Telegraphische Depeschen.
LSoLff'A telegr. Eorresponveuz-Burea«»
Berlin, 25. März. Der Bundesrath stimmte in seiner heutigen Plenarsitzung dem Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsoertrage mit Zanzibar zu, sowie dem Anträge Preußens, betreffend den Gesetzentwurf über die Begründung der Revision in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten und faßte Beschluß über den dem Kaiser zu machenden Vorschlag bezüglich der Besetzung der Stelle des Oberreichsanwalts.
Berlin, 25. März, lieber die Stellung der Parteien zur Canalvorlage verlautet, daß die Rationalliberalen nach Befürwortung der Vorlage durch Hammacher beschlossen haben, dafür zu stimmen, die Conservativen sollen zunächst nur die für den Osten bestimmten 12 Millionen zu bewilligen geneigt sein.
Dresden, 25. März. Die erste Kammer genehmigte die Aufnahme einer drei- procentigen Renten-Anleihe von 24 Millionen und bewilligte eine Million als Beitrag zum Bau einer vierten Clbbrücke in Dresden. Der Schluß des Landtags erfolgt nächsten Sonntag.
Brüssel, 25. März. Der „Ctoile belge" meldet aus Charleroi heute Abends, man besorge für den morgenden Löhnungstag eine allgemeine Riederlegung der Arbeit. Zur Aufrechthaltung der Ruhe ist ein Bataillon Jäger nach Fleurus abgegangen, nach Chatelineau ist Gcnsdarmerie gesendet.
Brüssel, 25. März. Bezüglich des heute Abend stattfindenden Arbeitermeetings ordnete die Polizei an, daß die Theilnehmer an demselben weder vorher noch nachher in geschlossenen Aufzügen sich durch die Straßen bewegen dürfen.
Lüttich, 25. März. Eingegangener Anzeige zufolge ist beim Bahnhofe Hasselt, sechs Fuß von den Schienen entfernt, ein Tynamitpacket mit 35 Patronen aufgefunden worden. Das Packet war von dem Maschinenräumer bei Seite geschoben. Der hiesige Generalprocurator begibt sich morgen nach Hasselt, um die Untersuchung persönlich zu leiten. — Auch in Ransart und mehreren Gruben bei Chatelineau und Fleurus ist Strike ausgebrochen.
Lüttich, 25. Marz. Auf Befehl des Generals Delooz wurde die gesammte Bürgergarde plötzlich gestern um IO1/* Uhr Abends unter die Waffen gerufen. Ab- theilungen derselben besetzten eine Grube, vor welcher zahlreiche Ansammlungen ftatt- gefunden haben. Für den Sonntag sind in Gent, Lalouviere, Vervicrs, Loewen und Andenne Meetings angekündigt.
Lüttich, 25. März. Gestern Abend spät kam es hier zu einem Zusammenstoß zwischen den Truppen und den Strikenden. Zwei der letzteren wurden verwundet, davon einer tödtlich. Die Bürgergarde hat seit heute früh das Rathhaus besetzt, die hiesigen Truppen sind durch Zuzug aus Hasselt und Beverloo verstärkt. Der Strike dehnt sich fortdauernd aus. Die Häupter der Anarchisten predigen offen die Plünderung, die unmittelbare Umgebung der Stadt ist so unsicher, daß Soldaten die Briefträger begleiten, zahlreiche Strikenden durchstreifen die Landorte bettelnd und bedrohen Die Bevölkerung. In Saint - Nicolas griffen Stritende die Wohnung des Bürgermeisters an und zertrümmerten die Fenster des Hauses.
— Die Officiere der Truppen wurden ermächtigt, Personen, welche unbefugt Waffen tragen, festzustellen. — Abtheilungen des 9. Linien - Regiments sind nach Saint-Nicolas abgegangen, wo gestern zwei strikenden Arbeiter tödtlich verwundet würben.
London, 25. März. Morgen findet ein Cabinetsrath behufs Erörterung bet Vorschläge Gladstone's für die künftige Regierung Irlands statt.
