— Der Advocat Henry Matthews ist zum Minister des Innern, Lord John Manners zum Kanzler des Herzogtums Lancaster mit einem Sitz im Cabinet, Arthur Balfour zum Secretär für Schottland und Cecil Raikes zum Generalpostmeister ernannt — die beiden letztgenannten ohne Sitz im Cabinet.
Lokales.
Gieße«, 31. Juli. Am 28. und 29. August wird der hiesige Turnverein die Feier seines 39jährigen Bestehens begehen. Wie wir erfahren, beabsichtigt der Vorstand des Vereins die Mitglieder mit einem recht geschmackvollen Programm zu überraschen. Wir dürfen heute nur verrathen, daß am ersten Festtage ein Commers, am zweiten Wettturnen und Tanzvergnügen statthaben wird. Das Arrangement ist bewährten Händen anvertraut. Die Festlichkeiten werden in Stein's Garten abgehalten werden.
Gieße«, 31. Juli. Ein Dienstknecht eines hiesigen Oecouomen, welcher seinem Nebenknecht die Uhr gestohlen, wurde gestern am Bahnhofe, als er im Begriffe war, von hier abzureisen, verhaftet. Die gestohlene Uhr fand man in einem Stiefel des Diebes vor.
Vermischtes.
— In aller Kürze werden 6 Infanterie - Regimenter des 11. Armeekorps mit dem neuen Gewehr bewaffnet werden. Bekanntlich führt schon seit einem halben Jahre eins der Regimenter des Corps, das hessische Garde-Regiment Nr. 115, das Gewehr, so daß bei dem augenblicklichen Stande des Corps an Infanterie, 13 Regimenter, die Hälfte desselben mit dem neuen Gewehr ausgestattet sein würde.
Darmstadt, 30. Juli. Von einem schauderhaften Unglück wurden heute Morgen am Schluß, des Semesters die Theilnehmer einer Excursion von Studirenden der technischen Hochschule zu Darmstadt betroffen, deren Ziel der Schießplatz bei Griesheim sein sollte.„ Von Seiten des Commandos war den Studenten ein Break mit Pferden zur Verfügung gestellt. In froher Stimmung bestiegen sie dieselbe, um einige Augenblicke später, indem die beiden Pferde durchgingen, an dem Hotel „Prinz Carl" umgeworfen und hierdurch schwer verletzt zu werden. Von den 12 auf dem Wagen befindlichen Studenten mit dem Leiter der Excursion, Prof. Brauer, eine hochbeliebte Persönlichkeit, erhielt Letzterer außer den das ganze Gesicht bedeckenden schweren Con- tusionen einen Bruch des Rückgrats und mußte bewußtlos in seine Wohnung gebracht werden. Acht Studenten trugen Bein- und Armbrüche davon, während noch zwei außer Armbrüchen so schwer innerlich verletzt sind, daß man an ihrem Aufkommen zweifelt. Auf dem Platze waren 4 Aerzte thätig. Wem hier eine Schuld beizumessen ist, bleibt der Untersuchung anheimgestellt. Zu bedauern ist nur, daß durch dieses Unglück eine Anzahl junger Leute, welche zum Schluß ihrer Studien noch eine Excursion fröhlich mitmachen wollten, nun ihre Ferien schwer verletzt im Hospital, wohin sie gebracht wurden, zubringen werden. Die Theilnahme der Bevölkerung ist eine allgemeine, besonders aber für den am schwersten verletzten Prof. Brauer.
Iiankfurt a. M., 27. Juli. Eine heitere Scene ereignete sich gestern am Neckarbahnhofe. Zwei Bauern, von dmen der Eine eine Mahne mit Eiern auf dem ^opfe trug, geriethen in heftigen Streit. In seinem Zorn vergaß sich der Eicrträaer -riß feinen Korb vom Kopfe und schleuderte ihn sammt Inhalt mit den Worten: „Da 5)0 " gegen seinen Beleidiger. Die Eier gingen zum größten Theil zu Grund
LilegraMtze DepeMu.
Wolfs'S UUet. TorLesporrdeirr ° Stxeeae.
