Beilage ?u Nr. 31 des „Gießener Anzeiger".
Lokales.
Gießen, 5. Februar. Wir haben über die Verhandlungen der zweiten Kammer der Landstände in Betreff der llniversitätsbauten in Gießen bereits den Tenor der Verhandlungen berichtet. Es dürfte unsere Lesern jedoch ein ausführliches Referat iminerhin interessiren und lassen wir dieserhalb ein solches nach der „Darmst. Ztg." im Nachstehenden folgen:
Nachdem der Ausschußantrag verlesen, eröffnete Herr Geh. Staatsrath Knorr die Diskussion: Mit großer Befriedigung habe die Negierung ersehen, daß der Finanzausschuß das dringende Bedürfniß für die Besserung der Zustände an der Landcs- universität erkannt habe; sie sei mit schwerem Herzen an die Vorlage einer so bedeutenden Anforderung gegangen, aber als sie die Ueberzeugung von der absoluten Nolhwendigkeit einer gründlichen Verbesserung erkannt hätte, sei ein Zögern nicht mehr möglich gewesen. Eine Vergleichung der Krankenhäuser anderer Universitäten, eine Vergleichung der Hospitäler anderer Städte lasse zur Evidenz ersehen, daß die Zu- ' stände in Gießen unhaltbar seien. Die gedeihliche Entwickelung der Landesuniversität, ' deren Eoncurrcnzfähigkeit mit anderen Hochschulen erheische dringend die Herstellung der Neubauten, und wenn auch die Kosten groß seien, so werden die aufgewendeten Beträge zum Segen des Landes gereichen.
Abg. Vogt: Er sei von der absoluten Nothwendigkeit der Herstellung der Neubauten überzeugt und werde für den Ausschußantrag stimmen. Die geforderten Summen seien nicht sehr hoch, doch gehe man nur mit schwerem Herzen an deren Bewilligung, wenn man bedenke, daß sich unser kleines Ländchen den Luxus zweier Universitäten gestatte. Zu den Einzelheiten übergehend, müsse er bemerken, daß die Einheitssätze für die Bauten seiner Ansicht nach zu hoch gegriffen seien, so bei dem Kostenvoranschlag für die Directorwohnung, welche 10,000 höher sei als für die Wohnung des Directors des chemischen Instituts. Bei der Anlage der Heizung bitte er die neuesten uub besten Einrichtungen anzuwenden; so seien wohl auch bei Verwendung von Dampfkesseln die Gasmotore überflüssig. Ferner möchte er die Einrichtung der electrischen Beleuchtung empfehlen. Er verstehe übrigens nicht, warum eine besondere Wasserleitung für die Universitätsbauten eingerichtet werden solle, da ja die Stadt Gießen selbst eine Wasserleitung besitze. Er frage auch, warum eine besondere Apotheke in der Klinik eingerichtet werden solle.
_ Ministerialrath Horst: Daß die Directorwohnung für die Kliniken mehr koste, als für den Director des chemischen Instituts, gehe daraus hervor, daß erstere ganz isolirt, von den Kliniken gefordert, letztere dagegen mit dem Laboratorium verbunden werden solle; übrigens bedürfe der Klinikendirector besondere Räume für Empfang und Uebcrführung der Kranken. Eine Wasserleitung für die Universität sei nöthig, da die städtische Leitung von Gießen nicht sehr günstige Resultate ergeben habe, so daß von dieser eine Wasserabgabe an die Universität nicht ausführbar sei. Bei der Heizung und Ventilation habe sich die Regierung nach den Einrichtungen in Bonn gerichtet, doch sei das Studium dieser Frage noch nicht beendigt, es solle unter den bedeutenderen Firmen dieser Branche eine Eoncurrenz ausgeschrieben werden.
Geh. Ober - Mebicinalrath Pfeiffer klärt den Abg. Vogt darüber auf, daß in*dcn Kliniken keine vollständige Apotheke, sondern nur eine Dispensiranstalt eingerichtet werden solle.
