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Neuerdings verlautet gerüchtweise, daß Gladstone sein DemisstonSgesuL zurücknehmen und als Premierminister an der Spitze des Cabinets verbleiben werde, dessen Programm jede beschränkende Negresstv-Gesetzgebung für Irland ausschlöffe.

DemBureau Reuter" wird aus Dongola unterm 10. ds. gemeldet, daß über 11,000 Flüchtlinge aus Khartum und Berber eingetroffen sind; hie* selben sagen, daß der Mahdi den egyptffchen Gesungenen erlaubt habe, abzu- reisen. Senaar halte sich gut und sei wohl verprooiantirt.

Telegraphische Depeschen.

Wolff's telegr. Correspondnrz- Bureau.

Berlin, 11. Juni. Das Börsensteuergesetz ist heute amtlich publicirt worden. Der Bundesrath beschloß, den Anträgen auf Einführung der Doppelmünzwährung keine Folge zu geben.

Die durch die Blätter laufende Mittheilung, der Reichskanzler habe die Geheimeräthe Schwabach, Zwicker rc. vor der Kissinger Reise zu Erörterungen in der Währungsfrage empfangen, ist unbegründet.

Kisstngen, 11. Juni. Die Fürstin Bismarck ist Abends 7^ Uhr, begleitet von Dr. Schwenninger, hier eingetroffen.

Eisenach, 11. Juni. Heute und morgen findet hier eine Minister-Conferenz der thüringischen Staaten behufs Vereinbarung einer gegenseitigen Rechtshülfe in Ver­waltungssachen statt.

Paris, 11. Juni. Der Marineminister erhielt keine weitere Nachricht über den AvisoReuard". Man fürchtet, daß derselbe verloren ist.

Nachrichten aus Thiers (Departement Puy de Dörne) zufolge wurden bei einem Einsturz der Treppe des Justizpalaftes 24 Personen getödtet und 164 verwundet, darunter 14 schwer.

Der ehemalige Minister und Senator, General Ehabaudlatour, ist gestorben.

Der Treppeneinsturz im Gerichtsgebäude zu Thiers wurde durch zu großen Andrang des Publikums verursacht.

London, 11. Juni. Lord Hartington sollte gestern Abend nach Balmoral zur Königin reisen, allein in Folge eines Telegramms von Balmoral unterblieb die Reise, woraus gefolgert wird, die Königin werde unverzüglich nach Windsor zurückkehren. Vorher war gemeldet worden, daß die Königin wahrscheinlich erst Ende nächster Woche nach Windsor zurückkehren wird.

Wie dieTimes" meldet, hat die Königin die Demission des Cabinets nicht bedingungslos angenommen. DerStandard" glaubt, die Königin werde eventuell in erster Reihe Northcote mit der Bildung des neuen Cabinets betrauen; Salisbury soll damit einverstanden sein, daß Northcote an der Spitze der conservativen Regierung stehe.

Gestern Nachmittag fand ein großes Meeting der Conservativen beider Häuser statt. Die Berathung war eine geheime.

Fast alle Abgeordneten, welche bei der Abstimmung am Montag abwesend waren, haben ihren Wählern Entschuldigungsschreiben gesandt, in welchen sie Unwohl­sein als Ursache ihrer Abwesenheit bezeichnen; einige erklären, von der Wichtigkeit der Abstimmung keine Kenntniß gehabt zu haben.

Newyork, 11. Juni. Einige Besitzer von Eisenwerken in den westlichen Staaten nahmen die Lohnforderungen der Arbeiter an.

Die Zahl der in die Vereinigten Staaten Eingewanderten betrug im Monat Mai 66,971.

Rom, 11. Juni. Die Kammer nahm den ersten Artikel des Gesetzentwurfs, betreffend die Verantwortlichkeit der Arbeitgeber für Unfälle bei der Arbeit mit 119 gegen 116 Stimmen an. Der Ackerbauminister und der Justizminister hatten die Ver­trauensfrage gestellt.

