,onw.
töni,, 4n9 alleres E Renten ab- Eftn.N für die Sieder Zchz, im.
ftütaOtJÄ Reichst^ btt @t®erbiorbnim« *18 bin sjt?
*« erhielt heute fchntten wir die (garten von den "z Franz Joseph 'leph.
heute Nachmittag Reichstags-Pra-
rag, welcher zum Dort, wieder ein. s Henn Boccius agehen. , trauer angeordnet
zirenden Arzt des 2 Schwestern inil An das Comte
m Verbandstoffen, arattache in Berlin
nfcn, Tongking zn Denjenigen gegen erinnern, bemerk! »enathen habe, si le opportunWen s.
1 ein Conserocker Lordmayor
91 Consemte, tannen 35 und bit
n «•’m
vH ABtl n
ne, 91 B*.
ter der RegentW DasMnistM mAmte bleiben, bi! mgettckn sind. & irschall Jovellar al! r des Aeußnn w iinez b-mpos B [ wird, übernehm derEinbalsameN! liflin und die M inb geschloßen. » '£Wt ali wrW
Puert- del S«l °t ulih-itlmz-n ■*’ 'M- SS*«*') .SL ii«ri«8unb» *. >'!*?» S.-AL *%5j tta?’, eL miOT
s
»end'Ktz
"’lai ril*
S lNU"
Lokales.
Gießen, 27. November. Wie man uns mittheilt, ist gestern die Hosraithe des Herrn Philipp Walther am Lindenplatz an die Stadt um die Summe von 34,000 JL auf den Abbruch verkauft- worden. Bekanntlich wird schon lange ein Straßendurchbruch vom Lindenplatz nach dem Brandplatz und event. der Oftanlage geplant und dürfte mit Niederlegung obiger Hofraithe nunmehr das Project in's Werden getreten sein.
Verwischte-.
Aus dem Kreise Gießen. Bon dem hoffnungsvollen Anfang der Arbeiter- Colonie in Neu-Ulrichstein hat auch in diesen Tagen der „Gießener Anzeiger" Nachricht gegeben und gewiß haben sich alle Leser darüber gefreut. Das Stromer-Unwesen ist aber in unserer Gegend damit noch nicht beseitigt. Umherziehende Bettler belästigen noch immer besonders die Landleute in großer Zahl; neuerdings scheinen sich dieselben wiederszu vermehren. So lange nicht Verpflegungsstationen errichtet werden, auf die man dieselben Hinweisen kann, ist keine Besserung zu hoffen; man kann doch, namentlich im Winter, die Bettler nicht auf die entfernte Arbeiterstation verweisen und ihnen nichts geben. Die Anordnung, daß denselben eine Anweisung auf Unterstützung von der Bürgermeisterei gegeben werden soll, wenn sie eine gewisse Zeit gearbeitet haben, wird, soweit unsere Erfahrung reicht, nirgends befolgt. Namentlich sind die Zigeunerbanden, welche Jahr aus, Jahr ein bettelnd umherziehen, eine wahre Landplage für die an der Landstraße liegenden Dörfer. Sie leben vom Nichtsthun, während unsere Bauern unter dem Schweiße ihres Angesichts ihr Brod verdienen müssen. Wie verderblich das Stromerthum ist, davon ist folgende Thatsache ein sprechender Beweis. Kürzlich hat ein Vagant in Langgöns einen Haufen Stroh auf dem Felde angezündet und sich selbst als Thäter in Großen-Linden angegeben, um freies Quartier zu bekommen.
Aus Neustadt, 20. November, schreibt die „Neust. Ztg.": „Erst heute kommt uns ein entsetzlicher Vorfall zur Kenntniß, welcher so schauerlich klingt, daß wir trotz glaubwürdiger Mittheilungen es nicht wagen, ihn ohne ausdrücklichen Vorbehalt unseren Lesern zu unterbreiten. Zur Vorstädter Kirchweihe hatte ein in der Metzgergasse wohnender kleiner Knabe irgend einen auf vielleicht zehn Pfennige gewertheten Gegenstand gestohlen. Der Vater des Knaben hatte bei einem früheren ähnlichen Vorfall dem Sohne die fürchterlichsten Strafen angedroht und gerieft) bei dieser wiederholten Abirrung vom rechten Weg in den maßlosesten Zorn. Er ergriff sein Kind, zwang es, die Hand auf einen Hauklotz zu legen — und hieb ihm mit einem Schlag das eine Daumenglied ab!! Die gräßliche Verstümmelung soll von der Mutter des Knaben Racbbarn und auch einem hiesigen Polizeibeamten gezeigt sein und sollen alle von Entsetzen gepackt worden sein bei dem»Anblicke."
