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Nr. 113 ErstesBlatt.
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Schttlstraße 7.
Erscheint LLgLLch mit Abnahme des MorrtsgK.
Prri- vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerirchn.
Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
Amtlicher Weil.
Betreffend: Hagelschäden.
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In der heutigen Schlußsitzung des
(Reichstags
E. R. Berlin
15. Mai.
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2.
6.
7.
öffentliche Handlung
, t in dritter Lesnng genehmigt.
mündlichen Berichts der Geschäftsordnungs - Commission über
bezügliche Bemerkungen, die indessen vom Staatssecretär v. Bötticher als unzutreffend jurückgewiesen wurden.
Ansinnen Großh. Kreisamts Gießen an die Gemeinde Geilshausen wegen Unterhaltung des sogen. Schinnwegs.
Recurs des Eduard Pöschel dahier gegen einen Polizeibefehl betr. Ausdünstungen aus dem Schoorgraben.
Desgleichen des An ton Kl oster mann dahier.
Recurs des Eduard Pöschel dahier gegen einen Polizeibefehl betr. Bau- erlaubniß.
Recurs des Ehr. Zimmer und Eons, gegen einen Polizeibefehl betr. Maßregeln zur Verhütung ansteckender Krankheiten.
Beschwerde des Heinrich Kreiling in Mainzlar wegen Entziehung des Ortsbürgernutzens.
Reclamation gegen die Gemeinderathswahl in Groß-Linden.
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Ie«tfchla»d.
Darmstadt, 15. Mai. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Mergnädigst geruht:
Am 5. Mai den provisorischen Reallehrer Dr. Ferdinand Günther in Groß-Umstadt zum Lehrer an der Realschule daselbst zu ernennen.
Darmstadt, 15. Mai. Das Amtsblatt des Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, Settion für Justizverwaltung, Nr. 18, enthält Ausschreiben d. d. Darmstadt, am 2. Mai, betreffend: Die Dienstaussicht über die Kollegialgerichte.
Nr. 19 enthält Ausschreiben d. d, Darmstadt, am 4. Mai, betreffend; Die durch eine Ablieferung oder Strasvollstreckung entstehenden baaren Auslagen.
England.
London, 15. Mai. Im Unterhause erklärte Gladstone auf eine Anfrage Northcote's: Die Unterhandlungen sind noch nicht abgeschloffen; die Antwort Rußlands aus die Mütheilung, betr. einen Theil der Grenze, werde erwartet, dürste aber erst in einigen Tagen eintreffen. Der Schriftwechsel, welcher morgen vertheilt werde, breche mit der Pendjeh-Affaire ab, weil die Verhandlungen noch nicht beendet seien. Ihm sei nichts davon bekannt, daß Rußland angedeutet habe, es wolle einen Gesandten in Kabul haben. Er beabsichtige, in der gegenwärtigen Session noch folgende Vorlagen einzubringen, betr.: Die Kleinbauern in Schottland, den mittleren Unterricht in Wales, die Erneuerungen der irischen Verbrechen-Verhütungsakte.
Das Oberhaus nahm in erster Lesung die Bill der Errichtung eines Ministeriums für Schottland und in zweiter Lesung die Wahlbezirks-Bill an.
London, 12. Mai. Im Central»Criminalgerichtshofe begann gestern die Schwurgerichts-Verhandlung gegen die der Urheberschaft der Dynamit- Explosionen im Tower und Westminster-Palast beschuldigten Irländer James Gilbert, auch James Gilbert Cunningham genannt, und Henry Burton. Die Anklageakte bezichtigt Cunnigham und Burton des Hochverraths zweiten Grades, welches Verbrechen seit 1848 nicht mehr mit dem Tode bestraft wird. Doch ist die Verurtheilung zu .lebenslänglicher Zwangsarbeit ausgeschloffen. Der Generalprocurator sungirt als öffentlicher Ankläger, unterstützt von dem General-Fiskal und zwei Staatsanwälten, während Cunningham zwei und Burton einen Vertheidiger hat. Die Verhandlung wird voraussichtlich mehrere Tage in Anspruch nehmen.
Universitäts-Chronik.
