Hesteneich.
Wien, 6. September. Meldungen der „Neuen Fr. Prefle" aus Sofia: Samstag, in der Minister-Conserenz, erklärte Fürst Alexander seinen unabänderlichen Cntsch^uß, abzudanken, was Abends der Notablen-Versammlung mitgetheilt wurde. Eine Deputation von Notablen begab sich Abends zum russischen Consul, um sür die Regentschaft behufs Erhaltung der Ordnung von Rußland Garan- tien zu verlangen, namentlich Respektirung der Unabhängigkeit Bulgariens, Anerkennung der Regentschaft und der Union. Der Consul versprach sofort dem Czaren zu referiren- Wahrscheinlich wird die Regentschaft, bestehend aus Kara- welow, Stambulow und Radoslawow, gebildet werden. Alexander wird in einem Manifest seine Abdankung begründen und dann das Land verlassen. Die Regentschaft wird der großen Sobravje Vorfchläge über einen Nachfolger (man glaubt Herzog von Leuchtenberg oder Prinzen von Oldenburg) machen. Der Belagerungszustand bleibt in Kraft bis zur Lösung der Krise. Ein anderes Gerücht sagt, Alexander wolle eine Regentschaft einsetzen und dann aus einer Rundreise in Europa versuchen, die Großmächte zu gewinnen. Wenn er keinen Erfolg hätte, so würde Alexander außer Land abdanken. (Fr. Ztg.)
— Aus Sofia meldet die „Neue Fr. Presse" : Binnen 10 Tagen verläßt der Fürst Alexander das Land und nimmt seinen Weg über Belgrad. Major Popow und 15 Osficiere werden den Fürsten in das Exil begleiten. (Fr. Ztg.)
Bulgarien.
Sofia, 6. September. (Havas - Meldung.) Die Regierung theilte dem russischen Consul den Entschluß des Fürsten, abzudanken, mit und erklärte, daß sie für dieses Opfer Garantien für die innere Unabhängigkeit Bulgariens verlangen müßte. Eine Occupation dürste nicht stattfinden. Die Verfassung muffe ausrecht erhalten bleiben. Rußland könne einen General als Kriegsminister entsenden, zu der inneren Reorganisation der Armee jedoch nur bulgarische Osficiere verwenden. Der Consul telegraphirte hierüber nach Petersburg.
Serbien.
Belgrad, 6. September. Die provisorische Consular-Convention mit der Türkei tft gestern unterzeichnet worden.
— Die Nachricht, daß Serbien beabsichtigt habe, sich bei dem Einzuge des Fürsten Alexander in Sofia durch einen Abgeordneten vertreten zu lasten, wird in Regierungskreisen als vollständig erfunden bezeichnet.
TekMphische Depeschen.
föoXff’6 trSeg». EsrnwaA-rM ° »ursas.
Berlin, 6. September. Die „Kreuzztg." schreibt: Prinz Wilhelm begiebt sich am 9. September nach Brest-Litewsk in Polen, um im Namen des Kaisers den Zaren zu begrüßen. Wenn auch Brauch der Höfe ist, einen in der Nähe der Landesgrenze weilenden Monarchen eines Nachbarstaates zu begrüßen, so wird man doch in der Reise des Prinzen zugleich ein Korrelat zu dem vorangegangenen Besuche des Erzherzogs am russischen Hofe suchen dürfen. Der Prinz bleibt einige Tage im russischen Hauptquartier, wohnt aber den russischen Manöver» nicht bei. Er begiebt sich sodann nach den Reichslanden zum Kaiser, um den dortigen Manövern beizuwohnen.
Berlin, 6. September. Die nächste Sitzung der vereinigten Ausschüsse des Bundesraths für Zoll- und Steuerwesen und für Handel und Verkehr findet am 10. September statt.
