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Nauen, wie die bulgarische Armee, um welche sie sich nicht wenig abgemüht haben, ihre ursprüngliche Bestimmung vergaß und ein blindes Werkzeug einer politischen Partei' ^u/ve. Das Gefühl des Unwillens veranlaßte dieselben, ungeachtet ihrer geringen Mittel sich zu einem tollkühnen Unternehmen zu entschließen. Es ist sehr wahrschein­lich, daß der Mißerfolg der Konstantinopeler Unterhandlungen zwischen Zankow und den Delegirten der Regentschaft den Ausbruch des Unwillens der emigrirten Ofsictere und ihrer Gesinnungsgenossen beschleunigte. Indem sie das unnütze Blutvergießen aufrichtig betrauert, erblickt die kaiserliche Regierung in dem Siltstriaer Aufstand einen neuen Beweis der anormalen bulgarischen Verhältnisse. Nichtsdestoweniger gibt sie die Hoffnung nicht auf, daß Bulgarien zur Wiederherstellung der Ordnung kommen wird, wobei die Rechte des bulgarischen Volkes in zuverlässigster Weise gesichert werden. Die kaiserliche Regierung beabsichtigt fortgesetzt bei der Actionsweise zu beharren, welche sie belang in der bulgarischen Frage anwandte und die bereits in mehreren früheren amt­lichen Mittheilungen dargelegt wurden.

_ ,,3ournöl de St. Petersb." erklärt die Nachricht, daß Herr v. Nelidow

sich gegen die Mission Riza Pascha's nach Sofia ausgesprochen habe, sei unrichtig Das .Journal" glaubt nicht, daß die Mission irgend welchen Erfolg haben werde, er billigt jedoch das von der Pforte bekundete Bestteben, zur Beruhigung Bulgariens beizutragen.

Bulgarien.

5. März. Meldung derAgence Havas".) Riza Bey empfahl bei lemem Empfange durch die Regentschaft eine Verständigung der Parteien, um al-zdann ein gemeinsames Programm auszuarbeiten und zu versuchen, das Wohlwollen Ruß- lands zu erlangen, indem man die dringend nothwendigen Concessionen mache. Riza Bey bestand namentlich auf der Ernennung eines Rußland genehmen Kriegsministers und fugte hinzu, er würde später noch weitere Eoncessionen mamhaft machen. Die Regentschaft erwiderte, ihre bisherige Haltung habe den ernsten Wunsch eines Ein­vernehmens mit Rußland bewiesen. Der Agent Bulgariens in Konstantinopel babe alle vom Vezrr vorgeschlagenen, mit den Interessen Bulgariens vereinbarlichen Con- cesiionen aceepttrt. Die Regenschaft rechne auf die guten Absichten Riza Bey's und sei geneigt, seine Raihschläge zu berücksichtigen.

, . - Die Regentschaft ordnete an, daß die gerichtliche Untersuchung gegen die

letzthin hier' Verhafteten möglichst beschleunigt werde, damit die nicht gravirten Personen baldmöglichst m Freiheit gesetzt würden. Nach den aus den Provinzen vorliegenden Meldungen herrscht überall vollkommene Ruhe.

Aumänien.

aus Rustschuk zufolge fällte das Kriegsgericht fin über die Aufständischen. 9 Militärpersonen wurden zum Tode, 5 Eivilpersonen zu 15 Jahren und 1 Officier zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt. ewen Eollectivschritt zwecks Aufschiebung der Voll- können"^ Verurteilten ein Gnadengesuch nach Sofia etnreichen

, ~ Nach einer Meldung aus Widdin ist Oberst Linbowsky gestern verhaftet

und nach Sofia gebracht worden. In Widdin herrscht Ruhe. $

Telegraphische Depeschen.

Wolff'S telegr. Corresponderrz - Bureau.

M sStichwahlresultateJ Nach Dem amtlichen Resultat wurden

bei der Stichwahl in Merseburg - Querfurt 24,094 Stimmen abgegeben bannn f,1r 12'047 un^ fßr Panse (Fr.) ebenfalls 12,047 ^Stimmen Bei der Entscheidung durch das Loos wurde Neubarth gewählt ocr

®5rmann [3iL] mit 19'8ti St. gegen Heinzel

München II. Landes (Str.) gewählt.