— Der Professor der evangelischen Theologie Dr. Bredenkamp in Greifswald ist der Verwundung, welche er sich in Folge eines Gemüthsleidens selbst beigebracht, nicht erlegen, sondern lebt noch und hofft man, daß er demnächst in der Lage sein wird, seine Thätigkeit wieder aufzunehmen.
— Der außerordentliche Professor Dr. H. Singer ist zum ordentlichen Professor des Kirchenrechtes an der K. K. Universität Czernowitz, der außerordentliche Professor an der K. K. Universität Czernowitz, Dr. E. Schrutka von Rechten- stamm, zum außerordentlichen Professor des österreichischen Civilprocesses an der K. K. Universität Wien ernannt worden.
Wärterin...
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3.
4.
Gießen, 16. Mai. Samstag den 23. l. Mts, Vormittags 9 Uhr, findet eine Sitzung des Kreisausschusses des Kreises Gießen statt, in welcher zur Verkommt :
Telegraphische Depeschen.
Wolff s telegr. Corresporr-enr» Bureau.
Berlin, 15. Mai. Der Kaiser besichtigte Vormittags in Potsdam das Lehrbataillon und dinirte sodann bei den kronprinzlichen Herrschaften.
— Die „Börsenzeitung" meldet aus parlamentarischen Kreisen, daß wegen der Einwendungen mehrerer deutschen Regierungen gegen das Börsensteuergesetz die Be- rathungen des Bundesraths leicht zu Abänderungen und eventuell zur Zurücklegung des Gesetzes führen könnten. Der Ausschuß des Vereins für Wahrung der Interessen von Handel und Industrie bereite eine Eingabe an den Bundesrath vor, um demselben Vorschläge, betreffend die Ausführung des Gesetzes, zu unterbreiten. Auf der morgigen Tagesordnung des Bundesraths befindet sich das Börsenstenergesetz nicht.
Homburg, 15. Mai. In der großen Ausstellungshalle auf der Moorweide brach heute Nachmittag Feuer aus, welches die Holzverschalung des Vorbaues gänzlich zerstörte. In Folge des ungünstigen Windes wurde auch die Dachkrone der Hauptkuppel ergriffen. Die Löschungsarbeit war wegen der eigenartigen Bauconstruction sehr schwierig, gegen Mitternacht wurde jedoch der Brar^ckm Wesentlichen gelöscht. Der Schaden wird auf circa eine viertel Million geschätzt, Her durch Versicherung gedeckt ist. \ _ T- -----
Nordhauserr, 15. Mai. Im Dorfe Ustrungen wurden durch Feuersbrunst etwa 50 Gebäude zerstvrt.
— Die Zahl der in Ustrungen durch Fkuer zerstörten Wohnhäuser beträgt neueren Mittheilungen zufolge 70.
Bern, 15. Mai. Der als Schreiber des Briefes, worin die Sprengung des Bundespalastes angedroht war, entdeckte Coiffeur Wilhelm Huft, aus Heiden im Großherzogthum Baden gebürtig, hat sich eine Stunde nach dem letzten Verhör erhängt.
Zürich, 15. Mai, 12 Uhr Mittags. Seit 6 Stunden herrscht in der ganzen Ostschweiz bedeutender Schneefall, der noch fortdauert. Der durch denselben angerichtete Schaden ist noch nicht übersehbar, dürfte aber sehr bedeutend sein, da namentlich die Obsternte zum großen Theil vernichtet scheint.
Belgrad, 15. Mai. Das Ministerium ist jetzt in folgender Weise zusammengesetzt: Garaschanin (Präsidium und Aeußeres), Marinkovits (Inneres), Vukarin Wetrovics (Finanzen), Oberst Petrovics (Krieg), Pavlovics (Justiz), Popovics (Cultus und Unterricht), Rajovics (VolkswirthschaM und Oberst Proties (Bauten).
„ Marseille, 15. Mai. Der vom Schwarzen Meere zurückkommende Dampfer „Russie" der hiesigen Compagnie N. Paquet, mit 3500 Tonnen Ladung, geschätzt aus zwei Millionen, ging in Folge Auslaufens auf einen Felsen unter; die Mannschaft ist gerettet.
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, d Reichstags, die durch vorgestern eingegangene schriftliche Verpflichtung zum Erscheinen, iriim vor einer Beschlußunfähigkeit geschützt zu sein, sehr stark besucht war, wurde zuerst —der Nachtrags-Etat pro 1883/84 .....
lobde flnj. Gelegentlich des mündlich...______... ...........v~ .................
lid) sofoltik die Fortdauer des Mandats des Grafen von Bismarck-Schönhausen machte der sozialdemokratische Abg. Has enclever einige auf die Gehaltsverhältnisse dieses von einem Gesandten im Haag zum Unterstaatssecretär in Berlin beförderten Abgeordneten bezügliche Bemerkungen, die indessen vomStaatssecretär v. Bötticher als unzutreffend Et/U* . zarückgewiesen wurden.
/ .rt3; Bei der Beralhung der Novelle zum deutsch - spanischen Handelsverträge, die in
na mentlicher Abstimmung mit 225 gegen 50 Stimmen angenommen wurde, erklärten ÖF ......*.....*-............* - —.............. r ..........-
Gießen, 16. Mai. Die (^chwurgerichtsverhandlungen pro 2. Quartal 1885, unter, dem Präsidium des Herrn Landgerichtsraths Werle, werden am 22. Juni ihren Anfang nehmen.
Verwischtes.
Darmstadt, 14. Mai. (Nachrichten über den Pfahlgraben.j In der letzten Monatsversammlung des historischen Vereins berichtete Herr Friedrich Koster über feine im Auftrage des Vereins vorgenommenen Untersuchungen über den Lauf des Pfahlgrabens im Horloffthale. Nachdem im vergangenen Jahre durch Auffindung des. Castelles bei Langsdorf die nördliche Grenze des römischen Reiches in der Wetteraw bestimmt worden war, konnte durch die neuen Untersuchungen auch der nordöstliche.
■*, die Abgeordneten Hasenclever und Dr. Bamberger nochmals, daß ihre Parteien cs für kein Glück erachten, wenn die noch bestehenden Handelsfreiheiten aufgehoben und J dafür die Unfreiheit der Ernährung vermehrt würde, dies veranlasse sie, gegen die -k Novelle, auch mit Rücksicht auf die Schädigimg der Oelindustrie, zu stinnnen.
Dem Wortführer der Schutzzöllner,, Abg. Freege, der aus einem „Ruhcbedürf- Uszdes Hauses" die Debatten nicht zu verlängern ersuchte, antwortete der Abg. Richter, | daß solche Erörterungen und namentlich die Frage der Getreidezölle nicht eher zur I Nlihe kommen würde, als bis die Getreidezölle abgesckafft seien.
Nach einer vom Präsidenten v. Wedell-Piesoorf erstatteten Geschäftsübersicht $ Über die Session, die mit 102 Sitzungen seit dem Bestehen des Reichstags die arbeit- ^ttichfte gewesen ist, stattete der älteste zur Zeit anwesende Abgeordnete, Herr v. Ber- luiU), im Namen des Hauses dem Präsidenten den Dank für die Geschäfts- Ssi ftdrung ab.
Staatssecretär v. Bötticher verlas darauf die Kaiserliche Botschaft, die den Schluß der Session anordnet, worauf der Präsident die Sitzung mit einem Hoch । auf Seine Majestät den Kaiser schloß, in das die Anwesenden dreimal einstimmten.
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Bei dem. Heranwachsen der Feldftüchte machen wir aus die durch Hagelverstchecungsgesellschasten gebotene Gelegenheit zur Versicherung gegen Hagel1 schaden unter dem Anfügen aufmerksam, daß das Collektiren wegen Hagelschäden nicht statchast ist.
Gießen, den 15. Mai 1885. Großherzogliches Kreisamt Gießen.
__Dr. Boekmann.____________________
Gefunden r 1 Reißzeug, 1 Lineal, 1 Taschentuch, 1 Haarzopf, 1 Brille mit Scheide, 1 Portemonnaie mit Inhalt.
Gießen, am 16. Mai 1885. Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
____________________________________________I. V-: Kraeiner.


