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Odenwälderinnen in ihrer malerischen Nationaltracht saßen auf den Ruhebänken unter den hochgewölbten Waldbaumdomen und lauschten, als ob sie eine Predigt vernähmen. Ich konnte, zu meinem Bedauern, den gebotenen Genuß nicht lange ertragen. In Gottes freier Natur höre ich am liebsten kein wirkliches, sondern das gefiederte Him­mels-Orchester. Kunst und Natur können immer nur bis zu einem gewissen Grade zusammenwirken. Sobald die eine die andere zu unterdrücken beginnt, hört die ästhetische Harmonie auf. Der Abstieg vom Schloß war herrlich. Ties unten, lang hingedehnt am Ufer des lustigen Neckar, die malerische Stadt mit ihren enggewundenen Gassen und verwitterten, rothen Schindeldächern, dazwischen die grellfarbigen Fahnen und Wimpel, über dem Fluß die alte Brücke und drüber hinaus die unbegrenzte Ausschau auf Thal und Gebirg. Wer hätte diesen einzigen Weg nicht, wenn er ihn auch nur ein Linzigesmal zurückgelegt, in fester, dauernder Erinnerung. Unten in der Stadt, in der Hauptstraße, Plöck- und Leopoldstraße ist das Treiben der sonntäglich geschmückten Menschen noch lebhafter als oben. . . ->

In derAnlage", deren Längsseiten der industrielle Sinn der Heidelberger mit einer Anzahl von Tribünen und Tribünchen gefüllt hat, wogen Wagen und Fußgänger unablässig hin und wieder. Landleute der umliegenden Dörfer, Eingeborene und Aus­länder, Dragoner und Infanteristen mit ihren liebe- und magennährenden Küchen- Venussen, in den Ruhebänken der Allee sitzfleischvirtuose Engländer und Engländerinnen und in der Menge die grellen, bunten Mützen der Corpsstudenten, in denen einzelne schon mit Triumphatorenstolz ihre cerevisgeschmücktenalten Häuser" heranführen .es ist ein ungemein lebhaftes fesselndes lebendes Bild, das sich hier abspielt und wer einige Beobachtungsgabe besitzt, kann sich auch ohne Gesellschaft und Führer eine höchst unterhaltende Stunde bereiten. Das Leben in der unten am Neckar gelegenen Fest­halle ist noch still. Ich besuchte den Colossalbau heute Vormittag, bemerkte als Fest­gäste aber nur ein paar hundert schwarzbefrackte Kellner, die an einer Anzahl langer Holztische, dicht zusammengeschaart, ihr Frühstück einnahmen. Um so bemerkenswerter erschien der Bau selbst, in baulicher und decorativer Ausführung ein wahres Meister­stück, das seinem Erfinder, Oberbaurath I. Durm in Karlsruhe, alle Ehre macht. 6000 Menschen soll das Riesengebäude fassen können. Hoffen wir, daß sie sich zu frohem Bankettiren und ungetrübter Harmonie hier vereinen. Einer der verdientesten hiesigen Gelehrten, der ebenso liebenswürdige als berühmte Hofrath Professor Bartsch, den ich heute besuchte, wird das Fest nicht mitfeiern können. Ich fand ihn unwohl.

Nachschrift vom 2. August Morgens.

Allem Anschein nach wird sich die Zahl der Nichtfeiernden noch erheblich ver­mehren. Der Grau in Grau gefärbte Himmel gießt heute wieder das unerfreulichste Naß herunter, dessen Einfluß, wenn and) kein körperliches, so doch, was noch weit schlimmer, ein entschieden geistiges Unwohlsein hervorrust.

Universität- - Chronik.

Heidelberg, 2. August. Anläßlich der Jubiläumsfeier der hiesigen Universität find von dem Großherzog folgende Auszeichnungen verliehen worden: Der Prorector, Geh. Rath Ernst Immanuel Bekker, ist mit Ueberspringung eines Grades zum Gornthur erster Klasse des Zähringer Löwen ernannt, der Professor Kuno Fischer zum Geheimen Rath erster Klasse mit dem Prädikat Excellenz, die Professoren Karl Bartsch (Germanist), Leo Königsberger (Mathematiker) und Becker (Ophthal­mologe) zu Geheimen Räthen zweiter Klasse, die Professoren Karlowa (Romanist), Winkelmann (Historiker) und Quincke (Physiker) zu Geheimen Hofräthen, die Professoren Erdmannsdorffer (Historiker), Erb (Kliniker) und Zangemeister (Oberbibliothekar) zu Hofräthen und der Professor Hausrath (Theologe), zum Kirchenrath.