— Nach dem Inhalt des gestern in den Wagen der Königin geworfenen Briefes ist der Schreiber deffelben Soldat gewesen; er ist nach 23jähriger Dienstzeit verabschiedet und sucht nun um Pension nach. Die angestellten Ermittelungen haben ergeben, daß derselbe bereits zweimal in einer Irrenanstalt gewesen ist.
London, 25. März. Unterhaus. In Abwesenheit Gladstone's, der unwohl ist, aber morgen im Unterhause zu erscheinen hofft, erklärt Harcourt, der Premier werde am 8. April die Ansichten der Regierung über die irische Frage mittheilen. Harcourt hofft, das Budget in der ersten Hälfte des April vorzulegen. — Bryce erklärt, die Pforte sei nicht gewillt, die Frage einer Gebietsabtretung an Griechenland wieder zu eröffnen, weil sie dieselbe als durch die Convennon vom Mai 1881 geschlossen betrachte. Die Pforte wünschte gewisse Fragen, die durch die griechische Gesetzgebung betreffs der Kirchengüter in an Griechenland abgetretenen Districten entstanden, Den Mächten unterbreitet zu sehen, Griechenland aber behaupte, daß sein desfallsiges Vorgehen nach der Convention durchaus gerechtfertigt fei. Die Verhandlungen hierüber seien seit einigen Monaten unterbrochen.
Petersburg, 25. März. In Baltischport ist die Schifffahrt gestern eröffnet worden. Die Rhede von Reval ist noch mit Eis bedeckt.
Newyork, 25. März. 7000 Arbeiter in den Mäntelfabriken stellten die Arbeit ein. Eine Depesche aus Evansville (Indiana) meldet, daß die Weichensteller der Nashville-Louisviller Bahn einen Strike begingen.
Washington, 25. März. Der Schatzsecretär Manning ist plötzlich erkrankt, wie man fürchtet, an einem Schlagflusse.
St. LouiS, 25. März. Zwischen den strikenden Arbeitern und Beamten der Missouri-Pacificbahn und der Polizei kam es zu einem Zusammenstöße. Erstere widersetzten sich gewaltsam dem Versuche, einen Güterzug abgehen zu lassen. Die Loco- motivführer und Heizer verließen ihre Posten und nur durch «Einschreiten der Polizei gelang es, den Zug unter starker Eskorte abgehen zu lassen. Die Miliz wurde zur Ausrechterhaltung der Ordnung einberufen.
Kalkutta, 25. März. In der heutigen Amtszeitung ist das Budget Indiens Veröffentlicht worden. Der Finanzminister constatirt in demselben, daß die Lage des Handels und Verkehrs hauptsächlich die Ursache der herrschenden Beunruhigung bilde und er fügt hinzu, daß seitens der indischen Regierung die Aufmerksamkeit des Staats- secretärs auf diesen Gegenstand gelenkt worden sei. Es wird dabei hervorgehoben, daß es nothwendig sei, gemeinsam mit den Großmächten und den Vereinigten Staate» Nordamerikas eine Lösung der Schwierigkeiten der Silbersrage zu suchen.
Schulfragen.
Wir rücken der Zeit näher und näher, in welcher Tausende von jungen Leuten aus dem Schooß der Familie in das Leben hinaustreten, um sich einer Erwerbs- gelegenhcit zu widmen, welche ihnen später das tägliche Brod bringen soll. Die Zahl der jungen Mäniler, welche das Univeisitätsstudium wählen, beginnt verhältnißmäßig nachzulassen; in einer großen Zahl von höheren Earridren herrscht Ueberfüllung und das Loos, welches hier bargeboten wird, ist ein ungewisses. Es liegt im Zuge unserer Zeit, daß die Eltern darnach streben, ihren Kindern zu einem möglichst hohen Posten zu verhelfen, aber dies Streben findet nur gar zu oft kümmerlichen Lohn und deshalb beginnt an seine Stelle schon mehr wieder die praktische Ucberlegung zu treten.