— Zu einer Meldung des „Standard", die Mächte hätten vor einiger Wochen über eine in Bulgarien bevorstehende Umwälzung einen Meinungsaustausch gepflogen, der aber zu nichts geführt habe, da England, als es sich an Deutschland gewandt, fortwährend an Oesterreich gewiesen fei, während Oesterreich alle Anfragen damit beantwortet habe, daß es Bismarck's Meinung einholen werde, bemerkt die „Nordd. Allg. Ztg." Folgendes: An dieser Meldung sei kein Wort wahr; die Mächte hätten von den bulgarischen Ereignissen keine Vorahnung gehabt, daher auch keinen Meinungsaustausch darüber pflegen können; England habe sich nicht an Deutschland gewandt und sei von letzterem auch nicht an Oesterreich verwiesen. Ebenso hat die „Nordd. Allg. Ztg." Grund, die Mittheilung eines französischen Reporters anzuzweifeln, daß wahrscheinlich in Gastein und Franzensbad von der Ersetzung des Fürsten Alexander durch eine andere Persönlichkeit die Rede gewesen sei; jedenfalls sei weder in Gastein noch in Franzensbad über den Nachfolger des Fürsten Alexander diskutirt worden; zur Zeit der Gasteiner Conferenzen mar die Revolution in Sofia noch gar nicht ausgebrochen, eine Besprechung dieses Themas daher gar nicht möglich; aber auch in Franzensbad ist dasselbe nicht behandelt worden. — Bezüglich der „Haoas"-Meldung, der Bulgarenfürst habe vor dem Officiercorps erklärt, er würde der erste sein, der in einem Feldzuge für Macedonien als Freiwilliger zugelassen zu werden verlange, bemerkt die „Nordd. Allg. Ztg." an anderer Stelle, die Erwähnung Macedontens durch den Fürsten Alexander in einer solch provocirenden Weise sei wenig wahrscheinlich, denn solch ein offener Appell zur Jnsurgirung und Losreißung einer türkischen Provinz würbe wenig verträglich sein mit der Stellung, welche der Fürst bisher der Pforte und Oesterreich gegenüber eingenommen habe.
— Gegenüber der abfälligen Kritik, welcher die Einberufung des Reichstags zum Zwecke der Ratifictrung des Handelsvertrags mit Soanien bei einem Theile der freisinnigen Presse begegnet, erinnert die „Nordd. Allg. Ztg." an die Vorgänge, als die Regierung den Reichstag einberief, um wegen der vorläufigen Inkraftsetzung des am 12. Juli 1883 mit Spanien abgeschlossenen Handelsvertrags Indemnität nach- zuiuchen, insbesondere an die damals inscenirte Debatte über Verfassungsbruch und an die damaligen Reden Hänel's. Die Regierung müsse deßhalb den Reichstag jetzt ein- berufen, möge es sich auch nur um eine Förmlichkeit handeln; das Risiko wäre bei anderem Verhalten heute sogar noch größer als 1883, denn die Opposition sei heute weit verbitterter und die ganze polnische Liga würde voraussichtlich mit Freuden die Gelegenheit benützen, über die Regierung herzufallen.
Bern, 6. September. Auf der internationalen Conferenz betreffend eine Union zum Schulze des literarischen und künstlerischen Eigenthums haben Deutschland, Frank- rerch, Italien, die Schweiz, Spanien, Belgien, Großbritannien mit sämmtlichen Colonien, Haiti, Llbena, Tunis, welche eine Bevölkerung von im Ganzen 500 Millionen vertreten, ihren Beitritt erklärt. Die Unterzeichnung erfolgt wahrscheinlich übermorgen nach Ausfertigung der bezüglichen Instrumente. Schweden und Norwegen, Däneinark sowie die Vereinigten Staaten von Nordamerika lassen ihren späteren Beitritt als wahrscheinlich erscheinen oder stellen ihn in sichere Aussicht.