Lokales.

Gießen, 3. August. Heute Morgen */,9 Uhr enstand im Hause des Glaser­meisters Schmidt, Eanzleiberg 7, im Dachstock ein heftiges Feuer. Es dauerte ge­raume Zeit bis die Feuerwehr am Platze erschien; doch gelang es ihr, Dank der that- kräftigsten Unterstützung der Mannschaften des hiesigen Regiments, sowie einzelner Ein­wohner, das Feuer bald auf feinen Herd zu beschränken. Leider ist hierbei ein be­dauerlicher Unglücksfall oorgekommen. Eine in der Mansarde wohnende Näherin konnte sich vor dem Feuer und Qualm nicht retten oder verlor vielleicht angesichts der Lohe die Ueberlegungssähigkeit und warf erst ihr Kindchen aus dem Fenster und sprang bann selbst nach auf das harte Pflaster. Das Kindchen wurde von Pumpenmacher Hamel (Radfahrer) in den Armen aufgefangen, glitt sodann auf die Erde und wurde von Gas-Monteur Heller fortgettagen. Das Kind hat keinen Schaden erlitten. Da­gegen ist seine Mutter schwer verletzt nach der Klinik verbracht worden.

Nach uns soeben gewordener Mittheilung hat die Näherin bei dem Sprunge -aus dem Fenster einen rechten Schenkelbruch erlitten, sich an der Wirbelsäule wie auch an der rechten Schulter schwer verletzt, sowie den rechten Fuß gebrochen.

Eirrgefarrd t.*)

Gießen, 2. August.

Kritiken über Concerte zu schreiben ist für Jeden, der es ernst nimmt, ein ver­antwortungsvolles Geschäft. Der Kritiker soll das Publikum und die Künstler erziehen .helfen. Nur wer sich das zutraut und zutrauen darf, ist zum Kritiker berufen. Wer dazu nicht das Zeug hat oder sich seine Aufgabe niedriger stellt, kritisirt nicht, sondern agitirt. Er willStimmung" machen bei den Künstlern oder bei dem Publikum oder bei beiden; er will also im Grunde die Vorurtheile der Menschen kräftigen oder solche Hervorrufen. Es ist ihm nicht rein um die Kunst zu thun, sondern zugleich um alles mögliche Andere, was mit der Kunst nichts zu thun hat.

Das Ideal des Kunstkritikers ist vielleicht schwerer zu verwirklichen als das des Künstlers. Wenigstens hat es zu allen Zeiten mehr vortreffliche Künstler als Kunst­kritiker gegeben. Also wird man mit dem Kunstkritiker Nachsicht haben müssen. Aber auch bei wohlwollendster Beurteilung kann der Kunstkritiker, welcher in Nr. 176 dieses Blattes das letzte Kirchenconcert rccenfirt hat, nicht bestehen; denn er hat nicht aufklärend geschrieben, sondern verwirrend; er hat nicht Vorurtheile im Publikum zerstreut, sondern sie verstärkt; er hat die Künstler nicht belehrt, sondern sie mit dem Schlimmsten abgespeist, was man einem Künstler bieten kann, mit unmaßlichem Wohlwollen.

Seine Kritik giebt freilich noch zu ganz anderen Ausstellungen Anlaß. Ich habe selten eine Recension gelesen, in welcher es dem Verfasser in dem Grade gelungen ist, die wenigen treffenden Bemerkungen, die er macht, in eine so unzutreffende Forin zu kleiden, wie in dieser. Man lächelt über seine Jrrthümer und man lächelt noch mehr über seine Wahrheiten. Allein ich müßte zu viel Raum in Anspruck) nehmen, wollte ich dies dem unparteiischen Leser beweisen; ich begnüge mich daher damit, die beiden oben erhobenen Vorwürfe zu erhärten.