Für den Einzelnen sowohl, wie für die Gesammtheit der Staatsbürger und den Staat, ist es stets am vortheilhaftesten, wenn jeder Bürger sich einer Thätigkeit widmet, die ihn voll in Anspruch nimmt, ihm damit die Mittel zur Existenz gewährend; das Hoffen und Harren auf Emporsteigen ist ein trüber Trost, der nur zu bald schwindet.
Die Zahl der Zweige des praktischen Erwerbslebens, welche Jedem, gleichviel aus welchem Stande er hervorgegangen, bei ehrlicher, willenskräftiger Arbeit Gelegenheit geben, sich seßhaft und selbstständig zu machen, ist eine große. Es ist wahr, die Zeiten sind momentan nicht die besten, aber in solchen Krisen erprobt sich erst die Widerstandsfähigkeit des Mannes, auf Rosen und Lilien wandert heutzutage Niemand mehr durch's Leben. Aber trotz alledem gilt es auch heute noch, daß Jeder seines Glückes Schmied ist!
Gerade weil die ungünstige Zeit viele Mißverhältnisse hervorgebracht, ist dem ehrlichen, reellen Gewerbetreibenden noch immer Erfolg geboten, wenn er das Richtige mit richtigen Kräften beginnt, wenn er arbeitet, aber nicht fpeculirt. An der Börse ist das Speculiren schon verderblich genug, im soliden Geschäftsleben muß es unbedingt zum Ruin sichren, wenn nicht die nothwendigen Baarmittel vorhanden sind. Auf das sogenannte „Glück" sich zu verlassen, ist thöricht; das Glück macht nichts, wohl aber die Geschicklichkeit.
Die Zeiten sind andere geworden, der Kampf um den industriellen Lorbeer wird schwerer und schwerer und an Den Einzelnen werden deshalb immer mehr erhöhte An- 'forderungen gestellt. Schulbildung ist überall die erste Bedingung des Lehrherrn für die Annahme des Lehrlings. Was ist Schulbildung für den Geschäftsmann? Richt
so sehr die Fähigkeit, einen gelehrten Aufsatz fertig zu stellen, eine verwickelte mathematische Lösung zu finden oder physikalische Experimente zu machen, unter Schulbildung verstehen wir hier vor Allem die Fähigkeit, die Erfordernisse des praktischen Lebens zu verstehen und auf sie die Schulbildung anzuwenden. Die allgemeine Bildung soll dazu helfen, leichter in die Geheimnisse des Erwerbslebens einzudringen, den Blick dafür zu schärfen und endlich die ganze Persönlichkeit des Gewerbtreibenden zu heben. Dem Geschäftsmann öffnen sich heute alle Kreise, er muß deshalb fähig sein, dort aufzutreten.
Für einen Gewerbtreibenden weiß Niemand zu viel; es wird von ihm sogar noch gefordert, daß er seine Kenntnisse auch richtig zu verwerthen versteht. Darauf kommt es an! Ein junger Mann, der die „hohe" Schule besucht, ist für irgend ein Gewerbe in keinem Falle zu gut; es fragt sich nur, ob das Gewerbe nicht zu gut für ihn ist. Alle Achtung vor seiner Gelehrsamkeit, aber gelingt es dieser nicht, irgend welche practische Erfolge ru erzielen, so ist sie ein todtes Kapital, über das zuletzt sehr zweifelhaft geurtheilt werden wird. Wer aber mit guten Kenntnissen an ein Gewerbe herantritt, sie practisch zu verwerthen versteht, durch seine Persönlichkeit fein Geschäft mit heben hilft, vor solch einem Mann wird Jeder den Hut abnehmen und sagen, er versteht's! Welches Gewerbe der Mann betreibt, ist dann ganz Nebensache. Jede redliche Arbeit steht heute gleich, und der self-made man findet überall Anerkennung.
