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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

WM*« «chu^»,Lße 7.

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Deutschland.

Von beteiligter Seite wird derKöln. Ztq."

^sport Kessler, Jciberg 9,

Berlin, 26. April, geschrieben:

Die Consolidirung des schreitet in erfreulichster Weise auch die auf den Ausbau der

Amerika.

New. York, 24. April. Nach einer Meldung derTimes" ist der Ex-Präsident Arthur gefährlich erkrankt.

^G°rontte bei billigst

_______426

ILulgarien.

Sofia, 25. April. Der Fürst empfing heute in feierlicher Audienz, umgeben von semem Hofstaate und den Ministern, den türkischen Abgesandten Schakir Pascha, welcher dem Fürsten den Ferman über dessen Ernennung rum General-Gouoerneur von Ost-Rumelien überreichte. a

Kriechenland.

Athen, 24. April. Eine Depesche des Befehlshabers der griechischen truppen an die Regierung bezüglich der Vorgänge an der Grenze in der Nacht vom 21. ds meldet: Die türkischen Vorposten begannen am 21. ds. um Mit­ternacht zu schießen, die griechischen Truppen erwiderten das Feuer. Die Türken £aUnL-eiL*e §^llung, welche die Griechen besetzten. Am andern Morgen ließ der türkische Befehlshaber dem griechischen Befehlshaber sein Bedauern über den Vorfall aus sprechen. Letzterer forderte die Türken aus, ihre früheren Stellungen wieder ewzunehmen. Damit war die Ruhe wieder hergestellt. Ein türkischer Sergeant und ein griechischer Corporal waren verwundet worden.

rrx m Apnl. (Telegramm desReuter'schen Bureaus.") Vier englische Panzerschiffe, ein deutsches, ein österreichisches und ein italienisches' Panzerschiff sind von der Suda-Bai in der Bucht von Phalerun angekommen. Heute Abend findet eine Zusammenkunft der auswärtigen Vertreter beim engli­schen Gesandten statt.

Aegypten.

* _^atrP * 26. April. Ueber die Antwort der englischen Regierung auf den Entwurf Mukhtar Paschas zur Reorganisation der egyptischen Armee ver- lautet weiter, daß dieselbe, wenn schon alle wesentlichen Punkte des Entwurfs abgelehnt werden, doch die Aufforderung an Mukhtar Pascha enthält, er möge seme Vorschläge auf der Basis modificiren, daß das egyptische Heer an der Grenze bei Wady-Halfa die Zahl von 12,000 Mann nicht übersteigen solle und daß auch ferner wie bisher die englischen Officiere im egyptischen Heere ver­bleiben. Auf den Beitrag Egyptens zur Unterhaltung der englischen Occupa- tlons-Armee erklärt England nicht verzichten zu können. Mukhtar Pascha hat nach Eingang der englischen Antwort vom Sultan weitere Instructionen erbeten.

Erscheint ILzttch mit «vSmchme des 9Urei» vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit 58rina«Wtei

....................................... Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 58 «f.

Mdet sich meint W. rei am 29?i gsberg 3 m Friedhof.

toll, (§ärtnrr.

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au§ (womöglich

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Rutsch - ostafrikanischen Colonial Unternehmens fort. Sowohl die Arbeiten in Ostafrika als vc - . - - Gesellschaft gerichteten Bestrebungen in Deutsch-