Erstlich: Der Verfasser hat das Publikum nicht erzogen, sondern in seinen Vorurtheilen bestärkt. Er schreibt:Wohl treibt die Kirchenmusik immer neue Knospen, aber dre Blüthezeit der Kirchenconcerte ist vorüber. Alle Anstrengungen sind vergeblich, das Publikum will einfach nicht mehr. Höchstens üben noch Oratorien ihre gelinde Anziehungskraft aus, aber mit Kleinigkeiten aus dem Schatze der Kirchenmusik giebt man sich heutzutage nicht mehr zufrieden und wenn dieselben noch s» interessant sind. Wir haben diese Erfahrungen schon in anderen Städten gemacht u. s. w."

Der Kritiker spielt in dieser seltsamen Expectoration d deux mains; er läßt es unklar, ob er zu dein Publikum gehört, welchesKirchenconcerte einfach nicht mehr will", ober ob er über biesemPublikum" steht. Er läßt es ebenso unklar, ob er selbst auch dieKleinigkeiten aus dem Schatze der Kirchenmusik" fürKleinigkeiten" hält oder ob ihm dieKleinigkeiten" köstliche Perlen sind. Nun, ein Kritiker, der in dieser Frage kein Urtheil besitzt, thut besser daran zu schweigen, und ein solcher, der aus irgend welchen Nebengründen sein Urtheil hier verschleiert, ist ein Verräther an der Sache, der er angeblich bient. In beiden Fällen ist das Publikum aber getäuscht, weil in seinen Vorurtheilen bestärkt. Noch nicht genug -- es wirb gerabezu falsch

*) Jnbem wir vorstchenbemEingesanbt" im Interesse der Unparteilichkeit Raum gewähren, bemerken wir, daß uns von anderer Seite vielfach anerkennende Urtheile über die Concert-Besprechungen unseres Referenten zugingen. Selbstredend halten wir demselben die Spalten zu einer Antwort auf basEingesandt" offen.

Die Redaction.

belehrt. Es roirb ihm gesagt, daßdas Publikum die Kirchenconcerte einfach nichk me hr will." Das ist das Gegentheil des Richtigen: wer Augen und Ohren hat, muß wissen, daß es dieselben noch nicht will, daß es fie aber zu wollen anfängt und daß es dieKleinigkeiten" lieber will als die Oratorien. Nach des Kritikers seltsamer Botanik knospt die Kirchenmusik, aber bie Blüthezeit ber Kirchenconcerte ist vorüber." Nun, unsere großen Eomponisten würden es wahrlich nichtknospen" lassen, wenn sie nicht wüßten, daß jetzt Blüthezeit ist. Die Kirchenmusik befindet sich in dem erfreulichsten Aufschwung, ber immer weitere Kreise ergreift. Allerbings ist noch viel zu thun, um bemPublikum" bie Augen zu öffnen für bie Schätze, bie wir besitzen; aber überall regt es sich. Statt auf biefen Aufschwung aufmerksam zu machen, beruhigt unser Kritiker aber bas selbstgefällige Philistertum mit bem verschleierten, aber wohl ver- stänblichen Hinweise, bie ganze Sache strebe bem Untergang zu; basgebiibctere Publikum" müsse wohl Geschmack baran finden, aber auch dieses halte sich ferne. Da weiß freilich Jeder, der mit der Zeit fortschreiten will, wie er es in Zukunft zu halten hat. Der Kritiker aber hat sich durch feine unklaren Sätze vorsichtig den Rücken gedeckt, um sich nicht vor jedem ehrlichen Musikfreunde zu blamiren:die Erfahrungen in anderen Städten" wo diese Städte wohl liegen mögen?

Zweitens: Der Verfasser hat bie Künstler unb Jebem gebührt biefer Name, ber uns burch bie Kunst erhebt mißhanbelt, auf bie schlimmste Weise mißhanbelt, nämlich burch unmaßliches Wohlwollen. Ich werbe bas beweisen.

