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Wir machen unsere Leser auf die im Annoncentheil unseres heutigen Blattes enthaltene Bekanntmachung der technischen Hochschule zu Darmstadt aufmerk­sam. Diese Anstalt gewährt ihren Studirenden eine vollständige wissenschaftliche und bezw. künstlerische Ausbildung für den technischen Beruf. In speciellen Fachabtheilungen bezweckt sie die Ausbildung von Architecten, Bau-Ingenieuren, Cultur-Ingenieuren, Maschiüen-Ingenieuren, Electrotechnikern, Chemikern und Apothekern; ferner in der mathematisch - naturwissenschaftlichen Schule die Ausbildung von Lehrern für Mathe­matik, Naturwissenschaften und Zeichnen, sowie von Geometern. Auch Fabrikanten, Kunst- und Gewerbetreibenden ist sie zur Erlangung der erforderlichen Kenntnisse be­hilflich. Bei der Prüfung für den preußischen Staatsdienst im Hochbaufach, Bau- Jngenieurfach oder Maschinenfach berechtigt das akademische Studium an der tech­nischen Hochschule zu Darmstadt zur Zulassung. Ferner ist der Besuch der technischen Hochschule bezüglich der Bestimmungen für Prüfung der Apotheker dem Besuche einer Universität gleich zu achten und ist der pharmaceutischen Prüfungs - Commission in Darmstadt durch Bunderathsbeschluß die Berechtigung zur Ertheilung für das ganze Reich giltiger Approbationen gegeben worden.

Temperatur der Lahn.

Am 9. September, zwischm 11 und 12 Uhr: Wasser I61/i°, Lust 18° R. im Schatten» L. Chr. Rübsam<n.

H- ÄdeL und GerL'edr.

Limburg, 8. September. Rother Weizen, JC. 13.95, weißer Weizen JL 13.70, Korn 10.10, Gerste JL. 0.00, Hafer JL 6.00, Kartoffeln ä 100 Pfund JL 0.00, Erbsen ä 100 Pfund JL 00.00.

die Prinzessin Wilhelm, Prinz Alexander, Herzog Ferdinand von Schleswig-Holstein nebst Gemahlin zur Verabschiedung vom Kaiser anwesend waren. Ter Kaiser verließ den Wagen und begab sich mit den genannten Herrschaften in das königliche Warte­zimmer. Nach etwa 6 Minuten Aufenthalt setzte der Kaiser unter brausenden Hoch­rufen des zahlreich anwesenden Publikums die Reise fort.

Wien, 8. September. DiePol. Corr." meldet aus Belgrad: Die hiesige diplomatische Vertretung Englands ist zum Range einer Gesandschaft erhoben und der bisherige Ministerresident Wyndham zum Gesandten ernannt worden.

PariS, 8. September. Eine Meldung derAgence Havas" aus Konstantinopel vom heutigen Tage will wissen, die Türkei hätte in ihrem jüngsten Rundschreiben betreffend die Ereignisse in Bulgarien verlangt, daß die Mächte angesichts der Absicht des Fürsten, abzudanken, Maßregeln ergreifen, um eine ftemde Intervention in Bulgarien zu verh^nderm September. Die Blätter melden: Der bisherige Gesandte Frank­reichs, Billot, ist zum Botschafter in Berlin ausersehen.

London, 8. September. Im Unterhause erklärte bei der Berathung des Kriegsbudgets, dessen sämmtliche Positionen erledigt wurden, der Staatssecretär des Kriegs, es sei die Einsetzung eines Comitd's beschlossen, welches den Zustand der während der letzten 5 Jahre gelieferten Geschütze und des übrigen Kriegsmaterials untersuchen solle. Die Bill, betreffend die Untersuchung der Unruhen in Belfast, wurde in zweiter Lesung angenommen.

Petersburg, 8. September. Das Kaiserpaar nebst Gefolge ist gestern auf der Station Wyssoko-Lltowsk erngetroffen und festlich empfangen worden. Es nahm auf dem der Gräfin Potocki gehörigen Landgute Absteigequartier.