Gastein, 30. Juli. Seine Majestät der Kaiser machte gestern Abend eine Spazierfahrt in Koetschachthal; heute früh nahm er ein Bad, dann fand eine Spazierfahrt mit dem Flügeladjutanten v. Brösicke nach Hof Gastein statt. Zum Diner waren der Herzog von Sabran, Feldmarschall-Lieutenant Graf Palffy, Gesandter Graf Bray geladen.
Berlin, 30. Juli. Ter „Reichsanzeiger" veröffentlicht einen Erlaß des Kaisers an das Staatsministerium, wonach die Ansiedelungs-Commission für Westpreußen und Posen ihren Sitz in der Stadt Posen hat. . .
München, 30. Juli. Die „Neuesten Nachrichten" veröffentlichen ein Handschreiben des Prinzregenten an das Ministerium, besagend, der Prinzregent habe sich bewogen gefunden, das Cabinetssecretariat vom 1. August an aufzuheben. Die Besorgung der erforderlichen Kanzleigeschäfte sei fortan der Geheimkanzlei übertragen, welche dem Generaladjutanten Freyschlag unterstellt wird.
Münche«, 30. Juli. General der Infanterie, Graf Bothmer, ist heute Vormittag gestorben. . t r . „ ,
Heidelberg, 30. Juli. Der Papst entsendete tn der Person des Enrico Stevenson einen außerordentlichen Abgesandten zur Theilnahme an der Jubelfeier, welcher morgen von dem Großherzoge in Karlsruhe in besonderer Audienz empfangen wird. Als Jubiläumsgabe des Papstes überbringt Stevenson einen für die Jubelfeier angefertigten, typographisch kostbar ausgestatteten Katalog der im Jahre 1623 von Tilly weggeführten, durch den Herzog Max in Bayern dem Papste Gregor XV. geschenkten valatinischen Bibliothek. ,
Wien, 30. Juli. Cholerabulletin. Es erkrankten, resp. starben in Triest 9/5, in Fiume 1/0 Personen. ,
Amsterdam, 30. Juli, Vormittags. Die heute stattgefundene Beerdigung der bei den Unruhen Getödteten verlief bisher ruhig. Die meisten Leichen sind von den Familien rcclamirt, die übrigen läßt die Municipalität beerdigen. Zur Erhaltung der Ruhe sind die Hauptstraßen und die Kirchhöfe von Polizei und Militar- posten besetzt.
— Die Beerdigung sämmtlicher bei den Unruhen Getödteten ist, obschon die Straßen und Kirchhöfe von großen Menschenmassen angefüllt waren, ohne jede Ruhestörung erfolgt.
Attze«, 3Ö. Juli. Der König hat sich nach Genua eingeschifft, um sich von da zum Gebrauch einer Badekur nach Wiesbaden zu begeben.
UrriverfltätS < Chronik.
— sEhrengabe für die Universität Heidelbergs Dank der liebenswürdigen Unterstützung durch die Presse hat die Sammlung für die Heidelberger Jubiläumsstiftung in den letzten Wochen einen sehr erfreulichen Fortgang genommen. Unter den reichlich fließenden Beiträgen befinden sich mehrere von 100 und sogar einer von 500 von einem Herrn aus Preußen, der seinen Namen nicht genannt wissen will.
Diejenigen ehemaligen akademischen Bürger der Nuperto-Carola, welche selbst zum Feste kommen, dürfte die Miltheilung interessiren, daß in Heidelberg während des Festes sich Sammelstellen in den Buchhandlungen der Herren Köster und O. Petters (Expedition der „Ruperto - Carola") befinden. — Für die nicht beim Feste Erscheinenden bleibt nach wie vor das Bankhaus der Herren H. L. Hohenemser u. Söhne in Mannheim die Centralsammelstelle.
Der Rechnungsabschluß findet erst einige Monate nach dem Feste statt, da eine Antwort auf die in außereuropäische Länder versandten Exemplare des Aufrufs erst nach längerer Frist eintteffen kann.
