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Erscheint täglich mit A«snahme bei

Wrewtt: Schulstraße 7.

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Dienstag bro 16 Marz

rteljährlrch 2 Mark 20 Pf. mit B, Post bezogen vierteljährlich 2 Mar

Die Reichstags^Commission zur Vorberathung der Ackermann'- schen Abänderungs-Anträge zur Gewerbeordnung, die sich hauptsächlich aus die Erbringung des Befähigungs-Nachweises beziehen, beendigte am Donnerstag ihre Arbeiten. Das Ergebniß der wochenlangen Berathungen besteht in der materiell unveränderten Annahme der Ackermann'schen Anträge zu den §§ lOOe und lOOf, die von der Commission vorgenommenen Aenderungen sind lediglich redactioneller Natur. Die Annahme erfolgte gegen die Stimme der Vertreter der liberalen Parteien und der Socialdemokraten. Zum Berichterstatter wurde Abg. Gerlich ernannt.

nicht in gewöhnlichen, sondern in zweistelligen Decimalbrücheir auszudrücken;

5) Eingetretene Veränderungen in den drei Jahren durch Abgang bzw- Verletzung und Neuanstellung von Lehrern und Schulverwaltern oder Gehülfen, ebenso durch Errichtung neuer Schulklassen;

8) Kosten, welche in den drei Jahren für Schulhausbauten (Neu­bauten und Umbauten) aufgewendet wurden. Kosten für kleinere Reparaturen rc. sind nicht aufzuführen.

Die Fortbildungsschulen im verflossenen Winter-

Halbjahr aus besonderen Bogen:

1) Zahl der Klassen,

2) Zahl der Lehrer,

3) Zahl der Schüler,

4) Zahl der ertheilten Stunden, nach einzelnen Stunden gerechnet,

5) Zahl der Versäumnisse, nicht in Procenten,

6) die Lehrgegenstände,

7) Verhalten und Leistungen der Schüler.

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Die Rechenschaftsberichte der Lehrer sind anzulegen.

Sie wollen in Ihren Berichten genau nach vorstehendem Schema mit Anführung der Ordnungsnummern verfahren.

Dr. Boekmann. ___ ____________________

ir mein ©eitWtf ten jungen Mami.'! b Vogis im $qu!- Nödner,

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Wir sehen Ihren Berichten bis spätestens Gude des Monats

I. die Volksschulen:

1) Die Durchschnittszahl der Schulkinder aus den drei Jahren, nicht von den einzelnen Klassen, sondern der ganzen Schule. Die Zahl der Kinder in den Erweiterten Volksschulen ist besonders aufzuführen;

2) die Vermehrung oder Verulinderung der Zahl der Schulkinder im Verhältniß zu den vorhergehenden 3 Jahren;

3) den Geldbetrag der Schulstrafen und deren Verwendung in den

3 Jahren;

4) die Durchschnittszahl der Schulversäumnisse aus den 3 letzten Jahren und zwar

1) wegen Krankheit,

2) erlaubte,

6) unerlaubte;

die Zahlen sind in % auszudrücken und zwar für jede Schul­klasse besonders. Bei der Berechnung der % ist genau nach unserem Amtsblatt Nr. 2 vom 7. Mai 1879 zu verfahren. Die Berechnungen sind mit einzusenden, das Resultat jedoch

Greßen, am 13. März 1886.

Betreffend: Darstellung über den Zustand der Volksschulen im Kreise Gießen in den Schuljahren 1883/85.

Die Großherzogliche Kreis-Schul-Commission Gießen

a« die Schulvorstände des Kreises.

][ Darmstadt, 14. März. Soviel bis jetzt bekannt, wird Se. König!. Hoheit oer Großherzog am nächsten Samstag Abend, dem Vorabend des Jah­restages, da die Mutter unseres Landesherrn, die hochselige Prinzessin Karl, aus diesem L.ben geschieden ist, aus St. Petersburg hierher zurückkehren. Der Grobherzog wird mit der Prinzessin-Tochter Irene auch auf der Rückreise am Kaiserlichen und Kronprinzlichen Hose in Berlin einen Besuch abstatten.

Zur Gratulation am Geburtstage des Kaisers Wilhelm wird als Ver­treter des Großh. Hauses Prinz Heinrich, Commandeur der Großh. 25. Divi­sion und z. Z. Stellvertreter des commandirenden Generals des 11. Armee-Corps, am nächsten Sonntag von hier nach Berlin abreifen. Da der Großherzog am 22. März wieder hier sein wird, so wird auch die zur Feier des Kaiser­lichen Geburtsfestes gebräuchliche Galatafel Abends 7 Uhr im Großh. Schlosse stattfinden. Das Officier-Corps und die Militärbeamten hiesiger Gar- nison vereinen sich am gleichen Tage, Mittags, zu einem gemeinsamen Fest­mahle, nachdem am Vormittage eine große Parade zu Fuß aus dem Jnfanterie-Exercierplatz stattgesunden haben wird. Das Festessen der Civil- beamten und Bürger findet imDarmstädter Hos" statt.

Das 50. Concert der hiesigen Akademie für Tonkunst von PH. Schmitt war für die früheren und jetzigen Schüler und Schülerinnen der Anstalt die Veranlassung, dem bewährten Leiter der Akademie durch Ueberreichung erne- kunstvoll gearbeiteten Taktstocks und sonstiger Geschenke eine verdiente Ovation zu bereiten. In dem von früheren und jetzigen Schülern der Akademie gestern Abend im Saalbau auSgesührten Concerte wirkten auch Ihre Durchlauchten der Prinz Ludwig von Battenberg und die Gräfin Marie zu Erbach-Schönberg mit. Die Akademie steht unter dem hohen Protectorate Sr. Großh. Hoheit des Prinzen Alexander.