Kiel. Hänel (Fr.) gewählt.

Oberbürgermeister Müller (Reichsp.) gewählt. '

^dariS, 6. Marz. Heute Nacht wurde in Bessre (Departtment Gard) aeaen das ^^^altungsgebaube des dortigen Hüttenwerks eine Dynamit-Patrone geschleudert dngddtet^ ßnaU CXPlDblrtC' abeV Niemand verletzte.

6. März. Der Jahrestag der Erhebung Serbiens zum Köniareicbe »Ä > e begangen worden. Dem Festgottesdienste wohnten der Könia und Äe Königin, die Würdenträger und das diplomatische Soros bei c

königlichen Palais große Gratulationscour statt ^Der Krieasministt?

Ser sind ,u @(neraIe®eLna"Cn8tXr. Z°Pal0DiC und

r< - BWrarest, 6. Marz. (Telegramm derAgence Haoas".) Nach hier aus Rust- schuk eingegangenen Nachrichten wären di- wegen der Th-ilnahm- m? dem Mitttär^ SB

i Maj. den Kaiser und Se. K. H. den Großherzog geriebene Salamander wurde von . der patriotischen Festoersammlung mit der größten Begeisterung ausgenommen. Stu­diosus Dietz von Gießen, welcher als Senior des Corps das Präsidium führte, feierte in schwungvollen Worten das Wesen und die Bedeutung des Corpsstudententhums und schloß mit einem Salamander auf die alten Herren, während Dr. med. Hirsch von Oppenheim in seinem geistvollen Rückblick von der Vergangenheit des Corps auf die jetzigen Activen zu sprechen kam und auf das vivat, crescat und floreat der Hassia reiben ließ. Auch der anwesenden Vertreter der befreundeten Corps, der Brunsviga in Göttingen, der Hasso -Nass o via in Marburg, der Sueoia in München und der Nhenania in Bonn wurde in begrüßenden Worten gedacht. Um Mitternacht stieg" der Landesvater, der flott executin wurde. Die auf der Gallerie versammelte Corona der Corpsschwestern hielt tapfer bis zum Schluß des Landesoaters aus. Das Katerfrühstück wurde den andern Morgen in demselben Lokale servirt und hielt die vollzählig sich wieder einfindenden Festgäste bis zur späten Stunde versammelt. Zahl­reiche Salamander wurden gerieben auf den präsidirenden stud. Dietz, auf die Mit­glieder des Commers-Comitö's, auf die Ehrenmitglieder Dr. med. Hirsch von Oppen­heim und Amtsrichter Taschö von Alsfeld, auf verdienstvolle alte Herrn auf die Damen und auf den als Ehrengast zum Frühstück geladenen Rechtsanwalt Dr Gurt' man, der mit Recht als Rechtsconsnlent des hiesigen Corpsstudententhums gefeiert wurde Erst die letzten Eisenbahnzüge führten die Feftaäste von dannen. Gegen 40 Be- grußungstelegramme, die aus allen Theilen des deutschen Reiches eingelaufen waren wurderi.zur Verlesung gebracht, den größten Jubel rief das Telegramm unseres alloer- ehrten Landesfursten hervor, dem von der ihm gebrachten Ovation telegraphische Mel­dung gemacht worden war. Das Retourtelegramm lautete- Herrlichenfür x»« Salamander auf Mich. Wünsche den alten Herrn und MÄüta Jamm«? Has'U oresoat, flore.t. Ludwig." Den dritten Tag mach e das Äettv CvrÄ mtt seinem fremden Corpsbesuch eine Ausfahrt auf benSchiffenbergKeller und Küche des Festwirths Stein boten nur Vorzügliches. Es war ein höchst Fest, das seinen Theilnehmern in der Erinnerung unvergeßlich bleiben wird

