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Reichstag.

Salzwedel. Schultz-Luprß (Reichsp.) siegte mit wenigstens 2000 Stimmen Majorität über Goldschmidt (Fr.).

Schwerin-Wismar. Haupt (Nl.) mit 7956 St. gewählt. Schildt (K.) 5065 Stimmen.

Berlin, 3. März. DerNordd. Allg. Ztg." wird aus Cuxhaven gemeldet, ein gestern dahin zurückgekehrter Dampfer berichte, man habe am 28. Februar von Helgoland aus ein französisches Kriegsschiff beim Auspeilen der Tiefen der dortigen Gewässer beobachtet.

Paris, 3. März. Zufolge Nachrichten aus Bulgarien nahm die Garnison von Silistria eine Stellung vor der Stadt ein, um den gegen sie herbeigerufenen Truppen aus Rustschuk und Schumla den Weg zu verlegen; die Truppen und die Garnison von Silistria stießen bisher noch nicht zusammen. Gerüchtweise verlautet von auf­ständischen Bewegungen in der Gegend von Tatar Bazardschik. Die rumänische Re- gterung zieht Truppen an der Grenze zusammen und auch von türkischer Seite werden Truppen an der rumelischen Grenze concentrirt.

Paris, 3. März. Die auf der Rhede von Toulon liegende Schulfregatte »Iphigenie" ist in Brand gerathen. Dieselbe wurde nach dem Dock gebracht und unter Wasser gesetzt.

Rom, 3. März. Die Abendblätter versichern, das Mandat zur Eabinetsbilduna werde neuerdings Depretis übertragen.Fanfulla" sagt: Die Krise nähere sich ihrem Ende. Nach Ansicht hervorragender, an den Verhandlungen der letzten Tage direct oder indirect bethelligter politischer Persönlichkeiten sei bet dem gegenwärtigen Stande der Dinge der einzige logische Weg, aus der gegenwärtigen prekären Lage herauszukommen, ein Cabinet unter dem Präsidium Depretis, welchem alle Fraktionen volle und ganze Unterstützung gewähren werden.

Rom, 3. März. Gestern überreichte das Kardinalskollegium dem Papste eine Adresse. Der Papst erwiderte, indem er zuerst des verstorbenen Kardinals ^acobini rühmend gedachte, er sei bei dem Beginn seines Pontifikates erschrocken gewesen über die Schwierigkeiten der Lage des päpstlichen Stuhles im Allgemeinen und über die noch schwierigere Position des Papstes in Rom. Heute fühle er sich gestärkt wenn er an die übermenschliche Lebensfähigkeit des Papstthumes denke, das, wenn auch gehaßt und bekämpft, doch unablässig seine Eroberungen auf dem Gebiete der Missionen fortsetze, denn das einzige Heil der Welt beruhe auf der wohltätigen Mission des Papftthums. Er werde fortfahren, die Unabhängigkeit und die Sicherheit des pävst- Uchen Stuhles zu verlangen. Zwar suche man die Handlungen und die Absichten des Papstthums zu entstellen, allein wenn es seine Unabhängigkeit wieder erlangen sollte wurde stauen, welches dem Papstthum seinen schönsten Ruhm verdanke, zu allererst den Dorther! davon genießen.

a r ldrivatdepesche.) Bis heute Mittag sind von den Stich- b sieben Konservative, drei Reichspartei, sieben Nationallibei ale

sechs Centrum, 15 Freisinnige, fünf Soeialisten, jmei Sfßelfen.

Eine weitere Vorlage, welche den Interessen des Handwerkerstandes durch Er­weiterung der den Innungen zu verleihenden Befugnisse dienen soll, ist in der Vor­bereitung begriffen.

Die Anwendung des Nahrungsmittelgesehes vom 14. Mai 1879 stößt in der Praxis auf mannigfache Schwierigkeiten. Es wird Ihnen ein Gesetzentwurf zugehen, welcher zunächst auf dem Gebiete der Verwendung gesundheitsschädlicher Farben diese Schwierigkeiten zu beseitigen sucht.

Die gesetzlich vorgeschriebene Revision des Servistartss und der Klaffeneintheilung der Orte wird durch Ihre Mitwirkung zum Abschluß zu bringen sein. Ebenso werden die noch unerledigt gebliebenen Gesetzentwürfe über die Errichtung eines Seminars für orientalische Sprachen und über Aenderungen der Gebührenordnung für Rechtsanwälte Ihre Thätigkeit in Anspruch nehmen.