London, 6 September. Unterhaus. Fergusson antwortete Bryce, es liege der Regierung keine Nachricht vor, daß die Abdankung des Bulgarenfürsten vollzogen sei. Alle zukünftigen Arrangements könnten in Gemäßheit des öffentlichen Rechts der inter- nac.onalen Vereinbarungen nur auf Basis des Berliner Vertrages erfolgen, welcher keiner einzelnen Macht ein besonderes oder ausschließliches Recht einräume. Demgemäß muss.- ein zu treffendes Arrangement von einem gemeinsamen Akte abhängen, dem alle Sig-aturmächte zustimmen. England habe keine Verbindlichkeiten, Pflichten oder besondere Interessen in Bulgarien, seine Verbindlichkeiten seien durchaus gemeinsam mit denen der anderen Großmächte, deren Zustimmung zur Wahl eines Bulgaren- funten eine einstimmige sein müsse. Die britische Regierung habe viel Hoffnung auf die Gefchicklichkeit und die sonstigen großen Eigenschaften des Fürsten gesetzt, sie beklage den verübten Verrath und die Gewaltthätigkeit und würde mit großem Bedauern ver- neliinen, daß der Fürst definitiv die Aufgabe, der er sich unterzogen, fallen ließe. (Lebhafter Beifall auf allen Bänken.) 0,1 B
London, 6. September. Der „Standard" sagt, es liege England nicht ob, in ^uigarien ein Arrangement aufrecht zu erhalten, welches drei Militärreiche beanstanden. Aus die Lange werde Bismarck den Kampf zwischen Rußland und Oesterreich nicht
abwenden können., Deutschland und Oesterreich hatten eine große Gelegenheit verpaßt. England werde wahrscheinlich den Hauptvortheil aus ihren Schnitzern ziehen. Wie anders würde die Stellung des Bulgarenfürsten gewesen sein, wenn, anstatt sich an den Zaren zu wenden, er die Großmächte aufgefordert Hütte, zu sagen, welches Verfahren er einschlagen solle und ob er auf die Unterstützung der Mächte bei Lösung der schwierigen Aufgabe, welcher er sich auf ihre Einladung gewidmet, rechnen könne oder nicht. Die „Times" bemerkt, indem der Fürst zugebe, daß Rußland das Recht und die Macht habe, Bulgarien zu beherrschen, zwinge er die Welt, zu fragen, warum er überhaupt dem Zaren opponirte. Die Abdankung des Fürsten werde die russische Okkupation in Bulgarien nur abwenden, falls die russische Regierung glaube, die Russifizirung könne ohne dieselbe besser ausgesührt werden. Der Termin des Einmarsches der russischen Truppen ist ebenso eine Detailfrage, als der Termin der förmlichen Abdankung des Fürsten. Der Triumph des Zaren ist bereits vollkommen.
. London, 6. September. Unterhaus. Fergusson erklärt, die afghanische Grenzcommission kehre aus Indien im Laufe des September zurück. Ridgway conferirt unterwegs in Kabul mit dem Emir. — Churchill theilt mit, es sei die Ernennung einer Commission zur Untersuchung der jüngsten Veränderungen im Werthe der Edelmetalle beschlossen. Die Commission untersuche weder den unbefriedigenden Zustand des fetzt circulirenden Goldes, Silbers und Kupfers, noch ob es wünschenswerth für England sei, in Indien das Decimalmünzsystem einzuführen.
6. September. Tie „Pall Mall Gazette" bespricht die Abdankung des pursten von Bulgarien in einem im allgemeinen Rußland günstigen Sinne und J™1, Abdankung habe eher den Zweck, die Occupation Bulgariens durch Rußland herbelzufuhren als solche zu vermeiden. Der Artikel vergleicht die Stellung Rußlands zu Bulgarien mit der Englands am Nil und bemerkt, Rußland könne ebensowenig feindlich gesinnten Fürsten in Bulgarien zulassen, wie England einen ihm feindlich gesinnten Khedive dulden könne. Auf die Haltung Bismarcks übergehend, sagt das Blatt, Bismarck wisse sehr wohl, was er zu thun habe. Er sehe klar, daß die wahre Politik für Deutschland darin bestehe, gute Beziehungen zu dessen Nachbarn zu unterhalten und es wäre sehr zu wünschen, daß die englischen Staatsmänner eine ebenso gesunde Politik hinsichtlich ihres Landes befolgten. — Dasselbe Blatt veröffent- licht eine Depesche aus Port Hamilton vom 20. Juli, welche das Gerücht erwähnt, daß England dies Gebiet in Folge eines Berichtes des Admirals, wonach dasselbe in strategischer Hinsicht nutzlos sei, aufgegeben habe.