Petersburg, 11. Juni. Gestern früh brach in Grobne eine große Feuers­brunst aus, die erst heute sistirt wurde. Drciviertel der Stadt ist vernichtet. Die schönsten Straßen, viele Kirchen und das Regierungsgebäude sind zerstört. Der Schaden wird auf 2 Millionen Rubel geschätzt. Ein Menschenleben ist nicht zu beklagen.

Port-Taid, 11. Juni. (Telegramm des Reuter'schen Bureaus.s In der Nähe von Kantara ist ein großes Baggerschiff von dem DampferMelville" mitten im Suez­canal in den Grund gefahren; die Passage des Canals dürfte in Folge dessen für einige Zeit wesentlich erschwert oder gänzlich gestört sein.

Lokales.

Oietze«, 12. Juni. Ueber die kommenden Sonntag und folgende Tage im Wiener Hof" concertirende W. Gipner'sche Concert-Sänger-Gesellschaft entnehmen wir demHamb. Fremden-Blatt" Nachstehendes: Wer sich in zweifacher Hinsicht, an künstlerischen Genüssen wie am Publikum selbst amüsiren will, muß die Soiräen der W. Gipner'schen Concertsänger-Gesellschaft besuchen, welche nunmehr bereits die Zahl 174 erreicht haben und deren Zugkraft nicht nur eine noch immer ungeschwächte, viel­mehr sich auf gleich großer Hohe haltende ist, so daß das geräumige Etablissement all- abendlich bis auf den letzten Platz gefüllt ist. Auf der einen Seite künstlerisch vollendete Vorträge renommirter Künstler, auf der anderen ein außerordentlich dankbares Publikum, das jede Nummer des sehr abwechslungsreichen Programms mit stürmischem Beifall aufnimmt und namentlich bei den Vorträgen des brillanten Charakterkomikers Otto Fürst in nicht enden wollenden Jubel ausbricht. SeineAdele", seinGraf von und zu Dattenboom" und dasCliquot-Lied" erregen nach 174maligem Vortrag noch denselben colossalen Applaus wie das erste Mal. Der Glanzpunkt der Gesellschaft liegt ferner in den Quartettgesängen. Der 2.Bassist Herr Küster besitzt eine Stimme von schönem Wohllaut, die auch in den Solovorträgen bestens zur Geltung kommt. Der 2. Tenorist Herr Cordt verfügt gleichfalls über einen außerordentlich sympathischen Gesang. Die Leistungen der Herren Staube sand und Gipner, welch' Letzterer auch in komischen Vorträgen Beifall erzielt, ist bereits anerkennend gedacht worden. Der Tanzkomiker Herr Lüschow erregt durch seine komischen Vorträge ebenfalls an­haltende Heiterkeit. Anerkennend sei auch des trefflichen Pianisten uno 2. Tenoristen der Gesellschaft, O. Exner, gedacht, dessen CompositionAm Ufer der Alster ist mein Paradies" allabendlich unter stürmischem Beifall von Herrn Staube sand -gesungen wird.

