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Deutschland.

Darmstadt, 12. März. Schluß der Inhalts des Großh. Regie­rungsblattes (Beilage Nr. 4):

12. Dienstnachrichten:

Am 18. Januar wurde dem Schullehrer Th. Kredel zu Pfungstadt eine erledigte Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Bessungen, am 24. Januar wurde dem Schulamtsaspiranten Peter Bayer aus Lorsch die Lehrerstelle an der Ge­meindeschule zu Unter - Flockenbach, am 25. Januar wurde dem Schullehrer Richard Hartmann zu Lütter die erste Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bieber übertragen; am 26. Januar wurde der von dem Herrn Grasen zu Erbach-Fürstenau aus die fünfte Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Michel­stadt präsentirte Schullehrer Johannes Olt zu Steinbach für diese Stelle, am 28. Januar wurde der von dem Herrn Grafen zu Erbach - Fürstenau aus die erste Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Beerfelden präsentirte Schullehrer Friedrich Dähler daselbst für diese Stelle, am 29. Januar wurde der von dem Kreisrath des Kreises Offenbach, dem kath. Pfarrer und dem Ortsvorstand zu Klein-Steinheim auf die erste Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Klein« Steinheim präsentirte Schulamtsaspirant Anton Burk aus Ober-Mörlen be­stätigt; am 31. Januar wurden dem Schullehrer Franz Paulin zu Dietesheim und dem Schullehrer Johs. Graf zu Heusenstamm Lehrerstellen an der Gemeinde­schule zu Lorsch, am 1. Februar wurde dem Schullehrer Karl Herbst zu Berns­feld die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wahlen übertragen; am 3. Febr. wurde der provisorische Lehrer an dem Realgymnasium und an der Realschule zu Offenbach Joseph Provence zum Lehrer an diesen Anstalten unter Verleihung der Rechte eines definitiv angestellten Volksschullehrers ernannt; am 12. Febr. wurde der Gefangenwärter Ludwig Fischer zu Darmstadt mit Wirkung vom 14. Febr. zum Gesangen-Ausseher an dem Provinzial-Arresthause daselbst, am 15. Febr. wurde der Schulverwalter Heinrich Engel zu Wimpfen a. B. zum Lehrer an der Realschule daselbst, unter Belastung in der Kategorie der Volks­schullehrer ernannt; am 18. Febr. wurde dem Schulamtsaspiranten Philipp Bertsch aus Lorsch die erste Knaben-Lehrerstelle an der kath. Schule zu Dieburg übertragen; an dems. Tage wurde der von dem Herrn Grafen zu Erbach- Schönberg auf die erste Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Rimbach präsen­tirte Schulamtsaspirant Johannes Schäfer aus Wendelsheim für diese Stelle bestätigt.

13. Charakterertheilungen.

14. Ruhestandsversetzungen.

15. Concurrenzeröffnungen:

Erledigt sind: Eine Lehrerstelle an der evang. Schule zu Mommenheim mit einem nach dem Dienstalter des betr. Lehrers sich bemessenden Gehalt von 900 bis 1000 <X; mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Eine Lehrerstelle an der evang. Schule zu Lampertheim mit einem nach dem Dienst­alter des betr. Lehrers sich bemessenden Gehalt von 1000 bis 1600 at jährlich; mit der Stelle ist Organistendienst verbunden, und können dem zu ernennenden Lehrer eventuell die Functionen des Oberlehrers an der genannten Schule über­tragen werden. Eine (die zweite) mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrer­stelle an der Gemeindeschule zu Beerfelden mit einem Gehalt von 1350 ac.\ dem Herrn Grafen zu Erbach-Fürstenau steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Ge­meindeschule zu Mörstadt mit einem Gehalt von 900 ac; mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrer­stelle an der Gemeindeschule zu Liederbach mit einem Gehalt von 900 at; mit der Stelle ist Kirchendienst verbunden. Zwei mit evang. Lehrern zu besetzenden Lehrerstellen an der Gemeindeschule zu Pfungstadt mit einem Gehalt von 1200 und 1000 at. Eine mit einer evang. Lehrerin zu besetzende Lehrerinnenstelle an der Gemeindeschule zu Pfungstadt mit einem Gehalt von 1000 at. Die mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ohmes mit einem Gehalt von 900 at. Eine (die erste) mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Mainflingen mit einem Ge­halt von 900 at.\ dem kath. Pfarrer und dem Ortsvorstande zu Mainflingen steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu. Eine mit einer kath. Lehrerin zu besetzende Lehrerinnenstelle an der Gemeindeschule zu Nieder-Olm mit einem Gehalt von 900 at. Eine mit einer kath. Lehrerin zu besetzende Lehrerinnenstelle an der Gemeindeschule zu Mühlheim mit einem nach dem Dienstalter der betr. Lehrerin sich bemeffenden Gehalt von 1000 bis 1200 at.

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Donnerstag den 18. März: Die Hugenotten.