— Der Cultusminister v. Goßler wird sich auf officielle Einladung des Jubiläums-Feftcomit4's zu den Festlichkeiten nach Heidelberg begeben. Als Heidelberger Student hat der Minister dem Corps der Saxoborussen angehört.
— Die Personal-Verzeichnisse der 20 deutschen Universitäten für das Sommer- Semester 1886 ergeben eine Gesammtzahl der immatrikulirten Studenten von 28,021, die sich in folgender Reihe vertheilt: 1) Berlin 4434, 2) Leipzig 3060, 3) München 3035, 4) Halle 1518, 5) Breslau 1425, 6) Tübingen 1403, 7) Würzburg 1369, 8) Freiburg 1319, 9) Bonn 1293, 10) Göttingen 1076, 11) Heidelberg 1036, 12) Greifswald 1016, 13) Marburg 939, 14) Erlangen 909, 15) Königsberg 871, 16) Straßburg 846, 17) Jena 655, 18) Kiel 542, 19) Gießen 513, 20) Rostock 313. - Die Gesammtzunahme der Studirenden in den letzten Jahren ist eine sehr bedeutende. Im Sommer 1880 betrug die Zahl 20,988, jetzt,28,021, also 7033 mehr. Die Zunahme trifft die Theologen und die Mediciner. Evangelische Theologen 1880: 2315, 1886: 4683; katholische Theologen 1880: 638, jetzt 1197; Mediciner 1880 : 4018, jetzt 8308. Dagegen haben die Juristen abgenommen, 1880: 5201, jetzt 4914; die philosophische Fakultät ist nur um 100 gewachsen, 1880: 8816, 1886: 8919.
und klebte der Dotter und das Eiweiß an dem Eo.stüm des Beworfenen. Das Schönste bei der Sache aber war, daß der Bauer noch volle Entschädigung für die Eier verlangte und da man sie ihm nicht gab, mit der Polizei drolcke. .
0 Frankfurt a. M., 27. Juli. sGutes Geschäft.) Eine alte Kartenschlagerm, welche vor einigen Tagen hier starb, hinierließ ihrem Manne ein Vermögen von nahezu 100 000 JL Sie erhielt viel Besuch aus der vornehmen Damenwelt.
' Frankfurt a. M., 27. Juli. Die seit dem Frühjahr 1885 dahier vorgekommenen Silberdiebstähle mittelst Einbruchs — der erste war bei Herrn Dr. Humser in Sachsenhausen — und die Erfolglosigkeit aller Bemühungen der Polizei, den oder die Diebe zu entdecken, bestimmte das Königliche Polizei-Präsidium, einen Preis, von 300 Mark für Denjenigen auszusetzen, welcher zur Ermittelung der Diebe beiträgt. Außerdem haben noch zwei Bestohlene Preise von 50 Mark resp. 200 Mark aufgesetzt. In c|nem hingen Bankhause hat sich der Ausläufer selbst bestahlen. Derselbe benutzte einen günstigen Augenblick und stahl aus dem Kassaschrank ein graues Couvert mit der Aufschrift: „Mark 2000 Consols" und brachte seinen Raub- in Sicherheit. Kurz nach der Thal entdeckte der Prinzipal das Verschwinden des- Couoerts. Er suchte erst nach und da er es nirgends fand, eilte er hinaus in's Comptoir, wo sämmtliche Commis und auch der diebische Ausläufer anwesend waren- Der Eintretende rief in's Comptoir hinein: „Wer hat denn das Couvert mit den 2000 Mark-Consols aus der Kasse genommen?" Alles schaute erstaunt auf, nur der Ausläufer wechselte die Farbe und war nicht fähig, vor Schreck zu reden. Sein Herr bemerkte dies, trat auf ihn zu und hielt ihm sein auffallendes Benehmen vor. Der Angeredete gestand denn auch nach einigem Zögern seine That ein und holte das Couvert zurück. Als er es in's Bureau brachte, sagte ihm sein Herr: „Nun, Sie können das Couvert sammt Inhalt gleich behalten, es enthält Ihre Caution, aber machen Sie nur rasch, daß Sie aus meinem Geschäfte kommen!" (Kl. Pr.)