Abg. Schade: Man begreife kaum, wenn man Kenntniß von dein Zustand der Kliniken erhalte, wie sich diese so lange hätten halten können. Wenn auch ihm der Luxus zweier Universitäten in dem kleinen Ländchen nicht gefalle, so werde er dennoch für den Ausschußantrag stimmen. Die Erhebungen der Regierung, die Berichte des Ausschusses, die Vergleichungen mit anderen Universitäten hätten hinreichend klargestellt, daß die Forderung der Regierung berechtigt und motivirt sei. Von fachmännischer Seite sei ihm mitgetheilt worden, daß die Abstriche des Finanzausschusses zu hoch seien, wodurch wohl mancher Nachtheil entstehen würde. Er werde deßhalb für den Ausschußantrag stimmen, trotzdem er die Nothlage der Landwirthschaft erkenne, welche zum Sparen zwinge; aber bei derRothlage der Universität müßten Sparfamkeits- rücksichten in den Hintergrund treten.
. Abg. Metz (Gießen): Nachdem der Finanzausschuß sich selbst durch Einsicht in die Kliniken von dem unhaltbaren Zustand der obwaltenden Verhältnisse überzeugt habe, so könne kein Zweifel bestehen, daß die Regierungsforderung an sich genehmigt werden müsse; auch ihm sei sehr zweifelhaft, ob bei den Abstrichen des Finanzausschusses die Zustände von Grund auf gebessert würden. Er habe noch eine Bitte, daß die Regierung für die Leitung eines so wichtigen Bauwerks einen besonderen Baumeister auswähle und den Bau nicht dem Kreisbaumeister unterstelle, dabei solle be- loudere Rücksicht auf diejenigen Baumeister genommen werden, welche bereits bei solchen Bauten beschäftigt gewesen.
Ministerialrath Horst erklärt, daß es selbstverständlich sei, daß mit der Bauleitung ein besonderer Baumeister betraut werde; inwieweit dieser selbstständig sei, werde die Regierung erwägen.
Abg. Tecklenburg erklärt es für das richtige Verfahren, daß nicht bei den Einzelsummen, sondern bei der Gesammtsumme Abstriche gemacht werden, weil dann der Ausgleich besser herbeigesührt werden könne. Es werde insbesondere bei der Anlage der Wasserleitung ein höherer Betrag, als angesetzt, ausgegeben werden müssen. Die Bedürfnißfrage der Neubauten sei allseitig anerkannt, die Existenz und die Eon- currenzfähigkeit mit anderen Universitäten hänge von der Bewilligung der geforderten Mittel ab, deßhalb sei er für den Ausschußantrag.
Abg. Han stein: Wenn man den Ausschußbericht lese, müsse man für Bewilligung der geforderten Mittel sein, noch mehr, wenn man den jetzigen Zilstand der Gebäude kenne. Die jetzige Klinik sei früher eine Kaserne gewesen und daß diese sich nicht zur Aufnahme von Kranken eigne, fei selbstverständlich. Männer und Frauen können nicht getrennt werden, ebensowenig die Bäder der mit ansteckenden Krankheiten behafteten von denen der übrigen Kranken. In der Frauenklinik müßten die Schwangeren die enge Wendeltreppe in den 3. Stock getragen werden; der Raum sei dort so beschränkt, daß bei Brand großes Unglück passiren könne. Die Gießener Wasserleitung gebe nur wenig Wasser, so daß für die Universität eine neue er- -forderlich sei.
Abg. Ulrich: Auch Sie würden für den Ausschußantrag stimmen, da Sie die vorhandenen Mißstände würdigen müßten. Ein Grund für Ihre Abstimmung sei auch, daß durch die Bauten den Arbeitern Arbeitsgelegenheit gegeben würde, dabei sollten nur einheimische, nicht italienische Arbeiter zugezogen werden. Ganz besonders sollten die Landesangehörigen bei der Vertheilung der Arbeit zugezogen werden, dadurch würden^ diese die Sympathie für die Landesuniversität erlangen und bewahren.