— sZur Warnung.^ Vor einiger Zeit kam in Blankenberg ein Knabe auf schreckliche Weise um's Leben. Derselbe war, wie das von Kindern unvorsichtiger Weise so oft geschieht, einem Wagen nachgelaufen und hatte sich demselben angehangen. Plötzlich wurde sein Fuß von einem Rade erfaßt und ehe noch Jemand zur Hülfe herbeispringen konnte, gerieth er unter den Wagen und wurde buchstäblich gerädert. Seinen Körper konnte man erst aus dem Rade loslösen, nachdem dasselbe ausgehoben morden war. Das bedauernswerthe Kind war entsetzlich zugerichtet, der Kopf war fast ganz herumgedreht, so daß sein Gesicht rückwärts blickte, auch sonst war der Körper verstümmelt und zerrissen. Unter großen Schmerzen lebte der Kleine noch eine Stunde, dann erlöste ihn der Tod.
— Der mit Section^ einer Leiche beschäftigte 32jährige, hoffnungsvolle Militär- Assistenzarzt Dr. Paul Hunger in Köln, der kurz vor der Beförderung zum Stabsarzt stand, zog sich eine Blutvergiftung zu, an deren Folgen derselbe verstarb.
— Die Möpse kommen wieder in Mode. Sie werden von verrückten Pariserinnen unter dem Jaquet als eine Art Seelenwärmer getragen. In Berlin sind sie bereits im Preise aufgeschlagen, während die Bankiers behaupten, die echten und rechten Möpse besäßen nur sie. Fest aber steht jedenfalls, daß die Mode dabei auf den Hund kommt.
— Mit freudiger Genugthuung wird in den archäologischen und überhaupt wissenschaftlichen Kreisen die Nachricht begrüßt werden, daß der Sultan in der Abtretung jener Theile der in Kleinasien von Schliemann gemachten Funde gewilligt habe, welche dieser seiner Zeit auf Grund des ihm gegebenen Firmans nach Konstantinopel überliefern mußte. Dieser Erfolg dürste vor Allen den Bemühungen unseres dortigen Botschafters, v. Radowitz, zu danken fein.
— Auf einer in der Grißener Flur bei Gera am vergangenen Freitag statt- gcfundenen Treibjagd trug sich der „Ger. Ztg." zufolge ein eigentümlicher Unglücksfall zu, der glücklicherweise für die Betheiligten ohne wesentliche Folgen blieb. Während der nach den Jagdkarten der Theilnehmer fragende Gensdarm gerade die Revision vornehmen will, stürzt plötzlich ein von den Treibern aufgescheuchter Rehbock aus dem Dickicht heraus, überrennt den behelmten Wächter des Gesetzes und ist schon im nächsten Augenblick dem Gesichtskreis der verblüfften Zuschauer entschwunden. Dem Vernehmen nach soll der so unsanft zu Fall Gekommene eine leichte Verletzung am Kopfe daoongetragen haben.
— Die längsten Tunnel der Erde besitzen Sachsen und Ungarn. Ein Riesenbauwerk ist der Rothschönberger Stollen, der bei Schönberg im Tribischthale mündet und von dort bis nach Halsbrücke bei Freiberg führt und eine Länge von über vierzehn Kilometer hat. Die Seitenflügel von Halsbrücke aus, im Innern des Freiberger Reviers, sind außerdem noch 35 Kilometer lang. Mit Hinzurechnung dieser Seitenflügel ist dieser sächsische Tunnelbau, welcher in seiner ganzen Länge gang- und fahrbar ist, jedenfalls der längste Tunnel der Erde. Der Bergwerkstunnel in der Nähe der alten ungarischen Bergstadt Schemnitz ist dagegen IG1/» Kilometer lang, hat aber keine so ausgedehnte Verzweigung, wie das vaterländische Bauwerk. Von diesen beiden Bergwerkstunneln, unter welchen man sich vollständig ausgemauerte und gewölbte Canäle zur Fortleitung der Schachtwässer zu denken hat, werden die längsten Eisenbahntunnel, der des Mont-Cenis von 12,2 Km. und der des St. Gotthard-Tunnels von 14,9 Km., an Länge noch übertroffen.