Gießen, 12. Juni. sTurnerische s.j Gelegentlich des 14. Gauturnfestes am 12. und 13. Juli er. in Lich findet am Samstag den 11. Juli er., Nachmittags 3 Uhr, in der Vereinsturnhalle zu Lich der 47. Gauturntag statt und ist die einstweilige Tages­ordnung hierfür: Bericht über den 46. Kreisturntag und Usgau. Bestimmung der Gauturnfahrt der nordöstlich gelegenen Vereine nach dem Hainig bei Lauterbach. Wahl des Festortes pro 1886. Die Anstellung eines besoldeten, für die Hebung des deutschen Turnwcseiis ausschließlich thätigen Geschäftsführers (deurscher Turnanwalt), nach dem im deutschen Genossenschaftswesen bestehenden bewährten Vorbild. Entwurf eines Fragebogens zur Einrichtung einer Gaustatistik. Bei allen innerhalb des Gaues Hessen stattfindenden Wettturnen gehören der stellvertretende Gauturnwart und die Bezirks­obmänner als selbstverständlich zum Preisgericht und bedürfen keiner Vollmacht ihres Vereins. Die Entsendung des Gauturmvarts zum 6. deutschen Turnfest nach Dresden und Bewilligung einer entsprechenden Vergütung aus der Gaukasse. Die Neugestaltung des Musterriegenturnens bei Gaufesten. Rach Schluß des Turntags wird in selbigem Lokal, Abends 6 Uhr, die Sitzung des Preisgerichts abgehaltcn. Die Kampfrichter müssen mit Vollmacht versehen sein. Die Anmeldung der Preisturner hat bis zum 5. Juli beim Gauvcrtreter zu geschehen, dagegen die zum 9Nusterriegenturnen beim Gauturnwart. Die erste Anmeldeliste, welche doppelt auszufertigen ist, hat zu ent­halten die Namen des Vereins, des Vorturners, der Geräthe und wird 4 Wochen vorher eingeschickt. Die zweite Anmeldeliste, welche 14 Tage vorher eingcschickt wird, muß in drei völlig gleichlautenden Exemplaren eingesandt werden und müssen enthalten die Namen des Vereins, des Vorturners, der Geräthe, sowie Namen jedes einzelnen Turners, nebst Verzeichniß jeder einzelnen Hebung des gewählten Uebungsstoffes in orrecter Turnsprache.

Vermischte».

Lich, 11. Juni. Das siebente Kirchengesangfest des evangelischen Kirchen­gesangvereins für Hessen hat einen glänzenden Verlauf genommen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog, der mit dem Ergroßherzoge, den Prinzessinnen Irene und Alix, einer Einladung unseres Fürsten folgend, zur Tbeilnahme an dem Feste erschienen war, wurde bei dem Empfange am Bahnhof und bei der Fahrt in das fürstliche Schloß enthusiastisch begrüßt. Lich war mit Fichtenbäumchen und zahlreichen Fahnen festlich geschmückt. Der Zudrang zur Kirche bei dem Festgottesdienste überstieg alle Er­wartungen; aus nah und fern waren die Festbesucher herbeigeströmt. Der Gottes­dienst, bei welchem Pfarrer v. Seydemitz von Frankfurt die begeisterte, zu Herzen dringende Predigt hielt, während Dekan Clemm von hier die verbindenden Bibelfeste vorlas und 10 oberhessische Kirchengesangvereine mit beiläufig 360 Sängern und Sängerinnen die Chöre vortrugen, war von großartiger, wahrhaft ergreifender Wirkung Ministerialsecretär Ewald von Darmstadt dirigirte mit fester Energie den gewaltigen Chor, der seiner Leitung mit staunenswerther Sicherheit folgte. Nach dem Gottes dienste ließen Se. König!. Hoheit der Großherzog die Vorstände und die Dirigenten der Vereine sich im Schlosse vorstellen und geruhte, dankende Worte der Anerkemm^ an sie zu richten. Die Wirkung des Festes für die weitere Entwickelung der Kirchen­gesangvereinssache in Oberhessen kann nur segensreich sein., _ (D. Z.)

Darmstadt, 10. Juni. Das nunmehr definitiv festgestellte Festprogramm für die Feier des fünfzigjährigen Bestehens des Gartenbauvereius lautet: Mittwoch den 17. Juni, Abends 7 Uhr, gesellige Zusammenkunft im Gartensaale des Hotels zum Darmstädter Hof" zur Begrüßung der Herren Preisrichter, Vertreter der verbündeten Vereine und sonstiger Ehrengäste. Donnerstag den 18. Juni, Vormittags 11 Uhr, feierliche Eröffnung und Besichtigung der Ausstellung durch Se. Königl. Hoheit den Großherzog und höchste Herrschaften. Von 11 bis 1 Uhr Festconccrt in der Ausstellung. Nachnlittag von 4 bis 6 Uhr Concert ebendaselbst. Abends 7 Uhr Festessen im Garten­saale zumDarmstädter Hof". Freitag, den 18. Juni, Nachmittags von 4 bis 6 Uhr Concert in der Ausstellung. Von 5 Uhr an Congreß des SBemn§ Deutscher Roten­freunde im Saalbau. Abends 8 Uhr großes Gartenfest im Saalbau für die Mit­glieder des Gartenbauvereins und deren Familien, sowie für die Herren Ehrengäste und Mitglieder verbündeter Vereine. Samstag den 20. Juni, Vormittags Besichtigung ber Stadt, Hofgärten u. s. w. Nachmittags von 4 bis 6 Uhr Concert jn der te-- stellung. Nachmittags 3 Uhr Ausflug der Ehrengäste nach Jugenheim. Sonntag den 21. Juni, Nachmittags von 4 bis 6 Uhr Gartcn-Concert in der Ausstellung, Montag den 22. und Dienstag den 23. Juni. Für diese Tage werden weitere Unterhaltungen in Aussicht genommen und durch die Zeitungen bekannt gegeben.