Am Freitag und Samstag wurde hier die Maturitäts-Prüfung für die Abiturienten des Ludwig-Georgs-Gymnasiums abgehalten. Dem Examen unter­zogen sich 22 Abiturienten, welche sämmtlich den an sie gestellten Anforderungen entsprochen haben. Als RegierungS-CommissariuS fungirte der Gymnasial- Director Dr. Becker.

Darmstadt, 13. März. Die erste Kammer der Stände wird, wie dieDarmft. Ztg." mittheilt, ihre nächste Sitzung am 17. März, Vormittags 10 Uhr, abhalten. Auf der Tagesordnung stehen unter anderen die (von der zweiten Kammer schon bewilligten) Gießener Bauten, der Antrag Birstein- Riedesel, aus Ueberweisung eines Theils der hessischen Einnahmen aus Reichs­zöllen an die Communen resp. Kreise, den die erste Kammer schon vor Jahr und Tag angenommen, die zweite aber jüngst verworfen hat und die von der »weiten Kammer gleichfalls abgelehnten Anträge aus Uebernahme der Vorschulen oer Gymnasien aus Staatskosten.

Berlin. Die Commission des preuß. Abgeordnetenhauses zur Vorberathung der sog. ersten Polen-Vorlage des Ansiedelungs-Gesetzes hat das tzanze Gesetz in erster Lesung angenommen. Genehmigt wurde hierbei noch ein conservativ-nationalliberaler Antrag, nach welchem die Beträge für die Ankäufe von Grundstücken, sowie die Eingänge aus den Verpachtungen u. s. w. jährlich m Etat auszuführen sind.

it Kodentvtli ZllustrirtrZeitunzii Mette und M irbeiten. Monck: ! Nummern. N »ierteljährlich * v = 75 ät. Zahrbi irscheinen:

Nummern mit Is kltenu.Handarbelir Ballend gegen Milbungen mit » <is ganze Gebiet k bwairfie für DM'i wie für das rack m eben o die Le» die Handarbeiten

ilungen und

Reichstag.

E. R. Berlin, 13. März 1886.

Die zweite Berathung des vom Abg. Lenzmann eingebrachten Gesetzentwurfes, betreffend die Entschädigung unschuldig Verurtheilter wird fortgesetzt.

Der S 4 der Commissionsanträge weist die Ersatzpflicht der Staatskape des Bundesstaats zu, dessen Gericht das aufgehobene Urtheil gesprochen hatte. Wenn das Reichsgericht in erster und letzter Instanz erkannt hatte, soll die Reichskasse erfatz- pflichttg sein.

Die 88 5 und 6 verweisen die Entscheidung über den Ersatzanspruch an die Civilkammern des Landgerichts, vor welchem oder in dessen Bezirk das aufgehobene Strafurtheil gesprochen war. , .

Die Paragraphen finden nach kurzer Debatte Annahme. Der mit dem eben erledigten Entwurf in Zusammenhang stehende Gesetzentwurf, betreffend die Abänderung und Ergänzung der Vorschriften der Strafproreßordnung über die Wiederaufnahme des Verfahrens wird ohne wesentliche Debatte in der Eommissionsfassung angenommen.

Es folgt die zweite Berathung des von dem Abg. Ausfeld und Genossen ein- gebrachten Gesetzentwurfes, der durch die Verzollung der Petroleumfässer veranlaßt ist. Er verlangt die Aufnahme der nachstehenden Bestimmung in 8 2 des Zolltaris- gesetzes: .

Unmittelbare Umschließungen (Fässer, Flaschen, Kruken u. dgl.) zollpflichtiger Flüssigkeiten bleiben von Eingangszoll frei, wenn ihr Gewicht in das sur die Verzollung der Flüssigkeit ermittelte Gewicht eingerechnet ist."

Die Commission legt einen Entwurf vor, der dem vorstehenden Anträge tm Wesentlichen entspricht und denselben im Einzelnen ausführt.

Abg. Struckmann, als Referent der Commission, begründet den Antrag derselben und constatirt dabei, daß die Commission die Ansicht des Bundesraths nut der Verzollung der Petroleumfässcr im Rechte gewesen zu sein, nicht anerkenne.

Staatssecretär v. Bötticher: Aus der Thatsache, daß man eine Aenoerung des Gesetzes für nöthig halte, gehe doch hervor, daß die jetzige Bestimmung mrnoestenb» zweifelhaft sei. Man könne daher dem Bundesrath nicht den Vorwurf machen, ferne Befugniß überschritten zu haben. Die Maßregel habe bezweckt, eure große Wreder^ ausfuhr von Petroleumfässern herbeizuführen und das sei auch erreicht worden. Der Bundesrath würde auf den Antrag der Commission, falls er dre Zuftrmmung des Plenums erhielte, nicht eingehen können. ___. ....

Rach einigen Bemerkungen der Abgg. Dr. Gerlich, Meyer Cjena) und Dr. Broemcl wird der Commissionsantrag gegen dre Strmmen der Rechten an- 8ClWm&£ter Gegenstand der Tagesordnung ist di-zweiteBerathungldesG-i-tzentwursS des Abg. Ausfeld und Genossen betreffend dre Zulassung des Rechtsweges in Zoll- streitrgkerten. des Abg. Dr. Meyer (Halle) fanden die Vorschläge derr

Commission die Zustimmung des Hauses.

Nächste Sitzung Montag den 15. Marz.

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