleicht darunter freiprakticirende, zu eigener Thätigkeit volffe?l?^^0u Mauzen 310 Personen^ und 26 Weiber). Dem Verband- eine? wM,ch7n Ä-nvL^s W (3 Alice-Frauenoereins) gehörten an 32, einer geistlichen enAnÄil^ E ^^gerinnen deL und einer geistlichen katholischen 163; von letzteren in Genossenschaft 86:
und in Rh-inbess-n 101. Nicht einbegriffen finb unt"‘"PMeffenS diejenigen, welche sich noch in der Lehre befinden uud ru selMst^!!>? ^^EE^erinnem zugelassen werden. 0 iu 'elbststanvtger Thatigkeit nichtz
Hebammen waren in den Gemeinden des ©rofc&ennAtrmma «z«
in Starkenburg 419, in Oberhessen 482 und in Rheinhessen 331 1232' davon,
Nichtapprobirte Personen, welche sich mit der BebandlnnA *, - m
befassen und ihren Gewerbebetrieb bei der Behörde anaemeldet gekündigt haben, wurden 15 verzeichnet, darunter 10 Dentisten und an=
Approbirte Thierärzte waren im Großherzogthum^vorhanden^^L
zur Civtlpraxis angemeldeten Militärthierärzte 60, in Starkenbura 27 Ä ! 9 bcr und in Rheinhessen 17; außerdem waren nu^ für änftaVtet V??1164
arzte und zur Civilpraxis nicht angemeldet 1 MilttäUhierarff 1 bati0 2 Wtv t n £ der Apotheken (Filialen sind im Großherzogtbum nirfit <.
belief sich auf 108, in Starkenburg 46, in Oberhessen 34 und in $Ln°t.r«önbcn) Darunter warm mit R-alb-r-chtiguna 2 (in ffiimpfcn unb ©ießen) concdS^ unb unter diesen veräußerliche 95 und unveräußerliche 11. $On ben
st» -me im Besitze der Gemeinde (Bad Naubeim). Im ©roftber oa bn« ?nh,1;
-ntsallt 1 Apotheke auf 8857 Einwohner, in Starkenburg 1 ?us 8747 in
Inu 776° und in Rheinhessen 1 auf 10 400. W-/das B-ki-!sv Apotheken anlangt, so hatten 16 derselben keinerlei pharmaceutische bir" (G-Hülsm oder Lchrlinß), je 1 Person gedachter Art war in 61 SHpothete®Un0Äncn l- 2 in 24, je 3 in 4, je 4 in 2 und 5 in 1 Apotheke. ’ “ Bor?ant>en,
ri Dispensiranftalten der Civilkrankenhäuser waren 2 vorhanden or .
gestattet 4, darunter 2 homöopathische. ' PEischen Aerzten
, .L^^en den 108 Apothekenbesitzern, Pächtern und Verwaltern waren b-schästigt 89, worunter 40 im Besitz- der Approbation, und 51 ?lpo“w“&Ä™ n . s.7tu§ Grosih-rzogthum. Ueber die Taubstummen - Anstalt, n Frlei>b-rg und Bensheim enthalten die Mittheilungen der Großh. HesstL C ntr°l stelle für die Landes,tattstik vom Juni d. I. folgende detallirtc Angaben-
D°s Lehrper onal der Anstalt zu Friedberg besteht aus 1 Dlreetor 5 nr^t !r«?m^brern, 1 Hilfslehrer, 2 Jndustrielehrerinnen; die Zahl der Zöglinge toelrfiHn 32 Pfl-g-haus-ru untergebracht sind, b-läust sich während bei Schuljahres ÄÄ ?ut 61, von welchen 30 Knaben, 31 Mäbchen waren. Es gingen zu Psinostm 3 Knaben unb 5 Mabchen als Consirmanben ab, so daß die G-sammtzaA am M d°s Schuljahres 1886/87 53 davon 27 Knaben und 26 'llllädchm, Ä G sammtzahl der Zöglinge sind aus Starkenburg 16, aus Oberhessen 29 aus kL7h°lisch°"unk^3 “nb natb bCm R-ligionsbekenntniß 56 epanft ,,, Das Lehrpersonal der Anstalt zu Bensheim besteht aus 1 Director, 5 ordent-
Hllsslehrer, 3 außerordentlichen Lehrern (Religion), 1 Snbuftrie^- in^2 Pflegehäusern untergebracht sind, belief mnrpna^nn ^ul;ahres 1886/87 auf 57, von welchen 32 Knaben und 25 Mädchell-
Gesammtzahl der Zöglinge sind aus Starkenburg 33, aus Rhein-- beffen 2-, aus Baden und Bayern 2 und nach dem Religionsbekenntniß 29 katholisch 26 eomlgelisch unb 2 israelisch. Taubgeboren sind 23; durch Krankheit taub gewordm ersten Lebensjahr 9, ,m zweiten 13, im dritten 4, im vierten 5 und im HnAC»nten 0Q73 15 etwas Gehör besitzen. Von den 57 ^öa-
Gem"inde^unttrstützt ' Mitteln unterhalten und 50 vom Staate und berbetc
-^Enz , 10. Juli. Genau wie im vorigen Jahre hatte auch heute das sCr lernahonalen Amateur-Ruder-Regatta ein gütiges Einsehen.