Sofia, 7. September. Der Fürst hat betreffs seiner Abdankung eine Prokla­mation erlassen, welche also lautet:

Nachdem wir uns von der schmerzlichen Wahrheit überzeugt haben, daß unsere Abreise aus Bulgarien die Wiederherstellung guter Beziehungen zwischen Bulgarien und Rußland erleichtern wird, und nachdem wir von der Regierung des Kaisers von Rußland die Zusicherung erhalten haben, daß die Unabhängigkeit, die Freiheit und das Recht unseres Staates unangerührt bleiben werden und daß sich Niemand in die inneren Landesangelegenheiten einmischen wird, erklären wir unserem vielgeliebten Volke, daß wir auf den bulgarischen Thron verzichten. Wir wünschen damit vor aller Welt zu beweisen, wie theuer uns die Interessen oes Vaterlandes sind, und daß wir bereit sind, für seine Unabhängigkeit Alles zu opfern, selbst das, was uns noch theurer wie das Leben ist. Indem wir unseren aufrichtigen Dank aussprechen für die Er­gebenheit, die uns das Volk in den glücklichen wie in den trüben Tagen bewahrt hat, welche das Volk und der Thron seit unserer Ankunft in Bulgarien zu bestehen hatten, verlassen wir das Fürstenthum, indem wir Gott bitten, und bis an das Ende unserer Tage bitten werden, daß er Bulgarien erhalten und ihm beistehen, daß er dasselbe groß, stark, glücklich, einig und unabhängig machen möge. Wir ernennen zu Regenten Stam- buloff, Karaweloff und Mutkuroff, wir befehlen allen bulgarischen Staatsangehörigen, sich den Befehlen und Anordnungen der von uns eingesetzten Regentschaft zu unter­werfen und die Ruhe im Lande zu erhalten, damit bei der ohnehin schwierigen Lage des Vaterlandes jede Verwickelung vermieden werde. Gott beschütze Bulgarien!

Gegeben in unserer Residenz in Sofia, am 7. September 1886.

Alexander."

Sofia, 7. September. sHavas"-Meldung j Der Fürst empfing heute Vor­mittag die Vertreter der Mächte und dankte denselben für die moralische Unterstützung und für die Rathschläge, die sie ihm in einem schwierigen Zeitpunkte gegeben hätten. Er bezeichnete das Konstantinopeler Protokoll als eine der Hauptursachen für seine Ab­dankung, weil dasselbe seinen Feinden gestattete zu sagen, daß er ein einfacher Beamter Rußlands sei. Er habe in das Land zurückkehren wollen, um dasselbe bei hellem Tage und mit eigener freier Zustimmung, nicht wie ein Uebelthäter verlassen zu können. Der Fürst betonte besonders, wie schwierig es sei, das Land unter den gegenwärtigen Umständen zu regieren; er wünsche dem Lande einen gleich ergebenen Regterungs- ' Nachfolger und er hoffe, daß die Bestrebungen desselben von Erfolg gekrönt sein mögen.

Sofia, 7. September. Fürst Alexander ist heute Nachmittag um 4 Uhr mit Stambuloff, den übrigen Mitgliedern des Regentschaftsraths und den Ministern nach Lompalanka abgereift, wo er morgen Vormittag eintrifft.