Abg. Fkanck: Er stehe der Vorlage nicht principiell entgegen, doch sei die Forderung von l1/» Million für eine einzige Finanzperiode sehr bedeutend. Er wolle aurcgcn, diese bedeutende Summe auf mehrere Finanzperioden jn vertheilen. Das Bedittstnß der Neuerrichtung der inneren Klinik erkenne er an, doch könne von Seiten dcr ^tadt Gießen, die ja hierdurch ein Hospital spare, recht gut ein Beitrag geleistet werden. Die 10000 JL, welche sie jährlich zur Unterhaltung der Klinik gebe, seien denn doch zu gering. Das pathologisch-anatomische Institut bedürfe wohl nur einer größeren Reinigung, er werde deshalb, da stichhaltige Gründe für dessen Neuerrichtung nicht dargethail seien, gegen diese Position stimmen. Gegen den Bau einer Entbindungsanstalt fei er nicht, doch solle diese nicht so eingerichtet werden, daß sie für die Professoren bestimmt sei, zu denen Kranke aus ganz Europa kämen und dann den Professoren ein hübsches Honorar zubrächten. Dazu sei eine solche Klinik nicht da. Bei dem physiologischen Institut werde von den Professoren, die den Bericht gemacht hätten, nur von einem dringenden Bedürfniß gesprochen. Auf diesen Grund allein hin verwillige er die geforderte Summe nicht. Die Kommission zur Besichtigung der Kliniken habe einen Fehler gemacht, wenn sie die Berliner und Dresdener Kliniken besuchr habe, an eine Konkurrenz mit diesen Städten sei nicht zu denken.
Abg. Schröder führt aus, daß die Ortsbesichtigung ihm und seinen Kollegen die feste Ueberzeugung gegeben, daß die jetzigen Zustände nicht nur in Hinsicht auf die Konkurrenz mit anderen Universitäten, sondern auch für die Zwecke, welchen die Anstalten dienen sollen, durchaus unhaltbare seien. Es hätte hier schon längst abgeholfen werden müssen, indessen vermuthe er, daß die Großh. Regierung nur so lange gewartet,
um nun nachweisen zu können, daß die Neubauten schlechterdings nicht zu umgehen seien. Was den Einwand des Abg. Frank betreffe, daß die Einrichtungen; wie sie in Berlin und Dresden bestanden, nicht zum Maßstabe für Gießen dienen könnten, so gebe er dies zu; der Ausschuß babe auch diese Anstalten nur eingesehen, weil in ihnen die neuesten Erfahrungen practisch verwerthct worden seien. Marburg sei nach seiner ganzen Lage geeignet mit Gießen zu concurriren, und man müsse jedenfalls suchen in Gießen dasselbe zu bieten, was in Marburg geboten wird. Daß indessen Hessen nicht dieselben Mittel zur Verfügung ständen wie Preußen, fei selbstverständlich, auch seien die Kosten, mit welchen in den sechziger Jahren die Marburger Klinik errichtet worden sei, bedeutend höher gewesen, als sie jetzt für Gießen verlangt würden. In Betreff des pathologischen Instituts habe er anfangs dieselben Zweifel wie der Abg. Frank gehegt, seit er aber an Ort und Stelle gewesen sei und dm Theil der Anatomie ein- gesehen habe, welcher den Zwecken des pathologischen Instituts dient, seien diese Zweifel vollkommen zerstreut. Die Frage allerdings, ob dieser Neubau ebenso dringend wie die beiden anderen, wage er nicht zu entscheiden. Er glaube, eS sei möglich, die jetzige gynäkologische Klinik noch wenigstens theilweise zu verwenden. Indessen gebe er doch zu bedenken, daß die große Entfernung derselben von der Stadt iuib insbesondere den übrigen Kliniken sehr mißlich sei, und es werde sich daher empfehlen, alle nothwendigm Gebäude zusammen und insbesondere auch unter gemeinsame Verwaltung zu stellen. Der Neubau fei nicht nur im Interesse der Professoren und Spezialisten, welche vielleicht manchmal in ihren Forderungen etwas weit gingen, sondern jeder Laie könne sich von seiner Nothwendigkeit überzeugen. Er sei dem Abg. Frank dankbar dafür, daß er diese Punkte zur Erörterung gebracht, und wolle mir noch bemerken, daß, wie der Abg. Metz schon angedeutet habe, es wünschenswerth erscheine, mit der Ausführung des Baues einen besonderen Baumeister zu betrauen. Wenn er sich nicht geirrt habe, so habe Herr Geh. Oberbaurath Horst eine entgegenkommende Erklärung in dieser Hinsicht abgegeben. Er könne dies nur befürworten auch im Interesse unserer jungen Bauleute. Was die Frage des Wassers betreffe, so habe der Staat garnntirt, daß dasselbe ausreichend an Quantität und Qualität beschafft werde. In Betteff der Heizung habe die Regierung erklärt, die einzelnen Summen für dieselbe noch nicht ansetzen zu können, iveil noch Untersuchungen angestellt werden niüßten, welches System das zweckmäßigste sei, und ob überhaupt ein System in allen Räumen hergestellt werden könne. Er könne nur dringend empfehlen, bei der Wahl des Systems vorsichtig zu fein, genau zu prüfen und womöglich ein gemischtes System einzuführen, da die Dampfluftheizung eine ganz neue und noch wenig erprobte Methode sei. In Bonn habe man auch ein solches gemischtes System eingeführt, indem in den Zimmern Ofenheizung, in den Gängen dagegen Luftheizung eingerichtet sei.