n ^cr ??t^t "ud bis zum Morgen der Regen wolkenbruchartia niederama stbr düfter^Mien^^ "ag uberbei verschißenen Regenschauern das Gewölle dne brackte ^in ffnJSi8 ^te sich kurz vor Beginn der Regatta der Himmel aus und hna h ^n Wasserfest nicht schöner gedacht werden fann-
Sbmnr hbn* Vormittag den Besuch etwas beeinträchtigt batte,
Lfnnhp™ THAuahme des Publrkums eine sehr große und konnte man ins- ibfbmb%n Lr tohJ blc ®“tc b-r Mainzer Gesellschaft zahlreich oertretai
2" d-r Mitte bes Stromes langst bem alten Winterhafen war eine Heine binbüna mit bm 7t. "--dl-chen Booten unb Kähncn aufgefahren, die in Ber-- b khrata ßntnrH «-drängten Ufern bem rcizenbcn Rheinpanorama ein heiteres bclcbenbe§ ßolarit verliehen. Zu bem ersten Rennen, „Dolleu-Vlerer für Juniors bi7<5eMronnbPr"K,rrra8ftnfA » b^T *Pbe6 nur ber Frankfurter NuberElnb und hb,n Kn7^b»:®t>CfCr,*.aflz,Sfbma6cn" am Start erschienen. Ziemlich flletfc ^ei enb«e»»^ ^'°re mit einer halben Bootslänge. Set bem
bieC fbber^nb?rCn4?n^,trm2nH 6.cfcf’t“nr,cr Eoneurrenz) erschienen von 4 Meldungen gtere?n ^mbSt^t b d-r Mannheimer Ruber-Club unb der Mainzer Rudert
Mannbeim mm, hartem Kampf siegte Oberrad mit einer Bootslänge über ^7" Lb^^ieb gegen Mannheim eine halbe Bootslänge zurück. Bei den krankt Äeeb^„t.:'E^nr^^ Juniors" maßen sich Herr Carl Leur von der 53MoDla" e tUnb H^rr August Lorch vom Höchster Ruder-Clul ä*%.8 'in£m, Vorsprung von 6 Bootslängen wurde Herr L-ux spielen, ® nha*^ Urm, „Dollen-Zweier für Juniors", hat 7 Meldungen auf
tHnh,rn»r,t w Wormser Rudergesellschast, der Binger Ruberverein, der ?> H^ b'-onner Rudergesellfchaft „Schwaden", die Mannheimer ffl»OtmÄ?^t^\.biel=*af‘ClCr Rudergesellschast am Start erschienen. Mit dret, fitb Me m TO ■ "Schwaden" gegen Mainz. Bei bem nächsten „Skifi" stritt« fi ®tah?m7fr?r °°» der Frankfurter Rubergesellschaft „Germania" uni
lönoen TO D^nbacher Ruberoerein. Herr Stadlmüller kam mit 10 Boots
£ SÄ Ziele an Jrn folgenden Fahren erschien der Monm
mit 2 Rrtrnmsb Frankfurter Rudergesellschast auf der Bahn. Letztere bliei M beSfÄ TI ,obann kommenden „Dollen-Zweier" betheiliM
ae^eatoao *TOnim bn (u6, b» ZR<°!.uz-r Rnderverein und die Oberräder Rudergtsel» 0mere^ ir St?111 mi* 3 langen über Oberrad. Den Schluß bllbete ein nereta Mr TOnl/fpr8« a rocI14em ?*c Frankfurter Rudergesellschast unb ber Ruder, elnem siuorittriin^Tn Ruderverein und der Mannheimer Ruderverein theilnahmen. Mit futter RuLgesellschast Sieger.1"86 ber Frankfurter Ruderverein gegen die Frank!