Lompalanka, 8. September. Auf der Fahrt des Prinzen Alexander von Sofia hierher wurde 20 Kilometer von Sofia Halt gemacht. Hier verabschiedeten sich mehrere von Denjenigen, die dem Prinzen das Geleit gegeben, von ihm, darunter Mutkurow, Peschom, welche nach Sofia zurückkehrten. Darauf setzte der Zug seine Reise fort. Stambulow und etwa zehn andere Personen, darunter Prinz Franz Josef, Riedesel, Nikolajew, Panitza, Karawelow, Radoslavow und Adjutanten des Prinzen, blieben noch weiter in der Begleitung des letzteren. So wurde die Reise ohne Zwischenfall die ganze Nacht fortgesetzt. Einige Kilometer vor Lompalanka erwarteten oer Präfect Berkowski und der Brigade-Commandant Lubowski den Prinzen. Beim Eintritt in die Stadt, wo man Mittags eintraf, wurde der Prinz von den Stadtbehörden und einer gedrängten Menschenmenge empfangen. Eine Compagnie des Regiments Widdin mit Fahne und Musik machte die militärischen Honneurs. Zu den Soldaten sagte der Prinz:Ich danke Euch für Eure Liebe und Ergebenheit für das Vaterland; obgleich genöthigt, abzureisen, bleibe ich doch stets Bulgare und werde wie jeder Bulgare stets da sein, um wenn nöthig das Vaterland zu vertheidigen." Dies waren die letzten Worte des Prinzen an die bulgarische Armee. Derselbe begab sich sodann über die mit bulgarischen Fahnen geschmückte Landungsbrücke auf das Schiff, das um 2 Uhr Nach­mittags abfahren soll.

Newport, 8. September. Die Gesammtzahl der Todesfälle in Charleston in Folge des Erdbebens beträgt 96.

Lokales.

Gießen, 9. September. Se. Majestät Kaiser Wilhelm passirte heute Nacht 3 Uhr 56 Min. die hiesige Station und setzte nach 7 Minuten Aufenthalt seine Reise nach Elsaß-Lothringen fort.

VerWifrhtes.

X Darmstadt, 7.Septbr. s!5. Versammlung Deutscher Forstmänner. Zweiter Tag.^) Die gestern Nachmittag unter sehr starker Betheiligung stattgefundene Excursion nach dem Forste Kranichstein verlief in schönster Weise. Nach Beendigung derselben empfing Se. Königl. Hoheit die Theilnehmer in dem Jagdschloß Kranichsiein, woselbst er ein solennes Souper serviren ließ.

Bei Gelegenbeit desselben brachte der Vorsitzende, Oberforstrath Judeich, ein Waidmann's Heil" auf Seine Königl. Hoheit den Großherzog aus, das derselbe mit einemWaidmann's Heil" auf die Versammlung der Deutschen Forstmänner er­widerte. Nach Beendigung des Mahles fand eine eingehende Besichtigung des Jagd- schlofses, sowie der Waffensammlung statt.

Sodann begaben sich die Festtheilnehrner nach dem Hartig-Denkmal, woselbst verschiedene Reden auf den hier Verewigten, den Beschützer und Förderer der hessischen Wälder, stiegen. Nachdem noch die Versammlung das LiedWer hat dich, du schöner Wald", gesungen, begab man sich zurück in die Residenz, woselbst in den Räumen der Vereinigteil Gesellschaft noch bis spät ein munteres Treiben herrschte.

Heute Morgen nach 8 Uhr nahmen die Verhandlungen überdie Nützlichkeit der Feld- und Waldeisenbahnen" ihren Fortgang. Es sprach Herr Oberförster Hall­bau er-Alberschweiler, Lothringen. Aus eigener Anschauung sei es ihm möglich, über diesen Gegenstand eingehend zu referiren. In seinem District sei eine Feld- und Waldbahn schon feit einigen Jahren im Betrieb und er freue sich, nur Gutes berichten zu können, sowohl über die Billigkeit des Betriebs als auch über die Schnelligkeit des Transports der Hölzer. Redner schließt, nachdem er zuvor noch eine detaillirte Be­rechnung der Kosten gegeben, mit dem Wunsche, daß recht bald sich die Erkenntniß der Vortheile solcher Bahnen bei den Fachgenossen Bahn brechen möge.

Baurath Rheinland-Stuttgart bespricht nochmals eingehend die Art der Jrn- prägnirung der zum Bahnbau zu verwendenden Hölzer.

Eine Resolution wird nicht mehr gefaßt, nur empfiehlt der Vorsitzende nach dem Gehörten den Fachgenossen, sich mit der Frage in der Praxis zu beschäftigen.