Freitag den 19. März geschlossen.

Samstag den 20. März: Hofsmann's Erzählungen.

Sonntag den 21. März: Johann von Paris. Zum ersten Male wieder­holt: Uriel la.

Schauspielhaus.

Mittwoch den 17. März: Drei Paar Schuhe.

Donnerstag den 18. März: Alfred's Briefe. Außer Abonnement.

Freitag den 19. März: Gustel von Blasewitz. Der zerbrochene Krug. Man sucht einen Erzieher.

Samstag den 20. März: Alfred's Briefe.

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16. Sterbefälle:

Gestorben sind: Am 5. December 1885 der Gymnasiallehrer i. P. Otto Zimmermann zu Darmstadt; am 7. December der Schullehrer an der Ge- meindeschule zu Leidhecken Philipp Wenzel; am 13. December der Rentamtmann Domänenrath Friedrich Schliephake zu Gießen; am 14. December der Kasernen­wärter i. P. Georg ©erarb zu Darmstadt; am 15. December der Oberforst. Revisor i. P. Rechnungsrath Wilhelm Schneider zu Darmstadt; am 18. Deebr. der Schullehrer an der evang. Schule zu Mommenheim Johann Georg Fritz: am 19. Decbr. der Kanzleirath i. P. Georg Amend zu Darmstadt; an dems. Tage der Oberfeuerwerker i. P. Johann Wahl zu Darmstadt; am 23. Decbr. der Gensd'arm i. P. Georg Baumüller zu Darmstadt; am 25. Decbr. der Hos-Silberverwalter i. P. Johann Adam Krauß.

AmnLreich.

Paris, 13. März. Der heutige Ministerrath genehmigte das den Kammern am Dienstag vorzulegcnde Budget. Die Hauptpunkte desselben sind: Aufhebung des außerordentlichen Budgets für öffentliche Arbeiten und Colonialausgaben, die fortan wieder in das ordentliche Budget eingestellt sind und bei denen namhafte Ersparnisse realyirt werden; ferner Umwandlung der Schatzbons in kurzer Verfallzeit, einschließlich der nn Budget für 1886 enthaltenen in Zprocentige Rente; Rückzahlung eines großen Therls der schwebenden Schuld durch Emittirung Zprocentiger Rente; Maßregeln zur Beschränkung der Ausdehnung der schwebenden Schuld; anderweite Gestaltung der Getränkesteuer dlirch Aufhebung der Steuer für den Kleinhandel mit Getränken rmd Erhöhung der Alkoholtaxe. Eine Conoertirung der alten 4i/zprocentigen in eine vier- procentige Rente ist nicht beabsichtigt.

Einem Telegramme aus Bourg - Madame zufolge würden die in der Re­publik Andorra ausgebrochenen Zwistigkeiten von den ' Anhängern des Bischofs von Urgel geschürt. Dieselben versuchten einen Gefangenen, den der französische Land­vogt nach Frankreich abführen lassen wollte, mit Gewalt zu befreien, wurden aber daran verhindert; hierbei wurde eine Frau getödtet. Der Conseilpräsident Freu- cinet beauftragte den Deputirten des Aude-Departements, Papinaud, anläßlich dieser neuen Zwischenfälle mit einer Mission nach Andorra.

Die im heutigen Ministerrathe in Aussicht genommene Aufhebung der Ab­gabe beim Kleinhandel von Getränken bezweckt Aufhebung der Controlbesuche bei den Händlern. Die Erhebung der Abgaben auf Getränke soll nicht mehr bei den Händlern, sondern nur beim Eingang in die Städte stattfinden, wie es in Paris und ankeren großen Städten jetzt geschieht.

Rußland.

Petersburg, 13. März. DerRegierungsanzeiger", veröffentlicht ein Reglement des Fmanzministers, wonach den Absendern von Schnapssorten. Liqueuren rc., welche über die Zollämter von Petersburg, Riga, Liban. Odessa, Grajewo, Alerandrowo, Sosnowice, Slupetsk und Mlawa ausgeführt werden, die Accise für den rann ent­haltenen Spiritus und die Ergänzungsaccise für die Fabrikate selbst ebenso wie die Accise für den rectificirten Branntwein zurückzuzahlen ist.

Aegypten.

Kairo, 14. März. Dem Vernehmen nach wurde Sir Drummond Wolff von Lord Roseberry angewiesen, die Reduction der Occupationsarmce um 6 Regimenter, den Rückzug der britischen Truppen nach Assuan, sowie die Besetzung Wadyhalfas durch egyptische Truppen vorzuschlagen und sich hierüber speciell mit Mukhtar Pascha rn's Einvernehmen zn setzen. Dieser soll Zeit zur Erwägung dieses Vorschlages verlangt haben. Man glaubt, daß Mukhtar Pascha eine erhebliche Verstärkung der egyptischen Armee verlangen werde, da dieselbe sonst Wadyhalfa nicht würde halten können.

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