Ausgabe 
10.2.1887
 
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Kinder

Es starben an:

1

1 (1)

vom

2.-15. Jahr:

im

1. Lebensjahr:

Zusammen:

1

2

1

1 (1)

Erwachsene:

1

2

Telegraphischer Schiffshericht

. der3?eb Star Linie" Antwerpen, »etopotf, 5. gebruar. Der PostdampferNoorbland" der Red Star9i»i," Antwerpen abging, "ist heute' «ohwehattm hier^ange-'

, , Stettin, 8. Februar. Gestern Abend wurde eine in der Bockbrauerei Hierselbst aogehaltene socmldemokratische Wahlversammlung polizeilich aufgelöst. Da sich die Menge widersetzte, requirirte die Polizei die Hilfe des Militärs. Beim Einschreiten mit ausgepflanzlem Seitengewehr wurden mehrere Personen verwundet. Ein Mann soll den erhaltenen Wunden bereits erlegen fein. Die Vcrsammlungslbcale wurden durch Stetnwurfe demolrrt. *

r,. R daris, 8. Februar. Der Ministerrath beschloß, sich dagegen zu erklären, daß die Beratung des für Armeezwecke verlangten Credtts von 86 Millionen, welcher zum Cytraorbtnarium des Budgets des Krtegsmintfteriums gehört, vertagt werde. Die Meputtrtenkammer müsse nach der Berathung des Einnahmebudgets voraussichtlich am ?onnersrag btefen Credit berathen; der zur Vervollkommnung der Bewaffnung der französischen Armee bestimmt von der Budget-Commission schon lange angenommen und von keiner Partei angefochten sei.

A Februar. Die Depesche Genö's aus Massauah vom 6. d. M. lautet:

Nachdem Rasalula eme Bewegung um Sasli gemacht und sich auf Ghinda zurück­gezogen, setzte er von dort den Marsch gegen Asmara fort, in Ghinda nur das Ober- vaupt der Barambas, Tesamma und einige Soldaten zurücklassend. Das heldenmüthige Verhalten unserer Truppen wird allerseits, sogar non den Abessyniern, bewundert. Es ist unbekannt, ob Rasalula sich zurückzieht, um Verstärkungen abzuwarten, »der ob er

a bcr Cr? mnein£^er U^e kinen Angriff Massauahs verzichtet. Major Piano oc ?r Cmni r00?1 und Rasalula ein. In dem von Macalle,

^b^rten Briefe des Negus heißt es:Ihr nahmt Massauah, jetzt kamt Ä \UrVtne Ostung anzulcgen; welchen Zweck habt Ihr? Gehört kauet V m?umcI TS1" ßanL Kämet Ihr mit guten Absichten, warum

S?nUfAr,.L?Srh bringet Ihr Kanonen, Gewehre, Soldaten mit?"

$ bL o"$^r ^ld schuld am Geschehenen, ^eien wir Freunde wie früher. I 6an3e Land von Massauah bis hierher gehört dem fr hrtt, einen Bruder, mit Euch zu sprechen." Major Piano erklärte,

» c freundschaftliche, sowie Handels-Beztehungen wieder herzustellen:

derselbe kehrt morgen. mtt meiner Antwort nach Asmara zurück. Ich will dadurch r""^rr b«n Abfahrten helfen, ohne Verpflichtungen einzugehen. Es scheint, m-iMT Waffenruhe emgetreten, indem die Abesfynier ihre militärischen Operationen gegen uns einstweilen ernstellen. Ich telegraphiere dem Kriegsminister die Liste der ge- I fallenen und verwundeten Osficiere. I

8* Februar. Deputirtenkammer. Ministerpräsident Dcpretis theilte mit, I ^at?CJnr5Olr0' berc parlamentarischen Situation seine Entlassung ge- I fl.bcn. ^r König habe sich feine Entschließungen vorbehalten.

ninhur* 8'- Bom Senate wurden zwei Bills angenommen, I

^er KwbE^^/""? -uon zusammen 21 Millionen behufs Unterstützung I unb ^e?^üftpnnlrtheihilf der Militärischen Ausrüstung der Kriegsmarine I

uno der Kuftenvertheidlgung bewilligt wird. I

erleichternd und lösend aus die Schleimsekretion tu Zweck der Heilmittel, welche von den ärztlichen Autoritäten den Pa enten verschrteben werden, die an mehr oder minder langXlgen <ta tba' fffi n «UntCr ^C,m H°Umitte-n aber9n,rmen neunen Sbie «ooener Vttneral-Pastillen einen hervorragenden Platz ein ^bn* «iihmmfn- °°n kundiger Seite wissenschaftlich analpsirte, wie die där b«: a^llen selbst; sie sind gesättigt mit der aus diesen Quellen ichwL $bevn R

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__________ Briefe kosten 20 Pf. Porto. 329

Univerfltät- Ghrvnik.