Sofia, 6. September. Gestern hat unter dem Vorsitze des Fürsten eine Versammlung von Vertretern aller Parteien über die gegenwärtige Lage berathen. @5 rourbe eine Kommission ernannt, bestehend aus Stambulow, Radoslawow, Karawelow, Geschow und Stoilow, welche mit Rußland und den übrigen Mächten eine Lösung der gegenwärtigen Krisis verhandeln sollen.
Sofia, 6. September. (Ausführlichere Meldung der „Agence Havas".) Stambulow und Radoslawow begaben sich heute zu den auswärtigen Consuln, um denselben die gegenwärtige Lage auseinanderzusetzen. Gleichzeitig ließ die bulgarische Regierung dem russischen Consul erklären, daß der Fürst beschlossen habe, abzureisen. Da aber die bulgarische Bevölkerung und Armee ihre Anhänglichkeit für den Fürsten zum Opfer brachten, hätten sie ein Recht, dagegen Garantien für die Unabhängigkeit Bulgariens zu verlangen. Die bulgarische Regierung bitte daher den Consul, folgende Punkte in Petersburg zu unterbreiten: 1) wer der Candidat Rußlands für den bub garifd)en Thron sein würde; 2) solle Rußland versprechen, daß keine russische Occupation Bulgariens stattfinde; 3) solle die Aufrechthaltung der gegenwärtigen Verfassung ?Crr cI?cr^en,„ ^wie die Freiheit für die Bulgaren, die inneren Angelegenheiten selbstständig zu führen; 4) solle es Rußland freistehen, einen russischen General als Kriegsmimster zu entsenden, um die Reorganisation der Armee zu leiten in der Weise, baß bulgarische Osficiere statt russischer verwandt werden sollen. Der russische Consul telegraphirte dies sofort nach Petersburg, aber eine Antwort ist noch nicht ein; getroffen.
Sofia, 6. September. Meldung der „Agence Havas": Bogdanow und Neglu- doiv überbrachten dem Fürsten den Wortlaut der Antwort auf die von ihnen gestern m Petersburg unterbreiteten, von der bulgarischen Negierung ausgestellten Punkte. Die Konsuln erklärten, Rußland beabsichtige nicht, sich in die inneren Angelegenheiten Bulgariens zu mischen, von einer russischen Okkupation sei nicht die Rede und an die Ent- sendung eines Kommissars sei nicht zu denken, solange der Fürst in Bulgarien verweile. Sollte später eine Entsendung nothwendig werden, würde der Abgesandte des Zaren weder eine gouvernementale noch administrative Mission haben, sondern sich besonders darauf beschränken, den Bulgaren Rathschläge zu ertheilen, um die einzelnen Parteien zum Wohle Bulgariens mit einander ins Einvernehmen zu bringen.
Sofia, 6. September. Der Fürst begab sich heute Vormittag in das bei Bali ©ffenbi in der Nähe von Sofia errichtete Lager und erklärte den Truppen, daß seine Abreise nothwendig sei, um die Zukunft Bulgariens zu sichern. Die Kapitäne Popow und Vulschow erklärten in Erwiderung der Ansprache des Fürsten, daß ohne ihn Bulgarien wohl kaum noch existiren werde.
Berlin, 7. September. (Privat-Depesche.) Die ,,Nordd. Allg. Zeitung" veröffentlicht eine Cabinets-Ordre vom S September, welche den Reichstag zum 16 September einberuft.