Handel und Verkehr.
i.
Gießen, 26. November. Der Jahresbericht Großh. Handelskammer Gießen pro 1883/84 ist uns soeben zugegangen.
In seiner Einleitung bemerkt der Bericht über die dermalige Lage des Handels: Am Schlüsse der Einleitung unseres vorigen Jahresberichts über die Jahre 1881 und 1882 hatten wir dem Gedanken Ausdruck gegeben, daß Handel und Industrie zunächst keiner erheblichen Störung mehr durch Aenderung und neue Projecte im Zoll- und Steuerwesen unterworfen werden dürfe, um einer gedeihlichen Entwicklung entgegensehen zu tonnen.. Wir konnten auch mit Rücksicht auf die vorige Berichtsperiode con- ftatiren, daß unsere Wünsche, welche auf eine stetig fortschreitende, durch Neuerungen vorerst nicht beunruhigte Entwicklung unseres Geschäftslebens gerichtet waren, im Allgemeinen sich erfüllten. Leider können wir aus die letzte Verichtsperiode nicht mit gleicher Befriedigung zurückblicken, insofern dieselbe dem Ruhebedürfniß, welches sich auf dem ganzen Gebiete der geschäftlichen Unternehmungen geltend gemacht hatte, nicht gerecht wurde.. Denn wenn wir Umfrage halten bei den Gewerbetreibenden und Auskunft fordern über die Lage der einzelnen Unternehmungen, um daraus ein Gesammt- bild der wirthschaftlichen Lage zu, gewinnen, so werden uns allenthalben Klagen entgegengebracht über gedrückte Preise, schleppenden Geschäftsgang und Schwierigkeit des Absatzes.
Mögen auch die Gründe dieser Erscheinung, die mit den thatsächlichen Erfolgen der deutschen Industrie gegenüber der fremdländischen Coneurrenz nicht im Einklang zu stehen scheint, zum nicht geringen Theile in einer weiter hinter uns liegenden Zeit zu suchen fein, und mag auch jetzt noch die schwindelhafte Ausdehnung von Unternehmungen in allen Wirthschoftsgebieten im Beginne des letzten Deeenniums nachwirkend ihre ungünstigen, Einflüsse bemerklich machen, so können wir doch nicht umhin, die eine geringe Befriedigung zeigende Stimmung in der Geschäftswelt zum großen Theile auf die mannigfachen Schwankungen zurückzuführen, welche auf dem Gebiete der wirthschaftlichen, Gesetzgebung, insbesondere dem Gebiete des Zoll- und Steuerwesens eingetreten sind. Hiermit soll nun keineswegs eine Kritik oder ein abfälliges Urftjeil über die einzelnen einschlägigen Gesetze abgegeben sein, sondern es soll hierdurch nur die unmittelbare Wirkung der Neuerungen im Allgemeinen bezeichnet werden.
Hoffen wir, daß diese Stimmung mehr durch die häufige Hervorhebung der Unvollkommenheiten unserer neuen Gesetzgebung veranlaßt und daß der tatsächliche Erfolg geeignet sei, ihre Vorzüge in ein helleres Licht zu stellen. Zugleich wollen wir hier unseren im letzten Jahresbericht zum Ausdruck gebrachten Wunsch auf eine nicht mehr durch neue Projeete beunruhigte, stetige Entwickelung von Handel und Verkehr erneuern.
EL, [5% Csakathurn-Agramer-Prioritäts-Actien (in Gold).j Diese Anleihe, welche, wie bekannt, von den königlich ungarischen Staatsbahnen garaniirt ist, erfreut sich in letzterer Zeit in Anlage suchenden Kreisen größerer Beachtung, so daß darin täglich größere Umsätze zu regiftriren sind. Es sei hier wiederholt hervorgehoben, daß Zinsen und Amortisation dieses Papieres durch einen Pachtvertrag mit den ungarischen Staatsbahnen überreichlich gedeckt sind, indem der jährliche Pachtschilling, welcher an die Csakathurn-Agramer Geschäft bezahlt wird, fix 240,000 fl. ausmacht, während die ganze Anleihe nur 3,100,000 fl. beträgt.
, Dieser Anleihe geht außerdem keinerlei Schuld voraus, sie hat die erste Priorität auf die ganze Bahn und der Pachtschilling ist so weit gegriffen, daß nicht allein Zinsen und Amortisation dieser Prioritäts - Actien vollständig gedeckt, sondern daß auch noch für die in zweiter Linie nach diesen rangirenden Stamm - Actien eine Dividende aus dem Ueberschuß des Pachtschillings zu Gute kommt. Es werden diesem Effect daher allgemein noch günstige Courschancen prognossticirt. Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen.