Frankfurt a. M., 9. Mai. Ein drastisches Mittel gegen Hausdicbe wauou in den letzten Tagen ein hiesiger Apotheker an. Schon seit Monaten bemerkte derulve einen über alle Maßen starken Rückgang feiner Spirituosen und konnte sich den enormen Absatz gar nicht erklären. Er kam auf den Einfall, einmal mehrere ,rustmen mit einem starken und sofort wirkenden Brech- nnb Abführungsmittel zu füllen, uno siehe da, in wenigen Stunden waren zwei Diebe, bei ihm in Diensten stehend, tw- deckt. Dieselben gestanden auch ihren Diebstahl ein und wurden in Folge dessen so­fort entlassen. ...

Frankfurt a. M., 10. Juni. Ein hiesiger junger Rechtsanwalt hatte o 1< ivie derGen.-Anz." erzählt in den Kopf gesetzt, der Vertheidiger dcs r>e-,i > des muthmaßlichen Mörders des Polizeiraths Rumpfs, zu werden und schickte zunächt seine Visitenkarte mit einer Empfehlung in das Klavperf c Id - G es a n g um, welchem LieSke internirt ist. Diese Karte gelangte selbstverständlich in die .yaiwe o Gefängnißinspectors, welcher sie sofort der Staatsanwaltschaft übersandte und oi setzte den Ehrenrath der Rechtsanwälte von dem Vorgehen des Anwalts in Kennun». Trotz biefes ersten mißlungenen Versuches ließ sich der junge Anwalt nicht abbai , persönlich bis zu Lieske vorzudringen und demselben seine Verlheidigungsoorschlage i unterbreiten. Er soll dies auf -bie folgende recht schlaue Weise bewersttelligt ua Mit Hilfe eines bekannten Reporters lancirte er vor etwa vierzehn -ragen 111 .

hiesigen Blätter eine Notiz, derzufolge er zum Offizial-Vertheidiger^des Lic-Ae erna worden sei. Auf Grund dieser Notiz begab er sich nm folgenden £age in bau Kiapp seld-Gefängniß und verlangte zu seinem Clienten Julius Liebte geführt zu we Seinem Wunsche wurde ohne Weiteres willfahrt und in der Zelle ließ jicn ber von dem Mörder nun eine Vollmacht unterschreiben,- in welcher er ersucht nmv, Vertheidigung zu übernehmen, lieber dieses seltsame Vorgeben, welches» m den» der hiesigen Anwälte das peinlichste Aufsehen erregt, wird der Ehrenrath bei < anwälte demnächst sein Urtheil zu fällen haben. Wir geben diese.Mltrheuungc i in allein Vorbehalt, wenn wir auch hinzufügen können, daß bereits die zcugenelbucu nehmung mehrerer Personen in derehrengerichtlichen llntersuchungsmaw gegr angedeuleten Rechtsanwalt stattgefunden hat. , ,

Mainz, 9. Juni. Die von ber Slabt in und bei Mombach behuf (. t Untersuchungen gemachten Bohrungen sollen bis jetzt kein günstiges Rczuua 3 haben. Wenn auch einzelne Bohrlöcher Helles und reines Wasier lieferten, andere theils kalk-, theils eisenhaltiges gebracht. Die ,r)'trma Holzim . hat die Canalisirung des Rheines von Mannheim nach Straßburg überno . - ytm

Kosten hierfür sind auf 7 Millionen v* veranschlagt. -- em -'.u . morgen ab ihre Schulsäle um 7 Uhr öffnen und werden des Nachmi: g-' -. geschlossen bleiben. Ein höchst sonderbarer Fund, der aut em Veibr ,

Univerfitäts - Chrouik.