Die Beziehungen des Deutschen Reichs zu den fremden Mächten sind heute noch dieselben wie zur Zeit der Eröffnung der vorigen Reichstagssession. Auf Aller­höchsten Befehl habe ich die Genugthuung Seiner Majestät des Kaisers über die Kund­gebungen des Papstes zum Ausdruck zu bringen, durch welche das wohlwollende Interesse Seiner Heiligkeit für das Deutsche Reich und für dessen inneren Frieden bethätigt worden ist.

Die auswärtige Politik Seiner Majestät des Kaisers ist fortwährend darauf gerichtet, den Frieden mit allen Mächten und besonders mit unseren Nachbarn zu erhalten und zu pflegen. Dieser friedliebenden Politik des Kaisers vermag der Reichstag die wirksamste Unterstützung zu gewähren, wenn er schnell, freudig und einmüthig den Vorlagen zustimmt, welche die sofortige und nachhaltige Stärkung unserer defensiven Wehrkraft zum Zweck haben. Wenn der Reichstag ohne Zaudern und ohne Spaltung den Willen der Station zum einmüthigen Ausdruck bringt, gegen jeden Angriff auf unsere Grenzen heute und jederzeit die ganze Fülle unserer nationalen Kraft in voller Rüstung aufzubieten, so wird der Reichstag schon durch seine Beschlüsse allein und noch vor deren Ausführung die Bürgschaften des Friedens wesentlich verstärken und die Zweifel beseitigen, welche sich an die bisherigen parlamentarischen Verhandlungen über die Vorlagen behufs Stärkung unserer Wehrkraft geknüpft haben können. Se. Majestät der Kaiser hegt zu dem gegenwärtigen Reichstag das Vertrauen, daß seine Beschlüsse der nationalen Politik der verbündeten Regierungen eine sichere Unterlage gewähren werden und schöpft aus diesem Vertrauen die Zuversicht, daß die Bemühungen Sr. Majestät, den Frieden und die Sicherheit Deutschlands zu wahren, von Gott gesegnet sein werden.

Auf Allerhöchsten Befehl Seiner Majestät des Kaisers erkläre ich im Namen der verbündeten Regierungen den Reichstag für eröffnet.

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst.

Vormittags 9Ä Sann

Di- Kind°rkirch?°M Ding-ld-y.

Ding-Ide"^ 9 2Ibenb§ 6 Uhr, 3. Passionsandacht, Pfarrer im Ab^n d^o t t e?di-nV'gehEm Eden°und heiliges Abendmahl Die" in S"nt der Ab-ndgott.sdi-nst um « Uhr.

Pfarrer Dr. Naumann. r 28oc6c DOm 6- bis 12. März befolgt

katholische Gemeinde.

2. Fasten-Sonntag.

Von 7 Uhr an Beicht?"'°'°°°'^

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«hielt 6arm (S°ä') mit 18,423 Sl- gewählt. Peters (Nl.)

«hielt [@tabt] Duvigneau (Nl.) siegte mit 15,769 St. Heine (S°z.)

Iittau. Buddeberg (Fr.) gewählt.

--alle. sStadt.) Saalkreis. Dr. Meyer (Fr.) gewählt

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P°N'ch (G.) gewählt.

Luders (Fr.) gewählt.

gewählt.

mit 16,409 St. gewählt. Friedrichs (Nl.)

erhi.lt Äf- Sd,Umad,er -"it 10,475 St. gewählt. Melbeck (Reichs.) (Vok) ?Ä06 St 3tonbabm mlt 5758 St. gewählt. Fürst Radziwill

|r°S: W°lf(C.) mit über 2500 Stimmen Majorität gewählt

gewählr """" C> 4 W-h-kr°.s. Frankfurt-Lebus. - Steinrück (K.) -- <>

Biff«. "(«) ""a CJiL) fie3,c mit -ir-a 2000 Stimmen Majorität über

London, 3. Marz. Einer Meldung aus Liverpool zufolge ist der englische E. R. Berlin, 3. März 1887. Aiceconsul Johnstone in Kamerun von den Eingeborenen aus Riodelrey, zwischen Die Abgeordneten versammelten sich nach der Eröffnungsfeier im Sitzungssaale, I §?""run und Altcalabar, fortgeführt worden. Das KriegsschiffRifleman" ginn den der sich alsbald füllte. Besonders wurden die Führer der einzelnen Parteien von den I hinauf, um Johnstone zu befreien.