Evangelische Gemeinde.
Gottesdienst.
1. Adoendssonntag, 29. November. Anfang des neuen Kirchenjahres.
Vormittags 91/» Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
Beichte und heiliges Abendmahl im Vormittagsgottesdienst. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dingeldey.
Nach beiden Gottesdiensten Kollekte zum Besten unserer Kirchenkasse.
Kinderkirche, Nachmittags 2 Uhr, Pfarrer Schlosser.
Montag, den 30. November, Abends 8 Uhr, Bibel stunde in der Kleinkinder- schule, 1.. Johannesbrief Kap. 1, von Vers 5 an. Pfarrer Dr. Naumann.
Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 29. November bis 5. Dezember besorgt Pfarrer Dr. Naumann.
Anm- Wiederholt wird darauf aufmerksam gemacht, daß jeder kirchlichen Trauung ein einmaliges Aufgebot in der Kirche vorangehen soll. Die Brautleute werden darum gebeten, vor ihrer Trauung das kirchliche Aufgebot bei dem 1. Pfarrer besonders und rechtzeitig zu bestellen.
Katholische Gemeinde.
1- Sonntag des Advents. Beginn des Kirchenjahres.
Von 7 Uhr an Beichte. Um 8 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Com- tnunion. Um VzlO Uhr: Hochamt und Predigt. Um 2 Uhr: Adventsandacht.
Gottesdienst in der Zynagoge.
Freitag Abend 4 Uhr, Samstag Morgen 830 Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr, Samstag Abend 4“ Uhr.
Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung.
Betreffend: Die Crgänzungswahl der Großherzoglrchen Handelskammer zu Gießen für das Jahr 1888.
Auf Grund des Gesetzes vom 17. November 1871 hat demnächst eine Neuwahl von 3 Mitgliedern der unterzeichneten Handelskammer an Stelle -der nach den gesetzlichen Bestimmungen am 1. Januar 1886 ausscheidenden Herren S. Heichelheim, C. Klingspor und Ed. Silbereisen stattzufinden. Wahlberechtigt sind hierbei diejenigen Kaufleute und Gesellschaften, welche als Inhaber einer Firma in dem für den Bezirk der hiesigen Handelskammer geführten Handelsregister eingetragen stehen und einer der 4 ersten Gewerbesteuerklaffen angehören.
Die Liste der Wahlberechtigten liegt 10 Tage lang, und zwar vom 28. November bis zum 9. December auf dem Bureau der Firma A. Heichelheim hier zur Einsicht auf.
Einwendungen gegen den Inhalt der Liste, welche nur innerhalb der erwähnten zehntägigen Frist zulässig sind, sind bei der Handelskammer schriftlich einzureichen.
Nur Diejenigen sind zur Teilnahme an der Wahl berechtigt, welche in die festgestellte Liste ausgenommen sind. Gießen, den 26. November 1885.
Großherzogliche Handelskammer.
Ed. Silbereisen. 8489
I*fer«le-Decket»
(Bügel-, Schlaf - und Reisedecken) in großer Auswahl empfiehlt billigst
6916 Heinrich Wallach.
Lehrmädchen
aus guter Familie für ein feines Putz- unb Weißwaaren-Gefchäft gesucht Eintritt sofort. Gefl. Offerten erbeten an die
Frische Schellfische
Helgoländer Angelwaare25 H p. Pfd., für Wiederoerkäufer 22 „ „ sog. Hamburger Waare 16 „ „
Ferner: Kieler Sprotten- ächte, Kieler Bücklinge, ger. Lachs, Pommeresche Gänsewaaren, ächte Franks. Würstel, fst. Goth. Cervelatwurst, frische Sendurgen bei 8494
C. Gr. Ebleinhenn.
Feinstes Blüthenmehl, gemäht. Raffinade, Rene Rosinen, Corinthen und
Mandeln, Citronat, Orangeat und Citronen, sowie alle Ingredienzien zur feinen Bäckerei empfiehlt
Rudolf Göbel.
8497________Neuen Baue.
962 Ankauf von Lumpen, Knochen Eisen, Messing, Werg, Akten, Geschäftsbüchern rc- zum Einstampfen. Neuenweg 22.