emen guten Fortgang. Daß in Afrika das Stationen-Netz der Gesellschaft bis aur acht erhöht worden ist, theilten wir bereits mit. Hinzu­fugen können wir noch, daß die zuletzt angelegten Stationen den besonderen Zweck ?!m-La"^chafken Usambara, Useguha und Usaramo militärisch und wirth- schaftuch zu decken, insbesondere aber die wichtigen Bajamogo- und Saadami- Straßen 'N dm thatsüchlichm Besitz der Gesellschaft zu bringen. Wie wir bören, soll demnächst im Centrum von llsagara eine militärisch stark befestigte S ation angelegt werden für polizeiliche Zwecke und zum Schutz der Karawanen- Straßen. In Deutschland macht die Bildung von Untergesellschasten zur Aus- b-utung einen sehr erfreulichen Fortschritt. Die öffentliche Meinung wird durch einige nahe bevorstehende Publicationen in den Stand gesetzt werden, sich über die Bedeutung der deutsch, ostasrikanischen Erwerbungen ein obiectives Urlheil 8 b»d°n. Es erscheint nämlich Ende dieses Monats einerseits eine actenmäßige Darstellung der Entwicklung des Unternehmens aus der Feder des Dr Wagner ""derftits eme Sammlung von Urtheilen der competenten Augenzeugen über die nurthschastliche Bedeutung von Ostasrika aus der Feder des Ministerial-Präsi- denten Dr. Grimm in Karlsruhe. Da zu gleicher Zeit eine genaue Special- karte der Kolonien von der Engelhardt'schen Landkarten-Handlung herausgegeben wird, hat das größere Publikum hinreichend Gelegenheit, sich von der enormen Tragweite der deutschen Bestrebungen in Ostasrika gründlichst zu überzeugen. Dies wird ohne Frage den radikalen Umschwung zu Gunsten des deutsch- ostafnkamjchen Unternehmens in den breiten Kreisen der deutschen Nation wie nigen müffen^9 r^Mloser vollzieht, nur noch vertiefen und beschleu-

Rr. 98 Zweites Blatt Donnerstag den 29 April

Hesterreich.

e. w ^ien ' 26 April. SDfSFremdenblatt" bezeichnet mit Genugthuung die Ausführungen derNordd. Allg. Ztg." über das österreichische Landsturm­gesetz als einen Ausfluß der richtigen Erkenntniß des Zweckes der Landsturm- Organisation. Das Blatt bekämpft gleichzeitig die Anklage derPetersb. Htq " und betont, der Landsturm sei nicht eilig geschaffen, sondern seit der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht vorbereitet. Derselbe habe einen defensiven Cha- rakter, aber die chauvinistischen russischen Organe fürchteten die Vermehrung der Defenfiokraft Oesterreichs. Wenn auch die Beziehungen Oesterreichs zu Ruß- land auf starken Grundlagen beruhten, so sei doch eine Agitation Seitens Män­ner von großer Autorität bedauerlich, welche das Erstarken des gegenseitigen Vertrauens der Völker beider Reiche erschwere. H B B

Krankreich.

. , , Apr'l' Der Oberst be Vatry hat soeben eine Uebersetzung

des bekannten Buches des Generals v. Clausewitz:Die Theorie des großen SeS L^ermgegeben, welche in hiesigen militärischen Kreisen großes Aussehen macht. Der französische Oberstlieutenanl Hennebert widmet ihr eine länge-e Besprechung an deren Schluß es heißt:Oberst de Vatry leistet unserer nattonalch Armee einen ausgezeichneten Dienst, denn aus dieser Uebersetzung können unsere Officiere werthvolle Lehren schöpfen. Beim Lesen werden sie die Ursache. unserer Unglucksfälle erkennen; sie werden den Geist der deutschen Strategie erfaffen und sich mit den wahren Grundsätzen der Kriegskunst be» rannt machen. Diese in allen Punkten bemerkenswerthe Arbeit richtet sich ,u- gle ch an die Officiere der Reserve und der Territorial-Armee, deren werthvolle Unterstützung so sehr zum Heil unseres theuren Vaterlandes beitragen kann r. n unsere Staatsmänner, Diplomaten, die Vertreter des Volkes, über. nh»UrP 9iaMimS)teien Sen ' "^che durch ihre persönlichen Handlungen, Meinungen und T", Ten "ch/mäßigen Einfluß auf die Staatsgewalt ausüben dem Buche großen*Nutzen An7 obliegt, werden aus

-ffpniPr^Vnt'n'«,2!4' anriL .(Meldung derAgence Havas.") Die französische Mr 'f8e ertn b 9t'e^'We Regierung in freundschaftlicher, aber

lich de?^ des Wunsches der Mächte bezüg.