In unseren Schulen, von der Volksschule bis hinauf zu den höheren, herrscht ein tüchtiger Geist, überall wird mit voller Kraft gearbeitet, die beweist, wie sehr erkannt wird, daß Wissen ein Schatz ist. Wer bei uns lernen will, der kann lernen und braucht nicht zu befürchten, daß ihm Mangel an Schulkenntnissen die fernere Laufbahn erschwert. Aber doch wird mit der Zeit in den Schulen, d. h. in den oberen Klassen, etwas mehr noch darauf hingearbeitet werden müssen, daß der Blick der Kinder für das Leben und die Lebensarbeit geschärft, daß Wissen auch practisch verwendet wird. Die Schule soll keine ausschließliche Gewerbeschule fein, das verträgt sich nicht mit ihrer allgemeinen Bestimmung, aber sie soll eine Vorschule für das Leben fein und auf dies etwas vorbereiten.
Mancher Gewerbtreibende weiß, daß es eine Mühe ist, einen Lehrling mit ganz guten Schulzeugnissen mit einfachen schriftlichen Arbeiten dem Gewerbeleben und anderen nichttechnischen Dingen vertraut zu machen; und dabei schreibt der Junge einen Aufsatz herunter, daß es eine Pracht ist. Hier kann jedenfalls noch etwas gethan werden, viel ist ja schon geschehen, die Schule muß fest das Ziel vor den Augen haben, daß alles Wissen, welches sie gelehrt, nur lohnend ist, wenn es praktische Verwerthung findet. Man sage nicht: Dazu ist die Lehrzeit da! Die Lehrzeit wird so stark durch technische Ausbildung in Anspruch genommen, daß es im Interesse der jungen Leute dringend wünschenswerth ist, wenn sie den schweren Weg nach Möglichkeit erleichtert erhalten. Keine langen Lehrpläne sind da nöthig, schon ein klares Wort des Lehrers thut viel. (N. H. V.)
Der Deutsche Dereiu für Armenpflege und Wohtthiitigkeit und seine nächste Generalversammlung.
Der Deutsche Verein für Armenpflege und Wohlthätigkeit hat sich seit dem Jahre 1880 zu einer wichtigen stehenden Institution für das Armenwesen und die Pflege der Gemeinnützigkeit im deutschen Reiche herausgebildet. Es haben bisher 6 Armenpfleger-Congresse, in Berlin (2), Darmstadt, Dresden, Weimar und Bremen, stattgefunden, welche regelmäßig einen festen Stainm städtischer Verwaltungsbeamten zur Berathung wichtiger cominuimler Angelegenheiten vereinigten, denen sich zahlreiche Staatsbeamte, Gelehrte und Freunde der Gemeinnützigkeit angeschlossen hatten, um die sociale Hilfeleistung allseitig vorwärts zu bringen.
Der Sitz des Vereins war bisher in Berlin, von wo aus der Stadtverordnetenvorsteher Dr. Straßmann in opferfreudiger Weise den Verein leitete. Die deutsche Kaiserin Augusta, welche, an der Spitze der vaterländischen Frauenvereine, allen deutschen gemeinnützigen Bestrebungen die hingebendste Sorge zuwendet, hat sich auf eine Gratulation der Berliner Stadtverordneten an ihrem letzten Geburtstage in ihrer Antwort u. A. auch über die hilfsbereite Forderung der Interessen der Wohlthätigkeit von Seiten der Bürgerschaft Berlins und der Stadtverordneten dankend geäußert und dabei wörtlich bemerkt: „Dem jüngsten Armenpfleger-Eongreß habe Ich Meine volle Theilnahme gewidmet und einen neuen Beweis deutschen Gemeinsinns in diesen Be- rathungen gefunden, die den Anforderungen der Zeit entsprechen."
Nach dem Tode von Dr. Straßmann hat einer der Begründer und Hauptförderer des Deutschen Vereins, der preußische Abgeordnete Seyffardt-Crefeld, der an der Spitze des Crefelder Armenwesens steht, die Geschäfte im Namen des Vorstandes provisorisch fortgeführt und sich im Interesse des Centralausschusses zunächst bemüht, eine geeignete Persönlichkeit in Berlin zur Uebernahme der Leitung und Geschäftsführung zu bewegen. Da die darum gebührend angegangenen Persönlichkeiten Bedenken trugen, zu der bereits auf ihnen ruhenden Geschäftslast noch eine weitere hinzuzufügen, so sah sich der Mitte März in Berlin versammelte Centralausschuß des Deutschen Vereins zu feinem großen Bedauern in die Lage versetzt, die Abhilfe in einer anderen Richtung suchen zu müssen und auf die formelle Vorschrift der Vereinssatzungen zurückzugreifen, welche fünf Vorstandsmitgliedern die Leitung der Geschäfte übertragen.