Geh. Oberbaurath Horst erklärt die Ansätze des Voranschlags seien auf Grundlage der Kostenbeträge der Heizungsanlagen in Bonn im Verhältniß zu der zu heizenden Grundfläche gemacht worden. Es handle sich nun darum, mit aller Sorgfalt zu entscheiden, ob eine centrale Anlage zweckmäßig sei oder nicht; bei dem pathologischen Institut werde sie sich vielleicht empfehlen. Wie er bereits erklärt, werde man die Ausführung einem besonderen Baumeister, der jedoch schon größere Bauten ähnlicher Art geleitet habe, übertragen; über dessen Befugnisse, die jedenfalls in gewissen Grenzen bleiben müßten, könne man jetzt noch nicht entscheiden.
Obermedicinalrath Dr. Reißner ergriff hierauf das Wort: Wenn die Dringlichkeit des Neubaues eines pathologischen Instituts bezweifelt werde, so könne dies nur auf einem Mißverständniß beruhen. Früher habe man ein solches überhaupt nicht gekannt, man habe höchstens ein kleines pathologisches Museum gehabt; heute jedoch werde die Güte der Fakultät nach der des pathologischen Instituts beurtheilt. Man müsse voraussetzen, daß alle Bedingungen vorhanden seien, die ein erfolgreiches ' Experimentieren ermöglichten. In den jetzigen Räumen könne man überhaupt nicht arbeiten. Dazu komme noch der Mißstand, daß das pathologische Institut mit den Räumen für normale Anatomie zusammen gelegt sei. Wenn man das gynäkologische Institut auf eine Entbindungsanstalt beschränken wolle, so sei dies absolut unzulässig, denn ein gynäkologisches Institut sei nothwendig, wenn der Student lernen zolle, Frauenkrankheiten zu behandeln. Außerdem glaube er nicht, daß sich jemand dazu hergeben werde, eine Entbindungsanstalt ohne gynäkologisches Institut zu bauen.
Abg. Vogt erklärt, er könne nicht befriedigt fein von den Erläuterungen, welche betreffs der Wasserleitung und der Wohnung des Directors gegeben worden seien. Er wolle noch daraus aufmerksam machen, ob es nicht zweckmäßig, anstatt der Gasbeleuchtung die elektrische einzuführen. Nachdem Abg. Haustein hierzu noch eine kurze Bemerkung gemacht, spricht Abg. Tecklenburg den Wunsch aus, Großh. Negierung möge doch kleine Eopien der Hauptbaupläne, welche ja leicht durch Photographie oder Autographie herzustellen seien, in die Hände der Abgeordneten geben.
