Mage zu Nr. 191 -es „Eichener Anzeiger".
vermischte-.
fnnpn i b5- Reisesatson pflegten vielfach Leute, welche anverwandte Per
sonen nach dem Bahnhofe begleiten, die letzten Abschiedsworte in dem betreffenden ^oupS auszutauschen, m welchem sie so lange Platz nehmen, bis der Schaffner zur Abnahme der Brllets erscheint. Niemand denkt wohl daran, daß er sich eines Ver- gegen das Bahnpolizeireglement schuldig macht, welches besagt, daß das Besteigen emes Waggons ohne Biller bei Strafe verboten ist. Dem Rittergutsbesitzer v. Dziem- Lel" ^^erendar v. Lyskowski sind, nach Mitthcilung der „Nat.-rttgaus der Nichtbeachtung dieser Bestimmung unangenehme Weiterungen entstanden. Sie hatten aus dem Anhalter Bahnhofe eine Dame zu einem Frauencoupö begleitet und da in demselben eine sonstige Mitfahrende sich nicht befand, gleichfalls in demselben Platz genommen Aus dieser Thatsache entspann sich ein Conflict mit dem Stationsbeamten und beide Herren wurden nut einem Strafmandat von je 5 bedacht Sie ! A l?enchMche Entscheidung an und machten geltend, daß ihnen von eimm so chen Verbote nichts bekannt sei. Da aber der Stationsbeamte bekundete daß d?!
QU an zwei Stellen zur Nachachtung ange
schlagen ist, so verurtheilte der Gerichtshof beide Herren zu je 6 Strafe.
, ^b elberg, 12. August. [23om Universitäts-Jubiläum.s Die Herren Ober; baurat^ Durm-Karlsruhe und Professor Hoff sind zu Ehrenbürgern Heidelbergs ernannt worden. — Aus dem großen Fasse im Heidelberger Schlosse wurden in der ^btsUxm^°5e ^Tase des Anstiches, Mittwoch den 4. August, bis Sonntag 7t/Cn<L«i r£ ß"ll1-airien etro? 8900 Liter Ruppertsberger, also beinahe 7V? verzapft. Ihre Königliche Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin liegen sich am letzten Sonntag von Frau Jckrath auch den Wein aus dem großem Fasse credenzen und sprachen sich sehr befriedigt über dessen Qualität aus. Ter Ber- Ast hinaus, bis zum 15. d. M. Abends fortgesetzt und am 19. nochmals erneuert. Der Genius Loci Heidelbergs ist feucht.
ß.. r. Karlsruhe, 13. August, lieber die der Universität Heidelberg von höchster D ^GroübÄaain M'" n^eilt die ,Karlsr. Ztg." nachträglich noch Folgendes mit: Die Grotzherzogln hat der Universität den Thronsessel geschenkt, auf dem der Groß- H o l rarb?iff11 S dem großen Eröffnungsact des Jubelfestes in der Aulm Die
t zu der Firma Ziegler m Karlsruhe und die auf rothem Sammet
8eituna ebet°lwerMa tammt».aur2 bf kunstgewerblichen Frauenarbeitsschule unter Leitung des Prof. Baer ut Karlsruhe. Dieser Sessel bleibt fortan in der Aula ^ernC^lat-r)lC ®ro^rCyofltn das Senatssitzungszimmer der Universität eine kost- geschenkt, welche nach künstlerischer Angabe von Herrn Hofbuchbinder
Mavve be^den^ich^ertlgt wurde Auf den reichverzierten Metallbeschlägen dieser Mappe befinden sich das Allrance-Wappen der Großherzogin und die Wappenschilde der Universität und der Stadt mit den Jahreszahlen des Jubiläums Die Groß- anblfl es!ne ®lbmunS bineingeschrieben und beide Gegenstände mit ^rH,n&bJ^Ctcen °!!r den Prorector begleitet, welches folgenden Wortlaut hatte: ^5WEschatzter Herr Prorector! Es ist Mein Wunsch gewesen, Mich durch eine sichtbare Gabe an dem erhabenen Feste zu betheiltgen, welches Ihre ehrwürdige Uni- »bC0Cbt> glaubte keine Ihnen Allen und Mir pe?Äch d?e Stäle^rusck^ückk-n^nnen. als indem Ich in Ihrer neu erstandenen Aula Dte ©teile -u schmucken suchte, von welcher aus der Großherzog mit der Gesammtbeit fte6tU“^4 habe 'ferner S !'ifLbr.troiirbi(,c 8ekr mitzuerleben im Begriffe
a or tcrncr ^"Wunsch gehabt, für das Senatszimmer der Universität ein fnSnhpn5 an ^••^beIfLicr 3U stiften und thue dies in Gestalt der bci-
Tolgenden Schreibmappe. Mochten ©ie, werthgeschätzter Herr Prorector, als Vertreter au§ cbelb£n Gliben den Ausdruck der Empfindung entnehmen mit welcher Ick die großen Tage, in denen wir stehen, voll bewegter Erkenntnis ibrer
*C Cn ^deutung in Dankbarkeit feiere! Karlsruhe, den 2. August 1886. ■CUl|V.