Paris, 26. April DasJournal des Döbats" erfährt der Minister­präsident Freycinet habe die Mächte von der Entschließung der griechischen Re- g erung auf die Vorstellung des französischen Gesandten verständig9 ÄLseL ersucht, von berUebergabe der Collectw-Rote abzusehen, da dieselbe gegenstands- los geworden sei.

- (Telegramm derAgence HavaS.") Ueber die bereits fignalifirte Ank- wort des griechischen Ministerpräsidenten Delyannis an den sranzösi chen Ge­sandten, Grafen be Mony, wirb noch bekannt, Delyannis habe erklärt er wolle bett ihm ertheilten Rathschlägen folgen und um eine Regelung der schwebenden Frage auf diplomatischem Wege ersuchen. \

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- Der Handelsvertrag zwischen Frankreich und China ist gestern in Tientsin unterzeichnet worden.

England.

__ ßoftbon, 25. April. In Folge der Klagen, welche in der Unterhaus- Sitzung vom 3. April gegen die Fortschritte des deutschen Handels laut wurden, hat dre englische Regierung sich entschlossen, dem letztem schärfer auf die Finger zu sehen. Heute veröffentlicht sie zwei Paragraphen, von denen der eine sich au me englische Kohleneinfuhr, der zweite auf den Vertrieb deutscher Maaren aus deutschen Schiffen ohne Zwischenhändler bezieht.Es heißt so lautet öer letztere Paragraph, daß deutsche Dampfer mit deutschen Maaren beladen an den verschiedenen Häsen Süd-Europas von Zeit zu Zeit anrusen sollen. Die Waareff werden so verpackt, daß sie leicht erreichbar sind. Die Salons dienen ^V^Mungsräume. Importeure werden dadurch in Stand gesetzt, ihre Wahl zu treffen und die Waare sofort ausschiffen zu lassen, wodurch sie der Dienste der Zwischenhändler zum größten Theil entbehren können."

c26. April. D?eTimes" meldet aus Konstantinopel, Server Pascha sei erkrankt und gehe Edhem Pascha an dessen Stelle nach Livadia.

Italien.

r», .^^-26. April. Eine Depesche des italienischen Consuls in Aden meldet, die Nachricht über die Ermordung der italienischen wissenschaftlichen Ex- pedltion durch den Sultan von Hgrrar, welche ein der Niedermetzelung entron- nener öoloat überbracht habe, werde von der Local-Regierung in Aden officiell bestätigt. Die Ermordung sei in Arbud zwischen Zeilah und Gildezza erfolgt. Es seien alle Mitglieder der Expedition, mit Einschluß von zwei europäischen Dienern, niedergemacht ; die aus Eingeborenen bestehende Eskorte sei gefangen ^^E^bN worden. Die in Harrar zurückgebliebenen Europäer seien indeß nicht getodtet worden, wie man bisher behauptet habe, sondern nur zu Gefangenen gemacht worden, unter ihnen befinde sich ein Italiener, der Kaufmann Saccone. . -J« Uge eines gestern Abend stattgehabten Ministerraths begab sich

der Ministerpräsident Delyannis heute Vormittag zum Vortrage bei dem Köniae nach dem Quirmal. Erst in dieser Conferenz ist das Dekret über die Auflösung ber ^plttirtenkammer vom König unterzeichnet worden. Die Neuwahlen sollen am 23 Mai, die Stichwahlen am 30. Mai stattfinden.

T, 24 April. Der deutsche Gesandte beim Vatikan, v. Schlözer,

ist hierher zuruckgekehrt.

24' 3tprlL 23- bis 24. April, Mittags, sinb an

Cholera 4, Erkrankungen unb em Tobesfall zu melben.

26- April Von gestern Mittag bis heute Mittag kamen hier c> Cholera-Tobesfalle unb 3 Cholera- Erkrankungen vor-

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Ruffensttinen dos ffee (Beim Feldschlöf g soll von mir au? werben (am liebst!-

«ihre Angebote rch s zum 27. Aprile, lich bei mir einreM jlpril 1886. aubertshettseri,

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