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Verlage ;u Ur. 51 desGießener Anzeiger

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Allgemeiner Anzeiger

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1300 vH.; fünf derselben sind mit kath. und zwei mit evang. Lehrern zu be­setzen. Vier Lehrerinnenstellen an der Volksschule zu Mainz mit einem An­fangszehalt von je 1200 «/&; dieselben sind mit kath. Lehrerinnen zu besetzen. Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrersielle an der Gemeindeschule zu Horchheim mit einem Gehalt von 900 Die (erste) mit einem kath. Lehrer zu besetzende L-Hrerstelle an der Gemeindeschule zu Ilbenstadt mit einem Gehalt von 900 Jl.; mit der Stelle ist Orqanistendienst verbunden; dem Herrn Grafen zu Leiningen-Westerburg steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu. Die (zweite) mit einem kath Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeiudc- schule zu Nieder-Mörlen mit einem Gehalt von 900 «M.

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p. Die in Frankfurt der Vollendung entgegengehenden großartigen Bauten, insbesondere die Mainkanalisirung, wodurch Frankfurt zu einem Nheinumschlagshafen erhoben wird, haben bereits in auswärtigen kaufmännischen und industriellen Kreisen Beachtung gefunden und Anziehungskraft ausgeübt. Nicht allein sind schon jetzt von mehreren großen Speditionsfirmen, sowie von auswärtigen Kohlenzechen und Händlern mehrere hundert Meter Werftufer beansprucht, sondern auch namentlich von weit­blickenden Vertretern des Productenhandels die Errichtung und Niederlassung von Filialen in Frankfurt in Aussicht genommen worden. So hat das rühmlichst bekannte bedeutende Productenhaus Jacob Mayer in Go bürg bereits Lokalitäten zur Hierher­verlegung seiner Bureaus gemiethet. Auch wegen Verlegung der jetzt auswärts befind­lichen Lager von Getreide, Oele, Chemikalien, Tabak u. f. tu., welche hiesigen Kaufleuten gehören, nach dem neuen Hafen und Lagerhaus haben bereits mehrfache Conferenzen der Interessenten mit den Vertretern der hiesigen städtischen Behörden stattgefunden.

Wie das neueste Berliner Volkslied entstand, darüber plaudert ein Mit­arbeiter derNat.-Ztg.": Mit dein Worte Koaks hat es ein besonderes Bemandtniß in diesen Wochen. Es wirkt wie ein Stichwort auf den Schauspieler, kaum ist e5 unvorsichtiger Weise ausgesprochen, so fällt sicherlich irgend Jemand in der Umgebung singend mit dem neuesten Berliner Volkslied ein:Mutter, der Mann mit dem Koaks ist da." Für Diejenigen, welche bisher das Vergnügen entbehrten, dasneue Lied" zur Orzelbegleitung von der heiseren Stimme des Hofmusikanten vorgetragen zu hören, sei hinzugefügt, daß es nach der MelodieEr soll dein Herr sein" aus Gasparone gesungen wird. Das Lied von dem Manne mit dem Koaks ist schon zum geflügelten Liede geworden. Man singt es in Gesellschaften, an Stammtischen, auf dem Theater. Berlin wachte eines Morgens auf und es war da. Es hat den Schunkelwalzer vollständig verdrängt. Es ist alleinherrschend geworden und so blöde es auch ist, es entfesselt überall ungemessene Heiterkeit. Woher es gekommen, Niemand weiß etz, und das Glaubhafteste bleibt immer noch Vermuthung. Das Glaubwürdigste aber ist dies: Stand da eine holde Maid in ihrem bescheidenen Heim und dachte des Liebsten, den sie sich erkoren, und mit den guten Vorsätzen, die sie hatte, summte sie vor sich hin:Er soll dein Herr sein". Da klopfte es an die Thür, der Kohlenmann steht dort. Sie will es pflichtschuldigst der Mutter melden, aber die süße Melodie hat sie vollständig gefangen genommen und da sie sich nicht unterbrechen will, ruft sie es der Mutter im anderen Zimmer singend zu:Mutter, der Mann mit dem Koaks ist da!"Schweige man still, bet weeß ich ja!" antwortet die Mutier ebenfalls singend und nach einer Weile, immer in der Melodie beharrend:Hast du denn Geld?"Hab ich denn Geld?" Und zum Schluß singend:Wer hat den Mann mit dem Koaks denn bestellt?" Das war der erste Vers, den Nachbarn, auf dem gemeinsamen Flur lauschend, schnell weiterverbreiteten. Die folgenden Strophen sind erst hinzugedichtet worden, nur die erste ist spontan entstanden.