Marburg, 7. Juni. Das nunmehr erschienene Verzeichniß der Stndireuden an der hiesigen Universität für das Sommersemester 1885 gibt die Zahl derselben an wie folgt: Im Wintersemester 188485 waren immatriEulirt 708. 'Rach Abzug von 207 Abgegangenen sind verblieben 501; dazu Zugang im neuen Semester: 339. Ge- sammtzahl der immatrikulirten Studirenden: 840. Außerdem werden mit Genehmig: ung des Rectors die Vorlesungen noch von 16 Nichtiinmatrikulirten besucht, so daß an denselben überhaupt 856 Studirende theilnehmen. Tie einzelnen Fakultäten weisen folgende Zahlen auf: Theologische Fakultät 176 (davon 150 Preußen, 26 Nichtpreußen), juristische Fakultät 74 (64 Preußen, 10 Nichtpreußen), medicinische Fakultät 247 (204 Preußen, 43 Nichtpreußen), philosophische Fakultät 343 (278 Preußen, 65 Nicht­preußen).

Jena, 8. Juni. Wie wir vernehmen, ist Herr Dr. Gustav Steinmann, Privatdocent in Straßburg, als außerordentlicher Professor für Mineralogie und Geo­logie an die hiesige Universität berufen worden.

Dem außerordentlichen Professor in der medicinischen Fakultät der Uni­versität Berlin, vr. Gurtl, ist der CharacterGeheimer Medicinalrath" verlieben worden.

Geheimer Regierungsrath Professor Dr. G. Waiz in Berlin ist zum stimmfähigen Ritter des Ordens pour le mörite für Wissenschaft und Künste ernannt worden.

Professor Napier in Göttingen, Docent der englischen Philologie, wird -nunmehr wohl dem Rufe an die Universität Oxford Folge leisten. Dieser Ruf ist wirklich einglänzender", denn das Gehalt beträgt jährlich 18,000 Jt für 42 Vor­lesungen im Jahre, und ist selbst für Oxford ein bedeutender; die sechsmonatliche jähr­liche Vacanz kann dort inmitten handschriftlicher Schätze ohne Gleichen für die Wissen­schaft voll verwerthet werden. Nachdem diese ausgezeichnete Lehrkraft der Georgia Augusta und damit überhaupt den Universitäten Deutschlands entzogen worden, darf auf die Gewinnung eines gleich qualificirten Nachfolgers für erstere nicht gerechnet werden, weil ein so bedeutender Vertreter der englischen Philologie in Deutschland überhaupt nicht, in England ebensowenig vorhanden ist.

Professor Wagner, der Nachfolger des Professors Wappaeus auf dem Lehr­stuhle für Geographie in Göttingen, Verfasser des besten Lehrbuchs der Geographie aus der Neuzeit/ hat einen Ruf nach Wien erhalten, doch hofft man, den verdienten Gelehrten für Göttingen zu erhalten.

Leipzig, 7. Juni. Wie heute die Juristenfakultät unserer Universität bekannt gibt, ist am 3. Juni zu Weesen in der Schweiz der außerordentliche Professor ber Rechte an der Universität Leipzig, Dr. jar. Rudolf Wagner, seiner schweren Krank­heit erlegen.

Göttingen. Professor Schwarsow, welcher sich um die Hebung des Kunst- ftudinms an der Georgia Augusta große Verdienste erworben hat, hat einen Ruf nach Aachen erhalten.

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