Vnrean r Schukstraße 7.
Betreffend: DaS Ersatz-Geschäft für 1887.
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Mllftärdienste noch kerne definitive Entscheidung erhalten, und entweder im Kreise-Metzen ihren dauernden^dlÄn^r^^ • °^r.^rer Befreiung vom Gymnasiasten und Zöglinge anderer Lehranstalten »der als Laus- und bauernben Aufenthalt haben, oder m demselben als Studenten,
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©iegeu, am 3. Januar 1S87. Großherzogliches Kreisamt Gießen.
—----- vr. Boekmann.
2e Dienstag den 4. Januar |887
Gießener Anzeiger
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
Ersch«nt tätlich mit Ausnahme beS Montags. gtri« tnerttljfl^rf^ 2 Mart 20 Pf. mit fBNwwtiobn.
vierleljübrlick, 2 Mark 50 Pf,
Feutschlaud.
RH selber und da, Schwert war verrostet und seufzend sank der Katse zurück an den Tisch und schlief weiter, weiter.--.Einst aber wird er
wiederkommen in alter Macht und Herrlichkeit/--Und er ist wiederge.
kommen! Wer wolUe sich nicht in diese süße Jlluston versenken beim Anblick eine» SOfährigen Heldenherrscher«, der auf eine achtzigjährige Laufbahn de« Kriegsruhme« zurückblickt- Wem würde es nicht zur berauschenden Gewißheit ffi 6ä"9Cr Unb ®e&ec 9eroeiffa9‘ DOn ®eut'*'
Zum
", „'n Mililär-Iubilüum
des deutschen Kaisers.
Durch Gotte« wunderbare Führung ist ein neue« Reich entstanden, da« bestehen und blühen wird, so lange deutsche Heimath»liebe und der nationale Gedanke die Herzen höher schlagen macht. Die Raben fliegen nicht mehr um n jeroQ[tti9et Kampsbegeisterung die kleinstaat- XS'nf^*/kQmpf 0e9Cn den Erbfeind fühlten sich die Kinder sämmtlicher engeren Vaterländer wieder al« Deutsche und so wurden Sturm und Kampf der Kern einet neuen Erhebung, in der da« gespaltene und m^^land erneuert ward c.roieb(:r ausgebaut und da« gemeinsame
Vaterland erneuert ward Fünfzehn Jahre schon find e«, seit sich Kaiser Wil- Helm in sieghafter Herrlichkeit die Kaiserkrone auf'« Haupt setzte und da» Reichrsceptn ergriff, da« zu einem Zauberstabe geworben ist, welcher au» dem zerfallenen staatenverein ein Reich der Macht unb ber Freude schuf unb die erstor-
, V,WVM> .M vvwewvww» uv« «tu i k: Januar. Der Kaiser und die Kaiserin empfingen heute um 10 Ubr
Schild war geborsten und au» den Fugen gegangen, wie da» heilige römische ftatt °Um 12?/ .Prinzessinnen. Um 10v2 Uhr fand Gottesdienst im Dom
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°n folgende^ Ansprache: „Allerdurchlauchtigster, großmächtigster Kaiser
MaIe^s?ä?Äaek>^.^egsherr! Mit Ew. Kaiserlichen und Königlichen' J ! ^eulc ^Lrer die Erinnerung an den Tag, da Allerhöchstdieselben ä re" burd? ^ntg Friedrich Wilhelm UI. in die Reihen der Preußischen Wurden. Wiederholt schon durfte ich, wie im gegenwärtigen ban9f?n6 h^6 Heeres vor unfern Kriegsherrn treten und ihm dafür
S ;un9 Jn ^waltigen Kämpfen zu herrlichen Siegen geführt hatte. Bei der heutigen Feier aber blicken Ew. Majestät auf sechzehn, von Frieden reich aeseanete ^0^ Allem der ungestörten Entwicklung und der Kräftigung des 5rr?1.itafrnnnff?nkPlCn aufgenchteten Reiches gewidmet waren. Solche friedliche Arbeit konnte indeß nur gedeihen, weil gleichzeitig Ew. Majestät sachkundige und raff- -0? ^itung die Schlagfertigkeit des Heeres zu der Vollkommenh^tförderted!? n zeder deutsche Soldat sich mit Stolz bewußt ist. Der preußische Grundsatz 'daß es sr nf? is;ntCr ^k VoU und Heer, weil beide Eins und zu des Vaterlandes
Vertheidigung lederzeit bereit sind, ist durch Ew. Majestät Fürsorge Gemeingut der ganzen 9tatron geworden. In dieser Wehrfähigkeit unseres gesammten Volkes liegt die gewichtigste Bürgschaft für die Wahrung unseres Friedens. So möge es mir heute wie vordem gestattet sein, auszusprechen, daß unser wehrhaftes, einiges Volk in fn-nMnpr* 1n^rf^ Opferwilliger Treue seinem Kaiser und Kriegsherrn vertraut, mit SQl3 ;enJE?^cr?eä F^edens blickt, und den einmüthigen Wunsch hegt, daß Gottes Segen in Fülle auch ferner auf Ew. Majestät ruhen möge." $er önQaC a banfte in sehr herzlichen und warmen Worten, gedachte seines Vaters der ?*?I in schwerer Zelt ihn ürbie Armee habe eintreten lassen in der Hoffnung,
-8kiien erleben werde. Die Vorsehung habe sie ibn erleben lallen im *9^ durch die Erfolge, die er mit der Armee gehabt habe.