sEin bezechter Gaul.j Aus dem württembcrgischen Schwaben, 18. Februar. Gastwirth G. in L. hatte dieser Tage neuen Wein abgelassen und ließ denselben in offenen Kufen im Hose stehen, um ihn, wenn das Faß von Hefe gereinigt, wieder einzufüllen. Da kam ein Gast angefahren. Während nun der Wirth die Pferde aus- spannte und diese einstweilen in den Hof lausen ließ und er mit dem angekommenen Gaste eine Weile plauderte, geriethen die ersteren au die offene Kufe und tranken die­selbe zum größten Theile aus. Dies wurde erst eine Stunde später entdeckt, als sich eines der Pferde im Stalle losriß und sich ganz unbändig geberdete, so daß Niemand wagte, demselben nahe zu kommen. Das Pferd verletzte eine nebenan stehende Kuh so schwer, daß dieselbe sofort geschlachtet werden mußte. Der Gast sollte den von seinem Pferde angerichteten erheblichen Schaden ersetzen, dieser aber weigerte sich, indem er sagt, er habe keinen Auftrag gegeben, feinen Pferden Wein vorzufetzen. Es dürste die Sache nun zur Klage kommen.

Nach sechsunddreißig Jahren von einer Kugel befreit wurde ein Mann in Ungarisch-Weißkirchen. Am 30. August 1847, als die Serben von Wracsergaj aus in Weißkirchen eingedrungen waren, kämpfte auf einer Barrikade der 27 Jahre alte Franz Baumann und erhielt bei dieser Gelegenheit in die linke Hüfte eine Kugel, die ihm den Hüftknochen zerschmetterte und dann im Leibe stecken blieb. Die Kugel bestand eigemlich aus zwei Theilen und war auf einem spitzen Messingdraht aufgeschraubt. Ein Theil dieser Kugel wurde später vom Oberarzt Diomclt herausgezogen, der andere Theil mit fammt dem spitzen Draht und einem daran befestigten Baumwollfaden blieb jedoch im Körper Baumann's, so daß jeder Schritt und jede Arbeit ihm riesige Schmerzen verursachte. Wer beschreibt nun das Erstaunen und die Freude des jetzt 64jährigen Mannes, als ihm am 7. Februar d. I. die Kugel fammt Draht und Wolle beinahe oon selbst aus der Wunde fiel.