Diez, 24. Juli. In dem hiesigen Amtsgerichtsgefängnisse wußte ein Stromer der dort inhaftirt gewesen und heute Morgen weitergeliefert werden sollte, so geschickt: die Rollen zu vertauschen, daß die Polizei anstatt des Gefangenen — dessen Wärter hinter Schloß und Riegel fand. Letzterer, ein schon bejahrter Mann, hatte denr Arrestanten seinen Morgenimbiß gebracht, wurde dabei überwältigt und eingeschlosfen» während dieser entfloh.
Elberfeld, 17. Juli. Ein Auftrag des Kaisers Wilhelm ist gestern beut hiesigen General-Lotterie-Collecteur A. Eulenberg zu Therl geworden. Bekanntlich hat Herr Eulenberg den ganzen Vertrieb der Lotterie zum Besten des Baufonds der Oppen-^ Heimer Katharinenkirche übernommen. Durch eine Bestellung von 150 Stück Loosen: hat nun auch der Kaiser sein Interesse an der Wiederherstellung und Vollendung dieses- historisch und architectonisch hoch bedeutenden Bauwerks kundaegeben. Der Auftrag erfolgte durch Schreiben des Geheimen Cioil-Cabinets aus Bad Ems.
Wachenbuchen (Kreis Hanau), 25. Juli. In unserer Gemeinde, in welcher der Gesundheitszustand stets ein günstiger zu nennen war, sind in Folge Genusses ungesunden Wassers mehr denn 20 Personen theils schwer, theils leicht erkrankt und befinden sich in ärztlicher Behandlung der Herren Kreisphysikus Dr. Sunkel und Dr. Kittsteiner von Hanau. Es wurde von erstgenanntem Herrn-constatirt, daß der Gemeindebrunnen durch das Eindringen von Jauche für Menschen und Vieh ungenießbar und schädlich geworden fei; das Wasser wurde in Marburg nochmals untersucht und die Ansicht des Herrn Kreisphysikus bestätigt, so daß der Brunnen : von Seiten der Bürgermeisterei geschlossen werden mußte. Man theilt uns mit, daß fast die ganze Nachbarschaft des erwähnten Brunnens erkrankt sei und daß täglich neue , Patienten dazu kommen. Zwei Personen sind hier in den letzten Tagen gestorben,, darunter ein israelitischer Familienvater, welcher 10 Kinder hinterläßt. (Kl. P^.)
Musik.
V Gieße«, 30. Juli.
Wohl treibt die Kirchenmusik immer neue Knospen, aber die Blüthezeit der Kirchenconcerte ist vorüber. Alle Anstrengungen sind vergeblich, das Publikum will einfach nicht mehr. Höchstens üben noch Oratorien ihre gelinde Anziehungskraft aus,, aber mit Kleinigkeiten aus dem Schatze der Kirchenmusik giebt man sich heutzutage nicht mehr zufrieden und wenn dieselben noch so interessant sind. Wir haben diese Erfahrungen schon in anderen Städten gemacht und als Entschuldigung hieß es in der • Regel: „Der Kirchenstyl in der Musik ist nicht Jedermanns Sache." — Nun ja, wir geben zu, daß nur ein gebildeteres Publikum Geschmack daran finden kann, aber warum , bleibt selbst dieses gebildetere Publikum fern ? In Gießen ist dies eine Zeitfrage und augenblicklich vielleicht auch eine Geldfrage; der Juli war zu schwerwiegend, er hat,des Guten zuviel gethan und darum war es nicht wohlgerathen, daß unser evangelischer Kirchengesangverein sein Concert am Mittwoch veranstaltete.