^bruar. Professor Brauns bat unserer Universität feine rciti- fum @efrnrölemQnitminer °öl^C,b ^b^^gischen u. f. w. Sammlungen aus Japkn

nun genaueste eigene Untersuchungen zur Beantwortung dieser Frage zu Gebot- su manches seither Angenommene bestätigen, anderes aber auch ablehnen

engeren Kreise, in welchem Herr Professor Dr. Gottschick vor Kurzem' sesti" £? f.u^ungen mitt heilte, hatten diese Ausführungen ein berechtigtes Aufsehen erregt Mir gleiten wttd"8 ' M tbcn,old) Interesse seinen Vortrag am Donmr-tag^-

I enr-rx 0- K- Frankfurt a. M., 8. Februar. sAnarchisten-Verbaftuna 1 f)ilsin. I Wllfen *u berichten, daß zu Pfingsten vorigen Jahres hier in der fast nnl- I ^lretzlich von ©ocialiften frequentirten Restauration von Pfuhl auf der Beil eine I stattgefunden habe, bei welcher ein englischer Anarchist

I ^rsch führte. In Folge dieser Versammlung, welche erst nach-

I verhaste?wo^dem^ fmb nad) 2lnöabc dieser Abendblätter 16 Personen

I <Y> s^cklicherVorgang ereignete sich am Mittwoch Abend auf dem Grund- I stuck Naunynstraße 66 in Berlin. Dort wohnt auf dem Hofe, eine Treppe hoch der

Kaufmann L., ein unverheiratheter Herr in den 30er Jahren. L hatte sich auf ei Petroleum-Kocher eine Tasse Kaffe gekocht und trank denselben,^^deV^ Kochmafchine den Ä\3U9^nbct' 2tt& allcr stcd Plötzlich von Hellen Flammen umringt sab Di

I < burck die uach dem Flur führende Thür konnte er nicht nehmen, da dicht bei st^ das Bett befand und dieses ebenfalls hell loderte. Er riß da die ^b"ung einen anderen Ausweg nicht besaß, ein Fenster auf, um aus demselben au b Sich mit der rechten Hand an dem Fensterkreuz haltend wollte

er sich hinunterlassen, wagte aber den Sprung nicht und hing nun so, entsetzliche Hilfe- \^yVlOf$Cnb' mt<£ C dlrme am Fensterkreuz, während die Flammen aus dem r UQCn & uicht loslassend, blieb der Unglückliche so lange in dieser

hil hrIJ?en ^°PT) b c ^uell requirirte Feuerwebr erschien, welche sich Eingang in

! l^"bQ -«Mnung erjroorg und von derselben aus mit Entschlossenheit und ^*bm bte Wohnung zog. Inzwischen war das Feuer gänzlich erstickt ?^^^^rverlehte, welcher erhebliche Brandwunden daoongetragen und dem das ^ffihr?iarh,ItiQrtDA0Uhdfnblfa ab8rC C^6 - rootbe.rl erhielt nun Hilfe und^ wurde aus feiner abhattcn 3 6K Unfet'r 6tabt am 13' unb 14- April feine Berakhimgen c - . W Februar. Ein Brünner Telegramm desFremdenblatt" meldet baß rn Leitomischl der Gastwirth Tichy mit Frau und Sohn verhafte? >wurde^ unter iu habenU b 8Un8, '* 3J1orbe an wohlhabenden Gästen, die bei ihm wohnten, begangen .8on^°n'J-.^ruar. Ueber ein am 5. d. M. auf der über den White-Rioer'" fe(Je?b5n ®°^5Bru(c (®et- St., Sermont) anscheinend durch Brand stattgehabtes E. enbahnungluck werden folgende Einzelheiten gemeldet: Man fand verkohl e lieber- teste von Menschen in den Metallklumpen und glühender Asche Die Lrilie fnm vätet, denn die nächsten Häuser sind 10 Kilomettr ent ernt so daß v elk 'we ^ nach kän^.^bn''k'^''^ng durch dieWagenfenster nackt entkamen, in der bitteren Kälte starben. Unoerkennbare Ueberreste von 40 Leichen sind gesammelt Die ^abl hindurchbrechend^ hnUf5IuVeÄn.ab8ered,ne^ rotlc6e- durch die Eisdecke

Summa: 5 3 y .

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;';'8'ein ^gemein intcrrssanlrs Jtntrrljaltminshlntt ® Willkommen in jeder Fanulie, bet olle» bebilderen, and) bi# *58 Ä1 Musikalisch sind. Tewi die'ist

trockenes Fach orgar", sondern ein echt popnlö^es Blatt

Ä billig (vr. c S

Wauen u deren W«.