m ."~_...3ur Warnung gegen den Geheimmittelschwindel erläßt das könialick., Polizeipräsidium m Berlin folgende Bekanntmachung: „Ein hier, Blücherstraße Nr 57 „wohnhafter gewisser G. Bäuchler hält unter der Bezeichnung Indischer Zahnextract ern angeblich gegen Zahnschmerzen wirksames Gehetmmittel feil. Das Fabrikat, welches zufolge amtlich veranlaßter Untersuchung aus Nelkenöl Alkohol und Aether besteht, hat keinerlei specifische Heilwirkung. Dasselbe wird in'Flaschen zum
M ? "erkauft während der reelle Werth des Mittels nur 8H mit gewamst" dubl-kum wird daher rar dem Ankäufe des „Indischen Extracts"
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Mit dem E^Uitt^d/^Ab^ gewähren gegenwärtig die Elbufer zur Abendzeit. ^aP^, Abenddämmerung werden auf der ganzen Stromstercke von
aufwärts bis über Königstein hinaus, hart an den Ufern der Elbe zahl- ^^"ndet, die sich im Wasser wiederspiegeln und den Strom weithin H v ?er .biefc nächtliche Illumination noch nicht gesehen,
robben1 btCr ®lbufcr c(ln überraschend schönes Bild. Diese Feuerchen
unterhalten und haben den Zweck, durch ihren Schein rtmnTnrfLbCt "nbrcchender Dunkelheit schwärmende große Motte, den sog. Weißlvurm, F amme^vers^ großen Massen auftretende Jnsect umschwärmt die leuchtende r? babrl 9rlu0eI unb fdat halbgeröstet zur Erde nieder. Dort baft nieder fallen de lD^fe $üdbcr ausgebreitet, auf denen das maflen=
eä ^MeVJam? JC,4ton r?effn 3usammengefegt und gesammelt wird, um unsere^ ins cteu^nd^ Zustande als em willkommenes Winterfutter für FmStubenvogel zu verkaufen. Der Weißwurmfang bietet Erwerbszweig"0Qr DlcIc ber ärmeren Elbuferbewohner einen gut lohnenden 12‘ ^"6ust. Ein beinahe unglaublicher Vorfall wird aus dem wurde die^e^Tm^^ii^^0^atAdet. In einen Gasthof ziemlich untergeordneten Ranges ^Jstanb^ ^^-0^acht, h«r welchen mit Rücksicht auf seinen geistigen
fremde mar Ärmitt Cr m genommen werden mußte. Der genannte
Hremoe war durch Vermittelung des nieoeclandischen Consuls in London nach ^mmUn0enr-0l-»lcfVUOrrcCn,r nachdem er von einem englischen, aus Melbourne an- 0^rh ^aenre bcnl 6onfuJ übergeben worden war. Die föeinaniiung btefJs den fremden mitten im Ocean auf einem Stück Wrack mehr tobt als inbW0/h Unrbcn' Unn a!§,er Qn Bord gebracht war, zeigte es sich, daß wahrscheinlich rütM L er 2n0Cs ^utbehrungen und der ausgestandenen Todesangst sein Geist ze^ ma^^nnr in nkF Ä roe"l0en h$tc!1 Augenblicken, die der Gerettete hatte, vernahm £ CV^eriSanb e Schevemngen habe. Da der Zustand desselben
nlfn^a s §0 3- ^er Verpflegung auf dem Schiffe sich einigermassen gebessert hatte, L" ^chevenmgen herbeigerufenen Arzte, den Namm einer geachteten “Wf llie au§ feinem Munde zu vernehmen. Die alsbald angestellten
Sjnie-n !u^ten denn auch zum gewünschten Ziele und bald stellte sich eine baC tn hbNl Fremden ihren Sohn erkannte, der vor langen Jahren nach nnn^bpm fi u 0Cn)?"llbert wa*'b°x* cin Geschäft gegründet und geheirathet hatte und °or längerer Zett nur gehört hatte, datz er spurlos verschwunden und setthem nicht wieder zum Vorschein gekommen sei; man vermuthete, datz er ertrunken sei, da er häufig tm Meere badete. Der ihn behandelnde Arzt hat Hoffnung, ihn TollkübJbtt?°unb0 mn6infea^n* “ Scheventngen wird über die stets zunehmende Tollkühnheit und maßlose Verwegenheit der Badegäste, die sich zu weit in die See ^uau^wagen, geklagt Vorigen Sonntag ist ein Badender ertrunken und die Bade- «I 4« £ t- 1 j-ebln Augenblick einen Schwimmer zurückbringen. Was sehr auffallend lA ist bw Thaffache, daß das schone Geschlecht die Gefahr leidenschaftlich aufsucht und bedenkliche Proben seiner Schwimmkunst zum Besten gibt.
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