Die Leere der Kirche wirkte nahezu deprimirend und wenn die Aufführung, trotzdem mit. dem Prädikat löblich ausgezeichnet werden kann, so ist dies dem Verein und- seinem Leiter um so höher anzurechnen. ,
Von den zu Gehör gebrachten Werken älterer und neuerer Meister trat manches ‘ recht vorteilhaft an's Licht und wenn das Adoramus von Palestrina, die beiden 1 geistlichen Volkslieder, die Motette „Ich weiß, daß mein Erlöser lebt" von Bach, das Requiem von Kiel und der Chor „Jesu Leiden" von Lotti einen tiefen Eindruck machten, so fiel der fünfstimmige Satz „Selig sind die Todten" von Schütz entschiedm . daneben ab mit seiner monotonen einschläfernden Weise und der bis zur Langweilige 1 keit ausgesprochenen Fugirung. — Die Chöre hielten sich aber brav, alle Stimmen klangen klar und edel und wirkten in rhythmischer, wie dynamischer Beziehung gleich gut, nur der Aussprache dürfte mehr Aufmerksamkeit zugewendet werden. Warum . dieses automatenhafte Betonen der Endsilben, wie z. B. Herren, Todten, starben rc. ' — Auch im Gesang macht es sich schön, wenn aut reinen Ausdruck des Textes Rücksicht genommen wird. Bei den Knabenstimmen besonders berührte diese Art der Aussprache fast unangenehm, indem sich hier noch Hüchel und Siechel statt Hügel und Siegel hinzugesellten. Die Knabenchöre klangen getanglich so vortrefflich, daß wir den ' oben gerügten Fehler wahrhaftig bedauerten. Diamanten wurden dargebracht, aber sie waren nicht geschliffen. Herr Steiner wird deshalb .als tüchtiger Leiter des Vereins und der Knabenchorschule auch dieser Richtung seine Aufmerksamkeit zuwenden und wir sind überzeugt, daß die Chöre bald eine gewisse Vollendung erreichen, werden.
Von den Solisten erweckte Herr Adolf Müller aus Frankfurt a. M. mit seiner herrlichen Stimme, seiner gediegenen Vortragsweise alle Sympathien und Herr Cantor Simon aus Wetzlar wußte die alte mangelhafte Orgel mit einer Virtuosität zu bemeiftern, um die ihn sicherlich mancher Jünger des Orgelspiels beneidet hat. Auch Herr Franz Bauer aus Gießen bewies in der Air von Bach für Violine und Orgel reich erprobte Tüchtigkeit und Fräulein M. Buff wirkte in der Arie: „Erbarme dich" von Bach, Gebet von Hiller und „Wem der Herr ein Kreuz schickt" von Radecke anerkennenswerth. —
Literarisches.
, — Koch's Europa-Führer. Ein kurz gefaßtes Reise - Handbuch für das Ausland. Leipzig, C. A. Koch's Verlag. Preis geb. 1 JL 20 — An Reise-
Handbüchern ist bekanntlich kein Mangel, aber das vorliegende dürfte trotzdem kaum einen Concurrenten haben. Es ist in erster Linie ein Berather vor der Reise, da es dem Reiselustigen in gedrängter Kürze einen Ueberblick der Sehenswürdigkeiten aller nichtdeutschen Länder Europas gewährt und ihm so die Wahl eines Reiseziels erleichtert. Jedoch auch auf der Reise selbst wird Koch's Europa - Führer ein willkommener Begleiter sein, denn mit dem handlichen Taschenformat vereinigt er eine Gründlichkeit, wie sie in Anbetracht des geringen Preises nicht größer verlangt werden kann. Für jedes Land sind mehrere Reiserouten angegeben. auf denen man die wi?Än Sladte berührt Für jede Stadt gibt der Europa-Führer die besten Hotels und Restaurants, sowie die beliebtesten Belustigungsorte an, bietet ferner ein Verzeichnt der Bahn- und Darnp,schifffahrts - Verbindungen und ein Verzeichnt aller Sehenswürdigkeiten, die bei de» größeren Städten bereits so geordnet sind, daß der Reisende genau vorgezelchnet findet, was er im Lause eines jeden einzelnen Tages besichtigen kann. Unstreitia ist der „Europa-Führer" das, für was er sich ausgibt- cm. p i $ es Reise-Handbuch, und wir zweifeln nicht, daß er sich Dank feiner vielen guten Eigenschaften rasch einbürgern und sich im reisenden Publikum viele Freunde erwerben wird.