Mitgliedern derselben begrüßt. I Bukarest, 3. März. Die Verbindungen mit Bulgarien sind seit heute Morgen

, , Graf v. Moltke eröffnet als ältestes Mitglied des Hauses auf Grund des I !*n cI&r?$eiÄi <.man ^er keine sicheren Nachrichten, sondern nur wider­

te? m Geschäftsordnung die Sitzung. Zu provisorischen Schriftführern beruft er die j Zechende Gerüchte über die Vorgänge in Bulgarien. Seitens der rumänischen Abg Gras v. Kleist, v. Kulmiz, Graf Schönborn und Goldschmidt. I Regierung ist angeordnet worden, daß über die Grenze kommende Insurgenten ent- Der alsdann vorgenommene Namensaufruf ergiebt die Anwesenheit ton I "affnet werden.

2o2 Mitgliedern, also die Beschlußfähigkeit des Hauses. I Bukarest, 3. März. Die telegraphische Verbindung mit Rustschuk ist wieder

Der Präsident schlagt vor, die Verloosung der Mitglieder in die Abtheilungen I hergestellt.

"ach Schluß der Sitzung durch das Bureau vornehmen zu lassen. I m Petersburg, 3. März. Die dieser Tage im Finanzministerium begonnenen

. V3 lndthorst (Etr.) behauptet, daß der Reichstag nicht in irgend I ?biathungen wegen Gmsührung des Tabakmonopols sollen den Blättern zufolge io-

Ä bte Stichwahlen im Lande zum Abschluß gebracht I als möglich abgeschlossen werden und eventuell eine im Reichsrath einzubringende

seren. Er will diesen Protest erheben, ohne demselben praktische Folge zu geben I diesbezügliche Vorlage zur unmittelbaren Folge haben. 0

< quSÄ8'*aV\^Ottl$er ^widert, er wisse nicht, welche praktische Folge I . London, 3. März. Ein Telegramm aus Bombay von heute meldet: Hier

C 6eben wolle, Der Reichstag und das deutsche Volk sollten I "n-egangenen Nachrichten zufolge erließ der Emir von Afghanistan einen Aufrufen. Sr- MaMa den: Kaiser dafür dankbar sein, daß er den Reichstag so zeitig einbe- seine Unterthanen, sich aus einen heiligen Krieg vorzubereiten.

daß die Mtlitartvrlage und der Etat noch vor dem 1. April zum Abschluß ge- I Marz. Eingegangenen Meldungen zufolge ist die aufständische Be-

bracht werden könne. Er nehme den Dank dafür für die Regierung in Anspruch und I wegung in Silistria unterdrückt. ü ' aunianoqcoe -öe-

roer.^e abwarten, was der Abg. Windthorst gegen das kaiserliche Recht einwenden werde.

(rwyastcr Beifall).

Richter (dft.) tritt den Ausführungen des Abg. Windthorst bei; daß

Munster sich hier gleich wieder auf den Kaiser berufe, beweist, wie schwach die Position der Regierung in dieser Angelegenheit sei. (Lebhafter Widerspruch).

,urück»-Ä-^Ä«' ÄCtIbOrf (f°nf-) bk B°h°uptung-n Wtndthorsts -benf-lls . Lokale» --

N--ch kurzen Erwiderungen der 2I6g. Windthorst, Richter, v. Karboff I ehiwü^digen^Kastlr ^offm^und^nock °dreifachenHoch" auf den einoerftandein"" bcm be3 Alterspräsidenten -inun^nitein^h^

TelM°pWche^-iche,k

Bromberg. Habn (K.) mit großer Majorität gewählt I Begeisterung gesungen wurde. - . h , d s dann auch m wahrer

(So,.) *or:Ü,-JlC44e@iH^en60ffmann (31L) fk8te mit 12-148 Stimmen. Godau '---

6817 ©®n,men.* ®c-) mit 8344 St. gewählt. L-istikow (Kartellkandtdat)

lSt°dt.j Schrader (Fr.) mit 10,817 St. gewählt.

hielt 891^St. 5raUbaitl (6,) mlt 13,799 St- gewählt. Rennen (Kartcllkandidat) er-

Dr-sd-n. Hultzsch (Son.) mit 19,656 St. gewählt. Bebel erhielt 10 077

«r-iz. v-nning (R-ichgp.) mit großer Majorität gewählt 6 10|°77 @t

Rordhansen. Lerch- (Fr.) gewählt. u s

12^23 6Lm,n" SPrOf- Bull- (Fr.) mit 15,845 St. gewählt. Meyer (Nl.) erhielt