Gießen, 7 März. [Soncertoerein.] Trio in d-dur Op 70 Nr 1 Beethoven, Klaviersonate op. 28 in h-dur B. Scholz, Quartett in a 1 ~ Schumann. Das gestrige Kammerconcert, mit dem die Austührunaen fürm c Winter schlossen, brachte uns Fräulein Florence ^ot6rUKi^) tfren Bräutigam tperrnSaffet mann (Violine), Herrn Diehl (Viola) und Herrn Pro? Ermann (Cello) Das Programm war kurz, aber inhaltsreich und sand, wenn man fi* nicht auf Subtilitäten einlassen will, eine sehr befriedigende Auskübrüno » Linie zeichnete sich Fräulein Rothschild aus. Sie trat zum ersten Ma"e bier^ff >md conftatiren wir erfreut daß sich die junge Künstlerin au das VoMeüha tesi eing sichrt hat Einstige Sch« erin des unglücklichen Heymann und besonderer Lieblina b»r spateren Lehrerin Clara Schumann verräth sie hohe musikalische Krnntn ni, rl entwickelter Technik. Von allen Pianistinnen, die uns der Winter bracht?^ . ' ametfe^aft die bedeutendste. Fräulein Bock überraschte durch ihre blendende i m r,«i* in Liszt'schen Stucken sich voll und ganz entfaltende Technik nicht

Großkurth; doch ragt keine von beiden, so hoch wir sie auch acht n in 9 Vortrag an Fräulein Rothschild heran, keine hat diesen westhen elaftitom^mnS Un£l fähigen Anschlag; ihr Spiel ist poetisch, fein unb finn?aunb'

bet Empfindung klar wiederzugeben, ihr Vortrag bescheiden freT ia9'!1

°b«l-tch st- ost Gelegenheit genug hatte, ihre emstiente^ Fingerfertigkest^Vniaen"^ sind Überzeugt, daß die Mgendliche Pianistin, die ihre areiie Pr6reHn 8 / 2B,r bald viel von sich reden machen wird, und ftefien roie un§ anbere OetlEU9ne' attein ba. Hoffentlich wird Fräulein Rothschild ba^e aet0eif< nut d-n Weg zu uns gefunben hat, noch öfters zu un§ tommen Ä1

tn ber sie ihre Vorzüge glänzend entfaltete, war uns neu Das ®°nate,

ragenden Contrapunktikers und vorzüglichen Pianisten enibält ni.r 9M.it6 C eT?e,rDr:

* «"»* ®<mÄ®StaÄ;

W.- fiÄ, ?.£'.* an

fannter; fein Spiel zeichnet sich vor Allem durch Adel unb Ä SaÖ If^cr Be- ber große Ton und die gewaltige Technik eines Klengel ab^eht ^/rrn^n^"1 QUd) kennen wir als tüchtigen Geiger sowohl aus seiner fifar7 Basiermann als auch aus Solovorträgen. Herr Diehl führte Sa ««fereS OrcbefterS, Anfänge etwas befangen und zu bescheiden nerrirth J,c^r c^n« im

feit wie musikalische Begabung L der r?ß ibm fur nnr@? m sowohl technische Fertig- unb klang die neu aufgezogene etwas hohl Concerte seine x-Saite,

befrtcbigenben Einbmck unb fanb lebhaften Beifall einen lehr

°°N ihrem Besuche abgehalten. S» war pstlle'icht einstg"de^C-7vi

verzeicl)nen ist. w * 1 uaB ctn erheblicher Schaben nicht zu

Loyale«.

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ÄSbe^bau« aT^aa{ge^bV^dBeltH|ä's8efHSilUn^^ ®«nfÄ2 ble Umgegenb von Gießen tn Aussicht zu nehmen^se?^d^^bürtten" ^^flug in Itanben, »or allen aber auch von ber Witterung abhänam ^ebenfJrrg s n?Cn Urtl5 wohl der Erwartung hingeben, baß in unserer 05 ^rf man sich

maliger Schüler bet Realschule aufwei t, bie Betheittgung e ne tafilrei* °6c s3?61 e6^ fern werbe unb baß auch von auswärts nicht raenia ? r6re SnBän^Ä;tUnb statt, ber sie ein Theil ihrer Bilduna für's Peben n?rL»f,t sPan die An­dern Fest bes halbhunbertjährigen Wirkens berielben hpth^tiburcb an- ^^ilnahme an