H f a l ci

Gießen, 9. Februar. Der Verwaltungsbericht der Großh. Bürgermeisterei Est uns Sugegangen. Wir entnehmen demselben nachstehendes: Zu Eingang des Berichts mit^bm^bnä b^b^ schmerzlichen Verlustes, welcher unser erlauchtes Herrscherhaus und Mit ihm da;- ganze Land durch das am 21. März 1885 erfolgte Ableben Ihrer König­lichen Hoheit der Frau Prinzessin Karl, der Mutter unseres alloerehrten Großherzogs betroffen Hatz Die vielen Werke charitativen Wirkens der edlen^ n*ffl%erluft la? mFrf.n h* ^efffnianbe wach erhalten. Einen schmerz-

Lichen Verlust hat auch die Stadtoerordneten-Versammlung zu beklagen, indem am - V^c-ob-r 1885 Herr Stadtverordneter Georg Ferdinand Gail, welcher län»°« ne1-nrhnb?CtT feut,;ren Gemeinderath und seit Einführung der Städteordnung der Stadt- verordiieten.Versammlung angehort hatte, nach nur kurzem Krankenlager aus dem Leben ttchnttcke^ kenn Ntt e um.gennutziger Eifer im Dienste der Stadt, seine hervorragenden die er in vielfachen Beziehungen zum stutzen der Stadt zu oer- werthen wußte, sichern ihm em bleibendes Andenken in unserer Stadt. Wenige Tage spater, am 28. October 1885, starb der Stadtkasierechner 5^err StadtreMmeister baftiakeit'undtzVÜ n«C$U 40 3?re m,t 0an8 besonderer Treue, Gewissen-

£a'l!k u PUllktlichkeit fein Amt verwaltet hatte, ^u ieinem Nachfolaer wurde ^?^b^brordneten-Befchluß vom 17. December 1885 sein N^e der Stadttafse- Hernrich Enders, ernannt und als solcher von her Aufsichtsbehörde bestell^' ©Dbannbirfn,n^C Qud) Rechner des Realgymnasiums und der Realschule vesteM. Sodann ist noch zu gedenken des am 5. August 1885 erfolgten Ablebens des I P *ar^^iftian Bieber, eines durch seltene Pflichttreue und uncr" wurde^Her?n^Gär1ner^ Bediensteten der Stadt. Seine Stelle

^einrid) Vogt zum Mitgliede der Bau-Deputation, in welcher 5ierr I ^^o^neter Heß nunmehr den bis dahin von dem Bürgermeister geführten Vorstu

BÄMRä » ä Augenschemseinnahmeii veranlaßt, die Finanz-Devutakion in isaZn ? «uratonum für die höhere und' erweLrte Edch n chule in 4 Schunaen 14 b» MsWMMZßM

Das Geschaftsjournal für die Einläufe bei der Bürgermeisterei her «,. I SSfÄS1 i«-«- 3-«... läWiÄg

®. auf dem Burgermeisterei-Burau 13300 Personen »

d. aus dem Standesamt 5500 Personen ' i

°- ÄmÄaeUrfofmnarmCn: Krankenpflege refp. bei dem Armenkasse- tt «LWKLMLNSLMN in^ent'tfKlÄteLBOirb®eceInbe? 1880 -^Ä1?86"" 6em Bei^ oon 5 U°en e nSL e^tVon W81 Än'en. b°§ waren 330 Lnlich 307 wAdlich ®tbUr,en 73 «egen das Vorjahr. Hiervon

storbenm°waren:Ännttch M2^weibttch^8L8?e7ia^30^°"°^' ^On b-" Der-

I*,,M1 (iLmMt)- e-"-*w"r (Fortsetzung folgt.) '

/nfn ^fpchenbausonds wird Herr Professor I Entzündung der Bronchien

liien Äo?te3bTe^ninb sw 7 \ßut^er§ Anschauung vom chr istl I Lungenschwindsucht

7 b7 0rn^cn ^uJa bcn angekundigten Vortrag halten Es I Blascnausschlag der Neu- ift bekannt welcher Eifer heute alle protestantifchen Kreise beseelt hpn u I aeborenen

wurblg und schön auszugestallen. Eine Menge von Vorschlägen und Versuchet sind I Diphtherie schon gemacht worden, zum Theil mit glücklichstem Erfolg Eine der ersten n? 1 wichtigsten Fragen hierbei wird aber immer die bleiben:Wie dachten die Reformator. b wie dachte besonders Luther über den Gottesdienst's- n-l^^°owlen die Reformatoren,