Ein gewisser Lessing hat einmal ein Gesetz für ben Kritiker aufgestellt; er schreibt demselben vor:Sei gelinde und schmeichelnd gegen den Anfänger, mit Bewunderung zweifelnd, mit Zweifel bewundernd gegen den Meister, abschreckend und positiv gegen ben Stümper, höhnisch gegen den Prahler unb so bitter als möglich gegen ben Cabalen- macher." Ich werde von bem Rechte, welches bieses Gesetz mir gegen ben Recensenten verleiht, keinen Gebrauch machen, fonbern ich weise nur barauf hin, baß unmaßliches Wohlwollen überhaupt kein Ton ist, ber bem Kritiker zusteht. Was soll es aber heißen, wenn unser Rccensent schreibt:Manches trat recht vorteilhaft an's Licht",Fräulein Buff wirkte anerkennenswerth",sie hielten sich brav" u. s. w. Bei bem gegenwärtigen Verstänbniß unserer beutschen Sprache finb biese Bezeichnungen von sehr üblem Eindruck. Der Kritiker soll frei heraus sagen, was armselig und höchst mittelmäßig war. Freilich, er wirb sich hüten; beim er weiß sehr wohl, baß er alle bie gegen sich hätte, welche bas Glück gehabt haben, dies Concert zu hören. Aber warum benn bie Censur, bie etwa ber Schulnote IIIIV entspricht, unb ohne jebe Begründung, ohne daß bie Künstler etwas lernen können? Der Recensent wirb bas wohl selber wissen; wir wissen es nicht.

Unb nun ber Knabenchor'.Gegen ben Anfänger fei gelinbe und schmeichelns sagte Lessing.Gelinde und schmeichelnd" unser Recensent dagegen macht Aus­stellungen an dieser jüngsten Schöpfung der Kunst in unserer Stadt, die man machen könnte, auch wenn man den Chor gar nicht gehört hätte. Sie lassen es in der Aus­sprache fehlen; sie sind ungeschliffene Diamanten; wer es weiß, was es heißt, einen solchen Chor zusammen zu bringen und in wenigen Monaten so einzuüben, wirb lächeln. Er wirb aber nicht lächeln, fonbern ihm wirb ber Lessing'fche Cabalenmacher einfallen, wenn er ben hohen Genuß, ben bas ganze Concert ihm bereitet hat, mit bem Einbruck vergleicht, ben ber Recensent in seiner Kritik wiedergegeben hat. Aber man weiß es ja nicht, ob nicht ber Recensent zu bem Publikum gehört,welches Kirchenconcerte einfach nicht will". Dann ist Alles freilich sehr einfach.

Schließlich habe ich noch auf bie ungewöhnliche und neue Form von Höflichkeit aufmerksam zu machen, welche ber Kritiker beobachtet hat. Sonst stellt man bie Solistin, beren Mitwirken ber Erfolg bes Concertes vor Allem verbankt wird, voran, unser Kritiker stellt sie an ben Schluß unb fertigt ihre rounberbare Leistung mit einer Be­zeichnung ab, bie Jeben, ber bie Sängerin gehört hat, gewiß ebenso heiter gestimmt haben wirb wie den Schreiber biefer Zeilen:Sie wirkte anerkennenswert" bas ist ja erfreulich, unb vielleicht bringt sie es noch einmal bis zur Noterecht wacker". Bis bahin muß sie mit bem sicheren Bewußtsein vorlieb nehmen, ein Mittelpunkt künstlerischen Strebens in unserer Stadt zu sein. Wir aber beneiden den Recensenten nicht um bie Ohren, bie ihm beim Anhören bcs Liebes:Wem ber Herr ein Kreuz schickt", zu dem Ausruf verleitet haben:anerkennenswert."

Kritiker soll man ruhig schreiben lassen; aber diesmal schien es nöthig, ihnen in's Handwerk zu greifen. Von unserer guten Stadt Gießen unb biefer Zeitung soll man nicht sagen, baß sie gebulbig sind wie bas Papier. H.

Wir machen bie Leser bieses Blattes auf ein Gemälde eines jungen, hier ansässigen Malers ber Düsselborfer Schule aufmerksam. Dasselbe ist im Erker des Herrn W. Reiber am Seltersweg ausgestellt. Das Motiv ist ein germanischer Opferhain, von ber Abenbsonne beleuchtet. Im Vorbergrunbe stehen bie Steine der brei obersten Götter, ber bes Thor durch seinen Hammer ausgezeichnet. Hinter ihnen erheben sich riesige Eichen. Aus ihrem Schatten ist die Priesterin heraus- getreten.