Abg. Kugler erklärt, er fei selbst in Gießen gewesen und habe sich von der Nothwendigkeit der Neubauten überzeugt. Er finde, daß die in den Händen aller Abgeordneten befindlichen Pläne außerordentlich praktisch und sorgfältig ausgeführt seien. Er habe nur noch zwei,Wünsche, einmal möchte er beantragen, daß mit dcr Dampf- luftheizung kein zu umfassender Versuch gemacht werde. Es sei gewissermaßen Mode- sache, in jedem neuen Gebäude auch die neueste Heizungsmethode zur Anwendung zu bringen. Die Dampfluftheizung fei nun noch so wenig angewendet, koste auch so viel mehr als jede andere Heizung, daß es sich vielleicht empfehlen werde, davon Abstand zu nehmen, selbst wenn die Techniker sie auch noch so sehr empfehlen.
Ferner habe er nach Einsicht der Pläne gefunden, daß der Küchenbau etwas sehr weit von den Hauptgebäuden entfernt liege, es empfehle sich wohl, denselben zwischen beide Kliniken zu legen, damit die Speisen durch den weiten Gang durch das Freie nicht kalt ivürden, bis sie zu den Kranken gelangten.
Nachdem Geh. Oberbaurath Horst seine Bereitwilligkeit in Betreff Verlegung des Küchenbaues erklärt hatte, ergriff der Abgeordnete Stephan das Wort und führte aus, daß er das Bedürfniß allerdings nicht bestreiten wollte, von seiner Dringlichkeit sich aber nicht babe überzeugen können. Es sei bedenklich, eine so weit gehende Forderung in der Mitte einer Finanzperiode einzubringen, man habe warten können bis zur nächsten Finanzperiode. Er müsse, wenn auch mit schwerem Herzen, gegen den Antrag stimmen.
Abg. Freiherr von Nabe na u erklärt sich mit den Ausführungen des Abg. Kugler völlig einverstanden, insbesondere was die Dampfluftheizung betreffe. Er habe dieselbe in feinem Hause eingerichtet und sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Wenn man nur kurze Zeit sitze, so empfinde man durch die warme und trockene Luft bald ein Gefühl des Unbehagens, welches er den Studenten in ihren Hörsälen ersparen wolle. Er könne, nur dringend davon abrathen. Endlich erlaube er sich nur noch die Anfrage an Großh. Regierung, wie weit die Frage der Unterbringung der Irren gediehen sei.
Geheimer ^taatsrath Knorr erwidert hierauf, es würden in dcr neuen Klinik einige Zellen eingerichtet werden, um Geisteskranke aufzunehmen. Wenn eine neue Irrenanstalt nothwendig werde, so werde man jedenfalls in Betracht ziehen, ob sie nicht nach Gießen gelegt werde.
Abg. Jöst erklärt sich gegen die Dampfluftheizung, sowie gegen elektrische Beleuchtung, Gaspatentbrenner seien vorzuziehen. Was die Frage der Gasmotoren angehe, so seien sie insofern billiger, als keine besondere Person zu ihrer Bedienung nothwendig sei, wie dies bei dem Dampstessel vorgeschrieben sei. Indessen seien die Gasmotoren sehr unzuverlässig, wenn sie nicht von ganz gewandten Leuten bedient würden. Wenn die Speisung aus derselben Leitung geschehe, ivie die übrigen Gasflammen, so geriethen dieselben sehr leicht in zuckende Bewegung. Er erkläre sich mit dein Wunsche des Abg. Tecklenburg, Eopien der Hauptpläne herzustellen, ganz einverstanden. Er werde für Bewilligung der Neubauten sein und sei der Ansicht, daß man, wenn man das Bedürfnis; nicht leugnen könne, an den Einzelforderungen nicht mäkeln dürfe. Wenn sie doch über kurz ober lang nothwendig würden, so habe es keinen Zweck, dieselben noch drei Jahre hinauszuschieben. Es sei insbesondere nothwendig, daß die Bauten möglichst bald zur Ausführung kommen. Allerdings sei eine andere Frage, ob man nicht die Ausführung eines oder des anderen Baues noch aufschieben könne und nur die nothwendigsteu ausführc. Er werde für den Antrag stimmen.
Nachdem Abg. Böhm nochmals die Gasmotoren empfohlen und Abg^ Theobald erklärt hatte, daß, wenn keine Dampfluftheizung eingerichtet werde, webet:


