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4.9.1887 Zweites Blatt
 
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die Radikalen den Kriegsminister Ferron dafür verantwortlich machen wenn das Mobllistrungs-Experiment nicht den gehegten Erwartungen entspricht, wahrend doch General Boulanger der Urheber dieser ebenso kostspieliaen wie nutzlosen Spielerei ist. ö

errlart, daß General Ernroth als provisorischer Regent nach Sofia aescklckt ferne aus »erbe, nicht richtig. Uebrigens haben da auch die Bulgaren noch ein mrr 1 Wörtchen mit hmeinzureden und bei den Erfahrungen, die sie mit der Aera Kaulbars" gemacht haben, dürften bei ihnen die Sympathien für ein "aber­maliges russisches Commiffariat kein besonders großer sein.

In der bulgarischen Frage ist jetzt dieMission Ernroth" als ein neues Moment aufgetaucht. Es handelt sich hierbei um den Vorschlag des Petersburger Cabinets, den General Ernroth 1880 Kriegsminister unter dem Fürsten Alexander als Commissar Rußlands nach Bulgarien ru ent­senden und ihn an Stelle des von den Mächten nicht anerkannten Fürsten Ferdinand die Regierungsgewalt übernehmen zu lassen. Von Seiten der Machte liegen über diesen Vorschlag noch keine bestimmten Aeußerungen vor doch weiß man in Konstantinopel aus den Berichten der türkischen Vertretungen' daß ein Theil der Cabinete principiellen Werth auf Vermeidung von Maß-' regeln zur Lösung der bulgarischen Frage lege, welche nur zu neuen Conflicten fuhren könnten, was also mit anderen Worten heißt, daß die betreffenden Cabinete gegen dieMission Ernroth" sind. Die Pforte nimmt in dieser Specialfrage natürlich wieder ihre alte abwartende Stellung ein und ist die

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_y.it 3A September. Das neue chemische Laboratorium ist nun so weit

gediehen datz der Unkerdachstellung Mitte October kein Hinderniß mehr entaeaenftebe dürste. So viel sich jetzt schon beurtheilen läßt, gibt dasselbe einen Prachtbau der nebst dem neuen Untversitatsgebäude zur Zierde der Ludwigstraße werden wird ' Die von ßc ?f r er ^orfene Architektur sowohl als auch die ästhetisch wirkende Ab- dem Alsenzer graugrünen Sandstein mit dem Nauheimer dunkelrothen Blendziegel in Verbindung mit dem lasttragend wirkenden Andernacher Basalllavasockel zeigen Geschmack und Kunstoerständniß, und sei vor Allem der Bauleitung in an er. kennender Weise gedacht. Nicht minder gebührt den Herren Steinhauermeiftern Lob welche vorzügliches, scharf in Profil und Kante bearbeitetes Material geliefert Haber/ wahrend ein rastlos thatiger, strebsamer Maurermeister, Herr Wilhelm Steinback' es ^standen hat das Ganze und insbesondere die Fanden in meisterhafter Weise aus-' zusuhren, so daß dem Beschauer sofort klar wird, daß genannter Herr einer solch großen Unternehmung vollkommen gewachsen ist. Die vollständige Fertigstellung des Gebäudes

durste indessen vor Herbst 1888 nicht, alsdann aber um so

ö witen Siebi » in

Jmkensalat machen!" Nun können Sie sich detIlächttrvon denken, Herr Jerichlshof. Ick nahm meinen Hut un rennte JSa»0? 7 Gonfortm-

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letzt noch in'n öffentlichen Jarlen mir zu blamiren? Wenn bet bürjer sich unjestraft gefallen lassen muß, dann will ick lieber tn ^car«

kohlen handeln, als in Berlin Rentier sind un d t saa ick " mit

bleiben Sie doch ruhig, wie sollen wir sonst mit der Ärhandlun^ & "»der v Wir werden also zunächst die Personalien der Parteien feststellen "9 ^!_ kommen? Fuh1*?'"*&* bM ßlä0Cr F°rt Begründung der Klage. Es di. s Leidensgeschrchte, die er vorträgt, und eme treffende Illustration in V1 rint flante Sprichwort:Wer den Schaden hat, braucht fürden Spottnick .n? Meine Herren", so hebt er an, .jlooben Sie man, ick bin ^llerleck^ u» ©ptÖen ui mein unjlückselijet Rtechorjan schon so jewöhm det mehr höre, un der Berliner is nu mal so. Er meent et aber nick toQt nch.