Das Gemälde zeigt in bem Vorwurf unb ber Ausführung bie Bestrebungen der Schule, bie, auf Grunb des Stubiums ber germanischen Geschichte und Natur, die Zeiten unserer Altvordern im Bilde neu beleben will. Wir empfehlen es dem Interesse ber Kunstfreunbe unb wünschen bem jungen Maler zu seiner Mühe auch den verdienten Erfolg. - B,

8 e t mis ch t t 4.

Neu-Ulrichstein, 1. August. Monats-Bericht ber Arbeiter - Colonie pro Juli 1886.] Ultimo Juli waren in ber Colonie arbeits-, resp. stellenlos ins- gefammt 33.

Hiervon waren: Lanbw. Arbeiter rc. 7, Bäcker 2, Bergleute 2, Fleischer 1, Gärtner 1, Kaufleute (Commis) 1, Kellner 1, Klempner (Metalldrücker) 1, Maurer 1, Müller 1, Schlosser 1, Schneider 1, Schuhmacher 3, Weber 3, Schreiber 2, Porte­feuille-Arbeiter 1, Scheerenschlcifer 1, Büchsenmacher 1, Buchbrucker 1.

Den Staaten nach kommen auf: Großherzogthum Hessen 9, Nassau 5, Bayern 1, Württemberg 1, Sachsen 2, Thüringen 1. Von Preußen auf bie Provinzen: Brandenburg 1, Hannover 2, Hessen (Cassel) 7, Sachsen 2, Rheinprovinz 1, Russisch- Polen 1.

Abgegangen sind im Laufe des Monats Juli 8.

Davon gingen auf eigenen Wunsch 5, durch die Colonie in Stellung 2, durch eigenes Bemühen rc. 1.

Im Ganzen wurden feit Eröffnung der Anstalt ausgenommen 320 Colonisten.

sEine neue Industrie.] In einer französischen Zeitung findet sich die folgende merkwürdige Annonce:In einer Fabrik in Belleville werden binnen wenigen Tagen künstliche Neger erzeugt. Die gänzlich unschädliche Metamarphofe wird mittelst Job herbeigeführt unb jungen Leuten hierburch eine glänzenbe Zukunft eröffnet, da schwarze Diener, Zirkusneger stets ein gesuchter Artikel sind. Mäßige Preise, unter Umständen auch Credit. Eigene Brennscheeren zur Erzeugung des Neger-Kraushaares stets am Lager."

Gießen, 3. August. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Piund X 0.881.00, Hühnereier pr. St. 56 H, Enteneier St. 60 Käse pr. St. 48 Käfematte 30 H, Erbsen pr. Liter 20 «S, Linsen 32 Tauben per Paar 0,50 bis 0,65 4, Hühner per Stück X 0 851.20, Hahnen pr. Stück X 0.501.00, Enten per Stück X 1.201.80, Ochsenfleisch per Pfund 6264 H, Kuh- unb Rindfleisch 5256 H, Schweinefleisch 5460 Hammelfleffch 5066 H, Kalbfleisch 4650 Kartoffeln per 100 Kilo X 4.50-5 00. Milch per Liter 1218 H, Zwiebeln per Centn« X 5.005.50, Kirschen per Pfund 1820 H.

Grünberg, 31. Juli. (Fruchtpreise.) Weizen X 17.40, Korn X 1360, Gerste X 11.70, Hafer X 12.30, Erbsen X 16 60, Linsen X 00.00, Lein X 00.00, Samen X 20.80, Kartoffeln X 3.00, Wicken 00.00.

Frankfurt, 2. August. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger u. Wetterauer X 18,25-18,50, fremder X 17,50-19,25, Roggen eff. hies. X 14.25-14,50, fremder X 14,2514,50, Gerste effectiu hiesige und Wetterauer X 13,5014,50, fremde X 00,00-00,00, Hafer eff. hief. X 14,00-14,50, fremder X 00,00-00,00.

Frankfurt, 2. August. Der heutige Viehmarkt war stark befahren. Ange» trieben waren 336 Ochsen, ca. 27 Bullen, ca. 305 Kühe unb Rinder- ca. 256 Käjher. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 63-65, 2. Qual, X 56-58, Kühe unb Rinder 1. Qual. X 5658, 2. Qual. X 4550 per 100 Pfund Schlachtgewicht. Kälber 1. Qual. 6062 2. Qual. 5055 per 1 Pfund Schlachtgewicht.