Nachdem an Stelle des verstorbenen Vorsitzenden Herr Stadtsyndikus Dr. Eberty- Berlin dem Ausschüsse zugewählt worden, bestellte der Ausschuß den Vorstand des Vereins in der Weise, daß in demselben Herr Seyffardt-Crefeld die Stelle des Vorsitzenden und damit die Leitung des Vereins, Stadtrath Ludwig Wolf-Leipzig aber die Geschäfts- und Kassenführung übernimmt. Der Herr Präsident v. Reitzenstein-Frei- burg wird als Stellvertreter des Vorsitzenden, die Herren Oberbürgermeister Dr. Ohly- Darmstadt und Stadtsyndikus Dr. Eberty-Berlin werden als Beisitzer amtiren. Die Bureaubildung bei den Congressen wird dadurch nicht berührt und bleibt dem Ermessen der Versammlung vorbehalten.
In Gemäßheit dieser Festsetzung werden die Vereinsmitglieder gebeten, Zuschriften (soweit sie nicht auf die Vereinsleitung Bezug haben) und Geldsendungen an den Geschäftsführer Stadtrath Ludwig-Wolf, Leipzig, Obstmarkt 3 (Stadthaus) gelangen zu lassen. Insbesondere sind Beitritts- und Austrittsmeldungen, Bestellungen von Vereinsschristen (falls solche nicht im Buchhandel) und die Vereinsbeiträge an den Letzteren zu richten oder adzuführen. Alle Werthsendungen müssen nicht blos die Adresse des Vereins, sondern neben dieser die des Stadtraths Ludivig-Wols ober diese allein tragen, da anderen Falles die Poft sie nicht aushändigt.
Der diesjährige Congreß soll im September in Stuttgart stattfinden. Aus der Tagesordnung stehen:
1. Die Reform der ländlichen Armenpflege. (Referenten: Landesdireetor Graf Winzingerode in Merseburg und Oberamtmann Huzel in Schwäbisch- Hall);
2. Die Behandlung von Armenstiftungen (Referenten Dr. Emminghaus in Gotha und Ministerialrath Wielandt in Karlsruhe);
3. Der Arbeitsnachweis als Mittel vorbeugender Armenpflege. (Siefeienten: Oberbürgermeister v. Hack in Stuttgart und Bürgermeister Amecke in Dortmund).
Für die Reform der ländlichen Armenpflege war auf dem letzten Armenpfleger- Congresse in Bremen eine große Commission gebildet worden, welche sich kürzlich in Berlin versammelt und wichtige Vorarbeiten geliefert hat. Für die Erörterung der Form des Arbeitsnachweises ist es sehr günstig, daß sich in Stuttgart eines der besten deutschen Arbeits-Nachweisungs-Bureaus befindet, welches seit 20 Jahren erfolgreich arbeitet.
vermischtes.
Selters, 20. März. Der gestrige Nachmittagszug brachte 100 Stück Fasanen für Die Krupp'fchen Jagden im hiesigen Amte. Dieselben kamen in 20 Korben als Eilgut aus Böhmen und hatten die weite Reise in 48 Stunden bis auf wenige Exemplare glücklich zurückgelegt. Hier wurden dieselben gefüttert und getränkt und durch Herrn Oberförster Anmann den Krupp'fchen Jägern zum Weitertransporte übergeben. Zwanzig Stück sollten bei Ransbach und achtzig Stück an den sonnigen Abhängen des Saynthales bei Saynhof, in der Nähe des Jagdschloßchens Sayneck, ausgesetzt werden. Wenn es den Bemühungen des Herrn Krupp und des Herrn Oberförsters Aumann (weich'letzterer die Verwaltung der Krupp'fchen ausgedehnten Jagden führt) gelingt, die Fasanen in unseren schönen Waldungen und Thalern heimisch 411
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