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7. Dienstnachrichten: z

Am 26. Noobr. 1885 wurde dem Schullehrer Heinrich Fromandi zu Roßbach eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Dietesheim, am 24. Decbr. wurde dem Schulamtsaspiranten Heinrich Klimm aus Ober-Erlenbach eine Leh- rerstelle an der Gemeindeschule zu Ober-Mörlen übertragen; am 29. Decbr. wurden der Wagenrevisor Robert Hertwig, die Locomotivsührer Werner Otto, Philipp Dambier, Georg Frutig, Peter Gernand, Philipp Babel, Heinr. Dietz, die Heizer Heinrich Waag, August Giffey, Peler Gibb, Georg Graveliur, die Zugführer Philipp Bopp, Christian Schneider, Georg Ramge, Friedrich Srork, die Schaffner Heinrich Kolb, Konrad Hartmann, Heinrich Biedenkapp, Justu- Riehl, Hermann Wmter und die Bremser Heinrich Lehrmund, Heinrich Vöhl, Johannes Mahr, Anton Stork in der erwähnten Diensteigenschaft und der Wagenrevisor-Gehülse Christian Wrinhard zum Wagenrevisor bei ihrem lieber* tritt in den Civilstaatsdienst auf Widerruf ernannt; am 7. Januar 1S86 wurde dem Schulamtsaspiranten Wilhelm Knell aus Bornheim die erledigte Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bornheim, am 9. Januar wurde dem Amtsgerichts­diener bei dem Amtsgerichte Reinheim Johann Jost Müller die Pedellenflelle am Ludwig'Georgs-Gymnasium zu Darmstadt, mit Wirkung vom 1. Februar l. Js. an, am 10. Januar wurde dem Schulamtsaspiranten Heinrich Koch aus Ronnenroth die erledigte zweite Lehrerstelle szu Muschenheim, an dems. Tage wurde dem Schulamtsaspiranten Friedrich Adam Lack aus Neu-Asenburg die erle­digte Lehrerstelle an der evang. Schule zu Nieder-Liebersbach, an oems. Tage wurde dem Schulamtsaspiranten Jak. Kirch aus Darmstadt eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wolfskehlen, am 11. Januar wurde dem Schullehrer Friedrich Kopp aus Raibach eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Reinheim, an dems. Tage wurden dem Schullehrer Heinrich Seibert zu Griesheim und den Schulamtsaspiranten Andreas Frieß aus Mommenheim, Johann Wettig aus Rieder-Olm und Peter Schwahn aus Heppenheim a. W. Lehrerstellen an der Volksschule zu Mainz, an dems. Tage wurden der Lehrerin Anna Ranzen- berger zu Weisenau und den Schulamtsaspirantinnen Marie Schenzer, Gertrude Pfeiffer und ElisabUha Roth aus Mainz Lehrerinnenstellen an der Volksschule zu Mainz, am 12. Januar wurde dem Schullehrer Nikolaus Merkel zu Beeden­kirchen die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bickenbach, an dems. Tage wurde dem Schullehrer Johanne» Knöll zu Sandbach eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Zwingenberg, am 14. Jan. wurde dem Schulamts^spiranten Karl Rahn aus Kirch Göns die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Kirch- Göns, an dems. Tage wurde dem Schullehrer Friedrich Schäfer zu Schönberg die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Allertshofen-Hoxhohl übertragen; an dems. Tage wurde der Bremser bei den Oberhessischen Eisenbahnen Johs. Mahr zum Schaffner bei düsen Bahnen auf Widerruf, an dems. Tage wurde der Heizer bei den Oberhessischen Eisenbahnen Konrad Dörr zum Locomotivsührer bei diesen Bahnen auf Widerruf ernannt; am 17. Jan. wurde dem Oberlehrer Rckolau» Fink zu Budenheim eine Lehrerstelle an der kath. Schule zu Bensheim übertragen; am 20. Jan. wurden die von dem Herrn Fürsten zu Nienburg- Birstein aus Lehrerstellen an der Volksschule zu Offenbach präsentirten Schul- amtsaspiranten Philipp Mohr aus Untrr-Gersprenz und Georg Schiöffer aus Nieder-Saulheim für diese Stellen, am 21. Jan. wurde der von dem KreiSrathe des Kreises Bensheim, dem kath. Pfarr-r und von dem Ortsvorstande zu Wat­tenheim auf die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wattenheim präsentirte Schulamtsaspirant Joseph Schumacher aus Klein-Hausen für diese Stelle be­stätigt ; an dems. Tage wurde dem Johann Heinrich Hofmann aus Freien-Seen die Stelle des zweiten Pedellen am Schullehrer-Seminar zu Friedberg übertragen.

9. Concurrenzeröffnungen:

Erledigt sind: Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Affhöllerbach mit einem Gehalt von 900 JC.; dem Herrn Fürsten von Löwenstein-Wertheim-Rosenberg und dem Herrn Grafen von Erbach- Schönberg steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Leidhecken mit einem jährlichen Gehalt von 900 mit der Stelle ist Organistendienst ver­bunden. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Ge­meindeschule zu Pfaffeu-Beersurlh mit einem Gehalt von 900 JC. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Mör­felden mit einem nach dem Dienstalter des betr. Lehrers sich bemessenden Ge­holt von 1000 bis 1250 vH. Eine (die erste) mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Muschenheim mit einem Gehalt von 900 </#.; mit der Stelle ist der Organiftendienst verbunden; dem Herrn Fürsten zu Solms-Braunfels steht das Präsentationsrecht zu. Eine mit einem Evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der gemeinsamen Musterschule zu Friedberg mit einem Gehalt von 1000 vH. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gerneindefchule zu Angenrod mit einem Gehalt von 900 vH. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Olfen mit einem Gehalt von 900 Jt; dem Herrn Grasen zu Erbach-Fürstenau steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu. Sieben

,, F^ruar. Schluß der Inhalt, Großh. Regierung«. | Lehrerstellen an der Volksschule zu Mainz mit einem Ansangrgehalt von je

vlatteS (Benage Nr. 3): 1300 vH.; fünf derselben sind mit katb. und rwei mit evana. Lebrern ru de-