spüre, bet reene unverfälschte Ntederträchtigkeet meine kranke Neeie^ für sein Racheiefiehl benutzen dhut, denn hört et uf. Zum Beispiel irf nfin ^e(fmanti - Bor.:Aber Herr Kläger wozu die Einleitung? KommenSKdock^ Borfall selbst, ich furchte, Ihre Erzählung wird so wie so lang aenuo Ä auf d»-> K^ger: ,Jut ick werde mir so kurz fassen als ick kann. Der Schneid» neben mir steht un ick wir haben ufin jemeinschaftlichen Corridor j w7b^ bcr 5'o^nfan,9d ltng et la, zuletzt erzürnten wir uns aber wejen die Ä ' aa! ni*> _________________________________________

""l - *.............. - -........ M,.tM'ÄÄTÄS

nv* dn halbet Dutzend Herren, die sich inn halblauten'Ton wat bändig lach'en. Jckkiiiimere mir aber nlch um sie, fonbern beft^n, n,un W1; -*Cf,.kan »CCnC?..a? een Dodenlchreck, ick hatte mchim

. Schneider B mitten in die JeseUschaft bemerkt, un nu wußte ick wm b,e bebeiten hadde Am liebsten wäre ick schon ufjeftanben un w-gjeganam 'mir ja -en B-essteack b-st-lltt Del kann eens mit Hindernisse werdenTnf, M det dauert nich so lange, da jet et los.Donnerwetter bat d i d'un Gesichte, die Neese mochte ick woll ufn Fcisenkopv haben", meinte b« s^nlt|p*£5 '"bald en Ding als en jtsih-nder Lothkolben, Schneider, so 'ne Ne ^-t i, anschaffen, da kannst Du ja en Büjeleiscn an heeß machen», sagte -in ber bei die Sonnenftnstcrniß zusehen will, denn muß er sich en sfauitd°n^ seine Dopvcliurke ziehn, sonst seht die janze Wirkung verloren »-»^'eb« bat hier en Posten als Glühkäser anjenommen", llnb 'fv jing bd immer Oh Nase her, bis sie zuletzt alle fangen:Die rothe Nase gebt voraus Laterne", Ick hädbc mir ja schon am liebsten gedrückt, aber ick konnte bn** u!S }c >ck mir en Beefsteak bestellt hadde. Endlich bringt der Kellner "-il

- s-. lassin mir di- Unmenschen ziemlich in Ruh 3d fVute 0'Wr'' *

ick den letzten Happen rinhabe, da kloppe ick ooch schon uf 'n Disck u kommt aber nich fleich un wie ick nu so sitze, spure ick mit einem Ä/ d» Neese so brennen dhut. Det mag woll von det hastige Essen wußte nu, det en bisken Essig sehr kühlen dhut un irf ne6m? hi» rr1mb- 3« Menage Lie uff'n Disch steht un drehe^ mir^»m un jSe mir V

Taschenbuch. Ick denke det hat keener jesehen un wiscke^ VnÖfen meta leidenden Orjan, da springt mit eenmal mein Schneider B. von'n Nebcnd°i!ck^?^ * ?r ? schreit:Da, da haben Sie ooch Pfeffer un hier hn ta ie?

- r@ine Berliner Schöffengerichtsoerhandlung.^Herr Präsident ick will mir .^?^en Sie Del" UN setzt diese Jefäße mit Nachdruck vor mir bin Ns?' nich versündigen, aber ick jloobe doch, et is besser uf een Doie blind als mit fn 'n«, I ^ftaunung uf un frage:Herr B., wat soll bet bedeuten'? e e

Ä» m Bi I fönnen !

0 gewaltigen Dimensionen und so intensivem Roth, baß einer ber Sckösten üorberettet wie er war", orbentlich zu erschrecken sckien^ Schöffen,un-

KUlk?««! 88&* LÄÄsEZB

dngdrden und Ihre Krankbdt^gdchicht-^g-hört ^'am End-^nich^bi^r?er

Rlager:Ick bin eenmal hier und will die Sache ausjetragen^haben was >n doll i7

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