äm s CS w sässe ^"glichst vollständig und frei von Jrrthiimern äusstellen ,,, biefc5 Berzeichniß

.ä s,ä -

Sahen 6 KTa®tabt ihre Adresse liicht eilig schickt hnh-"^" fo(d,e'

erfolgten Verkündigung beafeI*refuUaie^Vbabenn^?ta®cute vormittag ber Stichwahl im Wahlkreis Maln Oppenheim SMs ! Ä ^'mmberechiigten bei 8-b-n. Davon fielen auf den 6entrum§taS, Aert

^ndtdat der nationalliberalen Partei, Herr Proviniialbirektot und auf den

Ungültig waren 196 Stimmen In ber (?tnht mLi.. Kuchler 9678 Stimmen, geben und zwar 4970 für Racks und 393 ^für Küch er "uo^b044 et,i.mJn,n °bgc- gultig gewesen. Aus obigen Ziffern ergibt IW MV Stimmen find hier un- 1201 Stimmen gewählt ist. 3n ben Canbfreifen ^^nLiLe;ncr ^iorität von

Stimmen erhielt, hat ber letztere eine Majorität inn les^t®744 unb Kuchler 5909 ßu tigen Stimmen waren wieder eine gan/e Reihe stette^m??^"^ Unter den un-- Witzen, aus denen hervorgeht, daß die betreffenden Mi^h? und dummen

bem Ernst ber Wahl, noch die geringste politische Reife^besitzen"^^ Verständniß von ~~ ift*enfni^ridaTen^orge^eate^©^^ b-Ktänden, in Betreff ber Selbst ber hessische Gastwirthverbanb, bem bie Regieruna^dnÄ,"'^ tnc Kreise, glaubte ein Entgegenkommen zu zeigen, erklärte sich in .in.? ku* $tn Gesetzentwur S°rf anbs^utig entschieden gegen die 'Vorlage M b^8f st°ttgehabten tn diesen Kreisen genau derselben Ansicht bie iünäft n»f Ln 8 "c.9affun9- Man ist »an Weinproducenten in Osthofen -um WitXnrf r t m? ^"^ren Versammlung dieser Gesetzesvorlage dem WeLbmuch und om t'dem Ä b°6 mit An,m m? ^^Schwierigkeiten in ben Weg gelegt würben 5 . üon Wein wieder

°ls der Weinverkauf heutzutage nur^^mit^ d«ln § falle, durch ben Probucenten bewerkstelliat mprhon °?ten A^"he unb wesentlichem ^üfer uon Osthofen wird auch von bern (laftroirthnerhAn^,; an eine Pension

läge pla^direude Eingabe an bie Kammer geridjtet werben. 2l6t^nun0 bcr Vor-

fanben gestern Morgm Äe^Arbeit«^j'nx^B^r-r Kalkbrennerei in Nieder-Jiigelbe'm losem Zustaub auf den glühen ben Ä alt ft e^. n n1°n Uriweinheim in bewußt eine große Wunde an der Stirne trua ,md d L" «-«-». Wie ber Unglückliche der Ohr, bie Nase sowie meftre Sta"er Lt^ Derbrn± bas rechte Auge'und

u°ch. Nicht «ufgeklärt. Obwohl der Verbrannte mobrC,e Puerstelle kam, ist

beren Filiale aus der Gustavsburp^übertra^gem ''"^u-Aktlengesellschqft, beziehungsweise gehen - M^g^ädung*?// mue^efft'"^ die Schleimlösung voran- Voraussetzung. 9tad) beiden Ricktun^n^-^? gehobene DerbanungSkraft rar Mineral-Pastillen (erhältlich in 7L Ap cheken^b

Dienste. Herr Dr. med. Auer PnnhX.i ?otleren ä r8,5 per Schachtel) bie Mineral-Pastillen haben eine schreibt: Die erhaltenen Sodener

Katarrh gelitten hat, vorzügliche Dienste geleistete.! 6 5 2Boc^en ^ndurch an Dronchsirl-