Zur Tagesordnung steht heute die Frage:In welchem Stadium befindet sich die Verjüngung der Holzbestände mittelst landwirthfchaftlicher Zwischennutzung?" Referent ist Forstmeister Muhl-Darmstadt, Korreferent: Forstmeister Sprengel von Bonn.

In ausführlichster Weise und an Hand statistischen Materials aus allen Theilen des Deutschen Reiches theilt der Reierent der Versammlung mit, daß nach diesen Er­hebungen es feststehe, daß der Waldfeldbau die Forsten nicht schädige, sondern Nutzen bringe. Die Hauptsache sei aber auch hier sachgemäße Behandlung resp. Bepflanzung der Waldstrecken und sorgfältige Lockerung des Bodens.

Man habe den Waldseldbau eine Raubwirthschaft unter einem Theil der Fach­genossen genannt, ob dieses nicht anwendbar sei auf das Bepflanzen mit Grassamen ohne jegliche Nachhülfe Seitens der Forstverwaltungen; hierdurch füge man dem Forste mehr Schaden zu als durch Bepflanzen mit Frucht oder Kartoffeln.

Wegen vorgerückter Stunde wird die Verhandlung abgebrochen und nach einer Frühstückspause der Gang nach dem Großh. Holzhof angetreten, woselbst eine ganze Anzahl verschiedener Systeme von Feld- und Waldeisenbahnen sich im Betrieb befinden. Ueber diese Ausstellung, die außerordentlich interessant ist, referiren wir in einer der nächsten Nummern.

Auch dieser Sitzung wohnte Se. Königl. Hoheit mit dem Fürsten Dsenburg- Birstein von Anfang bis zu Ende bei und nahm an der Excursion nach dem Großh. Holzhofe Theil.

Darmstadt, 8. September. Um V-9 Uhr wurden die gestern abgebrochenen Berathungen wegen derNützlichkeit des Waldfeldbaues" wieder ausgenommen und die Debatten aufs Neue fortgesetzt.

Als erster Redner erhält Herr Oberforstmeister Dr. Borggreve-Münden, das Wort. Derselbe behandelt nun die Frage vom wissenschaftlichen Standpunkte aus in eingehendster Weise. Redner kommt zur Ueberzeugung, daß der Waldfeldbau, richtig angewendet, von eminenten Nutzen für den Wald fein könne. Er hat zum Zweck der Förderung der Frage Thesen aufgestellt und bittet diese annehmen zu wollen.

Gegen die Ansichten des Herrn Oberforstmeisters Dr. Borggreve spricht Herr Oberforstmeister Dankelmann-Eberswalde. Er führte aus, daß er in einzelnen Punkten sich mit der Ansicht des Referenten Muhl wohl einverstanden erkläre, daß es aber kaum möglich sei, den Waldfeldbau überall in dem Sinne durchzuführen wie sein Vorredner angenommen. In vielen Theilen des Reiches spiele die Düngungsfrage eine große Rolle und bis diese Frage endgültig gelöst sei, so lange würden auch die Ansichten getheilte fein. Gegen den Waldfeldbau fprechen auch die Gründe des socialen Umschwungs, des Wegzugs guter Arbeiter nach den großen Städten. Er lege diesen Erscheinungen nur eine untergeordnete Bedeutung zu, immerhin fallen dieselben in die Waagschale. Er ersuche die Versammlung, gegen die Thesen Borggreve zu stimmen, da es immer nothwendig sei, von Fall zu Fall au entscheiden, ob in dem Revier Wald­feldbau getrieben werden soll oder nicht. Redner ist der Meinung, daß grade in Hessen der Waldfeldbau die besten Resultate liefere und daß man deshalb unentwegt darin weiterarbeiten möge, während ferner für ihn weiter die Thatfache feststehe, daß derselbe in anderen Theilen des Reiches auch bei genügender Düngung nicht gedeihe.

Tas Schlußwort in dieser Frage erhält nun der Referent Forstmeister Mu Hl- Darmstadt.