Er danke allen Anwesenden als den Vertretern der Armee und damit der Armee, auch
„Es ist Preußen« Bestimmung nicht, dem Genuß ber erworbenen Güter >u leben. In der Anspannung seiner geistigen unb sittlichen Kräfte, in bent etnfi unb bet ^ufrichttzkeit seiner religiösen Gesinnung, in der Stärkung seiner Wehrkraft liegen die Bedingungen' '.einer Macht; nur so vermag e« seinen Rang unter den Staaten Europa« zu behaupten."
_ , 3" achtzigjähriger militärischer Pflichterfüllung hat Kaiser Wllhelm diesem Aiüspruche seiner Regierungt-Antritts-Proclamation nachgelebt — in der unab- läsflgen Anspannung aller seiner Kräfte Preußen« Macht unb Heerkraft gestärkt und zum tonangebenden Start Europas erhoben unb wohlverdient ist die Feier Ji'hS RLat?er diese« achtzigjährigen Dienst-Iubi- läum« bereitete. „Welche aber wohl dienen, die erwerben sich selbst eine gute ®Mr e«^ta der heiligen Schrift unb in ber That, die höchste Stufe irbifcher Macht, d,e höchste Stellung, bie Menschenwtllen bereiten kann, ist unfern greifen Jubilar für sein ,n>ohl bienenb* zu Theil geworben.
Man kennt jene heilige Sage, bie brennende Sehnsucht unb gläubige Hoff« nung ersonnen unb die bet süß geschwellte Mund de« Volkrltede« in tausend Variationen durch die deutschen Lande getragen hat — die Sage vom schlafen- den Kaiser Rothbart im Kyffhäuser. Nicht gestorben war er, der mit so viel Helbengröße unb Weisheit über da« herrliche römische Reich deutscher Nation geherrscht unb dessen Bild da« Wahrzeichen für die höchste Staattibee ber Deutschen geworden ist — er war nur in den Berg geflohen vor ber Misere be» „engeren xtaterfonbe«" und schlief alldort schon viele hundert Jähr', schon I h>ir»Uh^®tein£eftinh ^"»weiße Batt herab, war im Schlafen gor durch den Steirmsch hindurchgewachsen und nur zuweilen, wenn die Raben gar I Zu arg 'rachzten, wachte er aus au» tiefem Traum und halbträumend griff er I dann zu Schwert und Schild, bie häßlichen Raben zu vertreiben, aber bet I
^QÄ(ber 9”6e" ^olUik steht heute - Dank bet erfolg. te»m Dhäligkeit de« Kaiser« — Deutschland im Vordergrund. Sein Rath gilt für maßgebend, sein Wort wird meist eMscheidend. 9
be» bf‘r W-ltsried-n« gift Kaiser Wllhelm, ber Nestor unter
%' «Ä 6 foIs ce‘ §rieben< goldener Wagen seiner Hand!«
Wandlungen haben sich vollzogen in den achtzig Iahten, feit benen Bn^. preußischen Heere angehört! Im Iahte 1850 aalt da«
un^"ige Den chland üt da, Aschenbrödel unter Nationen, 1860 schaltet! noch der brüte Napoleon al« Schiedltichter — zwanzig Iahte faltet Batt. !*■ ^»ller Wilhelm unser Vaterland an die Spitze der Völker erhoben 1 ’
-^ach bet greisen Heldengestaft mll dem Friedenszepter in der Rechten und
I betn Schwert de« fiegtnchen Felohettn an der Seite schaut heute begeistert hin
° ®o[f ln Waffen. Auf ihn. den Frieden«sütsten, richten sich gegen-
wärtig die Blicke von Millionen, welche von der Hingabe an ihr Tagewerk ein bauernde« Wohlergehen erwarten. 0 bewert em
m Erfüllt ist jetzt da« Königliche Programm, da« einst durch den Mund de« ^'lanzler« au«gesprochen ward: „Befreiung nach Außen, Selbstständigkeit de« preußischen unb be« deutschen Vaterlandes!"
„Des deutschen Volkes Sehnen, kühnstes Hoffen
Er, Kaiser Wilhelm, hat's weit übertroffen.-
.?eT,em ®i"ne ko" da« neu erstandene Reich ein Reich be« Friedens unb bs* b°8u dienen, ben Frieden Deutschland»
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i„„*.3Xnbrr,n be5 ^Qt unser Kaiserlicher Herr nicht vergeblich dahin ge.
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Nie waltete ein Herrscher würdiger, weiser, Heil ihm, dem ersten Hohenzollern-Kaiser!