Das Erdbeben in Amerika.
Das Erdbeben, welches in der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch zwischen 9 und 10 Uhr in Amerika ausbrach, wurde im ganzen Gebiete der Vereinigten Staaten östlich vom Mississippi, vom Golfstrom bis nach Connecticut gespürt. In Montgomery, Alabama, Cleveland, Ohio, Meadville, Pennsylvania, Raleigh, Nord-Carolina und Indianapolis, Indiana, scheinen die Erdstöße besonders stark gewesen zu sein. In Montgomery, Selma, Lychburg, Richmond, Meadville, Washington, Cleveland und Memphis eilten die Leute vor Schrecken auf die Straße. Gespürt wurde das Erd- beben in Newyork, Washington, Detroit, Milwaukee, Cincinnati, Louisoille. Unbedeutend war es in Chicago, während es in Omaha und San Francisco nicht beobachtet wurde.
Am stärksten war das Erdbeben in Charleston, Süd-Carolina. Nach den letzten Nachrichten liegt die Stadt vollkommen in Trümmern. Die zwei bedeutendsten Kirchen der Stadt, die St. Michaelis und die St. Philipps, sind eingestürzt. Die Polizei- station, viele öffentliche Gebäude und volle zwei Drittel aller Wohnhäuser sind unbewohnbar. Beim ersten Erdstoß brach an fünf verschiedenen Stellen Feuer aus. Kaum 100 Häuser werden augenblicklich bewohnt. Die Leute lagern im Freien. Alle Laden sind geschlossen und man befürchtet Mangel an Nahrungsmitteln, da Niemand die Läden betreten will. Um 8 Uhr 25 Min. am Mittwoch Morgen ereignete sich ein neuer Erdstoß. Zu der Zeit waren Viele, welche die Nacht im Freien zugebracht hatten, in ihre Wohnungen geeilt, um sich mit Kleidung und Nahrungsmitteln zu versehen. Dem Stoße, welcher, wie die früheren, von Südost nach Nordost fuhr, ging ein dumpfes Nollen voraus. Die Erde fing an zu zittern und sich zu heben. Der letzte Erdstoß verursachte jedoch keinen Schaden. Im Ganzen zählte man 10 verschiedene Stöße. Arn furchtbarsten wurde die Broadstraße mitgenommen. Mit Aexten bewaffnete Frauen versuchten hier tapfer die Unglücklichen aus den eingestürzten Häusern, zu befreien. Die Geschäfte ruhen natürlich in der schwer betroffenen Stadt gänzlich. Die meisten Bewohner kampiren in Zelten auf den Straßen. Auch die Gaswerke sind beschädigt, so daß die Stadt in den nächsten Tagen unbeleuchtet sein wird. Viele Häuser sind so voller Risse, daß ein Schlag sie zum Einsturz bringen könnte. Im Erdboden find Spalten, aus denen feiner Sand hervorquillt. Auch spürt man Schwefelgeruch. Zwischen 40 und 50 Personen sollen getöbtet und über 100 verletzt sein. Der Schaden wird auf 8,000,000 Doll, angegeben. Die im Hafen liegenden Schiffe blieben unbeschädigt unh stieg das Wasser im Flusse nicht. Nach den neuesten Nachrichten kam Mittwoch Abc- b ein neuer, sehr heftiger Erdstoß vor, in Folge dessen wiederum mehrere Häuser einst-irzten. Das Telegraphennetz von Süd^Carolina ist auf weite 'Strecken vollständig zerstört worden.
Das Städtchen Summerville, 22 Meilen von Charleston, wurde durch das Erdbeben fast ganz zerstört. Außerdem trat das Erdbeben am heftigsten in Columbia, Süd-Carolina, auf. Häuser schwankten von der einen Seite nach der andern und der Erdboden stieg und fiel wie Wasserwogen. Die Leute eilfen wahnsinnig vor Schrecken halb nackt auf die Straße. Einige sprangen aus den Fenstern. Die stärksten Häustr


