Mittwoch den 13. !. Mts., von Vormittags 9 Uhr an, sollen im alten Rachhause versteigert werden:
Maurerarbeit, veranschl. zu 144.— JL Steinhauerarbeit, „ „ 63.44 „
Schreinerarbeit, „ „ 103.— „
Pflasterarbeit, „ „ 127.74 „
Räumen von
Fluthgräben, „ „ 800.— „
Aufschlagen von
Schutzgeländern „ „ 48.— „
sodann verschiedene Straßen-Handarbeiten.
Gießen, den 5. April 1887.
Großh. Bürgermeisterei Gießen.
A. Bramm. 2616
Keugeiwtenes.
Ein neues elegantes Break, ein gebrauchtes Halbverdeck und ein sog. Lauterbacher Wägelchen stehen zu verkaufen. Letztere werden auf Wunsch in jeder Fayon gebaut.
Willi. Hartmann,
Huf- u. Wagenschmied, Grünberg (Oberhessen). 2573 Obstbäume, Hochstämmige Rosen, ertrastarke
Schlingrosen empfiehlt die Handelsgärtnerei von 2583 Carl Berger-
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Marktplatz 21.
Ia. Bohnrn u. Sauerkraut empfiehlt die Gemüsehandlung von 2515 I. Hantel, Weidengasse 8. I
cklühjahrs-Zilarki zu Aliendorf a. d. Lumda
Kreis Gießen, Station Lollar der Main-Weser-Bahn.
Am 13. u. 14. April l. I. wird in hiesiger Gemeinde wieder ein Bich- und Krämer-Markt abgehalten, wozu wir freundlichst einladen.
Mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz wird mit diesem Markt zugleich wieder eine Prämiirung von Vieh, sowie eine Berloosung von Vieh und landwirthschaft- lichen Geeäthen verbunden.
An Vieh werden prämiirt:
1) Fohlen von 1—3 Jahren.
2) Rindvieh, vorzugsweise Vogelsberger Rasse, anderes nicht ausgeschloffen:
Bullen, nicht über 4 Zähne,
Kühe, bis zu 4 Jahren,
Rinder, vorzugsweise sichtbar trächtig, andere aber nicht ausgeschlossen,
Fahrochsen, von 3—5 Jahren,
Stiere, von 2—3 Jahren.
3) Schweine:
Eber, zur Zucht tauglich,
MutLerschweine, zur Zucht tauglich,
Andere Schweine, mindestens halbjährige, und Ferkel.
4) Schafvieh, nur reiner Raffe.
Böcke,
Auchtschafe, Hammel und Lämmer.
An Vieh wird verloost:
Rinder, Kälber, Schweine und Schafe, welche nur aus dem auf den Markt selbst zugetriebenen und ausgestellten angekauft werden.
Vieh, das bereits prämiirt worden ist, kann nicht noch mals prämiirt werden.
Die Gemeinde hat es sich bei ihrem Unternehmen zur strengsten Aufgabe gemacht, zur Hebung der Viehzucht und dos Ackerbaues re. alles aufzubieten, was in ihren Kräften steht.
Dieselbe will insonderheit einen Iuchtviehmarkt für Vogelsberger Vieh, das in hiesiger Gegend noch unvermischt anzutreffen ist, in's Leben rufen und gleichzeitig auch die Pferde-, Schaf- und Schweinezucht fördern helfen.
Wir bitten nun auf diesem Wege alle Freunde der Landwirthschaft, die hiesige Gemeinde in ihrem Unternehmen, das für die Interessen der ganzen Gegend dienen soll, gleich wie im vorigen Jahre auch wieder in diesem Jahre freundlichst zu unterstützen.
Insbesondere richten wir an alle Landwirthe und Handelsleute von nah und fern die freundliche Bitte, den Markt mit schönen Exemplaren Rindvieh, besonders Vogelsberger Raffe, Fohlen, Schweinen, namentlich auch Zuchtsauen und Schafböcken besserer Rasse und die besten Schafe reiner Rasse zu beschicken, wobei wir bemerken, daß nach dem vom Großherzoglichen Ministerium des Innern und der Justiz genehmigten Verloosungsplan
1) für 3500 JL Vieh und landwirtschaftliche Geräthe angekauft und zur Berloosung kommen müssen, und
2) 500 «X zur Prämiirung von Vieh verwendet werden.
Der Markt steht in Hinsicht des Viehes unter Aufsicht Großherzoglichen Kreis-Veterinäramtes Grünberg und es kann deshalb bei dem Austrieb auch nur auf gesundes Vieh, als im allgemeinen Interesse liegend, gesehen werden.
Die hiesige Gemeinde arbeitet uneigennützig mit vereinten Kräften der ganzen Gegend.
Die Vertreter von 26 Gemeinden, wozu auch die uns so nahe gelegenen Gemeinden des sogen. Ebsdorfer Grundes gehören, sowie auch die Vertreter sämmtlicher um uns liegenden Gehöfte werden hierbei zugezogen und bllden mit den hiesigen Vertretern die verschiedenen Commissionen, die, in einzelne Abteilungen getheilt, die ganze Angelegenheit unter dem Vorsitze eines Obmannes leiten, überwachen und die nöthig werdenden Arbeiten ausführen, besonders aber das zur Berloosung kommende Vieh und die landwirthschaftlichen Geräthe ankaufen und die prämiirenden Thiere bezeichnen.
Bezüglich des Krämer-MarkteS bemerken wir sodann noch, daß die Stände für die betreffenden Gewerbetreibenden Morgens um 9 Uhr verloost werden.
Die Absicht der Gemeinde ist es, für die ganze Gegend etwas zu schaffen, was ihr seither fühlbar abging, nämlich Märkte, die das Interesse der Landwirthe hiesiger Gegend in aller Beziehung fördern.
Es wird deshalb dieselbe auch recht gerne allen Anforderungen, namentlich auch in Hinsicht der Stallungen rc., gerecht werden.
Mit dem Vertrieb der Loose, per Stück 1 X, sind verschiedene Personen betraut worden.
I# findet am 13., die Gewinnziehung am
Das Resultat der Ziehung wird im „Gießener Anzeiger" und „Oberhess. Zeitung" in Marburg bekannt gemacht.
Mendorf a. d. Lumda, am 4. April 1887.
Großherzogliche Bürgermeisterei Mendorf a. d. Lumda.
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