Er freue sich, daß durch diese Frage eine große Anzahl neuer Gesichtspunkte zur Sprache gekommen seien. Er habe zwar bei seinen gestrigen Ausführungen einige gewagte Behauptungen ausgestellt, indeß habe er dieses mit Absicht gethan, um die Debatten anzuregen und er sei mit der Wirkung vollkommen befriedigt. Die Werth­schätzung des Waldfeldbaues als Culturmittel werde wohl faum zu bestreiten fein und die Waldarbeiter sähen wohl ein, daß sie auch im Walde noch etwas verdienen könnten. Auch die Arbeit in freier Natur kräftige den Körper und vermindere die Sterblichkeit der Bevölkerung. Er stehe auch mit einigen Ansichten des Herrn Oberforstmeisters Borggreve im Widerspruch und sei deshalb auch gegen Annahme der' Thesen. Er habe aber im Laufe der Debatten die Ansicht gewonnen, daß weit mehr Stimmen sich für Waldfeldbau erhoben als gegen denselben.

Nach einem kurzen Resum6 Seitens des Vorsitzenden Judeich von Tharand über diese Frage ist die Versammlung der Ansicht, daß die Thesen von Borggreve nicht zur Abstimmung gelangen sollen. Hiermit ist die Frage erledigt.

Es erhält Ministerialrath Ganghofer-München das Wort zur Bekanntgabe des Ortes für die nächste Versammlung. Die Wahl ist, nachdem München aus ver? schiedenen Gründen für 1887 abgelehnt hat, auf Aachen gefallen. Aachen ist nach erfolgter telegraphischer Anfrage bereit, die Versammlung freudig aufzunehmen.

Als Thematas für die Tagesordnung hat die Commission folgende Fragen auf gestellt:

1) Genügen für die Waldarbeiter die reichsgesetzlichen Bestimmungen über Arbeiter-Versicherung.

2) Welche Erfahrungen sind mit der Aufforstung von Waldoden und Bergland gemacht worden.

3) Soll in das Deutsche Reichs-Gesetzbuch die Entschädigungspflicht für Wild­schaden aufgenommen werden.

4) Welche wichtige Beobachtungen sind auf dem Gebiete des Forst-, Jagd- und Fischereiwesens gemacht worden.

Die Versammlung erklärt sich hiermit einverstanden.

Nach Bekanntgabe der Rechnung für das Jahr 1885, welche einen Ueberschuß von über 600 aufweist, wird diese genehmigt und die Verhandlungen für ge­schlossen erklärt.

Heute Nachmittag finden Excursionen in die Nadel- und Laubwaldungen der Umgegend zur speciellen Besichtigung der Waldfeldbauculturen statt. Um 7 Uhr be­ginnt das von der Stadt gegebene Gartenfest.

Aus Rheinhessen, 8. September. In Niederflörsheim bei Worms brach gestern Nachmittag ein heftiges Gewitter aus. Einige in der Nähe des Dorfes auf der Jagd befindliche Jäger, sowie eine ältere Frau suchten in einem nahe belegenen Häuschen Schutz. Der Blitz schlug in dasselbe ein und tödtcte 2 Jäger, sowie die alte Frau sofort, während 2 andere Jäger betäubt wurden. Ihr Befinoen gab gestern Nachmittag noch zu ernsten Besorgniffen Anlaß. (Fr. Z.)

Aus der Pfalz, 7. September. Heute Nachmittag wurde die Vorderpfalz zwischen Lambrecht, Neustadt und Haßloch von einem Wolkenbruch heimgesucht, der große Verheerungen anrichtete. In Neustadt war die Ueberschwemmung derartig, daß der Eisenbahnverkehr unterbrochen war. (Fr. Z.)

Vilbel, 7. September. Am Donnerstag rückte das Frankfurter (81.) Regi­ment zum Manöver in die Gegend von Wetzlar ab. Auf dem Marsche blieben, wie dasF. Jnt.-Bl." berichtet, 8 Mann unweit Vilbel in Folge der Hitze im Straßen­graben liegen. Zwei der Leute sollen bedenklich erkrankt sein.